Bei der riesigen Pinselauswahl ist es heutzutage gar nicht so leicht, den passenden Pinsel zu finden! Haar, Borste oder hochwertige Synthetikfasern, rund, flach oder in Katzenzungenform, geeignet für flüssige Aquarell- oder pastose Ölfarben: Hier finden Sie den passenden Pinsel für alle Farben und Maltechniken. Die meisten unserer Malwerkzeuge sind handgefertigt und Made in Germany, viele davon, z.B. die Askia- und Artisti-Pinselserien, werden in einer traditionellen Pinselmanufaktur exklusiv für boesner hergestellt.
Kennt Ihr das auch? Ihr malt ein Bild mit Acryl-, Aquarell- oder Ölfarben, aber irgendwie sieht es am Ende nicht so aus, wie Ihr es Euch vorgestellt habt? Bevor Ihr Eure künstlerischen Fähigkeiten anzweifelt, werft zuerst einen Blick auf Eure Pinsel! Denn häufig sind deren Qualität und Form entscheidend für ein gelungenes Malergebnis. In diesem Artikel zeigen wir Euch, worauf es bei der Pinselwahl ankommt und geben Euch eine Menge wertvoller Profi-Tipps!
Pinsel für die Malerei bestehen aus einem Holzstiel und Haaren, Borsten oder Synthetikfasern. Mit einer Metallhülse, auch Zwinge genannt, werden die Haare oder Borsten mit dem Stiel verbunden. Die Form des Pinselkopfes ist von der Zwinge abhängig: Je nachdem, ob sie rund oder flach verarbeitet wird, ist der Pinselkopf auch rund oder flach.
Alle Malpinsel bestehen aus drei Komponenten: einem Holzstiel, einem Pinselkopf aus Tierhaaren, Borsten oder Synthetikfasern (Besteckungsmaterialien) und einer Metallhülse (Zwinge). Letzteres verbindet die Besteckungsmaterialien mit dem Stiel und gibt die Form des Pinselkopfs vor. Hierbei wird zwischen den beiden Grundformen Rund- und Flachpinsel unterschieden.
Der Pinsel wird den Werkzeugen zugeordnet und dient dem Auftragen von Flüssigkeiten auf Oberflächen - beispielsweise Farbe auf die Wand, Lack auf ein Möbelstück oder Acryl auf ein Bild. Darüber hinaus werden Pinsel aber auch in Kosmetik & Haarpflege sowie zum Reinigen verschiedener Oberflächen eingesetzt.
Ein Pinsel besteht meist aus drei verschiedenen Bestandteilen: den Pinselhaaren bzw. dem Besatzmaterial, dem Pinselgriff und der Pinselzwinge, welche den Griff mit den Pinselhaaren verbindet. Auch wenn Sie bei einem Pinsel vorwiegend an Haare oder Borsten als Besatz denken, so gibt es doch auch andere Besatzmaterialien wie Kunststofffasern.
Pinselstiele gibt es aus natürlichem Holz - natur, poliert, lackiert, sowie aus Kunststoff. Lange Stiele werden in der Regel für die Arbeit auf Distanz eingesetzt, insbesondere an Staffeleien, und kurzstielige Pinsel eignen sich gut für detailliertes und präzises Arbeiten aus der Nähe, wie z.B.
Der Pinselkopf wird mit unterschiedlichem Besatz gefertigt, der entweder aus Haaren oder Borsten besteht. Dabei gibt es eine Vielzahl von Materialien - von hochwertigem und natürlichem Echthaar, über Borsten, bis hin zu widerstandsfähigen Synthetikfasern. Das Material und dessen Feinheit entscheiden über die Qualität und die Einsatzmöglichkeiten des Pinsels. Je gröber der Besatz, bzw.
Synthetikfaserpinsel werden immer beliebter: Sie sind häufig preiswerter, vielseitig und vegan. Die Synthetikfasern sind robuster, etwas leichter zu pflegen und dadurch häufig langlebiger. Die Aquarellpinsel der COSMOTOP-MIX-Serie von da Vinci bieten eine Kombination von hochwertigen Synthetikfasern und Naturhaaren: Hier werden die Vorteile beider Pinselarten miteinander verbunden. Eine Kombination, die gerade bei ambitionierteren Malern sehr beliebt ist.
Neben Naturhaarpinsel und Borstpinsel sind speziell unter Hobbykünstlern und Schülern Synthetikfaserpinsel sehr beliebt. Das Besteckungsmaterial besteht meist aus Acryl, Nylon, Taklon oder einer Kunstfasermischung. Synthetische Fasern sind weicher und haben dadurch einen flüssigeren Farbauftrag. Sie sind außerdem preiswert, vielseitig einsetzbar, elastisch und sehr lange haltbar.
Sie sind oft länger haltbar als Pinsel mit Naturhaaren.
Naturhaarpinsel werden aus Tierhaaren gefertigt. Am häufigsten und beliebtesten sind hier die Haare von Rind, Eichhörnchen (speziell das Fehhaar), Iltis und Rotmarder.
Die höchste Qualität aller Naturhaarpinsel liefern Pinsel mit Rotmarderhaaren: Sie sind kräftig, aber trotzdem geschmeidig und elastisch. Der Haarkörper kann jede Menge Farbe und Feuchtigkeit aufnehmen, behält seine Spitze und hat eine hohe Spannkraft. ÖlmalerInnen greifen gerne zu Rindsohrhaarpinseln: Diese sind kräftig und können viel Farbe aufnehmen. Auch Pinsel aus Fehhaaren gehören zu den Naturhaarpinseln. Sie sind super fein, elastisch und werden gerne als Verwaschpinsel verwendet. Zur Grundausstattung im Naturhaarpinsel-Equipment gehört auch ein Pinsel aus Iltishaar: Besonders in der Ölmalerei kommt er zum Einsatz, um beim Malen weniger Struktur zu erzeugen.
Pinsel aus Tobolsky-Kolinsky-Rotmarderhaaren sind die edelsten der Welt. Das Schweifhaar des Tobolsky-Kolinsky-Marders wird besonders wegen seiner Elastizität, verbunden mit einer extrem feinen Haarspitze, geschätzt. Zudem besitzen sie eine geschmeidige Elastizität, mit der Farben dünn vertrieben und feinste Nuancen im Farbton und in der Struktur erzielt werden. Iltis-Ölmalpinsel verfügen genauso über eine feine Haarspitze und ihre Elastizität ist kräftig.
Kräftige Haare bieten auch Rindshaarpinsel: Der da Vinci Ölmalpinsel (Haar-Gussowpinsel) besitzt strapazierfähige, kräftige und elastische hellbraune Rindsohrhaare, die sich für flächige Farbaufträge, gerade Kanten und eckige Flächen eignen.
Borstpinsel werden aus Schweineborsten hergestellt. Die Borste ist kräftiger, steifer und dicker als Naturhaar. Borstpinsel mit hoher Qualität bilden an der Spitze sogenannte Fahnen aus: Die Borste splittet sich in mehrere Enden auf. Das macht sie ideal für einen pastosen Farbauftrag und Techniken wie die Acryl- und Ölmalerei. Die Farbe verteilt sich dadurch gleichmäßig und die Pinsel können viel Farbe aufnehmen. Borstpinsel sind sehr widerstandsfähig, brechen nicht und bleiben dabei trotzdem hochelastisch, vor allem im feuchten und nassen Zustand.
Für jede Farbsorte gibt es spezielle Pinsel, die zu einem optimalen Ergebnis führen. So eignen sich beispielsweise Pinsel mit feinen, weichen Haaren für eine detailliertere Malweise, während grobe Borstpinsel eine expressive, künstlerische Ausdrucksweise unterstreichen. Pinsel aus Synthetikfasern sind wiederum sehr vielseitig einsetzbar und auch günstiger als Borst- oder Naturhaarpinsel.
Pinsel sind als traditionelles Malwerkzeug in einer Vielzahl von Formen, Größen und Materialien erhältlich. Sie lassen sich nach Maltechnik oder Farbe einordnen, da manche Pinsel bzw. Haare sich besser für bestimmte Farben eignen als andere. Da jeder Pinsel spezifische Maleigenschaften hat, ist es hilfreich, sich mit verschiedenen Pinseln vertraut zu machen und verschiedene Optionen auszuprobieren. So ist es leichter herauszufinden, mit welchen Pinseln man am besten arbeiten kann.
Für jede Art von Farbe und Gestaltungstechnik gibt es eine Auswahl geeigneter Pinsel. Grundsätzlich sollten Pinsel leicht in der Hand liegen und leicht zu schwingen sein. Durch die Variation des Drucks können Sie beeinflussen ob der Pinsel breitere oder schmalere Striche malt. Für detailreiche Arbeiten werden eher spitze und schmale Pinsel benötigt, für Flächen eher größere, bereitere Pinsel. Pinsel mit groben Borsten hinterlassen expressive Muster und Strukturen in der frischen Farbe, insbesondere beim pastosen Arbeiten, während feine Pinsel für Details und gleichmäßige Oberflächen ohne Struktur verwendet werden.
Wer mit Aquarellfarben malen möchte, kann sich zwischen Naturhaarpinseln oder Synthetikpinseln entscheiden. Wichtig ist, dass die Haare bzw. Fasern weich sind. Weiche Naturhaarpinsel sind Fehhaar-, Rotmarder- und Rindsohrpinsel. Sie nehmen jede Menge Feuchtigkeit auf, behalten ihre Spitze und haben eine große Spannkraft. Hier eignet sich z. B. der MAESTRO Aquarellpinsel von da Vinci, dessen sibirische Tobolsky-Kolinsky-Rotmarderhaare mit feinen Spitzen für eine hohe Elastizität sorgen. Genauso gibt es auch synthetische Pinsel für die Aquarellmalerei: Auch hier ist wichtig, dass die Synthetikfasern fein und geschmeidig sind. Sowohl Naturhaarpinsel als auch Pinsel aus synthetischem Material eignen sich für Aquarell.
In der Aquarellmalerei werden in der Regel weiche Pinsel mit natürlichen oder synthetischen Haaren verwendet. Bei der Aquarellmalerei ist es wichtig, dass der Pinsel Spannkraft hat, mit einem Mal viel Wasser aufnehmen kann und es langsam und gleichmäßig wieder abgibt. So entstehen keine unerwünschten Schlieren, Strukturen oder Unregelmäßigkeiten beim Farbauftrag und es werden fließende, gleichmäßige Ergebnisse erzielt.
Acrylfarben sind super vielfältig: Sie können flüssig, pastos oder mit dem Spachtel verarbeitet werden. Synthetische Borstenpinsel eignen sich gut für die Acrylmalerei.
Acrylfarben ermöglichen eine Vielzahl von Techniken, denn sie werden flüssig und pastos verarbeitet. Dementsprechend gibt es eine Vielzahl an Pinseln, die für die Acrylmalerei geeignet sind. Besonders beliebt sind strapazierfähige Synthetikfaserpinsel, die oft ein besonders gutes Preis-Leistungsverhältnis bieten.
Zur Grundausstattung beim Malen mit Öl gehören robuste Borstkünstlerpinsel: Sie fassen viel Farbe, halten Reibungen und pastose Malereien aus. Hier empfehlen wir den Borstpinsel von da Vinci mit weißen Chinaborsten (Naturborsten vom Chinaschwein), den es in flach, rund oder als Fächerpinsel gibt und der besonders strapazierfähig ist. Für Ölmalereien mit Lasuren, in zarten Farbschichten, eignen sich Rotmarder- oder Iltis-Pinsel am besten, vor allem zum Ziehen von Linien und Zeichnen winziger Details. Der Ölmalpinsel von da Vinci ist mit ausgesuchten Tobolsky-Kolinsky Rotmarderhaaren oder mit russischen Iltishaaren erhältlich. Beide Varianten bieten eine außergewöhnliche Stabilität. Als vegane Alternative für die Ölmalerei bietet sich hier die synthetische Rotmarder-Variante COLINEO an. Sie ist auch mit langen Stielen erhältlich.
Pinsel für die Ölmalerei sollten eine gute Elastizität aufweisen, um die Farbe fein und strukturiert verarbeiten zu können. Hochwertige Naturhaare sind hier besonders gut geeignet. Bei eher pastoser Ölmalerei wird gerne auf Borstenpinsel zurückgegriffen, da er viel Farbe aufnehmen kann und robust ist.
Je nach Maltechnik, Malunterlage und Motiv kommt es nicht nur auf das Pinselhaar, sondern auch auf die Pinselform an. Es gibt beispielsweise aufgefächert oder spitz zulaufend, kräftig und breit oder gar individuell geformt.
Die klassischen Grundformen im Bereich der Künstlerpinsel sind der Rundpinsel und der Flachpinsel. Alle weiteren Spezialformen gehen auf diese beiden zurück.
Unabhängig von der Konsistenz der Farbe oder dem Maluntergrund deckt der robuste Grundierpinsel große Flächen mit nur einem Pinselstrich ab. Die Borsten sind, genau wie beim Grundierpinsel, sehr dicht angeordnet, bilden jedoch eine konische Form. Dank der robusten Zwinge, die alle Haare beim Malen an Ort und Stelle hält, ist der Kapselpinsel sehr langlebig. Der Wassertankpinsel eignet sich perfekt zum „verwischen“ von Aquarellfarben. Die Spitze besteht aus Synthetikhaar und ist mit verschiedenen Strichstärken erhältlich, sodass für jedes Motiv der passende Wassertankpinsel existiert. Ob klares Wasser zum Verwischen bestehender Farben oder wässrige Farben, der Wassertank kann mit beiden Varianten befüllt werden. Die gewünschte Wassermenge bzw. Farbmenge beim Malen wird durch Druck reguliert.
Hier ist eine Tabelle mit den gängigsten Pinselformen und ihren Anwendungen:
| Pinselform | Beschreibung | Anwendung |
|---|---|---|
| Rundpinsel | Klassisch runde Form, abgerundet zulaufend | Weiche Elemente, Details, gerundete Formen |
| Flachpinsel | Flache Form mit rechteckigem Querschnitt | Flächige Farbaufträge, präzise Linien und Kanten |
| Fächerpinsel | Breit gefächerte Haare oder Borsten | Organische Effekte, Strukturen in der Landschaftsmalerei |
| Katzenzungenpinsel | Flach gedrückt, abgerundete, leicht spitze Form | Flächiges und detailliertes Malen |
| Schablonierpinsel | Rund, stumpf gearbeitet | Arbeiten mit Schablonen |
Pinsel sollten nach jedem Einsatz gründlich gereinigt werden, da sie ansonsten Schäden davontragen und unbrauchbar werden. Getrocknete Farbe unter der Pinselzwinge z.B. Wir empfehlen Ihnen, bereits beim Malen nachhaltig mit Ihren Pinseln umzugehen. Bei Nichtgebrauch ist es sinnvoll, die Farbe abzustreichen und die Pinsel in einen Pinselwascher oder in Wasser zu stellen bzw.
Eine gründliche Pinselreinigung sollte unmittelbar nach Gebrauch erfolgen, solange die Farbe noch nicht angetrocknet ist. Je nach Maltechnik gibt es verschiedene Hilfsmittel, mit denen Sie Ihre Pinsel reinigen können. Wasserlösliche Farbe, wie z.B. Acrylfarbe kann einfach unter fließend warmem (nicht heißem) Wasser ausgewaschen werden. Reinigen Sie ihre Pinsel gründlich mit viel Wasser und bei Bedarf nehmen Sie Seife dazu. Sie können spezielle Pinselseife, oder auch normale Handseife verwenden. Geben Sie Seife auf Ihre Hand oder den Pinsel und schäumen Sie sie mit kreisenden Bewegungen auf. Im Anschluss wird der Pinsel mit Wasser gründlich ausgespült. Spezielle Pinselseife sorgt in der Regel für eine Rückfettung und hält die Pinselhaare geschmeidig, was die Lebensdauer der Pinsel erhöht.
Für die Reinigung eingetrockneter, nicht wasserlöslicher Farbe (wie z.B. Gereinigte nasse Pinsel können Sie mit einem Tuch abtupfen, in Form bringen und anschließend an der Luft trocknen lassen.
Hier findet Ihr praktische Tipps zur Pinselpflege für die verschiedenen verwendeten Farben, damit Ihr möglichst lange etwas von Euren Pinseln habt!
Wer hat den Pinsel erfunden? Der Ursprung des Pinsels wie wir ihn heute kennen liegt im Frankenland des späten 19. Jahrhunderts. Der Schreinermeister Johann Caspar Bühler ließ sich 1889 in Bechhofen in Mittelfranken nieder und galt als einer der ersten Pinselmacher, der Pinsel an Maler und Künstler verkaufte.
Die ersten Pinselzeichnungen stammen jedoch bereits aus der Steinzeit. Die Menschen benutzen für Höhlenmalereien neben ihren Fingern leichte Stöcke und Knochen, an denen sie Tierhaare oder Federn befestigten. Bis heute hat sich an der Grundform des Pinsels kaum etwas verändert.
tags: #Pinsel #Haare #Arten #Farben
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.