Es gibt Hinweise darauf, dass Cocamidopropylbetain (CAPB), ein häufig in Shampoos verwendetes Tensid, bei manchen Menschen Haarausfall begünstigen könnte. Dieser Artikel beleuchtet die möglichen Zusammenhänge, betrachtet Studien und gibt Hinweise, worauf Betroffene achten können.
COCAMIDOPROPYL BETAIN
Deutsche Bezeichnung: Cocamidopropylbetain, Abkürzung: CAPB; Kokosfettsäure-Amidopropylbetain
Funktion(en) dieses Inhaltsstoffs in kosmetischen Mitteln:
Ursprung: synthetisch/pflanzlich
Vorkommen in Kosmetika: Shampoos, Duschgele, Schaumbäder, Flüssigseifen, Intim-Waschlotionen, auch Babyshampoos und -bäder
Vorkommen in anderen Produkten: Reinigungsmittel
CAPB ist ein amphoteres Tensid aus der Gruppe der Alkylamidobetaine. Amphotenside besitzen eine gute Reinigungskraft, sind leicht bakterizid, gut haut- und schleimhautverträglich, bilden einen stabilen Schaum, haben eine viskositätserhöhende Wirkung und sind biologisch abbaubar.
Sie werden als Basis- und Co-Tenside für Shampoos, Duschgele, Intim-Waschlotionen, Schaumbäder und Flüssigseifen verwendet. Wegen ihrer guten Schleimhautverträglichkeit eignen sie sich auch für Babyshampoos und -bäder.
Es gibt Beobachtungen und Diskussionen, dass Cocamidopropylbetain Haarausfall begünstigen könnte. Bei manchen Anwendern verursacht CAPB kleine Pickelchen, die eine Pore mit Haar verstopfen können.
Ein weiterer Aspekt ist die Eigenschaft als amphoteres Tensid: Je nach pH-Wert kann es wie ein anionisches Tensid wirken. Da die meisten konventionellen Shampoos sauer sind, kann CAPB in diesen Shampoos wie ein stark reinigendes, anionisches Tensid wirken, was potenziell zu Haarausfall beitragen könnte.
Einige Personen vertragen Cocamidopropylbetain in hohen Konzentrationen nicht. Dies kann sich durch extrem strohiges Haar ab dem zweiten Tag nach der Haarwäsche äußern.
Es ist auch möglich, dass CAPB allergische Reaktionen auslöst. Eine Allergie gegen Cocamidopropylbetain kann sich durch Ausschlag äußern.
Auf der INCI-Liste wird Cocamidopropylbetain manchmal nur mit "Betain" abgekürzt. Wenn Sie also eine Unverträglichkeit haben, sollten Sie aufmerksam die Inhaltsstofflisten prüfen.
Wenn Sie Cocamidopropylbetain nicht vertragen, sollten Sie auf Shampoos mit anderen Tensiden ausweichen. Neben Betainen gibt es noch Sultaine, diese sind jedoch selten in Shampoos zu finden.
Es ist wichtig zu beachten, dass amphotere Tenside anders auf die Haare wirken können als beispielsweise Sodium Laureth Sulfate (SLeS), welches von manchen Personen besser vertragen wird.
Shampoos enthalten eine Vielzahl von Inhaltsstoffen, die potenziell unerwünschte Wirkungen haben können:
Bei Haarausfall sollte man zunächst die Ursache abklären. Neben Unverträglichkeiten und Allergien können auch andere Faktoren eine Rolle spielen:
Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall, abhängig von der Ursache:
Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien ist wichtig für gesundes Haar. Besonders wichtig sind:
| Vitamin/Mineral | Funktion | Vorkommen |
|---|---|---|
| Vitamin A | Erneuerung der Oberhaut, Sehkraft, Körperabwehr | Milchprodukte, Kalbsleber, Süßkartoffeln, Kürbis |
| Vitamin B2 | Energiestoffwechsel | Milchprodukte |
| Vitamin B9 | Zellteilung | Grünes Blattgemüse, Zitrusfrüchte, tierische Produkte |
| Vitamin B12 | Zellteilung, Nervenstoffwechsel | Fleisch, Milchprodukte, Eier |
| Vitamin C | Antioxidans, Kollagenbildung, Eisenaufnahme | Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Tomaten, grüne Paprika, Kohlgemüse |
Es ist jedoch wichtig, Nahrungsergänzungsmittel nicht unbedacht einzunehmen, da sowohl ein Mangel als auch ein Überschuss an bestimmten Vitaminen und Mineralien negative Auswirkungen haben können.
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