Conditioner, auch Haarspülungen genannt, versprechen geschmeidiges, glänzendes und gesundes Haar. Im Gegensatz zu Haarkuren wirken Spülungen an der Oberfläche des Haares und helfen, die nach dem Shampoonieren geöffnete Schuppenschicht wieder zu schließen sowie den pH-Wert zu regulieren. Kaputtes Haar gesund pflegen können Conditioner zwar nicht, aber als fester Bestandteil der Hair-Care-Routine machen sie die Haare langfristig widerstandsfähiger und weniger anfällig für Spliss und Haarbruch.
Ein guter Conditioner kann feinem Haar mehr Volumen und Glanz verleihen.
Ein Conditioner ist ein Haarpflegeprodukt, das nach dem Shampoonieren verwendet wird. Er dient dazu, das Haar zu pflegen, zu entwirren, Feuchtigkeit zu spenden und es geschmeidig zu machen.
Shampoos befreien das Haar von Staub, Talg und Rückständen von Stylingprodukten. Während des Einschäumens rauen die waschaktiven Substanzen die äußere Schuppensicht der Haare auf. Diese Cuticula schützt das Haarinnere, reagiert allerdings sensibel auf mechanische Belastung/Reibung und äußere Einflüsse wie Hitze, anionische Tenside und einen hohen pH-Wert oder auch chemische Behandlungen.
Das Öffnen der Schuppenschicht ist nötig, damit das Shampoo effektiv arbeiten und Verschmutzungen beseitigen kann. Conditioner schließt sie wieder. Dazu enthalten Conditioner Säuren, die den pH-Wert ausgleichen, sowie kationische Stoffe und Pflegezusätze, die sich an die geöffnete Schuppenschicht anlagern, eine Schutzschicht bilden und die Struktur glätten. Die Folge: Das Haar ist leichter kämmbar. Diese Versiegelung ist nicht permanent und wird bei der nächsten Wäsche wieder abgespült. Deshalb ist es sinnvoll, regelmäßig Conditioner zu benutzen.
Die Klassiker unter den Haarspülungen sind Rinse-Out-Conditioner. Man trägt sie als letzten Step nach dem Waschen direkt unter der Dusche auf und spült sie anschließend gründlich aus. Daneben gibt es zeitsparende Leave-in-Produkte zum Aufsprühen, als Creme oder Fluid, die im handtuchtrockene Haar verteilt und nicht ausgespült werden.
Ein Leave-in-Conditioner ist die zugleich unkomplizierteste wie wertvollste Ergänzung in unserer Haarpflege-Routine. Er ist nicht nur blitzschnell in die Haare eingearbeitet - da er nicht ausgespült werden muss, fällt auch die nervige Einwirkzeit weg. Und: Die besten Leave-in-Conditioner sind wahre Pflege-Booster für genährtes, glänzendes Haar.
Die meisten Leave-in-Conditioner enthalten Feuchtigkeitsspender, Öle, Proteine und andere Nährstoffe, die das Haar pflegen und schützen sollen. Es gibt sie in verschiedenen Texturen - als Fluid, Creme oder Spray. Eine Leave-in-Creme ist in der Regel reichhaltiger als ein Spray, während ein Leave-in-Fluid leichter in der Textur ist und schnell einzieht.
Leave-in-Conditioner sind ideal für die schnelle und unkomplizierte Haarpflege.
Damit Conditioner ihren Job erfüllen können, enthalten die meisten Produkte ähnliche Komponenten. Besonders wichtig: kationische Tenside. Beim Haarewaschen benutzen wir Shampoos mit negativ geladenen waschaktiven Substanzen. Conditioner enthalten das Gegenstück, also positiv geladene Substanzen, die von der negativ geladenen Haaroberfläche geradezu magisch angezogen werden. Dort lagern sie sich an den besonders geschädigten Stellen an, glätten die Struktur und neutralisieren die statische Aufladung.
Um den aus dem Gleichgewicht geratenen pH-Wert zu regulieren, enthalten die meisten Conditioner Säuren. Gleichzeitig versorgen hydratisierende Pflegestoffe, beispielsweise Glycerin, Panthenol, Aloe Vera oder Hyaloronsäure, das Haar mit Feuchtigkeit. Öle und Fette helfen, die Feuchtigkeit im Haar einzuschließen und verleihen Glanz und Geschmeidigkeit. Proteine bzw. Aminosäuren sind kein Muss im Conditioner, helfen aber, das Haar zu stärken und Schäden zu reparieren.
Wichtige Hinweise zur Anwendung:
Beim Kauf eines Conditioners gibt es mehrere Faktoren zu beachten, um sicherzustellen, dass Sie das richtige Produkt für Ihr Haar und Ihre Bedürfnisse finden.
Dass Conditioner Haare fettig und schlapp aussehen lässt, ist ein Mythos, den wir in unserem Praxistest eindeutig widerlegen konnten. Wichtig ist allerdings, dass man den richtigen Conditioner für seinen Haartyp wählt. Kurzes Haar braucht nicht unbedingt eine Haarspülung, ebenso wie sehr fettiges Haar. Feines bis normales Haar profitiert von leichten, silikonfreien Formulierungen, die nicht beschweren oder überpflegen. Vor allem strukturgeschädigtes, stark strapaziertes Haar braucht Proteine zum Aufbau.
Wer mit trockenem, sprödem Haar kämpft, darf ruhig in die Vollen greifen. Feuchtigkeitsspendende Conditioner mit nährenden Ölen/Fetten sind die richtige Wahl. Für einen Instant-Wow-Effekt sorgen Produkte mit Silikonen. Sie sollten jedoch sparsam eingesetzt werden, damit kein Build-Up entsteht. Lockiges oder krauses Haar verträgt ebenfalls reichhaltige Conditioner mit hoher Pflegewirkung und profitiert ebenso wie trockenes Haar besonders von Leave-In-Produkten. Wichtig: Ohne Silikon! (Curly Girl Methode).
Viele Conditioner bringen zwar Pflege, beschweren Dein dünnes Haar aber zu sehr. Die Folge ist eine platte, leblose Mähne, die Du nur schwer stylen kannst. Eine leichte Pflege muss her! Ein Produkt, was kräftigt, nährt und Dein Volumen nicht beeinträchtigt.
Da uns viele Produkte überzeugt haben, fiel uns die Entscheidung, welche Conditioner wir besonders empfehlen möchten, nicht ganz leicht. Umso mehr lohnt sich in diesem Test ein Blick auf alle »Außerdem getesteten« Produkte.
Alles gut, kein Gedöns: Der Jean & Len Repair Conditioner Keratin Mandel macht seinem Markenslogan alle Ehre und erfüllt jegliche Ansprüche, die wir an eine gute Haarspülung haben. Die Rezeptur ohne Silikone, deklarierungspflichtige Duftstoffe oder tierische Bestandteile hydratisiert, glättet und stärkt die meisten Haartypen - ganz ohne zu beschweren. Dafür sorgen diverse Feuchtigkeitsspender, Pflanzenöle und sogar eine Dreifachportion Proteine. Wir lieben das weiche, kräftige Haargefühl!
Die vegane Spülung ist für strukturgeschädigtes Haar entwickelt, tut in unseren Augen aber den meisten Haartypen richtig gut. Sie enthält mehrere kationische Tenside, die verlässlich entwirren und vor einer statisch aufgeladenen Knistermähe bewahren. Glycerin, Panthenol, Niacinamid, Mandel-Extrakt und Sojaöl bändigen widerspenstige Strähnen und verwandeln sie in eine geschmeidige Mähne, ganz ohne »Flutsch-Alarm«. Richtig gut gefallen hat uns auch der sanfte Duft nach Mandel und Vanille. Deklarierungspflichtige Duftstoffe enthält der Conditioner keine - ebenso wenig wie PEGs oder Silikone.
Eine proteinfreie Alternative zu unserem Testsieger, ebenfalls ohne Silikone. Eine gleichwertige Alternative für Haare, die keine Proteinstärkung brauchen/wollen, haben wir in der veganen Power Repair Reparatur Spülung von Nivea entdeckt. Die silikonfreie Rinse-Out-Spülung eignet sich für die allermeisten Haartypen sowie Duftstoff-Allergiker, ist vegan und riecht markentypisch cremig-gut. Im Fokus steht satte Feuchtigkeitspflege mit Glycerin, Panthenol und Pflanzenölen.
Allen, die einen Conditioner ohne Proteine bevorzugen, können wir die Nivea Power Repair Reparatur Spülung als super Alternative zu unserem Testsieger empfehlen. Leichte Öle wie Squalane und Kokos pflegen intensiv, ohne zu beschweren, und Feuchtigkeitsspender wie Panthenol geben einen zusätzlichen Frischekick. Die Rezeptur ist silikonfrei, vegan, ohne PEGs oder deklarierungspflichtige Duftstoffe. Die Verpackung besteht zum Großteil aus recyceltem Material.
Die verwöhnende Haarspülung pflegt trockenes Haar intensiv und duftet himmlisch. Eine Extraportion Pflege und Kämmbarkeit für trockenes, krisseliges und strapaziertes Haar bietet die Garnier Wahre Schätze Reparierende Spülung Honig Schätze mit Honig und Sonnenblumenöl. Die feste Konsistenz fühlt sich eher an wie eine Haarmaske und ähnlich effektiv empfinden wir auch die Wirkung - ganz ohne Silikone.
Einen verwöhnenden Conditioner mit himmlischem Honigduft haben wir bei Garnier entdeckt. Die Wahre Schätze Reparierende Spülung Honig Schätze kommt sehr reichhaltig aus der Flasche - die Konsistenz gleicht der einer Haarmaske. Die geballte Ladung aus (laut Hersteller nachhaltig bezogenem) Bienenwachs, Akazien-, Lavendel-, und Manukahonig ist Balsam für strapaziertes Haar, bei dem es etwas mehr sein darf. Glycerin und Sonnenblumenöl ergänzen die Pflegewirkung.
Ein feuchtigkeitsspendender Frischekick für alle, die einen Conditioner mit Silikonen bevorzugen. Ihr Haar wünscht sich eine Pflege mit Silikonen? Bitte sehr! Die Gliss Aqua Revive Feuchtigkeitsspülung verwöhnt als Instant-Helfer strapazierte Haare, sorgt im Nu für maximale Glätte, Glanz und Kämmbarkeit und ist damit eher etwas für Härtefalle als feine Strähnen.
Während des Auftragens genießen wir den Wohlfühlduft nach Creme oder Bodylotion, der sich eine Weile im Haar hält, ohne aufdringlich zu werden. Die Rezeptur enthält mehrere antistatisch wirkende Stoffe sowie Hyaluronsäure, Glycerin und Panthenol, die trockenes Haar bis in die Spitzen mit Feuchtigkeit versorgen. Hydrolysiertes Keratin verleiht Kraft und repariert brüchige Stellen. Die enthaltenen Silikone Dimethicone und Dimethiconol sind nicht wasserlöslich und können sich ohne die Verwendung tiefenreinigender Shampoos auf Dauer auf dem Haar anlagern. Auf der Pro-Seite sorgen sie für einen Soforteffekt, den man sehen und fühlen kann.
Gut und sehr günstig ist diese Spülung von Rossmann - unser Tipp für alle, die möglichst wenig ausgeben möchten. Wer nicht viel Geld ausgeben möchte, findet in der silikonfreien Isana Spülung Seidenglanz ein echtes Schnäppchen. 300 Milliliter Inhalt kosten weniger als einen Euro. Auch wenn wir die Wirkung als nicht ganz so intensiv empfinden, wie bei anderen Produkten, punktet die feuchtigkeitsspendende Rezeptur durch den Verzicht auf PEGs, tierische Bestandteile und deklarierungspflichte Duftstoffe.
In der 300-Milliliter-Recycling-Flasche steckt von feuchtigkeitsspendenden Wirkstoffen bis zu stärkendem Weizenprotein alles drin, was ein guter Conditioner enthalten muss, und dabei nichts, was wir nicht gerne sehen. Die Spülung hilft zwar beim Entwirren und die Haare fühlen sich im Anschluss weich und kräftig an - nur eben etwas weniger als bei anderen.
Neben den oben genannten Produkten gibt es noch viele weitere Conditioner, die für feines Haar geeignet sind. Hier eine kleine Auswahl:
Glänzendes und geschmeidiges Haar, das sich leicht kämmen lässt - das schaffen alle Produkte im Conditioner-Test der Stiftung Warentest. Die Testergebnisse zeigen, dass rundum gute Pflege keine Frage des Preises ist. Günstige Eigenmarken der Discounter und Drogerien liegen am Ende sogar vor vielen teuren Markenklassikern.
Die Stiftung Warentest prüft regelmäßig Conditioner auf ihre Wirksamkeit und Inhaltsstoffe.
Einige Conditioner enthalten kritische Inhaltsstoffe wie den Duftstoff Lilial sowie die Silikone Cyclotetrasiloxan (D4) und Cyclopentasiloxan (D5). Beide sind ab 2020 in abwaschbarer Kosmetik wie Haarspülungen verboten. Elf der geprüften Conditioner enthalten den kritischen Duftstoff Butylphenyl Methylpropional - auch Lilial genannt.
Für ein perfektes Ergebnis ist es wichtig, die Haarspülung richtig anzuwenden:
Was ist besser, Conditioner oder Leave-in?
Ob du eine Haarspülung zum Auswaschen oder ein Leave-in Produkt verwendest, bleibt ganz dir überlassen. Für die maximale Pflege benutzt du idealerweise den Leave-in Conditioner on top zu Shampoo und Spülung bzw.
Wie oft darf man einen Leave-in-Conditioner benutzen?
Ein Leave-in-Conditioner darf nach jeder Haarwäsche benutzt werden. Wie oft dein Haar die Extraportion Pflege nötig hat, hängt aber natürlich vom individuellen Zustand ab. Sind deine Haare bereits gut genährt, reicht es aus, den Leave-in-Conditioner nur einmal wöchentlich zu verwenden, während trockenes Haar auch von einer höheren Frequenz profitiert.
Kann man Leave-in-Conditioner ins trockene Haar machen?
Für eine kleine Portion Pflege zwischendurch kannst du den Leave-in-Conditioner auch auf das trockene Haar geben. Das gilt insbesondere für Sprühkuren, da sie das Haar nicht beschweren oder es fettig aussehen lassen.
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