Sobald es für die Stars und Sternchen des Hollywood-Olymps auf den großen Teppich oder in die Öffentlichkeit geht, durchlaufen sie im Voraus eine umfassende Behandlung diverser Stylisten, Make-Up-Artisten und persönlicher Assistenten. So kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, der perfekte Auftritt vor den bildhungrigen Fotografen scheint gesichert. Doch ganz nach dem Motto „viele Köche verderben den Brei“ beweisen wir, dass selbst die Schönsten der Schönen manchmal gewaltig daneben liegen und mit ihren Frisuren ins Klo gegriffen haben. Hier kommen einige der peinlichsten Frisuren der Hollywood-Stars - wirklich zum Haareraufen!
Es ist kein Geheimnis, dass Haarschnitte wie der Vokuhila (der gerade ein Comeback feiert) nicht schön im klassischen Sinne sind. Auch dicke Blocksträhnen (vorzugsweise in „natürlichen“ Farben wie Aubergine) sind bekanntermaßen eher unbeliebt. Aber auch vermeintlich coole Frisuren können ein Fehlgriff sein.
Aus Hipster-Cafés sind sie kaum wegzudenken, auch wenn das vielen Menschen wahrscheinlich ziemlich recht wäre: Microponys. Die extrakurzen Ponys mögen in alternativen und künstlerischen Szenen schwer angesagt sein, fernab dieser Kreise gelten sie aber eher als No-Go. Denn kurze Ponys stehen den wenigsten Menschen wirklich. Dazu kommt, dass sie schnell wie ein Fehler aussehen, wenn sie nicht perfekt gestylt werden. Besser: Etwas längere Ponys, die mindestens bis zu den Augenbrauen reichen.
Damals, als Taylor Swift noch Country-Sängerin war, waren Korkenzieherlocken ihr großes Markenzeichen. Das war anno 2008. Dort kann diese Frisur auch gerne bleiben, denn so wirklich gut sieht sie an niemandem aus. Das hat auch Taylor Swift festgestellt und sich von ihren Korkenzieherlocken getrennt. Viel beliebter sind da schon leichte Beach Waves oder glamouröse Victoria’s-Secret-Locken.
Asymmetrische Haarschnitte sind der Traum von Friseurläden, die so klanghafte Namen wie Haarmony oder Haarwaii tragen. Aber leider sind Wortwitze oftmals kein Qualitätsmerkmal für Friseurläden. Kein Wunder also, dass raffinierte Kurzhaarschnitte mit asymmetrischer Pony-Partie nicht unbedingt den besten Ruf genießen. Dann lieber Buzzcut - das ist ein cooles Statement, das vielen Frauen erstaunlich gut steht.
Haare können nicht lang genug sein? Doch. Und zwar spätestens, wenn die Spitzen dünn und traurig erscheinen. Zwar gibt es Tricks, mit denen die Spitzen voller wirken. Doch grundsätzlich sieht zu langes Haar häufig ungepflegt aus. Um das zu vermeiden, sind regelmäßige Friseurbesuche unumgänglich. Nur dann sehen richtig lange Haare auch gut aus.
Undercuts haben in den frühen 2010er-Jahren ihre Hochzeit erlebt. Damals hat sich wirklich jeder entweder die Seiten oder die Haare im Nacken abrasiert … und die Aktion spätestens nach einer Woche bereut. Denn die Haare verlieren dadurch an Volumen. Außerdem ist es ein Albtraum, einen Undercut wieder rauswachsen zu lassen.
Kein gutes Haar an der Jugend zu lassen, ist oft ein Zeichen dafür, dass jemand alt ist - zumindest im Kopf. Das scheint seit Jahrtausenden schon so zu sein. Apropos kein gutes Haar: Frisuren waren schon oft Anlass, Generationenkonflikte zu schüren. Beispiele: Hippies, Punks.
In den letzten Wochen war der Edgar Cut - eine moderne Version des Topfschnitts - ein Medienthema und oft auch eine haarige Angelegenheit. Schnell war er Spott-Ziel. Boah, ist das hässlich, äußern Ältere - ähnlich wie beim Vokuhila - und lästern über die „Gen Z“ (Generation Z; die seit Mitte der 90er Geborenen).
Die Männerfrisur „Edgar“: Das ist oben längeres, wuscheliges Haar, gar Dauerwelle, und eine harte Kante am Pony - und dann ganz akkurat ausrasiert an den Seiten und hinten. Pisspottschnitt, Pilzfrisur sagen böse Zungen, Fachleute sagen auch „Hi-Top Fade“ oder „Box Fade“. Erst war der Schnitt wohl Mode in Nord- und Südamerika. Der Name soll auf den Baseballspieler Edgar Martínez zurückgehen, manche nennen auch den 90er-Jahre-Rapper Edgar Esteves. Aber irgendwie weiß man es nicht so recht. Klischee-Träger sind jedenfalls Latino-Jungs.
Falsche Fragen, findet Diane Weis, Professorin für Modejournalismus in Berlin. Fast skurriler als dieses Aussehen sei meist das Bedürfnis von Leuten, sich darüber lustig zu machen. „Die Zuschreibung als "hässlich" oder "Oma-Frisur" - das sehen viele 18-Jährige einfach gar nicht so, weil es für sie historisch unbelastete Looks sind.“
Auch der Kulturwissenschaftler Moritz Ege von der Universität Zürich sieht einen grundsätzlichen Wandel bei vielen Jungs und jüngeren Männern: „Dieses Bekenntnis dazu, gut aussehen zu wollen und sich dafür auch anzustrengen, das ist etwas, das lange Zeit in vielen Kontexten als unverträglich mit konventioneller Männlichkeit galt. Das hat sich aber in den letzten Jahrzehnten qualitativ verändert.“
Zur Edgar-Frisur sagt Ege allgemein: „Kopfhaar hat immer eine gewisse Sprengkraft, weil es mit seinem ständigen Nachwachsen Vitalität symbolisiert und sich auch deshalb als Natursymbol anbietet und Haareschneiden dann für die Bändigung des Natürlichen steht.“
Nur weil etwas gerade angesagt ist, heißt es noch lange nicht, dass die Mehrheit es auch schön findet. So gibt es immer wieder kontroverse Trends, die so sehr vom allgemeinen Schönheitsbild abweichen, dass sie eigentlich niemand wirklich mag. Unter den Trendfrisuren des Jahres 2024 sind es vor allem diese drei, die bei den meisten als No-Go gelten würden:
Die Spice Girls, wer hat sie nicht gefeiert! Mit der Neunziger-Trendwelle aus Mode und Beauty kehren auch immer mehr Hairstyles aus dieser Zeit zurück. So auch die beiden High Pigtails von Emma Bunton aka Baby Spice. Aber erinnern sie nicht total an Grundschulzeiten und wirken als Erwachsene eher lächerlich? Hier braucht es definitiv einen edgy Ausgleich beim Styling!
Mikro Ponys werden immer wieder als Trend ausgerufen und auch die Stars zeigen sich immer wieder mit raspelkurzem Pony. Doch wer sich schonmal an den Baby Bangs probiert hat, weiß, dass dieser nicht unbedingt schmeichelhaft für jede*n ist. Er kann das Gesicht optisch auf seltsame Weise verziehen und manchmal eher wie ein Unfall mit der Schere zuhause wirken. Dann doch lieber wellige 70-Bangs.
Paris Hilton trug ihn in den 00er-Jahren und jetzt erlebt er ein Comeback: Als sogenannter Noughties Cut ist der besonders fransige und hinten zu den Seiten geteilte Mullet 2024 angesagt. Doch die Vokuhila-Frisur ist wirklich nichts für jedermann bzw jede Frau*, oder? Wer sich langsam an einen Mullet wagen will, wählt lieber den Soft Mullet.
Alle Frisuren werden von der Kopfform bestimmt und wenn du wissen willst, ob du momentan mit einer der größten Modesünden herumläufst, dann bleib besser dran. Eine schlimme Zeit für Haare waren die 80er. Trendige Frisuren waren bizarr und die Frauen beschädigten ihre Haare ständig, insbesondere diejenige, die glatte Haare hatten. Die Dauerwelle wurde sehr populär, da sie einen andauernden modischen Look versprach. Das Kreppeisen war ebenso oft verwendet.
Im Vergleich zu den unglücklichen Frisuren des vorigen Jahrzehnts, waren die 90 Jahre die beste Zeit für glatte Haare. Gelegentlich konnte man noch die gekräuselten Haare aus den 80er sehen, aber nur in den früheren Jahren des Jahrzehnts. Die Frisur von Jennifer Aniston war die beliebteste aus dieser Zeit.
Die 2000er hatten ebenso eine große Vielfalt an Frisuren. Beach Waves waren sehr populär, aber die Tendenz für glatte Harre herrschte immer noch. Die Frisuren der 2010er befinden sich noch im Entstehen, aber es sind schon Trends wie die sanften Wellen und lässige Frisuren zu sehen. Als Erstes ist es natürlich wichtig, dass man sich selber wohl fühlt.
Was ihre Mähne angeht, gehört Miley Cyrus zur mutigeren Fraktion. Erst hat die Sängerin den Vokuhila zurückgebracht, jetzt ist es eine spezielle Haarfarbe, mit der sie 90er-Vibes versprüht. Gestatten, Skunk Hair. Die Sängerin rockt seit Kurzem nämlich einen Mix aus hellblonden und schwarzen Tönen.
Wie beim Fell von Stinktieren trifft bei diesem Frisurentrend aus den 1990ern Platin auf Schwarz. Nun interpretiert Miley Cyrus den Look neu und präsentiert ihre ganz eigene Version des Skunk Hair. Hierbei ist nämlich nur wichtig, auf einen starken Kontrast zu setzen, beim Rest kann man der Fantasie freien Lauf lassen.
Die schwarzen Strähnen wurden auf der blonden Mähne von Miley Cyrus nicht akkurat, sondern unregelmäßig angebracht. Eben mal hier, mal da. Außerdem sind die dunklen Highlights unterschiedlich breit und verschmelzen trotz Kontrast perfekt mit dem hellen Haar. Damit beweist die Sängerin, wie stylisch und cool der "hässliche" Frisurentrend aus der Vergangenheit eigentlich ist. Und dass jeder damit nach Lust und Laune herumexperimentieren kann, um daraus eine ganz individuelle Haarfarbe zu machen.
Was Miley Cyrus' Look letztendlich ausmacht, ist die Kombination aus Skunk Hair mit dem angesagten Wolf Cut.
tags: #die #hässlichsten #Frisuren #Trends
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