Beule über der Augenbraue nach Sturz: Ursachen und Behandlung

Ein Sturz auf den Kopf kann vielfältige Verletzungen verursachen, von einer einfachen Beule und Gehirnerschütterung bis hin zu einem Schädel-Hirn-Trauma oder sogar einer Hirnblutung. Es ist wichtig, die Symptome zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Ursachen und Symptome

Schnell ist es passiert: Ob im Straßenverkehr, auf dem Schulhof oder beim Sport, der Kopf erhält einen Stoß und prallt gegen einen harten Untergrund. Im geringsten Fall entsteht eine kleine Kopfverletzung wie eine Beule, ein Bluterguss (Hämatom) oder eine Schnittwunde. Bei einer Platzwunde am Kopf reißt die Haut oberflächlich auf und blutet stark.

Durch die Wucht des Aufpralls kann es neben einem Schleudertrauma auch zu einer Schädelprellung kommen. Sehr häufig nach einem Sturz auf den Kopf ist die Gehirnerschütterung (Commotio cerebri). Sie ist die leichteste Form eines Schädel-Hirn-Traumas. Dabei kann es zu Verletzungen des Schädelknochens oder der Hirnhäute kommen. Werden Gefäße verletzt, kann der Sturz auf den Kopf auch eine Hirnblutung zur Folge haben.

Gefährliche Symptome

Es ist für Laien oft schwer zu unterscheiden, ob es sich nur um eine harmlose Beule oder eine schwerwiegendere Verletzung handelt. Achten Sie auf folgende Symptome:

  • Bewusstlosigkeit, Ohnmacht
  • Austritt von Blut oder Flüssigkeit aus Mund, Nase oder Ohr
  • Schwindel
  • Lähmungserscheinungen
  • plötzliche Taubheit

Auch wenn eine Kopfverletzung harmlos erscheint und nur leichte Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel auftreten, sollte man sich nach dem Unfall untersuchen lassen. Nur so lassen sich Blutungen ausschließen, die als Folge auch später auftreten können.

Erste Hilfe bei Kopfverletzungen

Für die Erste Hilfe bei Kopfverletzungen gilt: Ruhe bewahren.

  1. Die verletzte Person ansprechen und prüfen, ob sie bei Bewusstsein ist.
  2. Ist die verletzte Person bei Bewusstsein: In Rückenlage mit erhöhtem Kopfende bringen (Decke oder Jacke unter Kopf beziehungsweise Oberkörper legen), um den Hirndruck zu senken.
  3. Bis der Rettungswagen eintrifft: Bei der verletzten Person bleiben und mit ihr sprechen (auch um Veränderungen in der Aussprache, Augenbewegungen und anderem zu erkennen).

Wie schwer eine Kopfverletzung ist, lässt sich anhand äußerer Symptome nicht einfach beurteilen. Die Grenze zwischen einer Gehirnerschütterung und einem schwereren Schädel-Hirn-Trauma ist unscharf. Bei jedem Sturz auf den Kopf besteht die Gefahr eines schweren Schädel-Hirn-Traumas mit Verletzungen von Hirnarealen oder sogar einer Hirnblutung.

Schädelbasisbruch

Als Schädelbasisbruch wird eine Verletzung von einem der Schädelknochen bezeichnet, auf denen das Gehirn aufliegt. Ein Bruch der Schädelbasis kann schwerwiegende Folgen haben, da Nerven, Gefäße und die Hirnhäute verletzt werden können. Es handelt sich daher um einen medizinischen Notfall, der unverzüglich zu behandeln ist.

Ein Schädelbasisbruch entsteht durch massive stumpfe Gewalteinwirkung auf den Schädel. Häufig tritt daher ein Schädelbasisbruch nach einem Sturz aus großer Höhe oder durch einen Verkehrsunfall mit hoher Geschwindigkeit auf (Hochrasanztrauma).

Ein typisches Symptom sind die sogenannten Monokel- oder Brillenhämatome. Blutungen aus dem Mund, der Nase oder den Ohren können ebenso auftreten wie ein Austritt von Gehirnflüssigkeit (Liquor).

Diagnose und Behandlung

Beim Schädelbasisbruch handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der unverzüglich einer notärztlichen Behandlung bedarf. Anschließend erfolgt die weitere Abklärung in einem Krankenhaus.

Die Behandlung bei einer Fraktur der Schädelbasis zielt darauf ab, Folgeschäden zu vermeiden. In der Regel reicht eine konservative Behandlung aus, es ist also nicht zwingend eine Operation notwendig. Bei einer Verletzung der Hirnhäute ist jedoch eine OP angezeigt, um das Risiko einer Hirnhautentzündung oder eines Abszesses zu verringern. Ergänzend dazu erfolgt eine prophylaktische Therapie mit Antibiotika.

Kopf gestoßen! GEHIRNERSCHÜTTERUNG? TIPPS zur BEHANDLUNG & VORBEUGUNG eines Schädel-Hirn-Traumas

Behandlung von Platzwunden und Beulen

Zunächst sollte die Blutung gestoppt werden, wobei das Anlegen eines Druckverbands nötig sein kann. Wunden mit auseinanderklaffenden Wundrändern oder einer Länge über 1 cm sollten unbedingt ärztlich in der Praxis oder im Krankenhaus versorgt werden. Auch wenn die Blutung anhält, starke Schmerzen auftreten oder die letzte Tetanus-Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt, sollte eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für stark verschmutzte Wunden, die dadurch einer besonders hohen Infektionsgefahr ausgesetzt sind.

Weil die Wundränder bei Platzwunden in den meisten Fällen auseinanderklaffen, werden diese Wunden häufig geklebt, geklammert oder genäht. Die konkrete Maßnahme hängt von der Stelle und Größe der Wunde ab. Auch das kosmetische Ergebnis kann eine Rolle spielen. So werden z.B. für Verletzungen im Gesicht möglichst unauffällige Methoden gewählt, um die Narbenbildung so gering wie möglich zu halten.

In allen Fällen werden die Wunden gereinigt und die Wundränder so gut es geht aneinandergelegt, um die Wundoberfläche möglichst klein zu halten. Die Wunde kann dann mit einem Pflaster zusätzlich geschützt und abgedeckt werden.

Wann sollten Salben auf Platzwunden verwendet werden?

Frische Wunden sollten nicht mit Salben behandelt werden, um die Wundreinigung und Versorgung nicht negativ zu beeinflussen. Salben würden die Wunde verschließen und dadurch den Abfluss von Exsudat behindern. Verschlossene Wunden können mit einer Wundheilcreme behandelt werden.

Umgang mit Wasserkontakt

Die versorgte Wunde sollte ca. eine Woche keinen Wasserkontakt haben. Je nach Körperstelle kann aber ein wasserdichtes Pflaster (Duschpflaster) zum Schutz vor Wasser, z.B. beim Duschen, angebracht werden.

Platzwunde kleben und nähen

Wurde die Wunde geklebt, löst sich der Kleber nach einigen Tagen eigenständig auf. Es ist nicht nötig, diesen eigenständig zu entfernen.

Wunden werden in der Regel bis zu sechs Stunden nach der Verletzung genäht. Danach werden die Wunden häufig offen gelassen, da das Infektionsrisiko sonst zu stark ansteigt. Dies hängt jedoch von der jeweiligen Wunde ab und wird von der Ärztin oder dem Arzt im Einzelfall entscheiden.

Beulen

Beulen entstehen häufig zusammen mit einer Platzwunde. Diese sind Schwellungen des Gewebes durch Flüssigkeitsansammlungen. Meistens hilft Kühlen, damit die Beule nach wenigen Tagen wieder abklingt.

Zur direkten Desinfektion einer Wunde kann Betaisodona verwendet werden. Besser sind allerdings farblose Desinfektionssprays, da diese auch eine bessere Gewebeverträglichkeit haben als Jodprodukte.

Zinksalbe sollte nicht auf eine akute Platzwunde aufgebracht werden.

Verhärtetes Hämatom

Hämatome kommen immer dann zustande, wenn es durch irgendeinen Grund zu einer Verletzung der Blutgefäße hinter der Hautbarriere kommt. Bei kleineren Einblutungen kommt es in der Regel durch das Blutgerinnungssystem zu einem Stopp der Blutung.

Größere Einblutungen und besonders ein innenliegender Bluterguss jedoch führen sehr häufig dazu, dass es zu einer Verkapselung der Einblutung kommt. Dies geschieht durch die Bildung einer blasenartigen Wand, die sich um das Hämatom herumlegt. Diese Hülle gewährleistet, dass sich das Blut nicht weiter ausbreitet.

Symptome eines verkapselten Hämatoms

Das eigentlich Hämatom macht in der Regel erst einmal keine Beschwerden. Es sind viel mehr die damit verbundenen Raumforderung und auch die Kompression von Nerven die in enger Umgebung des Hämatoms liegen. Der Patient kann ein verkapseltes Hämatom meistens als derbe, feste Struktur tasten, die nicht schmerzhaft ist und nicht weggedrückt werden kann.

Die Schwellung (blauer Fleck mit Knubbel unter der Haut), die durch ein verkapseltes Hämatom ausgelöst wird sorgt wiederum für einen Spannungsschmerz vor allem in räumlich sehr begrenzten Regionen. Neben den verursachten Schmerzen können auch die beengten Platzgegebenheiten zu deutlichen Bewegungsbeeinträchtigungen führen.

Verkapselte Hämatome können sich unter Umständen auch entzünden. Muskelschmerzen begleiten dann eine verkapselte Hämatombildung wenn das Hämatom eine entsprechende Größe erreicht hat und auch einen entsprechenden Druckerzeugt oder esan entsprechenden Stellen im Körper sitzt, in dessen Umgebung sensible Nervenbahnen vorbeiführen, die bei KompressionSchmerzen auslösen.

Diagnose und Therapie

Die Diagnose von verhärteten Hämatomen wird meistens klinisch und zwar durch das Betasten der entsprechenden Region gestellt. Im Anschluss folgt die körperlichen Untersuchung, die auch noch durch eine Bildgebung unterstützt werden kann.

Der Ultraschall eignet sich sehr gut, um verkapselte und verhärtete Hämatome festzustellen und zu beweisen. Eine MRT Untersuchung würde man bei einem verhärteten Hämatom dann durchführen, wenn der Ultraschall nicht ausgereicht hat, um Ausbreitung des Hämatoms und auch Folgen sowie auch Verletzungen, die durch das Hämatom entstanden sind, nachzuweisen.

Zunächst ist es wichtig, das betroffene Gebiet regelmäßig zu kühlen, damit die Schwellung zurückgeht. Anschließend fördern moderate Wärmeanwendungen, zum Beispiel in Form von warmen Kompressen oder vorsichtigen Bädern, den Abtransport der verbleibenden Blutreste.

Ein elastischer Verband unterstützt die lokale Druckausübung und verbessert die venöse und lymphatische Zirkulation. Sie sollten sanfte Übungen unter Anleitung unserer Lumedis-Sportwissenschaftler absolvieren, um das verhärtete Gewebe aufzulockern und die umliegende Muskulatur zu stärken.

Zysten am Auge

Zysten sind gutartige, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellungen (Tumore). In der Regel sind Augenzysten ungefährlich. Je nachdem wie groß sie sind und wo sie sich befinden, können sie jedoch unterschiedliche Beschwerden hervorrufen, wie zum Beispiel ein unangenehmes Fremdkörpergefühl. Während kleine Zysten meist ohne Symptome bleiben, können sehr große Zysten beispielsweise den Lidschluss stören, was zu trockenen Augen führt. Auch Hängelider können Folge einer Zyste am Auge sein.

Aus medizinischer Perspektive sind Zysten am Auge meist ungefährlich. Je nachdem wie groß sie sind und wo sie sich befinden, können sie jedoch unterschiedliche Beschwerden hervorrufen und die Behandlung bzw. Entfernung erforderlich machen. Wichtig ist eine präzise Diagnostik, um bösartige Tumore auszuschließen.

Die Therapie hängt davon ab, wie schwer das Schädel-Hirn-Trauma ist. Je früher sie beginnt, desto besser ist die Prognose.

Behandlung im Krankenhaus

Bei Gehirnblutungen und Schädelbrüchen ist häufig eine Operation notwendig. Betroffene mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma befinden sich in der akuten Phase im Koma, damit sich das Gehirn besser erholen kann. Im Krankenhaus werden sie intensiv überwacht.

Bei Anzeichen auf eine Gehirnerschütterung sollten sich Betroffene in einer Rettungsstelle vorstellen. Dort wird entschieden, ob weitere Untersuchungen und eine anschließende Behandlung notwendig sind.

Nach einem Schädel-Hirn-Trauma kann es zum Beispiel zeitversetzt zu einer Blutung zwischen der harten Hirnhaut und dem Schädelknochen (epidurales Hämatom) oder zwischen der harten Hirnhaut und dem Gehirn (subdurales Hämatom) kommen.

Bei Blutungen ist es wichtig, das Gehirn von dem erhöhten Druck zu entlasten, die Blutung schnell zu entfernen, da diese auf das empfindliche Gehirn drückt und die Situation schnell lebensbedrohlich wird. Die Druckentlastung erfolgt in der Regel über die chirurgische Öffnung des Schädelknochens, das oft schon geronnene Blut wird entfernt und bei epiduralen Hämatomen die blutende Arterie verschlossen.

Bei schweren Schädel-Hirn-Traumen kommt es zudem zu einem Anschwellen des Gehirns. Um den Sauerstoffverbrauch des Gehirns zu reduzieren, werden die Betroffenen in Narkose versetzt und kontrolliert beatmet. Zur Drucksenkung wird der Oberkörper leicht hochgelagert und ein ausreichend hoher Blutdruck auf der Intensivstation sichergestellt. Bei einer schweren Schwellung erfolgt möglicherweise eine großflächige Entfernung des Schädelknochens, um dem geschwollenen Gehirn mehr Platz zu verschaffen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Problemen sollten Sie immer einen Arzt oder qualifizierten Gesundheitsdienstleister konsultieren.

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