Haarausfall: Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und innovative Studien

Haarschwund und Haarausfall sind weit verbreitet: Allein in Deutschland sind schätzungsweise zehn Millionen Männer und viele Frauen von diesem Problem betroffen. Obwohl Haare aus biologischer Sicht nur noch eine rudimentäre Struktur darstellen, da ihre ursprüngliche Bedeutung wie Wärmeisolierung oder Schutz vor Sonneneinstrahlung heutzutage eine untergeordnete Rolle spielt, kommt ihnen in fast allen Kulturen eine große ästhetische Bedeutung zu. "Schöne" Haare zu haben, wird oft mit Gesundheit, Pflege und Attraktivität assoziiert. Daher kann der an sich harmlose Haarausfall für die Selbstwahrnehmung und emotionale Stabilität eine überproportional große Bedeutung haben, was nicht selten zu psychischer Belastung führt.

Es gibt viele Möglichkeiten, Haarausfall zu behandeln, ihn zu stoppen, zu verlangsamen oder sogar neuen Haarwuchs erfolgreich zu stimulieren - bevor zum letzten Mittel, der Haartransplantation, gegriffen werden muss. Haarausfall, sowohl genetisch bedingter (Alopecia androgenetica) als auch krankheitsbedingter, kann behandelt werden.

Führende Forschung und Behandlung von Haarerkrankungen

Das medizinische Zentrum ist führend in der Erforschung und Behandlung von Haarerkrankungen, insbesondere der androgenetischen Alopezie. Diese häufige Form des Haarausfalls betrifft viele Männer weltweit und erfordert spezialisierte Ansätze zur Behandlung.

Androgenetische Alopezie

  • Innovative topische Behandlungen
  • Sicherheits- und Wirksamkeitsstudien

Durch die kontinuierliche Forschung an neuen topischen Lösungen, wie der Clascoteron-Lösung, trägt das Zentrum maßgeblich zur Entwicklung effektiverer Therapien bei, die sowohl die Wirksamkeit als auch die Sicherheit für Patienten verbessern.

Trichologie

Das Zentrum ist spezialisiert auf die Behandlung von Haarausfall bei Frauen, insbesondere bei androgenetischer Alopezie. Eine der aktuellen Studien untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von oralem Minoxidil in Kombination mit topischen Lösungen im Vergleich zu Placebo.

  • Androgenetische Alopezie
  • Orale und topische Behandlungen
  • Frauenfokussierte Studien

Die Forschung in diesem Bereich zielt darauf ab, effektive und sichere Behandlungsoptionen für Frauen mit hormonell bedingtem Haarausfall zu entwickeln.

Behandlungsoptionen

Es gibt verschiedene Behandlungsoptionen, die je nach Ursache und Art des Haarausfalls in Betracht gezogen werden können:

  • Die Behandlung mit natur-identischen Hormonen
  • Die Haarwurzelbehandlung mit Plättchen reichem Plasma PRP (Eigenblutbehandlung)
  • Die Softlaser-Behandlung (Low-Level-Laser) zur Stimulation der Haarwurzel
  • Die Behandlung mit Mikronährstoffen und Eisen
  • Säure - Basen Regulation (Brüchige Haare)
  • Detoxifizierung inkl. Schwermetallausleitung (Toxisch bedingter Haarausfall)
  • Behandlungsoptionen aus der Chinesischen Medizin (TCM)

Moderne Methoden zur Behandlung von Alopecia androgenetica

Zwei moderne Methoden, die speziell auch für Alopecia androgenetica geeignet sind, werden im Folgenden genauer vorgestellt:

Die Haarwurzelbehandlung mit Plättchen reichem Plasma (PRP)

Haarwurzeln benötigen eine optimale Blutversorgung: Eine ausreichende Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen ist Voraussetzung für ein gesundes Haarwachstum. Das bedeutet zum einen, dass die Blutversorgung über die Kapillargefäße an den Haarwurzeln optimal gewährleistet sein sollte. Zudem sind der Gehalt an Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff im Blut sowie die zur Haarwurzel transportierten Vitamine, Proteine und Spurenelemente entscheidend. Das Blut spielt also eine essenzielle Rolle bei der Versorgung der Haarwurzel mit den nötigen Nährstoffen.

Die PRP Haarwurzelbehandlung ist eine Stammzellenbehandlung zum Aufbau der Haarwurzel auf der Basis von Eigenblut. "PRP" steht für "platelet rich plasma" (thrombozytenreiches Blutplasma). Dieses PRP enthält besonders viele Blutplättchen (Thrombozyten), welche wiederum sämtliche biologischen Bausteine sowie verschiedene Wachstumsfaktoren enthalten.

Das thrombozytenreiche Blutplasma (PRP) wird in die vom Haarausfall betroffenen Kopfhautareale mit einer hauchdünnen Nadel eingespritzt. Bei der PRP- Haarwurzelbehandlung wird die Tatsache genutzt, dass die Blutplättchen Wachstumsfaktoren freisetzen und die Bildung neuer Zellen anregen können. Aufgrund dieser Eigenschaft gilt das thrombozytenreiche Blutplasma als eine natürliche Quelle der Zellerneuerung. Die freigesetzten Wachstumsfaktoren regulieren das Zellwachstum: Sie sollen Haarwurzelzellen wiederherstellen und blutgefäßbildende Zellen aktivieren. Beides soll für eine verbesserte Durchblutung der Haarwurzel sorgen und damit die optimale Nährstoffversorgung des Haarbodens gewährleisten.

Die PRP Behandlung sollte einmalig nach sechs Monaten wiederholt werden. Eine Kombinations-Behandlung mit dem Softlaser ist möglich. Bei der Behandlung mit PRP sind keine Nebenwirkungen oder allergische Reaktionen zu erwarten, da es sich dabei um körpereigenes Blutplasma handelt. Die PRP Haarwurzelbehandlung ist geschlechts- und altersunabhängig sehr gut verträglich.

Die Softlaser-Behandlung (Low-Level-Laser)

Volleres und kräftigeres Haar sind das Ziel. Bei der Low-Level-Laser-Behandlung wird die Kopfhaut mit einem speziellen, niedrig-energetischem ("low-level") Laserlicht (auch "Softlaser" genannt) mit Laserlicht der Wellenlänge 655 nm beleuchtet, um auf eine sanfte, schmerz- und nebenwirkungsfreie Art Ihre Kopfhaut und die Haarwurzeln zu behandeln.

Die Behandlungsdauer mit dem Softlaser beträgt pro Sitzung ca. 30 Minuten. Es sind über 6 bis 12 Wochen wöchentlich 2 Behandlungen durchzuführen. (In Ausnahmefällen sind eventuell auch bis zu 24 Wochen notwendig). Voraussetzung für die Behandlung per Softlaser ist, dass das Laserlicht die Kopfhaut durchdringen kann. Ferner sollte der Therapie eine medizinische Untersuchung vorausgehen.

Es kann ausschließlich erblich bedingter Haarausfall behandelt werden. Wir halten die Low-Level-Laser-Behandlung aufgrund der positiven Erfahrungen für sehr sinnvoll - auch wenn es dafür derzeit keine gesicherte Studienlage gibt.

Behandlung mit Chinesischer Medizin (TCM)

Bei Haarausfall bietet die Alte Chinesische Medizin vielfältige und wirkungsvolle Akupunktur- und Pflanzenrezepturen zur Behandlung und Harmonisierung der Gleichgewichte im Körper. Nach intensiver Diagnostik schulmedizinischer und naturheilkundlicher Ursachen des Haarausfalls wie z.B. hormonellen Störungen, Stress, Schwermetallbelastung, Schilddrüsenunter- oder -überfunktion, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Pilz/Candida-Befall bieten die alten chinesischen Pflanzenrezepturen nach individueller Puls- und Zungendiagnostik weiterführende Möglichkeiten zur Beseitigung des Haarausfalls. Häufige Ursachen aus chinesischer Sicht sind z.B. Mangelzustände des Nierenfunktionsfunktionskreises mit der Folge, dass die Haarwurzel ihre Festigkeit verliert oder ein Blutmangel der Leber, was wiederum zu einer Unterversorgung der Haarwurzel führen kann. Diese Mangelzustände können mit den Pflanzenrezepturen hervorragend unterstützt und ausgeglichen werden. Natürlich kann eine solche chinesische Pflanzenbehandlung auch begleitend oder anstelle von anderen Therapieverfahren angewendet werden.

Hormonelle Behandlung

Die verschiedenen Formen des Haarausfalls können durch Ihre körpereigenen hormonelle Konstitution verursacht sein bzw. getriggert werden. Lokal aufgebrachte oder systemisch eingenommene natur-identische Hormone wie z.B. Testosteron oder natürliche Aromatase - oder 5-Alpha-Reduktasehemmer bei erhöhter Dihydrotestosteronbildung (DHT) können die Ergebnisse aller Behandlungsformen inklusive extern durchgeführter Haartransplantation verbessern.

Haartransplantation

Die modernste Methode der Haartransplantation ist die Follicular Unit Extraction Hairtransplantation = FUE. Dabei wird im Gegensatz zur herkömmlichen Haarverpflanzung FUT (Follicular Unit Transplantation ) kein größerer Hautstreifen mit Haarwurzeln, sondern jeweils ein einzelnes Haar einzeln mit einer feinen Hohlnadel aus dem Haarkranz entnommen. Diese Methode ermöglicht es uns, auch Körperhaar zu verpflanzen. Bei dieser Methode entstehen so gut wie keine Spuren bzw. Narben. Man bezeichnet FUE somit als "narbenfreie Technik". Bereits bei 1mm langem Haar sind keine Spuren der Entnahme mehr sichtbar und ein weiterer Vorteil der FUE- Transplantation ist somit, dass die Haare später sehr kurz getragen werden können, ohne dass die Eigenhaartransplantation gesehen bzw.

Neben der Erforschung von Haarerkrankungen widmet sich das medizinische Zentrum auch der Erforschung von Hauterkrankungen und Autoimmunerkrankungen.

Atopische Dermatitis

  • Innovative Therapien
  • Patientenorientierte Forschung

Die laufenden Studien konzentrieren sich auf die Wirksamkeit von amlitelimab als Monotherapie im Vergleich zu Placebo bei Patienten ab 12 Jahren mit moderater bis schwerer atopischer Dermatitis. Durch die Erforschung neuer Behandlungsansätze trägt das Zentrum zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit chronischen Hauterkrankungen bei.

Autoimmunerkrankungen

  • Moderate bis schwere Plaque-Psoriasis
  • Alopecia areata
  • Innovative Immuntherapien

Eine bedeutende Studie untersucht die Wirksamkeit von JNJ-77242113 bei Patienten mit moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis im Vergleich zu Placebo. Durch die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze trägt das Zentrum zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit Autoimmunerkrankungen bei.

Wie ist der Ablauf der PRP Behandlung bei HAIR & SKIN?

tags: #bioskin #haarausfall #studie

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