Blumen konservieren mit Haarspray: Eine detaillierte Anleitung

Es gibt kaum etwas Schöneres als einen frischen Blumenstrauß, der einen Raum mit Leben und Farbe erfüllt. Aber was, wenn Du diese Schönheit für immer bewahren könntest? Das Trocknen von Blumen ist eine wunderbare Möglichkeit, um Deine Lieblingsblumen dauerhaft zu konservieren. Besonders beliebt ist es, den Brautstrauß zu trocknen, um die Erinnerungen an diesen besonderen Tag lebendig zu halten.

Nicht alle Blumen sind gleich gut zum Trocknen geeignet

Einige verlieren schnell ihre Form und Farbe, während andere ihre Schönheit fast vollständig bewahren können. Der beste Zeitpunkt zum Trocknen von Blumen ist, wenn sie gerade voll erblüht sind und ihre intensivsten Farben zeigen.

Anleitungen & Methoden: Wie kann man am besten Blumen trocknen?

Es gibt verschiedene Methoden, um Blumen zu trocknen und jede hat ihre Vor- und Nachteile.

Blumen an der Luft trocknen

Einfach und schonend ist das Trocknen von Blumensträußen an der Luft. Dafür kann man die Blumen entweder einzeln auf eine Schnur fädeln oder den ganzen Strauß aufhängen. Damit die Blumen ihre Form behalten und nicht abknicken, hängt man sie kopfüber auf. Damit die Farben möglichst kräftig bleiben, sollte man die Trockenblumen nicht in die direkte Sonne hängen. Besser geeignet ist ein warmer, trockener und dunkler Ort wie Keller, Dachboden oder Speisekammer.

So trocken Sie einen Blumenstrauß an der Luft:

  1. Den Strauß aus der Vase nehmen und die Blumen einzeln auf einem Tisch ausbreiten, dabei verwelkte Stängel und Blüten aussortieren.
  2. Die nassen Stiele gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen, um die Trocknung zu beschleunigen und der Schimmelbildung vorzubeugen.
  3. Nun bindet man die Blumen am Stiel mit Bindfaden oder mit einem breiten Band zusammen. Wichtig: Nicht zu eng schnüren, damit der Faden nicht in die Stiele einschneidet.
  4. Die Blumen kopfüber halten und den gesamten Strauß gründlich mit Haarspray oder Klarlack einsprühen. Das konserviert die Blüten und Stiele, verlängert die Haltbarkeit und verhindert das Herabrieseln von Blütenstaub oder Blütenblättern.
  5. Nach etwa einer Woche kontrollieren, ob der Bindfaden noch eng genug sitzt und bei Bedarf nachschnüren. Beim Trocknen schrumpfen Stiele und Stängel zusammen und können aus dem Strauß herausrutschen. Die Pflanzen sind getrocknet, wenn er bei leichtem Schütteln leise raschelt.

Dauer der Trocknung: 2 bis 4 Wochen

Tipp: Bindet man einen Blumenstrauß an die Vorhang- oder Gardinenstange, begünstigt und beschleunigt die Zugluft bei geöffnetem Fenster den Trocknungsprozess.

Blumen mit Glycerin trocknen

Deutlich schneller geht die Herstellung von Trockenblumen mithilfe von Glycerin. Dabei handelt es sich um einen Zuckeralkohol, der viel Feuchtigkeit binden kann und in Drogerien oder Apotheken erhältlich ist. Zum Trocknen von Blumensträußen mischt man Glycerin und warmes Wasser im Verhältnis 1:2 in einer Vase.

So trocknen Sie einen Blumenstrauß mit Glycerin:

  1. Den Blumenstrauß aus der Vase nehmen und die Blumen einzeln auf einem Tisch ausbreiten, dabei verwelkte Stängel und Blüten aussortieren.
  2. Die Blumenstiele mit der Gartenschere oder einer scharfen Haushaltsschere um ein bis zwei Zentimeter schräg abschneiden.
  3. Einen Teil Glycerin mit zwei Teilen Warmwasser mischen, in eine Blumenvase füllen und abkühlen lassen.
  4. Die Blumen zu einem Strauß zusammenlegen und in die Vase mit der Glycerin-Wasser-Mischung stellen.
  5. Die Blumen nach fünf bis sieben Tagen aus der Vase nehmen und kopfüber an einem dunklen, trocknen Ort aufhängen. Der Trockenstrauß ist fertig, wenn er bei leichtem Schütteln leise raschelt.

Dauer der Trocknung: 1 bis 2 Wochen

Tipp: Diese Konservierungsmethode eignet sich am besten für Blumen mit dicken Stängeln wie zum Beispiel Rosen oder Hortensien.

Blumen im Ofen trocknen

Die Trocknung im Ofen ist die schnellste Methode, um Blumen zu konservieren, doch sie kostet auch reichlich Energie. Daher sollte man Blumen am besten nur dann im Ofen trocknen, wenn die Zeit drängt.

So trocknen Sie einen Blumenstrauß im Backofen:

  1. Den Blumenstrauß aus der Vase nehmen und die Blumen einzeln auf einem Tisch ausbreiten, dabei verwelkte Stängel und Blüten aussortieren.
  2. Die Stiele mit Küchenpapier trocken tupfen und braun verfärbte oder aufgeweichte Partien abschneiden.
  3. Backpapier auf ein Blech legen, die Blumen darauf ausbreiten und bei 30 bis 40 Grad Ober- und Unterhitze in den Ofen schieben.
  4. Die Blumen ein bis zwei Stunden im Ofen trocknen lassen. Damit die Feuchtigkeit entweichen kann, klemmt man am besten einen Holzlöffel in die Ofentür. Wenn Blüten und Blätter rascheln, sollten sie trocken sein.
  5. Die Temperatur ausschalten, den Ofen öffnen und die Blumen abkühlen lassen.

Dauer der Trocknung: 1 bis 3 Stunden

Tipp: Sprüht man die trockenen Blumen mit Haarspray ein, bleiben sie länger haltbar und schön.

Blumen pressen

Wie die meisten es wahrscheinlich schon als Kind einmal gemacht haben, kann man vor allem einzelne Blumen hervorragend trocknen indem man sie presst. Dafür wickelst du die Blumen einfach in ein Küchentuch oder in Pergamentpapier ein und legst sie anschließend in ein Buch. Dieses Buch sollte dann noch durch ein paar weitere Bücher beschwert werden, damit die Blumen auch wirklich fest gepresst werden. Lass die Blumen einige Wochen lang trocknen, bis sie vollständig flach und trocken sind. Diese Technik ist ideal für Blüten, die Du später in einem Buch oder für DIY-Projekte verwenden möchtest.

Trocknen mit Trockensalz oder Waschpulver

Das Trocknen mit Trockensalz oder Waschpulver ist eine weniger bekannte, aber sehr effektive Methode. Bedecke die Blumen vollständig mit Trockensalz oder Waschpulver in einem luftdichten Behälter. Nach etwa einer Woche sind die Blumen getrocknet und behalten ihre Farben sehr gut. Wichtig: Man sollte bei der Methode unbedingt Handschuhe tragen und geruchfreies Waschmittel verwenden.

Trocknen mit Kieselgel

Kieselgel ist ein weiteres hervorragendes Mittel, um Blumen ohne Farbverlust zu trocknen. Das Gel absorbiert die Feuchtigkeit aus den Blüten, ohne dass sie ihre Form oder Farbe verlieren. Fülle einen luftdichten Behälter mit einer Schicht Kieselgel, lege die Blumen hinein und bedecke sie vollständig mit dem Gel. Nach einigen Tagen sind die Blumen vollständig getrocknet.

Trocknen mit Glycerin

Das Trocknen mit Glycerin ist eine Methode, bei der die Blumen ihre Flexibilität und Farbe besonders gut behalten. Mische eine Lösung aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Glycerin und stelle die Blumen in diese Mischung.

Wann sprüht man Blumen mit Haarspray ein?

Haarspray sollte verwendet werden, sobald die Blumen vollständig getrocknet sind. Mit diesen Tipps und Techniken kannst Du Deine Lieblingsblumen für viele Jahre bewahren und Dir eine wunderschöne Dekoration für Dein Zuhause schaffen.

Welche Blumen eignen sich besonders gut zum Trocknen?

Am besten eignen sich Blumen aus der Familie der Korbblütler, wie zum Beispiel Astern, Margeriten, Chrysanthemen und Gerbera. Korbblütler speichern weniger Feuchtigkeit und sind somit ideal für das Trocknen geeignet. Doch auch andere Blumensorten wie Rosen, Lavendel oder Hortensien eignen sich sehr gut. Blumensorten, die viel Wasser speichern, wie zum Beispiel Tulpen oder auch Lilien, neigen schneller zu Schimmel und sind daher nicht zu empfehlen.

Getrocknete Blumen haltbar machen und lagern

Nachdem Du Deine Blumen erfolgreich getrocknet hast, solltest Du sie richtig lagern, um ihre Schönheit zu bewahren. Lagere die Blumen an einem trockenen, sonnengeschützten Ort, um ein Ausbleichen zu verhindern. Kieselgel-Päckchen als Trockenmittel oder einfach Haarspray kannst du beispielweise verwenden. Beide Produkte helfen dabei, die in den Blumen enthaltene Feuchtigkeit herauszuziehen und die Farbintensität beizubehalten.

Hier ist eine Tabelle mit den verschiedenen Trocknungsmethoden, der Dauer und den geeigneten Blumenarten:

Methode Dauer Geeignete Blumen
Lufttrocknung 2-4 Wochen Rosen, Lavendel
Glycerin 1-2 Wochen Rosen, Hortensien
Backofen 1-3 Stunden Alle Arten
Pressen 3-4 Wochen Flache Blüten
Trockensalz/Waschpulver Ca. 1 Woche Alle Arten
Kieselgel Einige Tage Alle Arten

Welche Blumen eignen sich nicht zum Trocknen?

Einige Blumen eignen sich weniger gut zum Trocknen, da sie ihre Form oder Farbe nicht gut behalten. Dazu gehören:

  • Zarte Blumen wie Gänseblümchen
  • Blumen mit sehr dünnen Blütenblättern, die schnell brüchig werden
  • Blumen, die schnell verblühen

Um die Farben der Blumen zu bewahren, ist es wichtig, sie vor direktem Sonnenlicht zu schützen. Die Trocknungszeit variiert je nach Methode. An der Luft benötigen Blumen in der Regel 2-3 Wochen.

Neben klassischen Gartenblumen eignen sich auch Wildblumen, Gräser und Kräuter einzeln oder zu Sträußen gebunden zum Trocknen. Vielversprechend sind Arten mit Blüten, die von Natur aus relativ wenig Feuchtigkeit enthalten. Zu klassischen Trockenblumen zählen zum Beispiel Strohblumen, Kornblumen, Schleierkraut, Lampionblumen oder Lavendel. Auch die großen Blütenköpfe von Rosen oder Hortensien lassen sich gut trocknen und bereiten lange Freude.

Mit der richtigen Technik und etwas Geduld kannst du die Schönheit deiner Blumen für lange Zeit bewahren. Ob als Dekoration oder als Erinnerung an besondere Momente, getrocknete Blumen sind eine wunderbare Möglichkeit, die Natur in deinem Zuhause zu genießen.

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