Dermoxinale Lösung bei Haarausfall: Anwendung und wichtige Hinweise

Dieser Artikel bietet Ihnen umfassende Informationen zur Anwendung von Dermoxinale Lösung, einem corticoidhaltigen Arzneimittel, das zur Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) der Kopfhaut eingesetzt wird. Es ist wichtig, die Anweisungen Ihres Arztes oder Apothekers genau zu befolgen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden.

Was ist Dermoxinale und wofür wird es angewendet?

Dermoxinale enthält Clobetasol als arzneilich wirksamen Bestandteil. Clobetasol gehört zur Wirkstoffgruppe der sehr stark wirksamen Corticosteroide (Gruppe IV). Es wird zur Behandlung von Hauterkrankungen eingesetzt.

Dermoxinale ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden.

Dermoxinale enthält eine Lösung mit Clobetasolpropionat 0,500 mg/g. Ihr Arzt legt fest, ob diese Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

Anwendungsgebiete

Die Anwendungsgebiete des Arzneimittels leiten sich üblicherweise von der Zugehörigkeit zu den Wirkstoffgruppen ab. Bitte beachten Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie dazu Fragen haben.

Was müssen Sie vor der Anwendung von Dermoxinale beachten?

Dermoxinale darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber Clobetasolpropionat oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels.
  • Infektionen der Kopfhaut.
  • Im Gesicht oder in der Augenumgebung.
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren (einschließlich der Behandlung von entzündlichen Veränderungen der Haut [Dermatosen]).

Arzneimittel können weiteren Gegenanzeigen, Anwendungsbeschränkungen und Wechselwirkungen unterliegen; bitte beachten Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob dieses Arzneimittel für Sie geeignet ist.

Insbesondere bei Kindern, älteren Patienten, schwangeren oder stillenden Frauen sowie Patienten, die Erkrankungen an Herz, Kreislauf, Niere, Leber oder aber eine Blutzuckerkrankheit haben, sollte diesbezüglich vor der Anwendung Klarheit herrschen.

Wie ist Dermoxinale anzuwenden?

Wenden Sie Dermoxinale immer genau nach der Anweisung des Arztes an. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich über Art und Dauer der Anwendung sowie die Dosierung nicht ganz sicher sind.

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis: Das Präparat ist nur zur topische Anwendung geeignet und wird einmal täglich dünn aufgetragen. Die behandelte Fläche darf 10 % der Körperoberfläche nicht überschreiten.

Aus Sicherheitsgründen wird darauf hingewiesen, dass Patienten nicht mehr als 50 g Lösung pro Woche anwenden sollten.

Die Anwendung bei Kindern sollte über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum bei geringstmöglicher Dosierung, die noch Wirksamkeit gewährleistet, erfolgen. Die Behandlung von Kindern von 3 bis 12 Jahren mit dem Arzneimittel soll nur im Ausnahmefall und für wenige Tage erfolgen.

Die Anwendung des Arzneimittels bei älteren Patienten, bei Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen oder bei Patienten mit diabetogener Stoffwechsellage sollte über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum bei geringst möglicher Dosierung, die noch Wirksamkeit gewährleistet, erfolgen.

Dauer der Behandlung

Die Dauer der Behandlung ist auf maximal 2 Wochen zu beschränken. Falls danach keine Besserung eingetreten ist, sollte der Patient sich nochmals an den behandelnden Arzt wenden.

Sobald die Erkrankung unter Kontrolle ist, sollte die Behandlung mit topischen Corticosteroiden schrittweise abgesetzt werden. Die Beurteilung dessen und die Entscheidung über die Weiterbehandlung liegen beim behandelnden Arzt.

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Was ist zu tun, wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten?

Eine akute Überdosierung ist unwahrscheinlich, dennoch kann sich nach chronischer Überdosierung oder Missbrauch das klinische Bild des Hypercortisolismus (verstärkte Cortisonproduktion) entwickeln. In diesem Fall sollte unter ärztlicher Aufsicht die Dosierung des Präparates aufgrund des möglichen Risikos einer Nebenniereninsuffizienz (Hemmung der Nebennierenrinde) durch Reduktion der Anwendungshäufigkeit oder Ersatz durch ein Corticosteroid geringerer Wirkstärke stufenweise herabgesetzt werden.

Was ist zu tun, wenn Sie die Anwendung abbrechen?

Wenn Sie das Präparat regelmäßig anwenden, brechen Sie die Behandlung nicht plötzlich ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ab.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Wenn Ihnen im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Arzneimittels unerwünschte Begleiterscheinungen auffallen, setzen Sie das Arzneimittel nicht einfach ab, sondern nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt oder Apotheker auf.

Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10

Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100

Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000

Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000

Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000

Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar

Bisher wurden folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen: Sehr selten: Opportunistische Infektion (Infektion begünstigt durch eine Schwächung des Immunsystems).
  • Erkrankungen des Immunsystems: Sehr selten: Lokale Überempfindlichkeitsreaktionen.
  • Endokrine Erkrankungen: Sehr selten: Hemmung der Nebennierenrindenfunktion, Cushingoide Erscheinungen, verzögerte Gewichtszunahme/Wachstumsverzögerung bei Kindern, Verminderung der Knochendichte, erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), erhöhter Blutzuckerspiegel/erhöhte Uringlucosespiegel, Trübung der Augenlinse (Katarakt), Bluthochdruck, Übergewicht/Fettleibigkeit, verminderte körpereigene Cortisol Spiegel, Haarausfall, erhöhte Brüchigkeit der Haare.
  • Augenerkrankungen: Sehr selten: erhöhter Augeninnendruck (Glaukom), Trübung der Augenlinse (Katarakt). Nicht bekannt: Verschwommenes Sehen, Sehstörungen verursacht durch eine Ablösung der Netzhaut des Auges (zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)).
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes: Häufig: Juckreiz, lokales Brennen/Schmerzen der Haut. Gelegentlich: Lokale atrophische Veränderungen, Dehnungsstreifen (Striae), Erweiterung und Vermehrung kleiner, oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien). Sehr selten: Dünnerwerden der Haut, Faltenbildung der Haut, Trockenheit der Haut, Änderung der Hautpigmentierung, verstärkter Haarwuchs (Hypertrichose), Verstärkung (Exazerbation) der zugrunde liegenden Symptome, allergische Kontaktdermatitis/Dermatitis (einschließlich rosaceaartiger [perioraler] Dermatitis), pustulöse (entzündlich-pustelige) Schuppenflechte (Psoriasis), Rötung der Haut (Erythem), Hautausschlag, Nesselsucht (Urtikaria). Häufigkeit nicht bekannt: Steroidakne, Entzündung des Haarbalges (Follikulitis), Hautblutungen (Ekchymosen), Hautgriesbildung (Milienbildung).
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort: Sehr selten: Reizung/Schmerz an der Auftragsstelle.

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Wie ist Dermoxinale aufzubewahren?

Lagern Sie Dermoxinale bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderslautenden Angaben dazu macht und z.B. die Lagerung im Kühlschrank empfiehlt.

Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Wichtige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat anwenden:

  • bei Infektionen der Haut.
  • bei Behandlung der Schuppenflechte (Psoriasis).
  • bei Anwendung unter okklusiven Bedingungen.
  • bei neu auftretenden Knochenschmerzen oder Verschlimmerung bereits bestehender Knochenbeschwerden während einer Behandlung mit das Präparat.
  • bei Anwendung anderer oraler/topischer Arzneimittel, die Corticosteroide enthalten oder bei Anwendung von Arzneimitteln zur Unterdrückung Ihres Immunsystems.
  • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Aufgrund der Entflammbarkeit des Arzneimittels sollten Sie während und unmittelbar nach der Anwendung offene Flammen und Hitze (einschließlich des Gebrauchs von Haartrocknern) meiden und nicht rauchen.

Anwendung bei Kindern

Das Präparat darf bei Säuglingen und Kleinkindern unter 3 Jahren nicht angewendet werden. Das Arzneimittel sollte nicht bei Kindern von 3 Jahren bis 12 Jahren angewendet werden. Eine Behandlung dieser Altersgruppe soll nur im Ausnahmefall und für wenige Tage erfolgen.

Anwendung bei älteren Menschen

Das Präparat sollte nicht großflächig angewendet werden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Während der Schwangerschaft soll die Anwendung des Arzneimittels so weit wie möglich vermieden werden und, falls unbedingt erforderlich, so kurz und so kleinflächig wie möglich erfolgen. Da bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft Wachstumsstörungen und Schädigungen des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden können, informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden wollen, schon schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.

Glucocorticoide, dazu gehört auch Clobetasol, gehen in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollten Sie das Präparat in der Stillzeit nur anwenden, wenn es dringend erforderlich ist. Konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden. Wenden Sie das Präparat nicht auf den Brüsten an, um eine versehentliche Einnahme durch den Säugling zu vermeiden.

Zusätzliche Hinweise

  • Die Lösung nicht in die Augen bringen.
  • Waschen Sie sich bitte nach Anwendung Ihre Hände, falls Ihre Hände mit dem Präparat in Berührung gekommen sind.
  • Aufgrund der Entflammbarkeit sollten Sie während und unmittelbar nach der Anwendung offene Flammen und Hitze (einschließlich des Gebrauchs von Haartrocknern) meiden und nicht rauchen.

Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln

Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Anwendung des Arzneimittels und Substanzen, die das CYP 3A4 Enzymsystem (Abbausystem der Leber) hemmen. Solche Substanzen (u. a. Ritonavir, Itraconazol) hemmen den Abbau von Corticoiden, wodurch es zu einem Anstieg der systemischen Konzentration des Corticoids kommen kann.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Aspekt Hinweise
Wirkstoff Clobetasolpropionat
Anwendung Einmal täglich dünn auf die betroffene Stelle auftragen
Dauer Maximal 2 Wochen
Nebenwirkungen Juckreiz, Brennen, Hautreaktionen
Vorsicht Nicht bei Infektionen, Schwangerschaft oder Stillzeit ohne Rücksprache mit dem Arzt anwenden

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