Ab 30 oder sogar schon früher entdecken die meisten bei sich die ersten grauen Haare. Das Ergrauen der Haare ist ein natürlicher Bestandteil des Alterungsprozesses, der uns alle betrifft. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, warum das so ist? Warum ergrauen manche Menschen früher als andere? Und was sind überhaupt die Ursachen für das Ergrauen unserer Haare?
Um das Phänomen grauer Haare ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen und Aberglauben. In vielen Kulturen gelten graue Haare als Zeichen von Weisheit und Erfahrung, in anderen als Vorboten von Alter und körperlichem Verfall. Früher glaubte man zum Beispiel, dass ein plötzlicher Schock oder ein traumatisches Erlebnis jemanden über Nacht ergrauen lassen könnte. Ein anderer weit verbreiteter Aberglaube war, dass das Ausreißen eines grauen Haares sieben neue graue Haare hervorbringen würde.
Mit der Zeit und dem Fortschritt der Wissenschaft wurde jedoch klar, dass viele dieser Mythen und Aberglauben keinen wissenschaftlichen Hintergrund hatten. Die moderne Forschung hat gezeigt, dass das Ergrauen der Haare ein komplexer biologischer Prozess ist, der von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst wird, darunter Genetik, Umweltfaktoren und sogar Stress.
Um das zu erklären, ist es am einfachsten, kurz zu sagen, warum wir überhaupt Haarfarben haben. Unsere Haarfarbe ist nicht nur ein ästhetisches Merkmal, sondern auch ein faszinierendes Ergebnis biologischer Prozesse und genetischer Faktoren. Im Haarfollikel werden Haare gebildet, die durch Pigmente eine Farbe erhalten. Dieses Pigment wird auch Melanin genannt und ist im Haar und in der Haut zu finden. Diese Melanine werden von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, produziert, die sich in den Haarfollikeln befinden.
Es gibt zwei Haupttypen von Melanin: Eumelanin, das für schwarze und braune Haare verantwortlich ist, und Phäomelanin, das für rote und blonde Haare verantwortlich ist. Je nachdem, wie die sich zusammensetzen, hat man rote, blonde, dunkle Haare. Das Melanin wird in speziellen Zellen der Haarwurzel gebildet. Mehrere Gene sind daran beteiligt, wie viel und welche Art von Melanin in unserem Haar produziert wird. Zum Beispiel führt eine höhere Konzentration von Eumelanin zu dunkleren Haarfarben, während eine höhere Konzentration von Phäomelanin zu roten oder blonden Haarfarben führt.
Die Folge ist ein Melaninmangel, also ein Mangel des Haarfarbstoffs, der verursacht, dass die Haare ihre Farbe einbüßen. Mit zunehmendem Alter lässt die Produktion dieses Farbstoffs nach, bis die Farbzellen ihn gar nicht mehr herstellen. Mit zunehmendem Alter wird weniger Pigment produziert, und es macht einen immer geringeren Teil des Haares aus. Wann das passiert, ist genetisch bedingt. Das passiert auch nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach, Zelle für Zelle. Bis die Haarfarbe, die man vorher hatte, ganz rausgewachsen ist.
Sobald in den Haarwurzeln keine Pigmente mehr produziert werden, sind Haare tatsächlich farblos. Sind alle Haare farblos, erscheinen sie weiß - solange aber noch farbige Haare auf dem Kopf sind, wirken sie grau oder eben silber. Wann Haare also ihre Farbe verlieren, hängt von den Genen ab.
Auch das im Haar enthaltene Melanin wird zunehmend blasser. Die verringerte Melaninproduktion und das Verblassen der Haut hängen mit einem Ungleichgewicht verschiedener Substanzen in Ihrem Körper zusammen.
Für unsere Haarfarbe - egal ob Blond, Braun oder Rot - ist das Pigment Melanin verantwortlich. Der farbgebende Stoff sorgt dafür, dass die Mähne schwarz, braun, blond oder rot leuchtet. Er wird in den pigmentbildenden Zellen im Haarbalg, den sogenannten Melanozyten, produziert. Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach. Schließlich lösen sie sich mit dem Haar zusammen von der Haarwurzel ab. Die Folge: Es wachsen nur noch farblose Haare nach. Genau genommen wird unser Haar also nicht grau, sondern weiß.
Die Entstehung grauer Haare wird durch mehrere Faktoren beeinflusst, die sowohl biologischer als auch externer Natur sein können. Zu den Hauptursachen gehören:
Neben den Genen können laut Studien aber auch Faktoren wie Stress oder Hormonstörungen eine Rolle spielen sowie das Rauchen und Vitamin- und Nährstoffmangel. Der Frage „Warum bekommt man graue Haare?“ gehen Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach. Ihre Forschungen zeigen, dass der Alterungsprozess nicht die einzige Ursache für graue Haare ist. Auch krankheitsbedingte Störungen in der Pigmentproduktion verwandeln blond, schwarz oder braun in grau. Außerdem spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:
Woher graue Haare kommen, lässt sich also nicht eindeutig beantworten. Insgesamt begünstigen alle genannten Faktoren das Ergrauen der Haare. Sie haben zudem Einfluss auf den Zeitpunkt, also ab wann man graue Haare bekommt.
Es gibt Geschichten von Menschen, die buchstäblich "über Nacht" graue Haare bekommen haben. Während das tatsächliche Ergrauen der Haare nicht so schnell vor sich geht, kann ein Phänomen, das als kreisrunder Haarausfall bezeichnet wird, diesen Eindruck erwecken. Beim kreisrunden Haarausfall fallen die pigmentierten Haare aus, während die grauen Haare bestehen bleiben.
Zum Glück werden nicht alle Haare gleichzeitig und über Nacht grau. Aber immerhin 50% der Frauen, wollen etwas gegen ihre grauen Haare tun. Aber wie können Sie die „ersten Grauen“ verstecken?
Bei grauen Haaren, die einen großen Teil des Haares betreffen, wird häufig auf das Färben der Haare zurückgegriffen. Mit dem Farbspray von Toppik können Sie graue Haare oder graue Auswüchse leicht kaschieren. Mit ein paar gezielten Sprühstößen wird Ihr graues Haar nicht mehr sichtbar sein.
Haarfärben ist leider schädlich für das Haar. Es trocknet das Haar aus und die Farbschichten machen das Haar steif und leblos. Je seltener Sie Ihr Haar färben müssen, desto besser ist es. Wenn Sie Ihren Haaransatz mit dem Farbspray färben, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass Sie Ihr Haar erneut färben müssen.
Das Färben der Haare kann sowohl kurzfristige als auch langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit der Haare und der Kopfhaut haben. Ob und wie schädlich Haare färben ist, hängt von der Häufigkeit, den verwendeten Produkten und der anschließenden Pflege ab. Hier sind die wichtigsten Risiken, die man kennen sollte:
Es gibt zwei Arten der Behandlung von grauem Haar. Die erste besteht darin, die Ursache für graues Haar mit einem Nahrungsergänzungsmittel zu behandeln. Eine direkte Lösung für graues Haar ist das Färben der Haare oder eine vorübergehende Camouflage (des Haarwuchses) mit Hilfe eines Farbsprays.
Nicht jeder möchte sich mit grauen Haaren abfinden. Umfragen zeigen: Graue Haare sind für die meisten Männer kein Problem. Mann steht dazu. Frauen dagegen möchten ihre grauen Haare am liebsten verstecken oder so schnell wie möglich loswerden. Sie fragen sich viel öfter: Was kann man gegen graue Haare tun? Zu Beginn ist es noch möglich, einzelne graue Haare einfach herauszuziehen beziehungsweise zu zupfen oder abzuschneiden.
Doch meist sind schon nach kurzer Zeit andere Mittel nötig, um die betroffenen Stellen zu kaschieren. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen:
Manche Menschen schwören darauf, dass bestimmte Lebensmittel gegen graue Haare helfen - ganz ohne färben zu müssen. Ein Beispiel ist die Annahme, Apfelessig wirke gegen graue Haare. Wissenschaftliche Beweise gibt es dafür nicht. Fest steht nur: Apfelessig enthält viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Davon profitiert möglicherweise auch die Kopfhaut. Anwender verdünnen vier Esslöffel Apfelessig mit kaltem Wasser und nutzen die Mischung als Spülung nach dem Haarewaschen.
Auch Reiswasser ist manchmal im Gespräch, wenn es darum geht, grauen Haaren Farbe zurück zu bringen. Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Reiswasser auf die Haare gibt es kaum. Bewiesen ist lediglich, dass Reiswasser viele Proteine enthält. Diese sind grundsätzlich gut für die Gesundheit der Haare.
Hausmittel haben ihre Grenzen. Wenn Ihre Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen, trotz Behandlung nicht besser oder sogar schlimmer werden, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.
Es gibt eine Menge Hausmittel gegen graue Haare, manche sind wirksam und andere eher weniger.
Mit der Anti-Grau Effekt Haarpflege bietet Plantur 39 erstmals die Möglichkeit, die Haare ganz einfach beim Waschen zu repigmentieren. Grund hierfür ist der Wirkstoff 5,6-Dihydroxyindol (DHI):
Unsere Farbshampoos und Farbconditioner bieten nicht nur eine Möglichkeit, die Haarfarbe aufzufrischen, ohne sie zu färben, sondern versorgen das Haar gleichzeitig mit wertvoller Pflege. Besonders bei braunen bis dunklen Haaren erzielen sie optimale Ergebnisse, da sie auf den jeweiligen Haarunterton abgestimmt sind:
Die Pharmaindustrie wirbt mit Melanin-Tabletten als Alternative. Dabei handelt es sich um eine Art Nahrungsergänzungsmittel, das die Pigmentproduktion in den Haaren wieder ankurbeln soll. Anders als die Bezeichnung vermuten lässt, ist nicht Melanin, sondern Tyrosin in den Tabletten enthalten. Diese Aminosäure benötigt der Körper in ausreichender Menge, um Melanin zu produzieren.
Wie gut Melanin-Tabletten jedoch gegen graue Haare wirken, ist nicht eindeutig geklärt. Bislang gibt es nur wenig Forschung auf diesem Gebiet.
Manche Menschen versuchen mit Vitaminen, grauen Haaren entgegenzusteuern. Der Hintergrund: Wissenschaftlerinnen fanden in Studien heraus, dass in vielen Fällen ein Vitamin B12-Mangel Ursache für graues Haar ist. Wichtig sind auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen und Kupfer. Während Eisen für eine gute Durchblutung sorgt, ist Kupfer an der Bildung von Melanin beteiligt.
Diese sind nur dann sinnvoll, wenn ein nachgewiesener Mangel besteht. Klären Sie dies vor einer Einnahme mit Ihrem Arzt ab.
Grauen Haaren vorzubeugen, gelingt nur begrenzt - zum Beispiel mit einer ausgewogenen, mineralstoffreichen Ernährung und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Auch bei Menschen, die Stress gut bewältigen, wird im Durchschnitt das Haar später grau. Dass graue Haare durch Stress entstehen, ist wissenschaftlich bewiesen.
Früher oder später müssen wir uns jedoch alle mit grauen Haaren abfinden oder regelmäßig Maßnahmen ergreifen (z.B. Färben). Die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter, und das Ergrauen der Haare ist keine Ausnahme. Wie bereits erwähnt, gibt es aktuelle Studien, die sich mit den Mechanismen des Ergrauens befassen, insbesondere mit der Rolle von Stress, Mitochondrien und Melanozyten.
Die laufende Forschung lässt auf neue Entdeckungen hoffen, die zu wirksameren Behandlungen gegen das Ergrauen führen könnten. Auch wenn es noch in weiter Ferne liegt, den Prozess des Ergrauens vollständig aufzuhalten, so besteht doch die Hoffnung, dass zukünftige Behandlungen den Prozess verlangsamen oder sogar umkehren können.
Hier finden Sie eine Auswahl von Studien, die sich mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von grauen Haaren beschäftigen sowie einige Stichpunkte zum Untersuchungsgegenstand.
Sind die Haare erst einmal ergraut, kann dies ein unumkehrbarer Prozess sein. Das heißt aber nicht, dass du deine Haarpracht nicht gekonnt in Szene setzen kannst. Es gibt unzählige Möglichkeiten graue Haare zu stylen und einen sagenhaften Look zu kreieren. Drei von ihnen stellen wir dir hier vor:
Im Handel sind mittlerweile zahlreiche Haarpflegeprodukte speziell für graue Haare erhältlich. Sie enthalten Pflegesubstanzen, die dem Haar Feuchtigkeit und Elastizität zurückgeben sollen. Graue Haare an sich benötigen keine besondere Pflege. Jedoch wirkt sich das fortschreitende Alter auf die Struktur der Haare aus: Es wird mit den Jahren trockener und brüchiger.
Stellen Sie eine Veränderung fest, greifen Sie zu Produkten für strapaziertes Haar. Glanzsprays oder -cremes verleihen mattem Haar wieder einen schönen Schimmer. Dann gibt es vielleicht sogar gar keinen Grund mehr, die grau melierten Haare zu kaschieren. Wer aber trotz Alter weiterhin robuste Haare hat, muss die Pflege für graue Haare nicht verändern.
Gut zu wissen: Das Haarfarbpigment Melanin wirkt wie ein UV-Filter. Es schützt vor Schäden der Sonneneinstrahlung. Experten raten bei ergrautem Haar deshalb zu Pflegeprodukten mit UV-Filtern. Wenn Sie sich längere Zeit in der Sonne aufhalten, tragen Sie ein Tuch oder einen Hut.
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