BetaGalen Lösung bei Haarausfall: Anwendung und wichtige Informationen

BetaGalen Lösung ist ein Dermatikum, das ein Corticosteroid (Nebennierenrindenhormon) enthält. Es wird zur Behandlung von entzündlichen Hauterkrankungen angewendet, die sich durch Rötung, Bläschen, Juckreiz und Schuppung manifestieren können.

Das Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und darf nur auf ärztliche Anweisung angewendet werden. Die Anwendungsgebiete des Arzneimittels leiten sich üblicherweise von der Zugehörigkeit zu den Wirkstoffgruppen ab. Daher lesen Sie bitte die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie dazu Fragen haben.

Was ist BetaGalen Lösung?

BetaGalen Lösung enthält den Wirkstoff Betamethason. Betamethason wird bei allergischen Erkrankungen wie Nesselsucht oder Atemwegserkrankungen (auch mit Verschleimung) wie allergischem Schnupfen und Asthma eingesetzt. Außerdem findet es Anwendung bei vielen entzündlichen Hauterkrankungen, etwa Ekzemen, Neurodermitis und Schuppenflechte. Betamethason vermindert dabei entzündliche Reaktionen und lindert Juckreiz sowie Schmerzen. Den gleichen Effekt hat der Wirkstoff bei Sonnenbrand und Insektenstichen.

Bei BetaGalen handelt es sich um ein Steroid zur Behandlung von Ekzemen und Schuppenflechte, das in Form einer Creme, Salbe, Lotion oder Anwendung auf der Kopfhaut nur mit ärztlicher Verschreibung erhältlich ist. Seit 1963 hilft das Medikament Millionen von Menschen dabei, ihre Hautprobleme wirksam zu behandeln. BetaGalen wird direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen.

Der Wirkstoff Betamethasonvalerat ist ein starkes Steroid, das direkt auf die betroffene Stelle wirkt, um Symptome der entzündliche Hauterkrankung schnell zu lindern. Entzündungen werden weniger, indem die Freisetzung von Chemikalien blockiert wird, die Rötungen, Schwellungen und Reizungen hervorrufen. Das Immunsystem des Körpers wird beruhigt, das bei Menschen mit Hautproblemen oft überaktiv ist. So kommt es zu weniger Juckreiz und folglich weniger Kratzen. Hautzellen vermehren sich langsamer.

BetaGalen ist sehr wirksam zur Behandlung von verschiedenen Hauterkrankungen wie Ekzemen, Schuppenflechte und Dermatitis. Die einfach anzuwendende topische Formulierung wirkt genau dort, wo sie benötigt wird.

Anwendung von BetaGalen Lösung

Dosierung

Die empfohlene Dosis beträgt: Die Lösung wird zweimal täglich auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen. Die Anwendung auf großen Hautflächen sollte täglich 25 g Lösung nicht überschreiten, der Anteil der behandelten Körperoberfläche sollte nicht größer als 20% der Gesamtkörperoberfläche sein.

Es kommt auf den Körperteil an, an dem Sie BetaGalen anwenden wollen, wie viel Sie verwenden müssen. Wenn Sie das Arzneimittel zum Beispiel zweimal täglich verwenden, können Sie es einmal morgens und einmal abends auftragen. Falls Sie mal vergessen, das Medikament aufzutragen, sollten Sie es nachholen, sobald Sie sich daran erinnern.

BetaGalen beginnt für gewöhnlich innerhalb von wenigen Tagen, Entzündungen und Juckreiz zu lindern. Bei vielen tritt innerhalb von 2 Wochen eine deutliche Verbesserung auf. Die maximale Behandlungsdauer darf 4 Wochen betragen.

Dauer der Anwendung

Die Dauer der externen Anwendung hat sich nach der Art der Erkrankung und dem Behandlungserfolg zu richten. Sie sollte üblicherweise 3 Wochen nicht überschreiten. Eine länger dauernde Anwendung hat unter regelmäßiger z. B. 14-täglicher ärztlicher Kontrolle stattzufinden. Nicht vorgenommen werden sollten Langzeit- Ganzkörperanwendungen.

Damit bei der örtlichen Behandlung umschriebener Körperstellen kein Gewöhnungseffekt auftritt, wird normalerweise kurmäßig zwischen wirkstoffhaltigen und Pflegepräparaten gewechselt.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

  • Minimieren Sie die Sonneneinstrahlung an den behandelten Bereichen.
  • Decken Sie den behandelten Bereich nicht mit engen Verbänden ab, es sei denn, Ihr Arzt hat dies ausdrücklich empfohlen. Eine Abdeckung kann die Wirkstoffaufnahme erhöhen und somit das Risiko von Nebenwirkungen steigern.
  • Vermeiden Sie die Anwendung von Betamethason auf empfindlichen Stellen wie Gesicht, Leistengegend oder Achselhöhlen, es sei denn, es wurde ärztlich verordnet, da dies zu einer Ausdünnung der Haut führen kann.

Wichtig: Wenn Sie zu viel auftragen oder BetaGalen in irgendeiner Form versehentlich verschlucken, kann Sie dies krank machen.

Seborrhoisches Ekzem - Ursachen, Symptome und Behandlung | dermanostic Hautlexikon

Wann darf BetaGalen Lösung nicht angewendet werden?

Das Arzneimitel darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen Betamethasonvalerat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
  • sowie beiAkne
  • Mykosen (Pilzbefall)
  • bakteriell und viral bedingten Hauterkrankungen
  • Impfreaktionen
  • Rosacea
  • rosaceaartiger (perioraler) Dermatitis (Hautentzündungen in Mundnähe)
  • Pruritus anogenitalis (Juckreiz am After und am Genitale)
  • sowieam Auge.

Bei Erkrankungen, die mit einer Störung der hypophysär-hypothalamischen Regulation (z. B. Cushing-Syndrom) einhergehen, sollte eine Behandlung mit Corticosteroiden unterbleiben.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.

  • Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
  • Die Anwendung im Gesicht, in Achselhöhle, Leiste und Genitalbereich sollte nur ausnahmsweise und auf wenige Tage begrenzt nach ärztlicher Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses erfolgen.
  • Die Lösung ist bei Kindern nicht angezeigt.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind Nebenwirkungen selten. Nicht auszuschließen, insbesondere bei einer Anwendung über zwei Wochen, unter luftdichten Verbänden oder in Hautfalten sind jedoch deutliches Dünnerwerden der Haut, Dehnungsstreifen, Teleangiektasien (Erweiterung und Vermehrung kleiner oberflächlicher Hautgefäße), akneähnliche Erscheinungen, Haarwurzelentzündung, vermehrte Behaarung, Pigmentverminderung, rosaceaartige (periorale) Dermatitis und die Begünstigung von Sekundärinfektionen.

Die BetaGalen-Nebenwirkungen sind meist leicht und sollten innerhalb weniger Tage nach der Anwendung verschwinden. Es ist unwahrscheinlich, dass eine kurzfristige Anwendung schwere Nebenwirkungen verursacht.

Häufige Nebenwirkungen:

  • Augenbrennen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen wie Brennen, Juckreiz, Reizungen

Seltene Nebenwirkungen:

  • Augapfelhervortretung
  • Haarbalgentzündungen
  • Hautpigmentierungsabnahme
  • Wundheilungsverzögerung
  • allergische Hautreaktionen
  • Kontaktallergie

Vereinzelte Nebenwirkungen:

  • Blindheit (bei unsachgemäßer Anwendung im Auge)

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:

  • Gewebswassereinlagerungen (Ödeme)
  • Störungen des Säure-Basen-Haushalts
  • Kalziumverlust
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzmuskelschwäche (bei erhöhtem Risiko hierzu)
  • Muskelschmerzen
  • Muskelerkrankung
  • Muskelschwund
  • Verstärkung der Beschwerden bei der Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis
  • Wirbelbrüche
  • Knochenbrüche
  • Sehnenrisse
  • Magengeschwüre
  • Darmgeschwüre
  • Magenblutungen
  • Darmblutungen
  • Magendurchbruch
  • Darmdurchbruch
  • geschwürartige Speiseröhrenentzündung
  • Magenerweiterung
  • Schluckauf
  • Bronchialschleimverdickung
  • Hautrückbildungen
  • entzündliche Gesichtsrötung
  • Gesichtsschwellung
  • vermindertes Ansprechen auf Hauttests
  • Schwitzzunahme
  • Nesselsucht
  • Hautschwellung
  • Schleimhautschwellung
  • Sehstörungen
  • Augeninnendruckerhöhung
  • grüner Star
  • Sehnervschädigung (besonders bei Kindern)
  • grauer Star (Katarakt)
  • Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • negative Stickstoffbilanz infolge einer Eiweißstoffwechselstörung
  • Gewichtszunahme
  • Vollmondgesicht
  • Stammfettsucht
  • Cushing-Syndrom
  • Nebennierenunterfunktion
  • Hirnanhangdrüsenunterfunktion
  • Insulinbedarfserhöhung (bei Zuckerkrankheit); Hirndrucksteigerung mit Krämpfen, Kopfschmerzen, Schwindel, Koordinationsstörungen; Mundtrockenheit, Taubheitsgefühle, allergische Reaktion, Überempfindlichkeitsreaktionen, schockähnliche Reaktionen, Infektionsverschleierung, Schlafstörungen, Befindlichkeitsstörungen, Schläfrigkeit, Verwirrung, Persönlichkeitsveränderungen, Depression, Psychosen, veränderte Beweglichkeit und Anzahl der Spermien, Blutbildveränderungen, Wachstumsverzögerung des Fötus während der Schwangerschaft sowie bei Kindern, Hautstreifenbildung, Hautgefäßerweiterung, Steroidakne, periorale Dermatitis, Körperbehaarungszunahme, Hautveränderungen, Schleiersehen, Osteoporose, Knochenabsterben, Gereiztheit, Euphorie, Augenhornhautzerreißung, Augenlederhautzerreißung, punktförmige Blutungen, Magenbeschwerden, Zuckerkrankheit, Kaliumausscheidungszunahme, Natriumzurückhaltung; Sexualhormonabgabestörung mit männlicher Behaarung bei Frauen, Impotenz, Ausbleiben der Regelblutung; Bluthochdruck, Thromboserisikoerhöhung, Gefäßentzündungen, Infektionsrisikoerhöhung, Symptomverschlimmerung, Körperuntersäuerung, Hauterweichung, Hauttrockenheit, Hautirritationen, verminderte Gewichtszunahme bei Kindern, Blutdruckabfall, Frieselausschlag, Gefäßschwellungen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Einige Medikamente können die Wirkungsweise von BetaGalen beeinflussen oder das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen:

  • HIV-Medikamente
  • Antimykotische Medikamente
  • Andere Steroid-Behandlungen

Bei gleichzeitiger Gabe von Herzglykosiden (Wirkstoffe gegen Herzmuskelschwäche) kann Betamethason deren Wirkung verstärken. Antidiabetika (Wirkstoffe gegen Zuckerkrankheit) werden dagegen durch Betamethason in ihrer Wirkung abgeschwächt. Hemmstoffe der Blutgerinnung (Antikoagulanzien) können durch Betamethason in ihrer Wirkung ebenfalls abgeschwächt werden. Gleiches gilt für das Wachstumshormon Somatropin. Protirelin (zur Diagnostik, beispielsweise von Schilddrüsenerkrankungen, eingesetzter Wirkstoff) wird ebenso durch Betamethason in seiner Wirkung geschwächt. Das gilt auch für Wirkstoffe gegen Bakterien (Antibiotika).

Antiepileptika wie Phenytoin, Phenobarbital und Primidon sowie Barbiturate (Wirkstoffe zur Narkose und gegen Krampfanfälle) vermindern die Betamethasonwirkung. Gleiches gilt für Ephedrin (zur Blutdruckerhöhung). Auch der Wirkstoff gegen Tuberkulose Rifampicin kann seinerseits die Wirkung von Betamethason abschwächen.

Weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) können die Wirkung von Betamethason verstärken.

Entwässerungsmittel wie Saluretika und Schleifendiuretika können die Kaliumausscheidung zusätzlich erhöhen. Ferner kann das Mittel gegen Pilzerkrankungen Amphotericin B die Kaliumausscheidung ebenfalls erhöhen. Das Risiko für das Auftreten von Nebenwirkungen wird dadurch erhöht.

Nichtsteroidale Antirheumatika (Gruppe von Schmerzmitteln), saure Schmerzmittel (Salicylate) und Antiphlogistika (Gruppe von entzündungshemmenden Schmerzmitteln) erhöhen die Gefahr von Blutungen und Entstehung von Geschwüren im Magen und Darm. Gleiches gilt für den gleichzeitigen Konsum von Alkohol. Ferner erhöhen ACE-Hemmer (Blutdrucksenker) das Risiko für Blutbildveränderungen. Die Malariamittel Chloroquin, Hydroxychloroquin und Mefloquin erhöhen das Risiko des Auftretens von entzündlichen Muskelerkrankungen und Herzmuskelerkrankungen. Das Zytostatikum Ciclosporin kann in seinem Nebenwirkungsrisiko verstärkt werden.

Anticholinergika wie Atropin können den Augeninnendruck zusätzlich erhöhen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

In der ersten Hälfte der Schwangerschaft sollte die Anwendung von Corticoiden vermieden werden. Während der Schwangerschaft soll eine langfristige lokale Anwendung nur auf Anraten des Arztes erfolgen. Die bisherigen Erfahrungen mit der Anwendung von Glucocorticoiden beim Menschen haben keinen Verdacht auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko ergeben.

Betamethason geht in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollte die Indikation in der Stillzeit streng gestellt werden. Sind aus Krankheitsgründen höhere Dosen erforderlich, sollte abgestillt werden.

Weitere wichtige Hinweise

  • BetaGalen ist entflammbar. Vermeiden Sie die Anwendung in der Nähe von offenem Feuer oder Wärmequellen wie Zigaretten.
  • Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

BetaGalen Lösung ist in folgenden Packungsgrößen erhältlich:

Packungsgröße Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Gramm Lösung)
30 Gramm Lösung 1 Milligramm Betamethason
60 Gramm Lösung 1 Milligramm Betamethason
100 Gramm Lösung 1 Milligramm Betamethason

Hinweis: Die Wirkung dieses Medikaments kann bei verschiedenen Menschen unterschiedlich sein. Nicht jeder Mensch kann dieses Arzneimittel verwenden. Hierbei handelt es sich um ein rezeptpflichtiges Medikament. Bitte teilen Sie unserem ärztlichen Team Ihren Gesundheitszustand während der Online-Beratung bekannt. Zur richtigen Anwendung müssen Sie die Empfehlungen unseres medizinischen Teams befolgen.

tags: #betagalen #lösung #haarausfall #anwendung

Populäre Artikel:

Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen