Haarbruch: Ursachen, Behandlung und Vorbeugung

Brüchiges Haar ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Es äußert sich durch trockene Spitzen, sprödes Haar und Haarbruch. In diesem Artikel werden die Ursachen für Haarbruch erläutert und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten sowie präventive Maßnahmen vorgestellt.

Was ist Haarbruch?

Haarbruch entsteht, wenn die äußere Schicht des Haares, die Cuticula, beschädigt wird. Mit bloßem Auge lässt sich Haarbruch anhand kleiner weißer Pünktchen erkennen, die die Bruchstellen des Haares markieren. Das Haar sieht durch die Strukturschäden insgesamt spröde und strohig aus.

Im Gegensatz zu Spliss, der das Haar an den Spitzen spaltet, kann Haarbruch überall auftreten. Einzelne Härchen fallen vermehrt auf, die kürzer sind als andere, und das Haar wirkt insgesamt strohig und spröde. Üblicherweise brechen Haare bei unzureichender Pflege in der Mitte oder an den Spitzen ab - gerade, wenn die Haare wachsen gelassen werden und der letzte Friseurbesuch schon etwas zurückliegt.

Es ist wichtig, den Unterschied zwischen Haarbruch und Haarausfall zu verstehen. Haarbruch entsteht durch kaputte und trockene Haarsträhnen, die abreißen und abbrechen, während Haarausfall ganze Haarsträhnen betrifft, die aus dem Follikel fallen.

Ursachen für Haarbruch

Es gibt zahlreiche Ursachen für Haarbruch, die sowohl innerer als auch äußerer Natur sein können. Etwa 20 Prozent der Menschen in Deutschland leiden an brüchigen Haaren. Für gewöhnlich ist die äußere Schuppenschicht (Kutikula) der Haare beschädigt. Warum genau Haare abbrechen, kann an äußerlichen sowie inneren Ursachen liegen.

Innere Ursachen

Innere Ursachen für Haarbruch können Krankheiten, Nährstoffmangel, hormonelle Veränderungen, Stress und physische Belastung sein.

  • Krankheiten: Schilddrüsenfunktionsstörungen, schwere grippale Infekte, chronische Darmerkrankungen oder eine zurückliegende Chemotherapie können zu brüchigen Haaren führen.
  • Ernährung: Ein Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Eisen, Vitamin H, Kalzium, Eiweiß und Vitamin B kann die Haarstruktur schwächen. Auch wer mit einer Essstörung kämpft, hat häufig sprödes sowie brüchiges Haar.
  • Medikamente: Bestimmte Arzneimittel wie Antibiotika, Antiepileptika, Antidiabetika und Zytostatika können die Haarstruktur negativ beeinflussen.
  • Hormone: Hormonelle Veränderungen, beispielsweise in den Wechseljahren oder während der Schwangerschaft und Stillzeit, können zu Haarbruch führen. Geht die Östrogenproduktion zurück, verschiebt sich das hormonelle Gleichgewicht. Das männliche Hormon Testosteron nimmt im Körper der Frauen zu.
  • Stress und physische Belastung: Stresshormone wie Cortisol oder Noradrenalin können Entzündungsprozesse im Körper begünstigen und sich negativ auf den Wachstumszyklus der Haare auswirken.

Äußere Ursachen

Äußere Faktoren, die Haarbruch verursachen können, sind falsche Pflege, chemische Einflüsse und Hitze.

  • Falsche Pflege und Reibung: Ungeeignete Pflege- und Reinigungsprodukte, zu häufiges Waschen, starkes Rubbeln mit dem Handtuch, aggressive Bürsten und straffe Frisuren können die Haare schädigen.
  • Chemische Einflüsse: Häufiges Tönen, Färben, Blondieren oder Dauerwellen strapazieren die Haare extrem und können zu Haarbruch führen. Haarbruch tritt hier bei (zu) häufiger Anwendung auf, da die aufhellenden Chemikalien tief in die Haarstruktur eindringen und dem Haar viel Eigenfeuchtigkeit entziehen.
  • Hitze: Hohe Temperaturen beim Föhnen, Glätten oder Lockenstab-Styling sowie intensive Sonneneinstrahlung können die Haare austrocknen und brüchig machen.

Behandlung von Haarbruch

Um Haarbruch zu stoppen, ist es wichtig, die Ursache zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Je nach Ursache des Haarbruchs gibt es verschiedene Möglichkeiten, um das Problem zu behandeln:

Richtige Pflege

Achte darauf, dass Ihre Haarstyling- und Reinigungsprodukte nicht zu viele Chemikalien enthalten. Am besten sind milde, rückfettende Shampoos. Optimal sind auch Produkte, die Vitamin H enthalten.

  • Verwenden Sie milde, rückfettende Shampoos ohne aggressive Chemikalien.
  • Waschen Sie Ihre Haare nicht täglich, um sie nicht unnötig auszutrocknen.
  • Verwenden Sie nach dem Waschen eine reichhaltige Spülung und einmal pro Woche eine Intensiv-Kur.
  • Wickeln Sie nasse Haare vorsichtig in ein Handtuch, anstatt sie trocken zu rubbeln.
  • Verzichten Sie auf heißes Föhnen, Glätteisen und Lockenstab oder verwenden Sie einen Hitzeschutz.
  • Bürsten Sie Ihre Haare sorgfältig mit Holzkämmen oder -bürsten und vermeiden Sie Bürsten aus Draht.
  • Vermeiden Sie straffe Frisuren und Toupieren.
  • Bei Spliss sollten Sie den Spitzen extra viel Pflege spenden, beispielsweise mit Olivenöl.

Brüchige Haare – das machen die meisten falsch

Ausgewogene Ernährung

Wenn ein Nährstoffmangel die Ursache für brüchige Haare ist, sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und Ihren Speiseplan anpassen. Das für den Körper wichtige Eisen, zu dessen Mangelsymptomen unter anderem sprödes Haar und Haarausfall gehören, ist beispielsweise in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Fleisch
  • Getreide
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte

Besonders Vegetarier und Veganer sollten ihren Eisenhaushalt gut im Blick behalten. Leistungssportler, Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Eisenbedarf.

Vitamin H ist für den Aufbau von Keratin wichtig - dem Hauptbestandteil der Haare. Es hilft dabei, dass die Haare dicker werden. Unter anderem steckt es in:

  • Rinderleber
  • Eigelb
  • Nüssen
  • Pilzen

Haben Sie den Verdacht, dass Sie an einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel leiden, ist es am besten, mit einem Arzt abzuklären, was genau dahintersteckt. Nehmen Sie nicht auf Vermutung Nahrungsergänzungsmittel ein.

Ausgeglichener Lebensstil

Stresshormone wie Noradrenalin oder Cortisol können dem Haar zusetzen und Haarausfall sowie Haarbruch begünstigen. Es ist nicht immer einfach, Stress aus dem Alltag zu nehmen. Aber versuchen Sie, sich kleine Inseln der Auszeit zu schaffen. Yoga oder auch Achtsamkeitstechniken können dabei helfen.

Hausmittel

Verschiedene sanfte Mittel spenden Ihren Haaren Feuchtigkeit und stärken sie dadurch. Brechen die Haare am Ansatz abbrechen, oder am ganzen Haar, können Sie es mit natürlichen Gegenmaßnahmen versuchen.

Zu den Hausmitteln gegen Haarbruch gehören:

  • Haarkur mit Honig: Eine Honig-Haarkur aus Honig, Mandelöl, Eigelb und ätherischen Ölen kann das Haar stärken und beruhigen.
  • Bierwäsche: Eine Bierwäsche kann zur Kräftigung des Haars beitragen.

Rezept für eine Honig-Haarkur:

  1. 2 EL Honig, 1 EL Mandelöl und 1 Eigelb schlagen.
  2. 3 Tropfen ätherisches Rosmarinöl und 3 Tropfen ätherisches Lavendelöl dazugeben.
  3. Das Haar mit warmem Wasser anfeuchten und die Kur in das Haar einmassieren.
  4. Eine Plastikhaube darüberziehen und die Kur 30 Minuten einwirken lassen.
  5. Danach den Mix mit warmem Wasser abspülen und die Haare mit Shampoo waschen.

Professionelle Behandlungen

Bei stark geschädigtem Haar können professionelle Plex-Systeme im Friseursalon helfen, die tief in die Haarstruktur eindringen und das Haar von innen heraus stärken.

Vorbeugung von Haarbruch

Um Haarbruch vorzubeugen, ist es wichtig, die Haare schonend zu behandeln und auf eine ausgewogene Pflege zu achten. Hier sind einige Tipps zur Vorbeugung von Haarbruch:

  • Lassen Sie sich alle sechs bis acht Wochen die Spitzen schneiden, um Spliss und abgebrochene Haarenden zu entfernen.
  • Verwenden Sie Shampoos, Spülungen und Kuren, die Keratin enthalten.
  • Tupfen Sie nasses Haar trocken, anstatt es zu rubbeln.
  • Verwenden Sie Haartrockner mit Ionen-Technik.
  • Achten Sie beim Kauf von Glätteisen und Lockenstab auf eine Keramikbeschichtung.
  • Streichen Sie mit der Bürste vorsichtig durch die Haare und beginnen Sie dabei immer an den Spitzen.
  • Verteilen Sie vor dem Föhnen und Stylen immer einen Hitzeschutz im Haar.

Indem Sie diese Tipps befolgen und Ihre Haarpflege-Routine an die Bedürfnisse Ihrer Haare anpassen, können Sie Haarbruch effektiv vorbeugen und für gesundes, glänzendes Haar sorgen.

Zusammenfassung

Haarbruch ist ein häufiges Problem, das durch verschiedene innere und äußere Faktoren verursacht werden kann. Durch die richtige Pflege, eine ausgewogene Ernährung, einen gesunden Lebensstil und gegebenenfalls professionelle Behandlungen können Sie Haarbruch stoppen und Ihre Haare wieder gesund und kräftig machen. Achten Sie darauf, Ihre Haare schonend zu behandeln und auf ihre Bedürfnisse einzugehen, um langfristig Haarbruch vorzubeugen.

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