Viele Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie die Desirett Pille einnehmen, erleben Veränderungen in Bezug auf ihre Haare. Es ist wichtig, die Zusammenhänge zwischen der Pille, hormonellen Schwankungen und Haarausfall zu verstehen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen, Formen und Behandlungsmöglichkeiten von Haarausfall im Zusammenhang mit der Desirett Pille.
Frauen setzen die Pille aus verschiedenen Gründen ab:
Viele Frauen möchten die Pille absetzen, weil sie deren Nebenwirkungen nicht in Kauf nehmen möchten. Denn trotz ständiger Verbesserung der Hormonpräparate ist die Pille nicht ohne Risiken: Übelkeit mit Erbrechen, Gewichtszunahme, sexuelle Unlust, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen sowie potenziell lebensgefährliche Thrombosen (Blutgerinnsel) zählen beispielsweise zu den möglichen Nebenwirkungen.
Die Pille hat verschiedene Auswirkungen auf den Körper. Sie verhindert nicht nur eine ungewollte Schwangerschaft, sondern verbessert häufig auch das Hautbild, wirkt übermäßiger Körperbehaarung (Hirsutismus) entgegen und kann Regelbeschwerden wie starke und schmerzhafte Blutungen abmildern. Die Kehrseite der Medaille sind unter anderem häufige Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Brustschmerzen oder Libidoverlust.
Nach dem Absetzen der Pille oder nach einer Schwangerschaft kommt es bei manchen Frauen zu Pickeln oder sogar zu Akne. Auch Haarausfall ist möglich. Nach einiger Zeit normalisieren sich die körpereigenen Hormone in der Regel wieder. Der Gang in die dermatologische Praxis ist dennoch ratsam, da es verschiedene Therapien zur Besserung der Beschwerden gibt.
Hormonelle Veränderungen im Körper der Frau zählen zu häufigen Ursachen von diffusem Haarausfall. Dazu gehören die Pubertät, die Zeit während und nach einer Schwangerschaft sowie die Wechseljahre mit ihrem verringerten Östrogenspiegel. Meist fällt Frauen einige Monate nach einer Schwangerschaft auf, dass die Haare weniger werden. Laut dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF) leidet jede zweite Frau in den Wechseljahren unter Haarausfall.
Auch hormonelle Verhütungsmittel wirken auf den Hormonspiegel ein. Auch dann ist es möglich, dass diffuser Haarausfall auf das Verhütungsmittel zurückzuführen ist. "Hier geht es oftmals nicht darum, dass die aktuelle Pille selbst den Haarausfall verursacht, sondern die 'Stresssituation' der Änderung der hormonellen Situation ist der Auslöser", erklärt Schwichtenberg. "Ein Wechsel der Pille muss deshalb gar nicht immer die richtige Reaktion sein, da dies die nächste Änderung des Hormonstatus wäre."
Kann unter der Einnahme Haarausfall auftreten, ist das in der Packungsbeilage des Medikaments unter "Nebenwirkungen" aufgezeigt. Auch wenn Frauen das Verhütungsmittel wechseln oder absetzen, kann unter Umständen Haarausfall auftreten. Doch warum verursacht die "Pille" oder ein anderes hormonelles Verhütungsmittel überhaupt Haarausfall?
"Hormonelle Verhütungsmittel wie die 'Pille' greifen in den natürlichen Hormonhaushalt ein und verändern unter anderem den Anteil von Östrogen und Gestagen im Körper. Das wiederum beeinflusst das Zusammenspiel von weiblichen und männlichen Sexualhormonen. Diese Veränderungen wirken auf die Wachstumsphasen der Haare.
Die Pille hat bei Beginn der Einnahme meist zunächst einen positiven Effekt auf die Haare. Durch den erhöhten Spiegel an weiblichen Hormonen werden die Haare häufig kräftiger, glänzender sowie voller und das Haarwachstum wird stimuliert. Das ist vergleichbar mit der vollen Haarpracht von Schwangeren, deren Hormonspiegel ganz natürlich ansteigt. Da die meisten Pillen jedoch auch Gestagene (künstliche Hormone, die nicht im Körper vorkommen) enthalten, können diese genau das Gegenteil bewirken. Denn manche Gestagene wirken wie männliche Hormone (androgene Wirkung) und können so bei Frauen, deren Haarwurzeln genetisch bedingt empfindlich auf männliche Sexualhormone (Dihydrotestosteron / DHT) reagieren, zu Haarausfall führen. Daher spricht man auch von androgenetischer Alopezie oder hormonell-erblichem Haarausfall. Die Haare können dann dünner werden und vermehrt ausfallen. Auch wenn die Pille abgesetzt wird, kann es durch das Ausbleiben der künstlichen Sexualhormone zu Haarausfall kommen. Wenn der Hormonspiegel sinkt, muss sich der weibliche Körper wieder daran „gewöhnen“, das Östrogen in den Eierstöcken selbst zu produzieren und den natürlichen Zyklus (Eisprung) selbst zu steuern.
Jeder Mensch hat Haarausfall und verliert pro Tag um die 50 - 100 Haare. Wenn diese Zahl überschritten wird und kahle Stellen zum Vorschein kommen, dann reden wir vom Krankheitsbild des Haarausfalls, das medizinisch als Alopezie bezeichnet wird. Männer sind häufiger von der Haarlosigkeit betroffen als Frauen. Da stellt sich die Frage welche Ursachen und Therapiemöglichkeiten es zur Behandlung der verschiedenen Formen der Alopezie gibt.
Der Haarzyklus gliedert sich in drei Phasen auf:
Es ist ein durchaus normaler, hormonell gesteuerter Prozess, dass mit steigendem Alter bei Frauen und Männern die Haare dünner werden und sich möglicherweise an diversen Stellen lichten. Die Genetik beeinflusst bei Männern stark das Haarwachstum. Stress kann heutzutage ein entscheidender Faktor sein, der Einfluss nimmt.
Ab mehr als 100 ausgefallenen Haaren pro Tag ist die Rede vom Krankheitsbild des Haarausfalls oder Alopezie. Hier werden die Haare dünner und es kommen kahle Stellen zum Vorschein. Bei Männern kann dies mit Geheimratsecken und Glatzenbildung am hinteren Oberkopf einhergehen.
Vorübergehender, stressbedingter Haarausfall hat mit dieser gängigen Form des Haarverlustes jedoch nichts zu tun. Die Behandlungsmöglichkeiten und die Ursachen dieser Formen von Haarausfall unterscheiden sich jeweils stark.
Rund 95 % der Menschen sind von dieser Form betroffen, darunter mehrheitlich die Männer. Die Ursache liegt in einer vererbten Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Sexualhormon oder Androgen namens Dihydrotestosteron (DHT). Durch DHT kommt es zu einer verkürzten Wachstumsphase und starker Ausdünnung der Haare, bei der die Haarwurzeln absterben. DHT ist ein männliches Sexualhormon und entsteht durch die Aufspaltung von Testosteron, was 5α-Reduktase genannt wird. Eine Korrelation der 5α-Reduktase-Aktivität mit Prostatavergrößerung und Haarausfall konnte bei Männern bereits nachgewiesen werden. Geheimratsecken und/oder Haarlichtung am oberen Hinterkopf mit späterer Glatzenbildung sind das typische Bild der androgenetischen Alopezie. Oft bleibt nur ein Haarkranz übrig, der Rest der Haare ist dann bereits ausgefallen. Eine große Rolle spielen heutzutage auch Sorgen und Stress.
Der diffuse Haarausfall ist eine gleichmäßige Verdünnung der Haare, sodass die Kopfhaut zu sehen ist. Ursache für diesen Haarverlust sind Nährstoffaufnahmestörungen. Nährstoffe wie Zink, Selen, Eisen, Vitamin A und E, Aminosäuren, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamin B7 oder B3 sind möglicherweise unzureichend im Körper vorhanden, um das Haar zu versorgen.
Betroffen sein können alle Kopfhaare, die so lange ausfallen, bis die Ursache behandelt wurde. Sichtbar wird der diffuse Haarausfall erst dann, wenn bereits um die 25% der Haare ausgefallen sind. Bei um die 30% der Fälle wird in der Regel die Ursache nicht gefunden. Wenn der diffuse Haarausfall nicht behandelt wird, so erfolgt jedoch keine Glatzenbildung, da für jedes ausgefallene Haar ein Neues nachwächst. Die Haare sind einfach dünner, da sie mit Nährstoffen unterversorgt sind.
Ursachen für die Störung bei der Nährstoffaufnahme:
Die Ursache ist eine Störung des Immunsystems bei der die menschlichen Abwehrzellen die Haarwurzeln angreifen, welche sich dann stark entzünden. Der Auslöser für den ist noch unklar. Bei der Art des Haarverlustes entstehen runde, kahle Stellen auf der Kopfhaut. Augenbrauen und Bart können zusätzlich betroffen sein.
Es gibt eine weitere Unterform dieser Haarkrankheit, bei der die kahlen Stellen auch eine rechteckige Form haben können. Die schlimmste Form des kreisrunden Haarausfalls stellt die universelle Alopezie oder Alopecia areata universalis dar, bei der alle Körperhaare betroffen sein können. Der kreisrunde Haarausfall kann bereits im Kindesalter auftreten. Meist setzt der Haarausfall nach 2-3 Monaten bei Krankheitsbeginn ein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
Ursachen:
Die häufigste Diagnose des selbst verursachten Haarausfalls ist die Trichotillomanie. Bei dieser Erscheinungsform verursachen die Betroffenen selbst durch Ausreißen der Haare den Haarverlust. Die zwanghafte Handlung wird auf psychische Probleme zurückgeführt, bei der unscharf begrenzte Hautareale mit ungleich langen Haarstummeln und Einblutungen zu sehen sind. Beginn der Krankheit kann bereits im Kindesalter oder in der Jugend sein.
Wenn Sie während der Einnahme der Pille einen erhöhten Haarverlust feststellen, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen sprechen. Beim Absetzen der Pille reguliert sich das Problem meist von selbst. Sollte der Haarausfall jedoch anhalten, wenden Sie sich an einen Hautarzt. Unterstützend können Sie die geschwächten Haarwurzeln mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Dies erhöht die Haardichte, steigert das Haarvolumen und verbessert die Haarqualität.
Das Ziel ist es den Miniaturisierungsprozess der Haarfollikel zu stoppen und sie zum Wachstum anzuregen. Es gibt zwei Therapiemöglichkeiten:
Um den diffusen Haarausfall zu behandeln, sollte die Ursache erkannt und behandelt werden. Wenn Eisenmangel vorliegt, dann gilt es die Ursache hierfür zu finden und zu behandeln. Zusätzlich wird der Arzt die Einnahme von Eisenpräparaten anordnen. Wenn Arzneimittel der Auslöser sind, dann kann der Arzt ein anderes Präparat verschreiben und die Symptome werden abklingen. Bei einer Chemotherapie kann nur das Ende dieser ein Ende des Haarausfalls bewirken. Nach Beseitigung der Ursache kann der Haarausfall noch 2 - 3 Monate anhalten und dann abklingen.
Es ist möglich, dass nach etwa drei Monaten neue, oft pigmentlose Haare nachwachsen, in die sich dann mit der Zeit Pigmente einlagern. Manchmal bleiben diese Haare jedoch auch weiß.
Es gibt die folgenden Möglichkeiten:
Behandelt wird die artifizielle Alopezie durch das Lösen der psychischen Probleme oder durch eine Therapie in diesem Bereich.
Desogestrel dient zur Schwangerschaftsverhütung ("Pille", "Antibabypille"). Der Wirkstoff ist insbesondere für Frauen geeignet, die keine Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung anwenden wollen oder aufgrund einer Erkrankung keine Östrogene einnehmen dürfen. Da der Wirkstoff die Milchbildung nicht beeinflusst, kann er bereits während der Stillzeit eingesetzt werden.
Voraussetzung für eine zuverlässige Empfängnisverhütung ist die tägliche Einnahme einer Desogestrel-haltigen Tablette zur etwa gleichen Tageszeit. Wird dieser Zeitpunkt um mehr als 12 Stunden überschritten, ist der Schutz nicht mehr gewährleistet und für die darauf folgenden sieben Tage sind zusätzliche nicht-hormonelle Maßnahmen zur Vermeidung einer Schwangerschaft zu treffen. Auch Übelkeit und Erbrechen sowie schwerer Durchfall können die Wirksamkeit von Desogestrel beeinträchtigen.
Desogestrel ist ein künstlich hergestellter Wirkstoff mit hormonartiger Wirkung. Es wird der Gruppe Gestagene zur Verhütung zugeordnet und wird zumeist in Form von Tabletten (Minipille) eingenommen.
Wie auch die übrigen Wirkstoffe dieser Gruppe verdickt Desogestrel den Schleim im Gebärmutterhals, dadurch können männliche Samenzellen nicht in die Gebärmutter gelangen. Weiterhin verändert es die Gebärmutterschleimhaut, so dass eine befruchtete Eizelle sich nicht einnisten kann.
Wichtiger Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen oder Fragen sollten Sie immer einen Arzt oder Apotheker konsultieren.
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