Carport für 2 Autos mit Schuppen selber bauen – Eine detaillierte Anleitung

Ein Carport ist eine gute Alternative zur Garage. Ein Carport ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich z. B. als Doppelcarport oder Carport mit Schuppen. Während ein Anlehncarport an der Hauswand befestigt wird, bietet ein freitragendes Carport den optimalen Schutz für Wohnwagen oder Wohnmobil. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Carport Dach mit Solarmodulen auszustatten. Dadurch können Sie Ihren eigenen Strom für E-Auto und Haus erzeugen.

In dieser Anleitung wird Ihnen eine gute Alternative zur Garage beschrieben. Hier zeigen wir, wie Sie Schritt für Schritt einen Carport selber bauen. Ein Doppelcarport schützt sogar zwei Autos das ganze Jahr vor Wetterkapriolen. Heute dient sie häufig als geräumiger Stellplatz für Fahrzeuge und kann zusätzlichen Lagerraum bieten.

Folgende Holzarten werden von den Herstellern wie z. B. Nadelholz eignet sich aufgrund des hohen Harzgehalts und der Harzinhaltsstoffe hervorragend für Carports. Leimholz besteht aus Massivholz. Hier wurden mehrere Bretter in gleicher Faserrichtung verleimt. Das hat für Carports statische Vorteile.

Ein Doppelcarport aus Holz fügt sich harmonisch in das Grundstück ein und kann flexibel gestaltet werden. Die Kosten für Doppel Carports hängen von Größe, Material und individuellen Anforderungen ab.

Doppelcarport mit Schuppen bietet einen sicheren Stellplatz und viel Stauraum

Vorbereitung und Planung

Bevor ein Carport aus Holz aufgebaut werden kann, sollten folgende Punkte überdacht und gegebenenfalls beachtet werden. Planen Sie einen allseitigen Abstand von ca. 1,0 m - 1,5 m. Achten Sie beim Carport-Aufbau auf einen ebenen, horizontalen und festen Boden. Ist der Untergrund unterkellert oder befindet sich in der Nähe einer Hanglage, ist ein Baufachmann zu Rate zu ziehen. Hier kann ggf.

Baugenehmigung

Wenn Sie einen Carport bauen möchten, müssen Sie dafür im allerersten Schritt eine Baugenehmigung beantragen. Beim Bauantrag eines Carports gelten sowohl das Landesrecht, als auch die Vorschriften der einzelnen Gemeinden und Kommunen. Wenn Sie sich einen Carport selber bauen möchten, erkundigen Sie sich am Besten direkt bei der Gemeinde und fragen nach den örtlichen Bestimmungen. Planen Sie für die Genehmigung ausreichend Zeit ein und überlegen Sie sich davor, wie der Carport gebaut werden soll.

So oder so ist für die Baugenehmigung wichtig, ob es sich um einen freistehenden Unterstellraum handelt oder ob Sie den Carport direkt am Haus anbauen möchten. In diesem Fall treten neben dem Baurecht auch Brandschutzbestimmungen in Kraft. Informieren Sie sich also unbedingt vor dem Bau.

Mit Brettern und Maßband werden die Positionen der Punktfundamente festgelegt.

Bauplan

Ein Doppelcarport Bauplan enthält detaillierte Zeichnungen, präzise Materiallisten und alle wichtigen Maße für eine sichere Umsetzung. In dieser Zeichnung sind alle Originalteile des Bausatzes grau eingefärbt. Braun davon abgehoben sind alle Teile, die zusätzlich dazugekommen sind: die H-Pfostenträger, der Fahrradschuppen-Anbau und der Sichtschutz. Wichtig: Ein weiterer Standpfosten wird an der hinteren Seite zur Befestigung des Sichtschutzes benötigt. Dieser wird mit einer Einschlaghülse an der Rückseite des Carports im Boden verankert.

Carport Selberbauen, so geht es einfach

Material und Werkzeuge

Hier ist eine Übersicht der benötigten Materialien für einen Carport mit Erweiterung:

  • Carport-Bausatz
  • Fundament
  • 6x H-Pfostenträger für 120-x-120-mm-Pfosten
  • 24x Sechskant-Holzschrauben mit U-Scheiben
  • 2x H-Pfostenträger für 90-x-90-mm-Pfosten
  • 32x 30 kg Estrich-Beton
  • 8x Gewindestange M12, ca. 150 mm Länge
  • 8x Muttern und Unterlegscheiben M12
  • 10x Einpressdübel M12, 3x 5 l Holzschutz-Lasur

Für den Fahrradschuppen-Anbau:

  • 2x Pfosten 90 x 90 x 2.400 mm
  • 6x Baudielen 2.000 x 200 x 40 mm
  • 1x Glattkantbrett 2.500 x 200 x 18 mm
  • 6x Dach-PC-Wellplatte, Trapez,
  • Abstandhalterset, Trapez, 50 Stk.
  • 12x Winkelverbinder 40 x 40 mm (Sparren)
  • Spax-Edelstahlschrauben 4 x 45 mm

Für den Sichtschutz:

  • 1x Pfosten 91 x 91 x 2.400 mm
  • 1x Einschlaghülsen 91 x 91 mm, 75 cm lang
  • 164 lfm Fichten-Glattkantbretter120 x 21 x 4.800 mm (Rhombusleisten)
  • 2x Spax-Fassadenschrauben 4,5 x 43 mm mit Fixiergewinde, 500 Stück
  • 1x Spax-Schrauben, Edelstahl, 5 x 60 mm
  • 1x Spax-Linsenkopfschrauben, Edelstahl, 4,5 x 40 mm, 200 Stk.

Werkzeuge:

  • Akku-Schrauber
  • Bohrmaschine
  • Doppelspaten
  • Gehrungssäge
  • Handkreissäge
  • Kappsäge
  • Ratsche
  • Rührwerk
  • Stichsäge
  • Zwingen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Fundament und Grundgerüst

Für die Fundamente werden Erdlöcher ausgehoben.

Die H-Pfostenträger betoniert man ins Fundament ein. An ihnen werden die Holzpfosten angeschraubt und nachträglich ausgerichtet. Legen Sie die Position für die Fundamente des Carports und für den Schuppen fest. Die Tiefe von 80 Zentimetern schützt vor Frostschäden, da das Fundament bis in Erdschichten reicht, die nicht gefrieren. Danach rühren Sie den Estrichbeton nach Packungsangabe mit Wasser an und befüllen das Loch bis kurz unter der Kante. Stoßen Sie mit einer Holzlatte immer wieder in den Beton, damit eingeschlossene Luft entweichen kann.

Beim Einsetzen des Pfostenträgers legen Sie eine Holzlatte quer über das Loch. So versinkt der Träger nicht im Beton. Stoßen Sie erneut mit der Latte in den Beton, um sicherzugehen, dass er den Träger vollständig umschließt. Nach 24 Stunden ist der Beton fest. Das Durchtrocknen kann je nach Temperatur bis zu zwei Wochen dauern.

Schritt 2: Pfosten des Carports ausrichten

Errichten Sie die sechs Pfosten des Carports über den Fundamenten. Befestigen Sie dabei die Pfosten nur provisorisch mit Zwingen an den H-Trägern - so lassen sie sich nachträglich einfach ausrichten. Mit kleinen Holzstückchen passen Sie die Unterschiede in der Höhe so lange an, bis die Sparren mit dem richtigen Gefälle auf den Pfosten liegen. Damit die Pfosten fluchten, spannen Sie eine Maurerschnur über die hintereinander stehenden Pfosten. Tanzt einer aus der Reihe, erkennen Sie das sehr schnell.

Auch die Pfostenmitte muss stimmen: Spannen Sie jeweils eine Maurerschnur auf halber Höhe links und rechts der Standpfosten. Jetzt erkennen Sie, ob die Flucht an der Pfostenmitte stimmt. Fixieren Sie mit Zwingen die Pfosten in der korrekten Position.

Um sicherzugehen, dass die Ausrichtung der Pfosten stimmt, warten Sie mit der endgültigen Befestigung der Pfosten, bis die oberen Seitenbalken verschraubt sind. Jetzt können Sie die Balken mit Sechskant-Holzschrauben und Unterlegscheiben an den H-Pfostenträgern festschrauben und die Zwingen sowie Holzstückchen entfernen.

Schritt 3: Balkenmontage am Carport

Sind die Standpfosten korrekt ausgerichtet, setzen Sie die Seitenbalken auf die Pfosten. Seitenbalken und Pfosten werden mit einer stabilen Gewindestange verbunden. Dazu fixieren Sie die Balken in der richtigen Position mit einer Zwinge und durchbohren die beiden Balken in einem Schritt. Jetzt können Sie die Gewindestange durchschieben. Diese werden durch beide Bauteile durchgesteckt und mit Muttern und Unterlegscheiben abgesichert.

Für zusätzliche Stabilität sorgt ein doppelt gezahnter Einpressdübel. Wie eine gezahnte Beilagscheibe zwischen die beiden Balken gelegt, verhakt er sich in beiden Hölzern und verhindert so jede Bewegung der Balken zueinander.

Fertig verschraubt, kürzen Sie die Gewindestangen mit einem Winkelschleifer. Lassen Sie die Gewindestange der rechten Carportseite zehn Zentimeter länger, denn hier wird danach der Fahrradschuppen angebaut. An dieser Stelle wird nachträglich ein Auflagebrett für die Sparren des Schuppens angeschraubt.

Danach können Sie bereits die Dachsparren anbringen. Die Sparren befestigen Sie mit Winkeln auf den Seitenbalken.

Schritt 4: Anbau des Fahrradschuppens

Der Anbau des Fahrradschuppens besteht aus zwei Pfosten, die mit einem Seitenbalken verbunden sind. Quer, zwischen Autounterstand und Anbau liegend, werden die Dachsparren des Schuppens montiert. Die Bretter für den Schuppenanbau werden aus Baubohlen (Fichte, 2.000 x 200 x 40 mm) mit einer Tischkreissäge auf die Maße des Carports zugeschnitten.

Um auf der Carportseite ausreichend Auflagefläche zu schaffen, wird ein zusätzliches Auflagebrett an den bereits bestehenden Seitenbalken geschraubt. Anschließend werden die lang gelassenen Gewindestangen durch alle drei Bauteile gesteckt. Zusätzlich fixieren Sie das Auflagebrett auf der gesamten Länge im Abstand von 25 Zentimetern mit Holzschrauben aus Edelstahl (5 x 60 mm).

Schritt 5: Dachbedeckung

Nun wird das Dach von Carport und Fahrradschuppen-Anbau mit Wellplatten eingedeckt. Rund um die Sparrenkonstruktion von Carport und Anbau werden zunächst Ortgangbretter zum seitlichen Abschluss der Dachfläche angebracht. Am besten bohren Sie dazu die Platten zuvor mit einem Holzbohrer vor.

Wellplatten aus Kunststoff werden an der höchsten Stelle der Wölbung verschraubt. Damit die Wellplatte durch die Verschraubung nicht gequetscht wird, bringt man unter der Platte einen Abstandhalter an. So wird eine stabile Fixierung der Wellplatten ermöglicht.

Schritt 6: Sichtschutz-Elemente montieren

Nun installieren wir einen Sichtschutz aus Rhombusleisten an Carport und Anbau. Bei Rhombusleisten handelt sich um Vierkanthölzer, deren kurze Seiten parallel zueinander angeschrägt sind. Der Winkel variiert dabei zwischen 5° und 45°. Verwendung finden Rhombusleisten vorwiegend bei Gebäudeverschalungen oder als Sichtschutz.

Um den Sichtschutz und die Sichtschutztür auch auf der Carport-Rückseite stabil zu befestigen, muss ein weiterer Stützpfosten aufgestellt werden. Mit einer Einschlaghülse wird der Pfosten im Boden verankert und mit zwei Brettern an den Dachsparren des Carports befestigt.

Die Sichtschutzleisten befestigen Sie mit Fassadenschrauben (4,5 x 43 mm mit Fixiergewinde) an der Konstruktion. Mit Abstandhaltern (3 mm) werden die Abstände zwischen den Leisten einheitlicher.

Schritt 7: Türen für den Carport-Sichtschutz

Sowohl Carport als auch Schuppenanbau werden mit Türen ausgestattet. Ob Sie den Schuppen mit einer doppelflügeligen oder einer einfachen Tür versehen, bleibt Ihnen überlassen und ist davon abhängig, wie Sie den Schuppen nutzen möchten.

Als Rahmen dient eine einfache Konstruktion aus gehobelten Fichtenbrettern (2.500 x 100 x 24 mm). Auf einer Seite wird der Rahmen mit Rhombusleisten beplankt. Dafür legen Sie vor dem Beplanken die Leiste diagonal auf den Rahmen. Zeichnen Sie die Schnittkanten an und sägen Sie die Leiste entsprechend zu.

Nun werden auch die Türen mit den Rhombusleisten beplankt. Zum Anbringen der Rhombusleisten verwenden Sie am besten einen provisorischen Anschlag. Die Leisten nun gegen den Anschlag schieben und am Rahmen befestigen. Die andere Seite kürzen Sie auf die gewünschte Länge.

Wichtige Hinweise

Wenn Sie Ihr Holz-Carport selber bauen, ist der Schutz vor Umwelteinflüssen nicht zu vernachlässigen. Daher ist es empfehlenswert, das Holz durch Holzschutzmittel wie z. B. Holzöl, Holzlasur oder Holzlack zu schützen. Das Holz ist dadurch vor Witterung und Insekten-/ Pilzbefall geschützt. Bei regelmäßiger Anwendung werden Sie lange Freude an Ihrem Holz-Carport haben.

Leimholz weist eine hohe Tragfähigkeit auf und ist sehr robust. KVH (Konstruktionsvollholz) wird künstlich getrocknet und erhält dadurch eine höhere Maßhaltigkeit (halten von Maß und Volumen unter Witterungseinflüssen). Zudem wird die Holzqualität durch den Vorgang verbessert. Mit einer Holzlasur auf Naturöl-Basis mit UV-Schutz werden Sie bei regelmäßiger Pflege lange Freude an Ihrem Carport haben.

Verlegen Sie die Dachplatten zuerst in der Breite und anschließend in der Tiefe. Dichten Sie Längs- und Querübergänge mit Dichtband oder Silikon ab.

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