Bartpflege im Test: ÖKO-TEST untersucht Bartöle und Bartbalsame

Ob Fünftagebart oder die ausgewachsene Vollbartvariante - Barttragen ist in. Entsprechend gibt es eine große Auswahl an Mitteln zur Bartpflege. Die Zeitschrift "Öko-Test" hat in ihrer aktuellen Ausgabe 19 Produkte zur Bartpflege in Laboren untersuchen lassen, darunter Öle und Balsame. Wir stellen die Testergebnisse und empfehlenswerten Produkte vor.

Mit Bartölen und Bartbalsamen soll der Bart gepflegt und schöner aussehen. Bartöle machen den Bart weicher und verleihen einen leichten Glanz. Auch die Haut unter dem Haar kann von der Pflege profitieren und beim Bartwachstum weniger schuppen oder jucken. Dafür sollten allerdings die Inhaltsstoffe in Ordnung sein. Bedenkliche Stoffe sind dabei unerwünscht.

Was wurde getestet?

Die Zeitschrift "Öko-Test" hat insgesamt 19 Bartpflege-Produkte untersuchen lassen. Der Test wurde auf zwei Produktkategorien beschränkt: Bartöle und Bartbalsame. Fünf dieser Produkte stammen zudem von zertifizierten Naturkosmetikherstellern. Es wurden sowohl teure Markenprodukte als auch Produkte von preiswerten Drogerie- und Supermarkt-Eigenmarken untersucht.

Bewertet wurde unter anderem, ob die Bartpflege umstrittene oder bedenkliche Inhaltsstoffe und Duftstoffe enthält. Anhand der für die Hersteller verpflichtenden Angaben in der INCI-Inhaltsstoffliste prüften wir, ob umstrittene PEG/PEG-Derivate, Silikone oder weitere Kunststoffverbindungen in den Rezepturen stecken. Spezialisierte Labore analysierten die Produkte für uns außerdem auf kritische Konservierungsmittel und allergisierende Duftstoffe. In Balsam mit Paraffinen ermittelte ein Labor deren Anteil und prüfte, ob das Produkt mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) belastet ist.

Die Ergebnisse des Bartpflege-Tests

Die Testergebnisse sind überwiegend positiv. Die meisten Pflegeprodukte haben ein "gutes" bis "sehr gutes" Gesamturteil erhalten. Von den 20 getesteten Bartpflege-Produkten schnitten zehn Produkte mit der Gesamtnote "sehr gut" und vier Produkte mit "gut" ab. Sie enthalten im Großteil keine bedenklichen oder umstrittene Inhaltsstoffe.

Die restlichen Testprodukte mit schlechteren Bewertungen sind vor allem wegen der enthaltenen Duftstoffe, die häufig Allergien auslösen, negativ aufgefallen. Die Bartpflege auf dem letzten Platz enthielt laut "Öko-Test" sogar mehrere problematische Inhaltsstoffe.

Im Test bemängeln wir vor allem für bedenkliche Duftstoffe. Alle Produkte im Test enthalten Parfüm. Doch Parfüm ist nicht gleich Parfüm.

Kommen wir jetzt auf Zutaten zu sprechen, die gar nicht erst in ein Bartpflegeprodukt gehören: problematische Duftstoffe.

Bedenkliche Duftstoffe

  • Galaxolid: Der künstliche Moschusduft reichert sich im menschlichen Fettgewebe an. Er steht zudem im Verdacht, das Hormonsystem zu stören.
  • Moschus-Keton: Auch diese Nitromoschusverbindung reichert sich im Fettgewebe an. Darüber hinaus ist Moschus-Keton im EU-Chemikalienrecht als krebsverdächtig eingestuft.

Keinen Notenabzug nehmen wir hingegen für die deklarationspflichtigen Duftstoffe Citral, Citronellol und Geraniol vor. Diese lösen laut den Experten vom Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IDVK) nur vergleichsweise selten Allergien aus.

Bedenkliche Duftstoffe sind aber nicht das einzige Problem der Bartöle und Bartbalsame im Test. So sind wir in einem Bartbalsam auch auf Diethylphthalat (DEP) gestoßen - und zwar in einer Menge, die wir als "stark erhöht" bewerten. Dieses Produkt enthält außerdem als einziges im Test Paraffine. Das sind synthetische Fette, die aus Erdöl hergestellt wurden.

Wir sehen Paraffine in Kosmetika unter anderem deshalb kritisch, weil sie häufig mit aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH) verunreinigt sind. Genau das ist in diesem Bartpflegemittel der Fall. Ein anderes Bartbalsam listet als dritte deklarierte Zutat nach Wasser und einem Fettalkohol eine Silikonverbindung auf. Pflegender sind aus unserer Sicht natürliche Fette und Öle. Sie integrieren sich nämlich besser in das Gleichgewicht der Haut.

Empfehlenswerte Produkte aus dem Test

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Die Zeitschrift "Öko-Test" hat mehrere Bartpflegeprodukte getestet und einige davon für empfehlenswert befunden. Hier sind einige der Produkte mit einem "sehr guten" oder "guten" Gesamturteil:

Brisk Bartöl

Das Testergebnis: Im Test der Zeitschrift "Öko-Test" wurde das Bartöl des Herstellers Brisk mit der Gesamtnote "sehr gut" bewertet. Es enthält weder bedenkliche Inhaltsstoffe, noch konnten weitere Mängel festgestellt werden. Zu den ausgelobten Bestandteilen gehören Teebaumöl, Mandel-, Avocado-, Argan- sowie Jojobaöl.

Produktdetails: Das Bartöl von Brisk sorgt mit den enthaltenen natürlichen sowie ätherischen Ölen für einen geschmeidig weichen Bart. Die Bartpflege ist besonders reichhaltig, pflegt gleichzeitig die Haut unter dem Bart und hilft bei Juckreiz. Das schnell einziehende Pflegeöl ist für alle Barttypen geeignet. Praktisch ist auch, dass das Bartöl keinen unangenehmen Fettfilm auf Haut und Haaren hinterlässt.

Benecos for men only Bartöl

Das Testergebnis: Auch das Bartöl der Naturkosmetikmarke Benecos wurde mit der Gesamtnote "sehr gut" bewertet. Die Tester fanden keine bedenklichen Inhaltsstoffe im Bartöl. Beworben wird mit den Bestandteilen Argan-, Mandel- und Sonnenblumenöl.

Produktdetails: Die Bartpflege von Benecos enthält hochwertige Öle aus Argan, Mandel und Sonnenblumen. Diese Inhaltsstoffe pflegen nicht nur den Bart, sondern auch die Gesichtshaut geschmeidig weich. Genau wie das Öl von Brisk zieht auch dieses Pflegeprodukt schnell ein. Die Naturkosmetik ist vegan und enthält somit keine tierischen Erzeugnisse wie Bienenwachs oder das Farbpigment Karmin.

Nivea Men Sensitive Pro Gesichts- und Bartbalsam

Das Testergebnis: Der Bartbalsam von Nivea gehört zu den getesteten Produkten, die nicht zur zertifizierten Naturkosmetik gehören. Das Produkt glänzt mit einem "sehr guten" Gesamturteil. Auch in diesem Balsam wurden keine bedenklichen Inhaltsstoffe gefunden. Beworben wird mit den Bestandteilen Hanfsamenöl und Vitamin E.

Produktdetails: Die beruhigende Gesichts- und Bartpflege von Nivea lindert die Anzeichen von Hautstress. Sie spendet dabei intensive Feuchtigkeit und ist auch ideal für die Bartpflege geeignet. Auch Menschen mit sensibler Haut können die Bartpflege verwenden. Das Produkt enthält zu 100 Prozent natürliches Hanfsamenöl, zieht schnell ein und punktet mit der Formel ohne Mikroplastik.

Tipps zur Bartpflege

Bei der täglichen Pflegeroutine sollte man auch an seinen Bart denken. Die Barthaare sollten am besten täglich mit lauwarmem Wasser gewaschen werden. So werden die Haare von Schmutz oder auch Talgablagerungen befreit. Diese Talgablagerungen könnten ansonsten zu Pickeln oder auch Entzündungen führen.

Etwa zweimal die Woche empfiehlt es sich, ein spezielles Bartshampoo für die Reinigung zu verwenden. Das Bartshampoo wird in den angefeuchteten Bart einmassiert und nach einer kurzen Einwirkzeit wieder ausgespült.

Ein weiterer Pflegetipp ist die regelmäßige Verwendung eines Bartkamms oder einer Bartbürste. Damit können Sie widerspenstige Barthaare einfach entwirren und wieder in Form bringen. Zudem stimuliert das Kämmen die Haarfolikel, was widerum das Haarwachstum anregt.

Fazit

Im aktuellen Test der Zeitschrift "Öko-Test" konnten fast alle Produkte überzeugen. Viele der getesteten Hersteller achten somit darauf, dass keine bedenklichen Inhaltsstoffe in ihren Produkten vorkommen. Uns gefällt auch, dass sich unter den "sehr guten" Produkten ebenso erschwingliche Bartpflege-Produkte befinden. Unser Tipp ist das Bartöl von Brisk, das für weiche Barthaare sorgt, für alle Barttypen geeignet ist und auch die Gesichtshaut pflegt.

tags: #brisk #bartol #test

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