Große, schwarze Raupe mit Haaren bestimmen: Ein umfassender Leitfaden

Die Bestimmung von Insekten kann manchmal schwierig sein, besonders wenn es sich um Raupen handelt. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf die Bestimmung von großen, schwarzen Raupen mit Haaren, die in verschiedenen Umgebungen vorkommen können.

Häufige Arten und ihre Merkmale

Kohlweißling-Raupe

Der Kohlweißling (Pieris brassicae) ist ein häufiger Schädling in Gemüsegärten, besonders an Kohlpflanzen. Die Raupen sind bekannt für ihren großen Appetit und können erheblichen Schaden anrichten.

Merkmale:

  • Die Eigelege der Schmetterlinge sind häufig an der Unterseite der Blätter zu finden, sie sind entweder gelblich-orange oder hellgrün.
  • Gefundene Raupen können einfach von Hand abgesammelt werden, sie sind nicht gefährlich oder gar giftig. Wer ganz sichergehen will, benutzt Handschuhe.

Bekämpfung:

  • Regelmäßige Kontrolle: Eine regelmäßige Kontrolle der vorhandenen Kohlpflanzen ist sehr wichtig, damit der Befall gar nicht erst zu groß werden kann.
  • Absammeln: Gefundene Raupen können einfach von Hand abgesammelt werden.
  • Mischkulturen: Der Anbau von Mischkulturen sorgt dafür, dass die Falter ihre Wirtspflanzen nicht so einfach finden können. Aromatische Kräuter oder auch Tomatenpflanzen duften so stark, dass die Falter davon vertrieben werden.
  • Fruchtfolge: Kohl sollte nicht nach Kohl angebaut werden. Frühestens nach 4 Jahren, besser 5 darf Kohl wieder aufs gleiche Beet.
  • Kulturschutznetze: Kulturschutznetze sind gegen sehr viele Schädlinge effektiv. Sie verhindern, dass die Weibchen von Schadinsekten überhaupt erst die Eier an die Wirtspflanzen legen können.
  • Biologische Mittel: Es gibt Mittel mit einem Bakterium (Bacillus thuringiensis) welches nur gegen die Kohlweißlings-Raupen wirkt und für andere Tiere und den Menschen ungiftig ist.

Sven's Gartentipps Was tun gegen den Kohlweißling

Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria)

Die Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria) ist ein auffälliger Nachtfalter, der auch tagaktiv ist. Seine Ausbreitung in Mitteleuropa wird durch den Klimawandel begünstigt.

Merkmale:

  • Falter: Schwarze Grundfarbe mit weißen Zeichnungselementen, orange-rote Hinterflügel mit schwarzen Flecken.
  • Raupen: Die Grundfarbe ist schwarz mit Seitenlinien aus weißen Punkten, einer Rückenlinie aus gelben Punkten und vielen orangebraunen Warzen mit den Büscheln heller Haare.
  • Futterpflanzen: Taubnesseln, Fuchssches Greiskraut oder Wasserdost, doch auch niedrige Büsche wie Himbeeren oder Hasel.

Lebensraum:

  • An Rändern von Waldwegen, an Säumen von Wäldern oder Gebüschen, am Ufer von Bächen und Gräben oder in ehemaligen Steinbrüchen.

Schutzstatus:

  • In Deutschland ist der Falter gesetzlich wie alle Bärenspinner besonders geschützt.
  • Euplagia quadripunctaria ist eine FFH-Art, also eine nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie der EU eine besonders geschützte prioritäre Art, für die Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen und für deren Erhalt die EU eine besondere Verantwortung hat.

Bärenspinner-Raupen

Bärenspinner-Raupen sind bekannt für ihre dichte Behaarung und ihre Fähigkeit, Giftstoffe in ihrer Körperflüssigkeit zu speichern.

Merkmale:

  • Dichte, oft bunte Behaarung.
  • Körperflüssigkeit kann Giftstoffe enthalten.

Hinweis: Eine genaue Bestimmung anhand eines Fotos ist oft schwierig, und es ist ratsam, sich vorsichtig auszudrücken und andere Möglichkeiten offen zu lassen.

Weitere häufige Krabbeltiere in Wohnungen

Neben Raupen gibt es noch andere Krabbeltiere, die in Wohnungen vorkommen können. Hier eine kurze Übersicht:

Tier Merkmale Hinweise
Ameisen (Formicidea) Verschiedene staatenbildende Arten Können zu Belästigungen und Schäden führen
Messingkäfer (Niptus hololeucus) Kugeliger Käfer, 2,5-4,5 mm lang Weibchen legt 20-30 Eier, Larven schlüpfen nach 2-4 Wochen
Brotskäfer (Stegobium paniceum) Rost- bis dunkelbrauner, ca. 1,5 bis 3 mm langer Käfer Volltier nimmt keine Nahrung auf, legt bis zu 100 Eier an Nahrungsstoffen ab
Mehlmotte (Ephestia kuehniella) Flügelspannweite ca. 25 mm, dunkle Querbänder Weiße, bis 20 mm lange Raupen sitzen oft in Gespinströhrchen
Kleidermotte (Tineola biselliella) 4-9 mm lang, Vorderflügel gelb, glänzend Raupen schlüpfen nach ca. 14 Tagen
Teppichkäfer (Anthrenus scrophulariae) Bis 3mm lang, oval geformt und verschiedenartig bunt gefleckt Larven haben lange Borsten am ganzen Körper und stellen den eigentlichen Schädling dar
Silberfischchen (Lepisma saccharina) Lichtscheue, flügellose, flinke Insekten bis ca. 10 mm Länge Bevorzugen feuchte und warme Umgebungen
Hausstaubmilben (Dermatophagoides pteronyssinus, D. farinae) 0,2 bis 0,35 mm groß, mit bloßem Auge nicht zu erkennen Können Allergien auslösen
Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) 0,5 bis 0,75 mm groß, gräulich bis rötlich (nach Blutmahlzeit) „Temporäre Parasiten“ im Bereich von Nist- und Schlafplätzen von Vögeln

Hilfe bei der Bestimmung

Wenn Sie Schwierigkeiten bei der Bestimmung einer Raupe haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, Hilfe zu bekommen:

  • Fachforen: Insektenforen wie ACTIAS bieten oft die Möglichkeit, Bilder hochzuladen und von Experten bestimmen zu lassen.
  • Bestimmungsliteratur: Es gibt eine Vielzahl von Büchern und Webseiten, die bei der Bestimmung von Insekten helfen können.
  • Experten: Wenden Sie sich an Biologen oder Entomologen in Ihrer Nähe.

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