Viele Menschen, die ihre Haare färben, stehen irgendwann vor der Frage, ob sie von chemischen Haarfarben auf Henna umsteigen sollen oder umgekehrt. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile, und es ist wichtig, die Unterschiede und möglichen Konsequenzen zu verstehen, bevor man eine Entscheidung trifft. Dieser Artikel beleuchtet die Erfahrungen mit chemischer Haarfarbe auf Henna-Basis, gibt Tipps für den Übergang und erklärt, worauf Sie achten sollten.
Um die Auswirkungen von chemischer Haarfarbe auf Henna zu verstehen, ist es wichtig, die Unterschiede zwischen den beiden Färbemethoden zu kennen. Stella stellt Judith die Frage aller Fragen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen konventioneller und pflanzenbasierter Haarfarbe? Judith ist entscheidend: Der Ort, an dem die Farbe wirkt.
Konventionelle Haarfarbe wirkt im Haar, indem ein Alkalisierungsmittel wie Ammoniak in vielen Fällen die äußere Haarschicht öffnet. Die Folge: Das Haar quillt auf und die Schuppenschicht des Haares steht auf wie ein geöffneter Tannenzapfen. Dadurch dringen die Pigmente ins Haar ein und entwickeln sich durch einen Oxidationsprozess, der durch Wasserstoffperoxid ausgelöst wird. Dadurch werden die natürlichen Pigmente im Haar zerstört, wodurch das Haar empfindlich wird.
Im Gegensatz dazu wirkt Pflanzenhaarfarbe an der äußeren Schuppenschicht des Haares. Die Naturpigmente im Inneren des Haares bleiben davon unberührt. Die Pflanzenfarbpigmente legen sich um das Haar herum und dadurch bleiben natürliche Reflexe erhalten und das Ergebnis der Haarfarbe erscheint immer individuell. Und weil sich die Pflanzenpigmente am Haar in die Schuppenschicht einschmiegen und dadurch sogar Haarbruchlücken ausgeglichen werden, wird das Licht wunderschön reflektiert und die Haare glänzen wie „ein Spiegel“, betont Judith. Stella findet ein sehr schönes Bild, wie sich die Pflanzenfarbpigmente um das Haar herum schmiegen und mit der eigenen Naturhaarfarbe tanzen.
Ja, es geht in beide Richtungen: Du kannst mit Henna über chemisch gefärbtes Haar färben und über mit Henna gefärbtes Haar kannst du auch mit Chemie färben. Allerdings gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Eine Frage....warum willst du auf Henna umsteigen?
Wichtig: Henna verträgt sich nicht mit chemischen Haarbehandlungen wie Bleichen mit Wasserstoffperoxid oder saurer Dauerwelle. Deshalb sollten einige Wochen seit dem entsprechenden Friseurbesuch vergangen sein. Alkalische Dauerwellen sind dagegen für Pflanzenfarben kein Problem. Sind die Haare bereits chemisch gefärbt, kann es zu Fehlfärbungen kommen. Deshalb ist es sinnvoll, in solchen Fällen zur Probe eine Strähne einzufärben.
Auch in der Anwendung unterscheidet sich Henna von chemischen Färbemitteln.
Die Pflanzenfarben werden meist mit Kunststoffhaube, Einmalhandschuhen und einer ausführlichen Gebrauchsanleitung verkauft. Die neue Haarfarbe wäscht sich kaum aus. Meist wachsen die Haare schneller als die Farbe verschwindet. Die Intensität lässt sich durch mehrere Färbegänge hintereinander steigern. Durch das Färben wirkt das Haar zugleich fülliger und glänzt.
Haarspray und Haarfestiger müssen vor dem Färben ausgewaschen werden, weil sie die Filmbildung auf dem Haar behindern. Aus diesem Grund machen auch Kurspülungen vor dem Färben keinen Sinn. Mit reinem Hennapulver lassen sich nur bestimmte Farbtöne erzielen. Im Bio-Laden gibt es deshalb Pflanzenhaarfarben, die neben Henna auch Rote Bete, Walnussschalen, Hibiskus, Kaffee oder Kurkuma enthalten. Diese färbenden Pflanzen erweitern die Palette der Farbtöne erheblich. Nur das Aufhellen der natürlichen Haarfarbe ist nicht möglich. Daher lässt sich zwar blondes Haar rot oder braun färben, aber dunkles nicht in blondes verwandeln. Bei grauen Haaren deckt die Pflanzenfarbe nicht vollständig. Dadurch wirkt die Färbung natürlicher und ist nicht so leicht zu erkennen. Bei so genanntem „schwarzen Henna“ sorgt anstelle von Lawson eine Indigopflanze (in Indien Reng genannt) für die Farbe. Angewandt werden die Produkte wie reines Henna.
Der große Vorteil von PHF sehe ich in der Verträglichkeit, der Umweltfreundlichkeit, dem Pflege-Effekt und der unnachahmlichen Leuchtkraft, die so in der Form mit chemischen Haarfarben absolut nicht vergleichbar ist. Ich färbe nun seit einem Jahr mit PHF und meine Haare sind wie ausgewechselt: mein letzter Haarschnitt ist nun schon wieder einige Monate her und trotz regelmäßigem Fönen sind meine Haare bis in die Spitzen kerngesund, kein Spliss, kein Haarbruch. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich erstmals einen deutlichen Längenzuwachs verzeichne, der mir zuvor aufgrund brutalen Haarbruchs wahrscheinlich gar keine Chance zum Auffallen hatte. Noch vor einem Jahre wäre es undenkbar gewesen, mal einen Monat ohne Spliss-Schnitt auszukommen.
Indigo (Pflanzenhaarfarbe schwarz) hat z. B. null Rotanteil. Das gilt allerdings nur, wenn es wirklich pures Indigo ist (z.B. Bei Logona und Sante ist ein ganz geringer Anteil an Henna mit drin (Henna-rot / indigo-blau bzw.
Hier sind einige häufige Probleme, die beim Übergang von chemischer Haarfarbe zu Henna oder umgekehrt auftreten können, sowie mögliche Lösungen:
Nicht alle auf dem Markt erhältlichen Pflanzenhaarfarben enthalten 100 % pflanzliche Inhaltsstoffe. Bereits 2011 untersuchte das Verbrauchermagazin „Öko-Test“ insgesamt 33 Pflanzenhaarfarben. Dabei bestanden 18 Produkte den Test mit Bravour, der Rest fiel gnadenlos durch. Denn zahlreiche Hersteller von Haar-Colorationen tarnen ganz konventionelle Produkte mit Zusätzen wie „Henna“, „Bio“ oder „Natur“. Das ist auch nach zehn Jahren nicht viel anders. Unter diesem Deckmantel vertreiben verschiedene Hersteller Produkte mit problematischen Inhaltsstoffen, die teils als krebsauslösend gelten. Oder sie enthalten extrem allergieerregende Stoffe, die die Haut noch anfälliger für Krankheiten macht.
Um dieser fraglichen Praxis zu entgehen, lohnt sich ein Blick auf die Zertifizierung. Dabei ist auf das vom Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH) vergebene BDIH-Siegel Verlass. Verbraucher können darauf vertrauen, dass es sich um kontrollierte Naturkosmetik handelt, die auf ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten basiert.
Welche Henna-Haarfarbe die beste ist, hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und der Haarstruktur ab. Die folgenden Produkte können wir Ihnen jedoch guten Gewissens ans Herz legen.
Haare färben mit Henna ist nicht schwer. Doch es gibt einige Dinge zu beachten, damit Ihre Haare nach dem Färben schöner denn je schimmern und nichts fleckig wird. Beachten Sie immer die Gebrauchsanweisung des Herstellers und berücksichtigen Sie daneben die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Die Entscheidung, von chemischer Haarfarbe auf Henna umzusteigen oder umgekehrt, sollte gut überlegt sein. Beide Methoden haben ihre Vor- und Nachteile. Berücksichtigen Sie die folgenden Punkte, um die beste Wahl für Ihre Haare zu treffen:
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