Die Welt der Männerfrisuren ist ständig im Wandel. Was heute angesagt ist, kann morgen schon wieder veraltet sein. Doch es gibt auch Frisuren, die polarisieren und die Gemüter erhitzen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der umstrittensten und gewagtesten Männerfrisuren, die derzeit im Trend liegen oder in Zukunft liegen werden.
Es ist der wohl lässigste Haarschnitt, den es überhaupt gibt, und wieder voll im Trend: der Mullet. Mit dem Modern Mullet - inspiriert von den 1980er Jahren - interpretieren wir den klassischen Vokuhila in dieser Saison neu. Kürzere, teils sogar ausrasierte Seiten und ein längerer, oft gestufter Nackenbereich bestimmen den Haarschnitt, der für einen edgy Look sorgt. 2025 tragen wir die Trendfrisur jedoch als Soft Mullet mit sanfteren Übergängen und harmonischeren Längenunterschieden.
Haarspray verleiht dem Modern Mullet Struktur und Volumen.
Der Modern Mullet funktioniert am besten bei Männern mit ovalen oder eher länglichen Gesichtsformen. Aber auch markanten Gesichtszügen schmeichelt der Haarschnitt, da er die Kanten weicher wirken lässt. Absoluter Pluspunkt: Der Modern Mullet ist nicht nur für glattes, sondern auch für gewelltes und sogar lockiges Haar geeignet.
Der Vokuhila (vorne kurz, hinten lang) ist allerdings auch etwas speziell, weshalb viele Mullet-Träger:innen sich nach einiger Zeit wieder nach etwas Abwechslung sehnen. Aus Angst vor einer schwierigen Übergangszeit bleiben dann aber doch viele bei ihrem Mullet. Doch das muss nicht sein, denn die Lösung ist eigentlich ganz einfach.
Wer genug hat von "Business in the Front, Party in the Back", sollte den Mullet nicht einfach rauswachsen lassen, sondern vielmehr den Gang zum:zur Friseur:in seines:ihres Vertrauens wagen. So kann man den Übergang von Mullet zu "Adieu, Mullet" am besten kontrollieren.
Um zeitnah eine gleichmäßige Länge zu erreichen, ist es am einfachsten, alle sechs bis acht Wochen den Bereich, wo die Haare am längsten sind, zu kürzen. Die Stufen und Partien, die das Gesicht umrahmen, lässt du währenddessen wachsen.
Während du darauf wartest, dass sich deine Nackenhaare den vorderen Partien wieder angleichen, solltest du auch mal einen Blick auf die subtilere und vielseitigere Mullet-Version werfen: den Shag. Mit etwas längeren, das Gesicht umrahmenden Strähnen und Lagen um den Scheitel herum ist der Shag definitiv dein:e beste:r Freund:in im Übergangsprozess.
Für diejenigen, die offen für kürzere Frisuren sind, könnte der Mixie (eine Kreuzung aus Vokuhila und Pixie) hingegen der beste Übergangsstil sein.
Passend zum nach wie vor angesagten Mittelscheitel darf 2025 der sogenannte Curtain Fringe nicht fehlen, der bereits in den 1990er Jahren beliebt war. Das mittellange Haar fällt dabei entweder mittig oder seitlich gescheitelt über die Stirn - ähnlich wie ein Vorhang. Die Haarfransen reichen in etwa bis zu den Augenbrauen. Für einen natürlicheren Look wird das Haar texturiert oder leicht gestuft getragen.
Der Curtain Fringe funktioniert grundsätzlich mit verschiedenen Haartypen und -texturen. Markante Gesichtszüge lässt er weicher wirken, während er bei herzförmigen Gesichtsformen den Fokus auf die Augenpartie lenkt. Haarpflege-Produkte für Herren, wie ein Leave-in-Conditioner und ein leichtes Gel sorgen für ausreichend Definition und Halt.
Diese Männerfrisur 2025 ist wie geschaffen für wellige Strukturen: Undone Waves beschreiben welliges, locker fallendes Haar, das ein müheloses Styling und einen modernen Charme ausstrahlt. Dabei werden die Wellen im Haar betont, ohne dabei zu perfekt gestylt zu wirken - ganz im Sinne der “nicht zu viel Aufwand”-Ästhetik. Der “messy” Look, der bewusst unperfekt ist, gehört in dieser Saison zu unseren absoluten Lieblingen!
Mit den passenden Styling-Produkten für Herren setzen Sie auf flexiblen Halt statt perfekt definierte Locken. Ein Salzspray verleiht Ihrem Haar ein mattes Finish mit zusätzlicher Textur, ohne es steif wirken zu lassen. Die Spitzen bringen Sie mit einer leichten Styling-Creme in Form.
Weder kurz noch richtig lang: Diese Trend-Frisur ist ideal für alle Männer geeignet, die sich nicht entscheiden können oder wollen. Mittellanges Haar bietet viel Spielraum und reicht von knapp über den Ohren bis zu den Schultern. Dadurch sind verschiedene Frisuren wie der Shag, Mullet oder ein lässiger Surfer-Look möglich.
Unser Tipp: Mittellanges Haar müssen Sie nicht zwangsläufig lässig tragen - mit Gel oder Wachs kreieren Sie im Handumdrehen eine elegante, zurückgekämmte Frisur.
Kurz geschnittene Seiten treffen beim klassischen French Crop auf längeres Deckhaar. In dieser Saison tragen wir das Haar am Oberkopf noch länger und stylen es bewusst unstrukturiert, um den angesagten Messy-Look zu erzeugen. Auch der charakteristische Pony darf weniger akkurat geschnitten und gestylt werden. Mit einem Mattwachs, Salzspray oder einer leichten Styling-Creme verleihen Sie Ihrem Haar Volumen und betonen die unordentliche Struktur.
Der Messy French Crop ist ideal für Männer mit breiter Stirn oder markantem Haaransatz. Der Haarschnitt lässt harte Kontraste weicher erscheinen und lenkt mit seinem längeren, texturierten Oberkopf den Fokus von einer schmalen Kinnpartie ab. Aber auch längliche Gesichtsformen profitieren vom Messy French Crop: Sind die Seiten sehr kurz gehalten, verkürzt er das Gesicht optisch, während der Pony die Länge des Gesichts zusätzlich ausgleicht.
Wer 2025 nicht nur seinen Haarschnitt, sondern auch seine Haarfarbe verändern möchte, setzt mit leuchtenden Tönen ein Statement. Vor allem Smaragdgrün und Saphirblau sind aktuell besonders beliebt. Wer einen etwas dezenteren Look bevorzugt, kann aber auch zu einem rauchigen Bronzeton greifen.
Haben Sie den perfekten Haarschnitt bereits gefunden und möchten Ihre Frisur mit einer neuen Haarfarbe auffrischen? Dann müssen Sie nicht gleich das gesamte Haar färben, sondern können auch mit gezielten Highlights einen völlig neuen Look kreieren. Dabei bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie klassisch blonde Highlights wählen oder bunte Akzente setzen möchten.
Es ist kein Geheimnis, dass Haarschnitte wie der Vokuhila (der gerade ein Comeback feiert) nicht schön im klassischen Sinne sind. Auch dicke Blocksträhnen (vorzugsweise in „natürlichen“ Farben wie Aubergine) sind bekanntermaßen eher unbeliebt. Aber auch vermeintlich coole Frisuren können ein Fehlgriff sein.
Stylish ja - aber schön? Darüber lässt sich streiten. Die extrakurzen Ponys mögen in alternativen und künstlerischen Szenen schwer angesagt sein, fernab dieser Kreise gelten sie aber eher als No-Go. Denn kurze Ponys stehen den wenigsten Menschen wirklich. Dazu kommt, dass sie schnell wie ein Fehler aussehen, wenn sie nicht perfekt gestylt werden. Besser: Etwas längere Ponys, die mindestens bis zu den Augenbrauen reichen.
Taylor Swift liebte sie: die Korkenzieherlocken... Damals, als Taylor Swift noch Country-Sängerin war, waren Korkenzieherlocken ihr großes Markenzeichen. Das war anno 2008. Dort kann diese Frisur auch gerne bleiben, denn so wirklich gut sieht sie an niemandem aus. Das hat auch Taylor Swift festgestellt und sich von ihren Korkenzieherlocken getrennt. Viel beliebter sind da schon leichte Beach Waves oder glamouröse Victoria’s-Secret-Locken.
Asymmetrische Haarschnitte sind der Traum von Friseurläden, die so klanghafte Namen wie Haarmony oder Haarwaii tragen. Aber leider sind Wortwitze oftmals kein Qualitätsmerkmal für Friseurläden. Kein Wunder also, dass raffinierte Kurzhaarschnitte mit asymmetrischer Pony-Partie nicht unbedingt den besten Ruf genießen. Dann lieber Buzzcut - das ist ein cooles Statement, das vielen Frauen erstaunlich gut steht.
Haare können nicht lang genug sein? Doch. Und zwar spätestens, wenn die Spitzen dünn und traurig erscheinen. Zwar gibt es Tricks mit denen die Spitzen voller wirken. Doch grundsätzlich sieht zu langes Haar häufig ungepflegt aus. Um das zu vermeiden, sind regelmäßige Friseurbesuche unumgänglich. Nur dann sehen richtig lange Haare auch gut aus.
Undercuts haben in den frühen 2010er-Jahren ihre Hochzeit erlebt. Damals hat sich wirklich jeder entweder die Seiten oder die Haare im Nacken abrasiert … und die Aktion spätestens nach einer Woche bereut. Denn die Haare verlieren dadurch an Volumen. Außerdem ist es ein Albtraum, einen Undercut wieder rauswachsen zu lassen.
In den letzten Wochen war der Edgar Cut - eine moderne Version des Topfschnitts - ein Medienthema und oft auch eine haarige Angelegenheit. Schnell war er Spott-Ziel. Boah, ist das hässlich, äußern Ältere - ähnlich wie beim Vokuhila - und lästern über die «Gen Z» (Generation Z; die seit Mitte der 90er Geborenen).
Ein Schweizer Friseur, Cheyne Lewin Hofer, machte Edgar auch in Europa zum Internet-Hit. werden millionenfach geklickt. Auch deutsche Fans reisen demnach extra nach Zuchwil (Kanton Solothurn) zwischen Basel und Bern.
Die Vorher-Nachher-Videos bringen den Kunden Fame. Viele Zuschauer sind vom Fachvokabular in den Clips mit Begriffen wie Taper-Fade, Hair-Line und cleanes Line-up belustigt. Es gibt eine Menge Lästervideos und Gags. Aktionen in TV-Shows wie «ZDF Magazin Royale» mit Jan Böhmermann oder «Late Night Berlin» mit Klaas Heufer-Umlauf kamen hinzu. «Warum haben sie dem das Toupet falschrum aufgesetzt?»
Die Männerfrisur «Edgar»: Das ist oben längeres, wuscheliges Haar, gar Dauerwelle, und eine harte Kante am Pony - und dann ganz akkurat ausrasiert an den Seiten und hinten. Pisspottschnitt, Pilzfrisur sagen böse Zungen, Fachleute sagen auch «Hi-Top Fade» oder «Box Fade».
Erst war der Schnitt wohl Mode in Nord- und Südamerika. Der Name soll auf den Baseballspieler Edgar Martínez zurückgehen, manche nennen auch den 90er-Jahre-Rapper Edgar Esteves. Aber irgendwie weiß man es nicht so recht. Klischee-Träger sind jedenfalls Latino-Jungs.
Erst die Perlenkette, nun total akkurate Haarschnitte, für die man eigentlich alle paar Tage zum Friseur muss - und dann womöglich auch noch Dauerwelle?! Sind junge Männer auf der Suche nach dem Oma-Lifestyle und 80er-Minipli-Look?
Falsche Fragen, findet Diane Weis, Professorin für Modejournalismus in Berlin. Fast skurriler als dieses Aussehen sei meist das Bedürfnis von Leuten, sich darüber lustig zu machen. «Die Zuschreibung als "hässlich" oder "Oma-Frisur" - das sehen viele 18-Jährige einfach gar nicht so, weil es für sie historisch unbelastete Looks sind.»
Weis erklärt, es gebe nun auch in Deutschland die Kultur, dass sich Männer beim Friseur (besser: Barbier) zum Styling treffen. Geprägt sei das von türkischen und arabischen Bräuchen, Einflüssen afroamerikanischer Kultur oder auch von Latinos. «Wer eine akkurate Frisur will, der geht dann öfter zum Barber. Und das ist dann auch ein soziales Event. Als Verweiblichung oder aber als queer müsse man den Kult um Männerfrisuren dabei übrigens nicht deuten, sagt Weis. «Das sind meist heteromännliche Selbstentwürfe. Viele Frauen kennen das nur schon länger, dass ein Friseurbesuch durchaus ein Mental-Health-Tool sein kann, also dass es gut tut, sich Zeit für sich selber zu nehmen. Man bekommt danach Komplimente in den Kreisen, die einem wichtig sind, man fühlt sich einfach gut.»
Auch der Kulturwissenschaftler Moritz Ege von der Universität Zürich sieht einen grundsätzlichen Wandel bei vielen Jungs und jüngeren Männern: «Dieses Bekenntnis dazu, gut aussehen zu wollen und sich dafür auch anzustrengen, das ist etwas, das lange Zeit in vielen Kontexten als unverträglich mit konventioneller Männlichkeit galt. Das hat sich aber in den letzten Jahrzehnten qualitativ verändert.»
Ege, Professor für Populäre Kulturen und Empirische Kulturwissenschaft, sieht das als schleichenden Prozess seit der medialen Figur des Metrosexuellen in den späten 90ern und frühen Nullerjahren. Körperpflege und Körpermodellierung seien für Männer seitdem viel selbstverständlicher geworden. «Damals wurde mit Verwunderung über gestylte junge Männer als "Metrosexual" gesprochen. Hetero-Männer würden sich jetzt - wie sonst angeblich nur Schwule - aufwendig hübsch machen», sagt Ege. «Das alles ist etwas, was heute bei den Kategorien vieler junger Menschen keinen Sinn mehr ergibt, einfach weil es diese Verblüffung nicht mehr so gibt.»
Zur Edgar-Frisur sagt Ege allgemein: «Kopfhaar hat immer eine gewisse Sprengkraft, weil es mit seinem ständigen Nachwachsen Vitalität symbolisiert und sich auch deshalb als Natursymbol anbietet und Haareschneiden dann für die Bändigung des Natürlichen steht.» Das sei ein Spiel von Natur und Kultur, eine Selbstdisziplinierung, wenn man an den Aufwand denkt, der für eine korrekte Haartracht nötig ist.
Und der Edgar im Speziellen?
Oxfords die Zähne zeigen, Gummischuhe in quietschgelben Farben, Loafer mit Nieten und halsbrecherischen Heels - herzlich willkommen zu den ultimativen Beleidigungen des guten Geschmacks aus der Welt der Schuhe.
Und dabei fing alles so harmlos an, schließlich sollten Schuhe unseren Füßen einst lediglich Schutz bieten. Doch gelten sie heute viel mehr als Ausdruck von Identität, gesellschaftlichem Status und Gruppenzugehörigeit. Extravagante Designs, neue Formen und ungewöhnliche Schnitte sind die Folge der modischen Vielfalt, deren Wunsch nach Individualität zum Teil groteske Ausmaße annimmt.
Hier ist eine Tabelle, die einige der umstrittensten Schuhdesigns zusammenfasst:
| Schuhmodell | Besonderheiten | Kontroverse |
|---|---|---|
| Alexander McQueen High Heels | 25,4 Zentimeter Absatz | Weigerung der Models, sie zu tragen |
| Louboutin Loafer "Dandy Pik Pik Calf" | Mit Stacheln versehenes Schuhoberteil | Assoziation mit Pinhead |
| Fantich & Young Oxford-Schuh | Mit Zähnen versehen | Verfremdung eines Klassikers |
| Iris Schieferstein Horseshoes | Verarbeitung von Tierresten | Makabre Materialwahl |
tags: #die #hässlichsten #Männerfrisuren
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