Nach fast zwei Jahrzehnten Gesichtsbehaarung mögen es Männer neuerdings wieder seidig-glatt im Gesicht. Statt Goatee, Henriquatre, Vollbart und anderen ausgefallenen Bart-Looks sind auf dem roten Teppich seit geraumer Zeit wieder mehr glatt rasierte Gesichter zu sehen. Der Bart macht den Mann? Von wegen. Auch wenn Bartwuchs und Männlichkeit lange untrennbar miteinander verbunden waren, gibt es zahlreiche Stilvorbilder mit seidig-glatter Haut, die das Gegenteil beweisen.
Zu den bekanntesten gründlich rasierten Gesichtern der jüngeren Filmgeschichte gehören neben den James Bond-Darstellern sicherlich Marlon Brando als Anführer einer Rockerbande im Film „Der Wilde“ (1953) und James Dean in seiner ersten großen Filmrolle in „Jenseits von Eden“ (1955). Weitere Referenzen liefern die Schauspieler Charles Melton in der Serie „Riverdale“ (seit 2017), der „Marvel“-Star Tom Holland (seit 2017) sowie Cory Michael Smith in „1985“ (2018). Ryan Gosling macht diese Liste komplett - mit seiner Rolle als Ken im anstehenden „Barbie“-Film, der am 20. Juli 2023 in die deutschen Kinos kommt.
Während Männer in den 1970er-Jahren fleißig Koteletten kultivierten und sich in den 80ern mehrheitlich glatt rasierten, waren seit den 90ern bis über die Jahrtausendwende hinaus wieder deutlich mehr Bärte zu sehen. Zunächst vor allem in Form eines Dreitagebartes à la David Beckham und zuletzt häufig als Schnurrbart. Seit Beginn der Pandemie deutet sich jedoch eine klare Trendwende an, die mittlerweile kaum noch zu übersehen ist.
Die Anzahl der Männer, die mit Hyaluron behandelt wurden, ist im gleichen Zeitraum um knapp 28 Prozent gestiegen. Wer so viel Zeit und Geld in die richtige Pflege für ein ebenmäßiges Hautbild oder das Unterspritzen für eine markante Kieferpartie investiert, will das auch zeigen, anstatt es mit einem Bart zu verdecken.
Egal ob als modisches Accessoire oder persönliches Statement - der Trend Bart zu tragen ist bei den Jungs ungebrochen. Dabei steht der Eine mehr auf den 3-Tage-Bart im David Beckham Style, der Nächste mag lieber den Magnum-Schnauzer, Ziegenbart oder gleich den Vollbart. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt und über Geschmack lässt sich ja zum Glück auch nicht streiten. In einem Punkt sind sich aber dennoch alle einig: ein Bart muss gepflegt sein.
Zu faul zum rasieren - dann lass dir einen Bart stehen. Reingefallen. Ein Bart braucht deutlich mehr Pflege ein rasiertes Gesicht. Leider zaubert die Natur nämlich selten einen formschönen, perfekten Bart auf das Gesicht. Da müsst ihr schon ein wenig nachhelfen. Es gibt tolle Tonics und Bartöle zum bändigen und entspannen störrischer Barthaare. Die pflegen dazu auch noch die Haut unter dem Bart und verleihen einen dezenten Duft. Außerdem sind die Haare durch die Extrapflege weniger stachelig - das freut uns Mädels!
Wer hätte denn bei „Bad-hair-day“ an Bärte gedacht? Aber auch die Haare im Gesicht wollen nicht immer so wie sie sollen. Aber keine Panik, dafür gibt es tolle Stylingprodukte. Nach der Pflege bietet sich für eine gut sitzende Frisur im Gesicht ein Bart-Wachs an. Das gibt dem Bart ganz natürlichen Halt und Form.
Ein gut gepflegter Bart braucht also durchaus etwas Zuwendung. Aber das lohnt sich in jedem Fall und vielleicht gönnt ich euch ja auch mal eine entspannende Behandlung beim Friseur oder im Barber Shop. Das tut auch der Seele mal gut.
Ein Vollbart steht für Männlichkeit und eine markante Ausstrahlung. Doch er lebt von Präzision und Pflege, denn ohne, wirkt er schnell wild und weniger stilvoll. Für den sauberen Look, ist das Trimmen entscheidend, die Konturen, die Länge und die Symmetrie. Elektrische Rasierer erleichtern Ihnen dabei die Routine. Dabei gibt es drei wesentliche Linien, die beim Trimmen berücksichtigt werden müssen: die Halslinie, die Wangenlinie und die vertikale Linie. Wer diese Bereiche regelmäßig nachzieht, sorgt automatisch für ein gepflegtes Gesamtbild. Der Vollbart sollte außerdem mindestens einmal pro Woche getrimmt werden - abhängig von Dichte und Wachstum.
Dieser Ablauf sorgt für ein gleichmäßiges Ergebnis und verhindert, dass der Bart ungepflegt oder fransig aussieht.
Sie bestimmen, wie markant, gepflegt und symmetrisch der Bart wirkt. Die Wangenlinie (blau), die Halslinie (rot) und die vertikale Linie (gelb) sollten individuell zur Gesichtsform angepasst werden. Wichtig ist, nicht zu tief in die natürliche Bartstruktur zu schneiden - sonst wirkt der Bart künstlich oder ungleichmäßig. Eine saubere Kontur unterstreicht die Gesichtszüge und gibt dem Bart einen modernen, professionellen Look.
Die Halslinie sollte nicht zu hoch angesetzt werden, da der Bart sonst wie ein „Fleck“ wirkt. Empfehlenswert ist ein Verlauf knapp oberhalb des Adamsapfels, der sanft geschwungen oder gerade verläuft.
Die Wangenlinie verläuft zwischen Koteletten und Oberlippenbart. Je nach Bartwuchs kann sie höher oder tiefer angesetzt werden. Männer mit vollem Wuchs können die Linie hoch setzen, um einen maskulinen Look zu erzielen, während bei dünnerem Bartwuchs eine tiefere Linie harmonischer wirkt.
Die vertikale Linie wird vom Ohransatz gerade nach unten gezogen. Sie sorgt für Symmetrie und ein sauberes Finish an den Seiten. Ob sie kantig oder leicht abgerundet verläuft, hängt von der Gesichtsform ab - kantig wirkt markanter, rund etwas weicher.
Der Drei-Tage-Bart gilt als Klassiker für einen smarten und relativ pflegeleichten Style. Damit er aber nicht ungepflegt wirkt, muss er regelmäßig gestutzt werden. Im Idealfall wird er alle drei Tage nachgeschnitten, damit die Stoppeln gleichmäßig bleiben. Mit einem Barttrimmer lässt sich die Länge auf etwa 1,5 bis 3 Millimeter einstellen, je nach dem gewünschtem Ergebnis. Achten Sie auf die Konturen, die Wangenlinie und Halslinie sollten klar definiert werden, sonst wirkt der Look schnell vernachlässigt. Der Vorteil beim Drei-Tage-Bart kaschiert Unebenheiten und leichte Hautunreinheiten, ohne das Gesicht zu sehr zu beschatten.
Der Oberlippenbart - ob klassisch wie bei Tom Selleck oder dezent wie bei Jamie Dornan - braucht Präzision. Nichts wirkt ungepflegter, als wenn Haare über die Lippen hängen. Um dies zu vermeiden, sollte regelmäßig mit einer feinen Bartschere nachgeschnitten werden. Ein Trimmer mit kleiner Aufsatzbreite kann ebenfalls helfen, die Länge exakt zu halten. Besonders wichtig ist die Symmetrie - ein gleichmäßiger Verlauf entlang der Oberlippe sorgt für ein sauberes, markantes Ergebnis. Je nach Style kann der Oberlippenbart dichter getragen oder stärker ausgedünnt werden. Balsam kann helfen, die Haare in Form zu halten und sorgt für ein natürliches Finish.
Die Häufigkeit des Trimmens hängt stark von der Bartform und dem individuellen Wachstum ab. Ein Drei-Tage-Bart sollte - wie der Name schon sagt - etwa alle drei Tage gepflegt werden. Für Vollbärte reicht es, ein- bis zweimal pro Woche zu trimmen, solange die Konturen nicht unsauber wirken. Wer einen längeren Bart trägt, sollte zusätzlich alle paar Tage mit Schere oder Trimmer kleine Korrekturen vornehmen, um abstehende Haare in den Griff zu bekommen.
Nach jeder Rasur sollte die Haut beruhigt und der Bart genährt werden. Ein mildes Aftershave-Balsam verhindert Hautirritationen, während Bartöl Feuchtigkeit spendet und den Haaren Glanz verleiht. Besonders empfehlenswert sind Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Arganöl, Jojobaöl oder Shea Butter. Für längere Bärte eignet sich zusätzlich ein Bartbalsam, der für Formbarkeit sorgt und den Look länger hält.
Die häufigsten Fehler beim Barttrimmen passieren oft unbewusst, können jedoch den gesamten Look ruinieren. Kleine Unachtsamkeiten führen schnell zu einem ungepflegten oder asymmetrisch wirkenden Bart.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Auf wie viel Millimeter sollte man den Bart trimmen? | Das hängt vom Stil ab: Drei-Tage-Bärte liegen meist bei 1,5-3 mm, während ein gepflegter Vollbart bei 5 mm bis mehreren Zentimetern variieren kann. |
| Wann sollte man den Bart trimmen? | Sobald die Konturen unsauber wirken oder die Haare ungleichmäßig fallen. Für kurze Styles alle 2-3 Tage, für längere Bärte ein- bis zweimal pro Woche. |
| Warum Bart von oben nach unten trimmen? | So werden die Haare in ihrer natürlichen Wuchsrichtung geschnitten, was ein gleichmäßiges Ergebnis garantiert und Ziepen oder Haarbruch verhindert. |
| Wie lang wächst ein Bart pro Tag? | Im Durchschnitt wächst ein Bart zwischen 0,3 und 0,5 Millimeter pro Tag - etwa ein Zentimeter pro Monat. |
Ein Ziegenbart für Männer gehört zu den angesagtesten Bartfrisuren, die in zahlreichen Varianten von berühmten Persönlichkeiten immer wieder neu interpretiert werden. Der Ziegenbart für den Mann ist ein Kinnbart, der in seiner Form und Länge an die Haare am Kinn von Ziegen erinnert. Er ist bei jungen Männern sehr beliebt, denn bei ihnen beginnen die Barthaare oft zuerst nur am Kinn und auf der Oberlippe zu wachsen. Doch auch generell erregt diese Bartfrisur immer wieder großes Aufsehen und Männer aller Altersklassen lassen sich fantasievolle Styles einfallen, um einen individuellen Look zu pflegen. Es sind verschiedene Längen und Konturen sowie modische Details hinsichtlich Farbe und Accessoires denkbar.
Willst Du Dir einen Ziegenbart rasieren, ist das super einfach. Spare bei Deiner täglichen Rasur einfach die Stelle am Kinn aus und lasse die Haare wachsen. Du kannst für eine noch schönere Form die Konturen vorher definieren und mit einem abwaschbaren Stift markieren. Wenn Du Deinen Ziegenbart schneiden möchtest, erfolgt das entweder mit einem Trimmer, der auf eine bestimmte Haarlänge einstellbar ist oder mit einer scharfen Friseurschere. Kämme die Barthaare zuerst gut durch und benutze den Kamm als Hilfe für einen korrekten Cut. Ein Ziegenbart für Männer kann einen geraden, waagerechten Abschluss bekommen oder zur Mitte spitz zulaufen.
Für viele Männer ist der Ziegenbart ein probates Mittel, um die Gesichtskonturen vorteilhaft zu betonen. Ein rundes Gesicht lässt damit beispielsweise optisch strecken. Wer ein fliehendes Kinn hat, kann diesen kleinen Makel geschickt mit einem Ziegenbart kaschieren. Sehr beliebt sind Kombinationen mit weiteren Bartfrisuren, wie mit einem Schnauzbart, einem Drei-Tage-Bart oder einem Backenbart.
Barthaare wachsen wie die Haare auf dem Kopf ca. 0,3-0,5 mm pro Tag. Eine Länge von 3-5 Millimetern erreichst Du daher schon nach ungefähr einer Woche. Alles andere braucht etwas Geduld. Möchtest Du den Ziegenbart lang wachsen lassen, rasierst Du lediglich die Konturen und trimmst ab und zu die längeren Barthaare in Form. Soll der Rest des Gesichts glatt sein, rasierst Du Konturen und Wangen am besten täglich.
Van-Dyke-Bart, Knebelbart bzw. osirischer Bart oder eben Musketier-Bart genannt. Lange ist es also her, dass man einen solchen Bart tragen konnte, ohne sonderbare Blicke auf sich zu ziehen. Nun ist nicht das ganze Jahr über Fasching oder Halloween. Und so stellt sich abseits dieser Feierlichkeiten natürlich die Frage: Kann Mann einen Van-Dyke-Bart tragen, ohne sich komplett lächerlich zu machen?
Klares Jein. Es kommt wie immer darauf an, wie man einen derartigen Eyecatcher vorträgt. Ähnlich wie beim ebenfalls sehr prägnanten Henriquatre-Bart, vereint der Knebelbart zwei schon per se auffällige Bartstile miteinander.
Der klassische Van Dyke ist eine Kombination aus Schnauzer und Kinnbart. Wird Letzterer markant gesetzt, spricht man auch vom Goatee, also einem Spitz- bzw. Ziegenbart. Zusätzlich dazu kann der Schnurrbart gezwirbelt sein. Tut man dies, kommt dabei der sogenannte Victor-Emanuel-Bart heraus.
Bekannte aktuelle Vertreter des Van Dyke bzw. Knebelbarts sind unter anderem die Hollywood-Stars Orlando Bloom (dezent), Christian Bale (voluminös) oder Robert Downey Jr. (mit Muster).
Der erste Schritt zum stilsicheren Knebelbart führt über mittel bis lange Haare an Oberlippe und Kinn. Dazu müssen Sie Ihren Bart erst einmal wachsen lassen. Wenn Sie sich für die gemäßigte Variante mit dünnem Oberlippenbart und kleinem Ziegenbart entscheiden, dauert das - je nach Bartwachstum - nur wenige Tage. Wählen Sie die Deluxe-Version mit vollem Schnauzbart und Goatee, können bis zum Vollbart schon mal mehrere Wochen vergehen.
Vorsicht: Im Gegensatz zum Henriquatre verlaufen beim Knebelbart keine vertikalen Linien zwischen Schnurrbart und Ziegenbart.
Um perfekte Grooming-Ergebnisse zu erzielen, schneiden Sie abstehende und störrische Barthaare am Oberlippenbart oder der Kinnpartie am besten mit einer feinen Bartschere. So wirkt Ihr Knebelbart besonders gepflegt. Achten Sie darauf, dass Sie den Bart auch wirklich symmetrisch rasieren. Benutzen Sie außerdem einen Bartkamm, um das Barthaar zu glätten und in Form zu bringen.
Wie beim Henriquatre gilt auch beim Musketier-Bart: Akkurate Pflege ist ein absolutes Muss, da der Bart sonst sehr schnell ungepflegt wirkt. Regelmäßiges Schneiden und Trimmen ist daher Pflicht.
Für einen tadellosen Van-Dyke-Bart sollten Sie folgende Punkte beachten:
Noch einen obendrauf in Sachen Bart-Styles setzen Sie mit dem Victor-Emanuel-Bart. Wie beim Henriquatre ist auch für diesen Look ein royaler Herrscher verantwortlich. Victor Emanuel II., König von Italien und Sardinien, gilt als Pionier des Bartes.
Der Victor-Emanuel-Bart besteht aus einem gezwirbelten Schnurrbart und schmaleren Kinnbart - so gesehen zum Beispiel bei Ex-Bond Pierce Brosnan und Ex-Kicker David Beckham.
Charakteristisch ist hierbei, dass der Schnurrbart eben gezwirbelt sowie länger und ausladender und das Kinn gleichzeitig schmaler und stärker getrimmt ist. Das sorgt für einen krassen Kontrast und macht den Victor-Emanuel-Bart very special. Auch bei diesem königlich gedrehten Bart sind Koteletten erlaubt, wenn sie sich gut ins Gesamtbild einfügen.
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