Viele Menschen wünschen sich ein waches, frisches Aussehen und suchen nach Möglichkeiten, ihr Erscheinungsbild zu verbessern. Eine beliebte Methode ist die Behandlung mit Botox, insbesondere zur Glättung von Stirnfalten und zur Anhebung der Augenbrauen. Allerdings kann es nach einer solchen Behandlung zu ungewollten Nebenwirkungen kommen, wie dem Absinken der Augenbrauen. In diesem Artikel werden die Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und präventiven Maßnahmen bei abgesunkenen Augenbrauen nach einer Botox-Behandlung detailliert erläutert.
Von einer Brauenptosis spricht man, wenn sich die Augenbrauen von ihrer natürlichen Position nach unten absenken. Medizinisch bedeutet Ptosis generell das Absinken oder Herabhängen bestimmter Organe oder Gewebebereiche. Senken sich die Brauen, verändert sich der Gesichtsausdruck.
Meist ist die Hautalterung und die altersbedingte Abnahme von Kollagen und Elastin im Gewebe verantwortlich für eine Brauenptosis. Abgesunkene Brauen können auch sehr plötzlich entstehen.
Im Laufe des Lebens nimmt die Elastizität des Musculus orbicularis occuli, der ringförmig um die Augen verläuft, ab. Dadurch können die Augenbrauen absinken und sich die Form verändern. Ein weiterer Grund für das Absinken der Brauen ist die Aktivität des Ringmuskels um das Auge. Der Ringmuskel ermöglicht ein Zusammenkneifen des Auges bei Blendung, Lachen oder Weinen. Durch das Zusammenziehen können sich die Augenbrauen senken.
Eine Grundanspannung dieser mimischen Muskulatur um das Auge führt zu einer Herabsetzung der Augenbrauenposition. Durch Schwächung des M. orbicularis mit Botulinumtoxin können sich die ringförmig verlaufenden Fasern weniger Zusammenziehen, grundsätzlich ist eine Entspannung möglich.
Es gibt verschiedene Faktoren, die dazu führen, dass die Augenbrauen absinken. Eine zentrale Rolle spielt dabei der natürliche Alterungsprozess, da die Hautelastizität ab dem 30. Lebensjahr kontinuierlich abnimmt. Gleichzeitig verstärkt die Schwerkraft das Absacken der Stirnhaut und der darunterliegenden Strukturen.
Dieses anatomische Ungleichgewicht zwischen Augenbrauenhebern und -senkern entwickelt sich über Jahre hinweg. Die ständige Muskelaktivität, die durch die tägliche Mimik, wie beispielsweise Stirnrunzeln oder konzentriertes Schauen, verstärkt wird, führt zu einer dauerhaften Absenkung der Augenbrauenposition.
Die Folgen abgesunkener Augenbrauen sind vielfältig und beeinträchtigen oft das Wohlbefinden der Betroffenen:
Botox (Botulinumtoxin Typ A) blockiert die Nervenimpulse zu den Muskeln, was dazu führt, dass sie sich entspannen. Durch eine Botoxinjektion wird der Ringmuskel entspannt und die Brauen können sanft angehoben werden. Zusätzlich kann man den Zug des Stirnmuskels, der die Brauen grundsätzlich nach oben zieht, durch eine mittige Schwächung auf die Außenseiten der Augenbrauen lenken. Dadurch werden die äußeren Enden der Augenbrauen angehoben.
Mit dem Effekt der Augenbrauenanhebung sollte vorsichtig umgegangen werden, da sich sonst über den seitlichen Enden der Augenbrauen sog. Spok-Falten bilden. Ihre Augenbrauen können sich um einen bis drei Millimeter anheben. Die Erwartung darf allerdings nicht zu hoch sein.
Eine Botoxinjektion mit (z.B. Botox®) des Ringmuskels, entspannt den Muskel und die Brauen können sanft angehoben werden. Man nennt diese Methode Brauenlift mit Botulinumtoxin. Durch eine Augenbrauenanhebung wirkt der Blick wacher und frischer. Der Blick wirkt nicht mehr müde. Die Augen wirken größer. Leichte Schlupflider können dezent mit einer Botoxbehandlung der Brauen gebessert werden.
Nach einer Botox-Injektion in den Stirn- oder Augenbereich kann es zu einem Gefühl von schweren oder müden Augen kommen. Dieses Phänomen ist in der Regel auf eine vorübergehende Schwächung der umliegenden Muskulatur zurückzuführen.
Mögliche Ursachen im Detail:
Wenn mehrere Muskelgruppen mit Botox behandelt werden, kann auch durch einen unterschiedlich schnellen Wirkungsaufbau im Bereich der einzelnen Muskeln ein Schweregefühl der Augenbrauen entstehen. Dieses tritt vorübergehend während der ersten 7-14 Tage nach der Behandlung auf und verschwindet bei vollständiger Wirkung wieder.
Eine Botox-Behandlung der Stirn ist nicht für alle Personen gleichermaßen geeignet, da bei bestimmten anatomischen Voraussetzungen oder medizinischen Bedingungen das Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen wie das Absinken der Augenbrauen (Ptosis) erhöht ist. Dazu gehören insbesondere:
In der Regel sind schwere Augen nach einer Botox-Injektion vorübergehend. Die Beschwerden dauern meist zwischen einigen Tagen und bis zu drei Wochen an. Sollten die Symptome jedoch länger als vier Wochen anhalten, sehr ausgeprägt sein oder sich verschlimmern, ist es ratsam, die behandelnde ästhetische Praxis aufzusuchen.
Es gibt einige Maßnahmen, die Sie oder Ihr:e Behandler:in ergreifen kann, um das Gefühl von schweren Augen nach einer Botox-Behandlung zu reduzieren.
Was Sie selbst tun können:
Was Behandler:innen tun können:
Um das Risiko solcher Nebenwirkungen von vornherein zu reduzieren, sollten Sie auf Folgendes achten:
Filler, beispielsweise Hyaluronfiller, polstern bestimmte Gewebebereiche auf. Botulinumtoxin sorgt für die teilweise Lähmung spezifischer Muskeln, in diesem Fall der Augenbrauensenker. In Kombination (seltener auch eine von beiden Methoden alleine) kann dadurch eine Korrektur einer Brauenptotis erreicht werden.
Eine stärker ausgeprägte Brauenptosis kann durch ein direktes Brauenlifting (Brow Lift) behandelt werden. Dabei wird am oberen Rand der Augenbraue ein Schnitt gesetzt und überschüssige Haut entfernt. Durch ein Fadenlifting lässt sich ohne chirurgischen Eingriff eine Anhebung der Brauen erreichen. Dabei können die eingesetzten, selbstauflösenden Fäden die Haut straffen und zugleich die Kollagenbildung längerfristig anregen.
Das Botox-Browlift ist eine der verbreiteten nicht-operativen Methoden, um die Augenbrauen dezent anzuheben. Die Behandlung dauert meist 15 bis 30 Minuten und kommt ohne Schnitte oder längere Erholungsphasen aus. Ziel ist eine leichte Korrektur der Brauenposition - kein drastischer Eingriff, sondern eine funktionelle Justierung.
Erreicht wird das mit Botulinumtoxin A. Es wird in jene Muskelanteile injiziert, die die Brauen nach unten ziehen, dadurch wird deren Kraft verringert. So kann der Stirnmuskel leichter arbeiten und die Brauen geringfügig anheben. Der Ansatz folgt einem klaren anatomischen Prinzip: Das Zusammenspiel von Senkern und Hebern bestimmt die Brauenlage; gerät diese Balance ins Ungleichgewicht, wirkt der Blick müde, die Brauen stehen tiefer.
Vorher-Nachher-Ergebnisse zeigen die Möglichkeiten und Grenzen dieser Behandlungsmethode deutlich. Die erreichbare Anhebung von ein bis vier Millimetern mag moderat erscheinen, bewirkt jedoch eine sichtbare Verbesserung des Gesichtsausdrucks. Patient:innen, die realistische Erwartungen haben, sind in der Regel sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
| Aspekt | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Position der Augenbrauen | Abgesunken | Angehoben (1-4 mm) |
| Gesichtsausdruck | Müde, erschöpft | Wacher, frischer |
| Schlupflider | Vorhanden | Reduziert |
| Asymmetrien | Möglicherweise vorhanden | Harmonisiert |
Die Behandlung eignet sich besonders für Patienten zwischen 30 und 60 Jahren, die erste Zeichen der Hautalterung korrigieren möchten, ohne zu operativen Maßnahmen greifen zu müssen.
Das Gefühl schwerer Augen nach einer Botox-Behandlung ist meist harmlos und vorübergehend. Durch gezielte Maßnahmen können die Beschwerden gelindert und die Beschwerdedauer verkürzt werden. Sollten die Beschwerden länger anhalten oder stark ausgeprägt zu sein, empfehlen wir die Vorstellung in der behandelnden Praxis.
Im Vorfeld ist es wichtig, eine geeignete und erfahrene Praxis für die Botox-Behandlung auszuwählen. So kann ein individueller Behandlungsplan erstellt werden, der Wünsche sowie ggf. bestehende Risikofaktoren für ein Schweregefühl der Augen nach der Behandlung berücksichtigt. Nach der Behandlung sollten Nachsorge-Empfehlungen genau eingehalten werden.
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