Genau wie das Haupthaar will auch der Bart gepflegt werden. Die Kosmetikindustrie hat das erkannt und wirbt mit speziellen Balsamen, Ölen, Shampoos und Schäumen um das männliche Gesichtshaar. Doch welches Zubehör und welche Pflegeprodukte sind dazu wirklich nötig?
Bartpflege bedeutet auch, die Haut drumherum mit Feuchtigkeit zu versorgen. Damit der eigene Bart besser zur Geltung kommt und gesund bleibt, ist es wichtig, dass auch das "Drumherum" stimmt. Eine parfümfreie Gesichtscreme hilft deshalb auch Männern, ihre Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen - wovon auch der Bart profitiert. Eine gute Feuchtigkeitspflege beugt außerdem Bartschuppen, entzündeten Haarwurzeln oder eingewachsenen Härchen vor.
Das macht sich besonders in einem Fall unangenehm bemerkbar: Wer sich gerade einen Vollbart wachsen lässt, wird erst einmal nicht mit stolzer Haarpracht, sondern mit lästigem Juckreiz belohnt. Denn die sprießenden Haare irritieren die Haut. Bartöl soll für Duft, Glanz, Geschmeidigkeit und Fülle sorgen. Es gibt auch Hersteller, die versprechen, in ihren Produkten Gesichts- und Bartcreme zu kombinieren.
Was das Spitzenschneiden für die Haare ist, ist das regelmäßige Trimmen für Männerbärte. Ein Dreitagebart beispielsweise muss regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit er seinem Namen noch gerecht wird. Einige Hersteller bieten auch spezielle Barttrimmer oder Kombinationen aus Elektro-Trimmer und -Haarschneider an. Nach der Rasur soll ein Aftershave verhindern, dass es juckt und brennt. Erfreulich: Viele Aftershave-Balsame sind "sehr gut".
Eine Bartschere eignet sich, um abstehende Haare zu kürzen und dem Bart saubere Konturen zu verleihen. Barttrends wie der zurückgekehrte Schnurrbart, Koteletten, aber auch ein fülliger Vollbart werden deshalb besser gezielt mit der Bartschere bearbeitet.
Ob, wie und wie oft man den Bart waschen sollte, ist ähnlich umstritten wie die Frage, wie oft die Kopfhaare shampooniert gehören oder das Gesicht gereinigt. Nutzen Sie lieber weniger Shampoo, Seife & Co. Wenn Sie einen längeren Bart haben, spendieren Sie ihm einfach immer dann ein wenig Shampoo, wenn Sie sich auch die Kopfhaare waschen. Ob Sie dazu auf ein spezielles Bartshampoo zurückgreifen, bleibt Ihnen überlassen: Vieles von dem, was im Bartpflegebereich angeboten wird, hat mehr mit Wellness zu tun als mit Notwendigkeit.
Dauerhaft auf die Bartwäsche verzichten sollten Sie nicht. Denn: In einem ungewaschenen Bart können sich mit der Zeit Bakterien ansammeln. Das hat auch damit zu tun, dass wir uns am Tag viele Male ins Gesicht fassen - oder eben in den Bart. Dabei werden auch Krankheitserreger, die wir über die Hände aufsammeln, ins Gesicht transportieren.
Besonders bei trockenen Barthaaren, Schuppen oder trockener Gesichtshaut unter den Barthaaren sollen Bartöl oder Bartbalsam Abhilfe schaffen. Die Idee: Balsam oder Öl versorgen die Haare mit Feuchtigkeit, was wiederum die Haut entlastet, bei der die Haare sich sonst "bedient" hätte. Vergangenes Jahr wurden Bartpflege-Produkte analysiert. Das Ergebnis: Einige Bartpflegemittel im Test enthielten unerfreuliche Duftstoffe - es gab aber auch Bartöle und -balsame, die wir empfehlen konnten.
Wer seinen Bart regelmäßig bürstet, verschafft ihm mehr Fülle, verteilt den Talg gleichmäßig im Haar und bringt Bewegung ins Barthaar, was Härchen daran hindert, in die Gesichtshaut einzuwachsen. Die Bürste hilft deshalb auch gegen Juckreiz. So geht's: Streichen Sie beim Bürsten einfach von oben nach unten über den trockenen oder nassen Bart. Besonders längere Bärte sehen außerdem ordentlicher aus, wenn sie regelmäßig gekämmt werden. Bürste und Kamm entfernen aber auch abgestorbene Hautpartikel, ausgefallene Haare und Krümel aus dem Barthaar.
Ein Bartpflege-Set sollte im Badezimmer eines jeden Bartträgers zu finden sein. Weder fürs Bürsten noch fürs Kämmen braucht es allerdings spezielle Bartkämme bzw.
Wer sich einen Bart stehen lassen will, der braucht vor allem Geduld. Und schon nach den ersten Wochen fällt auf, dass Barthaare ihren eigenen Willen haben. Sie sprießen, kratzen und stehen in alle Richtungen ab. Deshalb sollte jedes Bartpflege-Set ein Bartshampoo enthalten.
Klar, die meisten Männer denken sich jetzt: Warum nicht das normale Shampoo fürs Kopfhaar auch für den Bart benutzen? Danach will der Bart erst einmal in Form gekämmt oder gebürstet werden. Ein Bartpflege-Set ohne wenigstens eines der beiden Gadgets ist wenig zielführend. Bartöl versorgt das Haar mit Nährstoffen und es beugt juckender Haut vor. Ein Problem, das viele Bartträger nur zu gut kennen. Dazu spendiert es dem Haar Glanz. Besonders widerspenstige Haare bringt Öl aber nicht in Form.
Seit Mitte 2016 gibt es in jeder Filiale der Drogeriemarktkette dm Bartöl zu kaufen. Somit ist es das erste reine Bartpflegeprodukt, das den Weg zum Massenmarkt gefunden hat. Angesichts der Tatsache, dass über 50 % der deutschen Männer Bart tragen, nicht wirklich verwunderlich. Der Preis ist es hingegen schon.
Das erste Bartöl im Sortiment des Drogerieriesen ist das Brisk Bartöl für alle Bartlängen. Aufgrund der großen Beliebtheit des günstigen Bartöls, entschloss sich dm auch ein eigenes Bartöl ins Sortiment aufzunehmen - unter der bekannten Handelsmarke Balea. Ganz Frisch hat dm nun auch die beiden Bartöle von Bulldog (5,95 €) und von Brooklyn Soap Company (14,90 €) ins Programm genommen. Mit nur 6,95 € für das Brisk Bartöl und 4,95 € für das Balea Bartöl bietet dm einen absoluten Hammerpreis, der derzeitig auf dem deutschen Markt konkurrenzlos ist.
Die Zauberwörter heißen Ubiquität und Skaleneffekte. Mit 3350 Filialen und über 55.000 Mitarbeitern ist dm nicht nur der größte Drogeriekonzern Europas, sondern praktisch auch an jeder Ecke und Gasse vertreten. Der Kunde kann das Bartöl jederzeit kaufen. Diese hohen Mengen ermöglichen es, den Preis so niedrig zu halten. Zum einen sinken natürlich die Stückkosten erheblich mit einer Erhöhung der produzierten Menge. Zum anderen steigt auch der Abverkauf der Stückzahlen in erheblichem Maße.
Viele Bartträger haben bei Preisen unter 10 € natürlich die Befürchtung, dass die Qualität des Bartöls darunter leidet. Das Brisk Bartöl basiert hauptsächlich auf Arganöl, Jojobaöl, Mandelöl, Atlas-Zedernöl und Avocadoöl sowie australisches Teebaumöl. Die Zutatenliste ist hochwertig und das Produkt, wie die meisten Bartöle, absolut vegan. Beim Balea-Bartöl erweitert sich die Liste der Inhaltsstoffe etwas, unter anderem um Parfümstoffe. Aber auch um Ethylhexyl Stearate und Octyldodecanol. Beides Stoffe, die in der Kosmetikindustrie häufig eingesetzt werden und eine hautpflegende und rückfettende Wirkung haben. Eines der Trägeröle ist Sonnenblumenöl, eine günstige Variante.
Als wir das Bartöl von Brisk das erste mal öffneten, ist uns sofort aufgefallen, dass es einen sehr dezenten Geruch mit einer dünnflüsigen und fast farblosen Konsistenz verbindet. Die Ergebnisse nach der Anwendung können sich durchaus sehen lassen. Das Barthaar wird geschmeidiger und strahlt in angenehm gepflegter Manier. Auch das Balea Bartöl hat durchaus seine Berechtigung. Allerdings wirken sich die beigesetzten Duft- und Aromastoffe hier deutlich stärker auf das Ergebnis aus. Die Komposition der Duftstoffe wirkt insgesamt weniger stimmig.
Damit ein Bart nicht austrocknet, stumpf aussieht und schuppt, empfiehlt sich die Verwendung eines Bartshampoos. Die Haare eines Barts sowie die darunterliegende Haut unterscheiden sich nämlich von der Kopfbehaarung und der Kopfhaut. Deswegen ist es nicht ratsam, gewöhnliche Shampoos für die Bartreinigung zu verwenden, da sie Haare entfetten sollen. Idealerweise sollte ein gutes Bartshampoo für eine gute Bartpflege auch über möglichst wenige bedenkliche Inhaltsstoffe verfügen.
Im Alltag sind Bärte so allerlei ausgesetzt: abgestorbene Hautschüppchen, (Fein)Staub, Abgase, Keime, Pollen, geschmolzener Käse und vieles mehr. Das möchte man nicht ständig mit sich herumtragen. Dazu kommt, dass die Haut unter dem Bart Talg produziert. In Kombination mit den zuvor genannten Umwelteinflüssen kann es so auf Dauer zu Hautunreinheiten, Irritationen oder sogar Entzündungen kommen.
Shampoos für die Kopfbehaarung entfetten diese tendenziell, damit sie nicht strähnig und beschwert wirkt. Bei Barthaaren möchte man jedoch ein anderes Ergebnis. Es muss den Bart und die Haut darunter auch mit ausreichend rückfettenden Pflegestoffen versorgen, um den Feuchtigkeitshaushalt aufrechtzuerhalten.
Grundsätzlich sollte man Bartshampoos nicht täglich verwenden. Als Faustregel gilt: Alle drei Tage die Gesichtsbehaarung mit einem Bartshampoo reinigen, ansonsten lediglich mit warmem Wasser ausspülen. Bartshampoos werden prinzipiell wie jedes andere Shampoo verwendet. Der Bart sollte dafür zunächst komplett nass sein.
Eine kleine Menge Shampoo reicht bereits, die aber natürlich je nach Dichte und Länge des Barts variiert. Manche Bartshampoos sind ergiebiger als andere, daher muss man mit der Menge ein wenig experimentieren. Es ist wichtig, dass der Schaum auch die Haut unter dem Bart erreicht, damit diese gereinigt und gepflegt wird. Eine übermäßige Schaumbildung ist oft nicht notwendig.
Personen mit sensibler Haut oder Allergien sollten bei der Bartpflege grundsätzlich auf die Inhaltsstoffe von Kosmetikartikeln achten. Angefangen bei deklarationspflichtigen Duftstoffen wie Citronellol, Limonene und Linalool, die bei betroffenen Personen allergische Reaktionen auslösen können. Auch konservierende Stoffe wie Benzoesäure (Benzoic Acid), Natriumbenzoat (Sodium Benzoate) und Sorbinsäure (Sorbic Acid) können unter Umständen Reizungen und Allergien auslösen.
Auch Sulfate sind zunächst nicht grundsätzlich problematisch. Sie sind als Tenside für eine gute Reinigung und Schaumbildung vorhanden. Bei hoher Konzentration oder fehlenden, ausgleichenden Stoffen können sie allerdings die natürliche Schutzfunktion der Haut schädigen, sie austrocknen und Irritationen hervorrufen. Für besonders problematisch halten wir den Einsatz von Silikonen, Mikroplastik und flüssigem Plastik.
Bartöle eignen sich sowohl für Männer, die anfangen, sich einen Bart wachsen zu lassen, als auch für diejenigen, die ihren Bart am liebsten kurz tragen oder sich gerne einen langen Vollbart stehen lassen möchten. Sie enthalten in der Regel eine Mischung aus natürlichen Pflanzenölen sowie ätherischen Ölen und helfen, dem Bart Geschmeidigkeit und einen gesunden Glanz zu verleihen, während sie gleichzeitig die Haut darunter mit Feuchtigkeit versorgen.
Bartöle sind nicht nur dazu da, die Barthaare geschmeidig zu machen, sondern auch, um die Haut darunter zu pflegen. Nicht nur Bartträger mit trockener Haut haben gelegentlich mit Schuppen zu kämpfen. Ein Bartöl versorgt die Gesichtshaut mit Feuchtigkeit sowie wichtigen Nähr- und Pflegestoffen. Vor allem mit einem dichten Bart ist die Haut darunter pflegebedürftig, da sie durch den Bart vor Umwelteinflüssen wie Sonnenlicht geschützt ist und die selbstproduzierten, feuchtigkeitsspendenden Fette, zum Beispiel mit dem Bartkamm, in die Barthaare verteilt werden.
Die Basis von Bartölen bilden sogenannte »Trägeröle« beziehungsweise »Basisöle«. Diese sind hauptsächlich für die Pflegewirkung verantwortlich und dienen als Träger für zusätzliche Stoffe wie Vitamine, ätherische Öle und Parfumdüfte. Zu den häufigsten Trägerölen gehören besonders hochwertige Öle wie Jojoba, Argan, Mandel, Traubenkern, Avocado, Macadamia oder Nachtkerze. Aber auch preiswertere Öle wie Sonnenblume, Raps, Sesam und Rizinus kommen gelegentlich zum Einsatz.
Neben den Trägerölen werden in der Regel ätherische Öle hinzugefügt, die für den Duft eines Bartöls verantwortlich sind. Je nach Reihenfolge und Zusammensetzung ergeben sich hieraus sehr charakteristische Holzdüfte durch Zedernholzöl, Schwarzfichtenöl, Patschuliöl oder Zimtlorbeerbaumöl. Citrusdüfte beruhen auf Orangenöl, Zitronenöl, Grapefruitöl und Bergamotteöl. Um bestimmte Duftnoten zu ergänzen oder zu verstärken, wird oft auch Parfum eingesetzt.
Bartöl wendet man idealerweise nach dem Duschen bzw. der Reinigung des Bartes an, wenn der Bart nicht mehr nass ist. Spezielle Bartshampoos sorgen zusätzlich für die optimale, milde Reinigung des Bartes. Das Bartöl wird nicht direkt in den Bart, sondern auf die Handfläche geträufelt und anschließend kurz zwischen Fingern beziehungsweise Händen verrieben.
Die Anzahl der Tropfen variiert je nach Bartlänge. Für kurze Bärte sind oft schon ein bis zwei Tropfen Bartöl ausreichend. Bei langen Vollbärten können es fünf oder mehr Tropfen sein. Hier sollte man zunächst mit weniger beginnen und sich an die richtige Menge herantasten. Nimmt man zu wenig, bleibt der Bart stumpf und kratzig, und die Menge kann erhöht werden. Nimmt man jedoch zu viel und der Bart glänzt unnatürlich ölig, muss man bis zur nächsten Bartwäsche warten.
Nachdem das Bartöl angewärmt wurde, massiert man das Öl an der Haut unter dem Bart ein und fährt mit den Fingern in Richtung Bartspitzen. So wird das Bartöl gleichmäßig von der Bartwurzel aus verteilt. Meist beginnt man am Kinn, geht dann zu den Wangen und dem Unterkiefer über und kümmert sich zuletzt um den Schnurrbart. Zum Schluss wird der Bart mit den Händen glatt gestrichen und in Form gebracht.
Für den perfekten Bart-Look braucht es neben etwas Übung und Fingerspitzen nämlich auch die besten Bartpflege-Produkte und die richtigen Styling-Tools.
| Produkt | Vorteile |
|---|---|
| Bartöl | Spendet Feuchtigkeit, pflegt die Haut, reduziert Juckreiz |
| Bartshampoo | Reinigt den Bart, entfernt Schmutz und Öl, pflegt die Haut |
| Bartbalsam | Spendet Feuchtigkeit, bringt den Bart in Form, bändigt wilde Borsten |
| Bartbürste | Verteilt Öl gleichmäßig, entfernt Hautschuppen, stimuliert die Durchblutung |
| Bartschere | Ermöglicht präzises Trimmen und Formen des Bartes |
Jeder Bart hat unterschiedliche Bedürfnisse, daher ist die richtige Pflegeroutine entscheidend. Hier einige Tipps für verschiedene Bart-Styles:
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