DIY Bartöl: Anleitung zum Selbermachen für den perfekten Bart

Auf vielfachen Wunsch präsentieren wir Ihnen heute eine einfache Anleitung, wie Sie Ihr eigenes DIY Bartöl herstellen können. Dieses Öl eignet sich nicht nur für den Bart, sondern auch für Koteletten und Schnurrbärte. Es kann auch als Massageöl, Haarspitzenfluid und Parfümöl verwendet werden. Bartöl hilft, das Barthaar geschmeidig zu halten, sodass es nicht wie ein Kaktus absteht. Gleichzeitig pflegt es die Haut unter dem Bart, damit diese nicht wie ein Minenfeld aussieht.

Warum Bartöl selber machen?

Neben den unzähligen fertigen Ölen der unterschiedlichsten Hersteller gibt es noch eine weitere Möglichkeit, tolles Bartöl zu erhalten: Man kann es selbst zusammenstellen. Es gibt zahlreiche hochwertige Bartöle auf dem Markt, aber es gibt nichts Cooleres, als sich ein eigenes Bartöl selbst zu mischen.

Bartöl selber machen

Bartöle sind einfach herzustellen, da sie nur eine Mischung aus Ölen und Düften sind. Man nehme 1-2 Basis- bzw. Trägeröle und mische sie mit ätherischen Ölen - fertig ist das Bartöl.

Die Komponenten des DIY Bartöls

Das DIY Bartöl besteht aus drei, optional vier Komponenten:

  • Einer Basis, die dazu da ist, die Pflege und den Duft auf den Bart und die darunterliegende Gesichtshaut zu bekommen, ohne Haut oder Geldbeutel zu irritieren.
  • Aus einem kleinen Teil hochwertigem Mandelöl, weil es das Beste ist, was Haaren passieren kann.
  • Natürlich dem unumgänglichen Duft, der nach Möglichkeit die Öle in ihrer Wirkung unterstützt.

Es erinnert stark an die Zusammenstellung eines normalen Gesichtsöls und ist im Grunde nichts anderes!

Die Basis: Trägeröle

Basis- oder Trägeröl klingt erst mal, als sei das der unwichtigste Bestandteil im DIY Bartöl, tatsächlich ist es die wichtigste Zutat! Die Faustregel bei der Auswahl von Basisölen ist also: Was der Haut gut tut, wird dem Bart nicht schaden.

Der Allrounder unter den Basisölen und für jeden Hauttyp geeignet ist Jojobaöl. Es reguliert den Feuchtigkeitshaushalt und hinterlässt einen zarten Schutzfilm, unter dem die Pflege optimal wirken kann.

  • Hanföl (am besten gemischt mit Jojobaöl) ist bei allen Hauttypen mit Unreinheiten geeignet.
  • Bei Mischhaut oder leicht trockener bis spröder Haut sind Aprikosenkern-, Sesamöl oder einfaches Sonnenblumenöl (kein Bratöl) eine gute Wahl. Diese Öle ziehen gut ein und hinterlassen keinen Fettfilm.
  • Bei trockener Haut bis hin zu Neurodermitis empfiehlt sich, Mandelöl zu benutzen. In diesem Fall würde sich der Mandelölanteil um den Basisölanteil erhöhen.
  • Bei sehr trockener Haut, Neurodermitis, Couperose und Schuppenflechte hilft Avocadoöl, alternativ ein gutes Olivenöl. Ohne extra Wirkstofföl solltest du in diesem Fall Macadamianussöl nehmen.

Für mein »Love Me Tender« benutze ich als Basisöl ein Espressomazerat in Aprikosenkernöl (das ist ein Auszug aus Espressobohnen in Aprikosenkernöl, den ich selbst gemacht habe. Alternativ kann man fertiges Kaffeeöl benutzen; vgl. Rezept), weil mein Träger zu eher trockener Haut unter seinen Koteletten neigt. Des Weiteren regt Kaffee die Durchblutung an, wodurch die Haarwurzel gekräftigt wird.

Mandelöl hilft der Hornschicht des Haares geschmeidig zu bleiben. Es zieht schnell ein und polstert sozusagen Lücken im Haar auf. Dadurch wird der Bart weich und wirkt in sich geschlossener. Außerdem hinterlässt Mandelöl einen schönen Glanz.

Bei normaler bis trockener, strapazierter und bei reifer Haut bietet sich Arganöl an. Noch ein wenig besser als Arganöl finde ich inzwischen das viel gelobte Cacayöl. Es wirkt einfach großartig, lässt den Teint gesund erstrahlen und liegt überhaupt nicht auf. Es macht sich bei allen Hauttypen gut.

Wer zu Hautproblemen, gleich welcher Art (Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne etc.), neigt, für den ist Nachtkerze ein Muss. Es reguliert den Talgfluss und schützt die Haut.

Überblick über Trägeröle und ihre Wirkung

Trägeröl Wirkung Geeignet für
Jojobaöl Reguliert Feuchtigkeit, schützt Jeden Hauttyp
Hanföl Verbessert Durchblutung, stärkt Haarfolikel Hauttypen mit Unreinheiten
Aprikosenkernöl Lindert Juckreiz Mischhaut, leicht trockene Haut
Mandelöl Pflegt, macht weich und geschmeidig Trockene Haut, Neurodermitis
Arganöl Verwandelt wirres Haar in geschmeidiges Barthaar Normale bis trockene, reife Haut
Avocadoöl Stimuliert Haarfolikel, fördert gesundes Wachstum Sehr trockene Haut, Neurodermitis, Schuppenflechte

Die Düfte: Ätherische Öle

Ätherische Öle sind keine Duftöle. Duftöle duften, ätherische Öle wirken. Ätherische Öle werden aus den Samen, Stengeln, Blüten oder aus anderen Teilen einer Pflanze gewonnen - oder auch aus dem Holz und der Rinde von Bäumen oder der Schale von Früchten.

Warnhinweise auf ätherischen Ölen: Diese Warnhinweise sind dazu da, uns vor unserer eigenen Unwissenheit zu schützen und beziehen sich grundsätzlich auf den Einsatz der unverdünnten Öle. Verwendet die Öle also bitte nur wie angegeben, gebt sie nicht konzentriert auf die Haut, trinkt sie nicht, schmiert sie euch nichts ins Auge oder tut sonstwas damit, das sowieso niemand tun würde.

Benzoe Siam ist ein herb-balsamischer Duft mit einer starken Basisnote, der an Vanille erinnert. In Kombination mit Sandelholz entsteht ein tiefer, erotischer Duft, der stimulierend auf das limbische System wirkt.

  • Sandelholz ist ein warmer, balsamischer Duft, der harmonisierend auf Seele und Körper wirkt. Er löst tiefsitzenden Ärger, Anspannung und Nervosität, wirkt stimmungshebend und hormonell ausgleichend.
  • Ho Blätter riechen frisch fruchtig und heben das Duftprofil des Love Me Tender Bartöls in die Mitte. Dadurch entsteht eine ausgleichende, selbstbewusste Gesamtnote.

DIY Bartöl Rezept: "Love Me Tender"

Das Besondere an »Love Me Tender« ist eine Basis aus Espressomazerat in Aprikosenkernöl (kann nach Bedarf angepasst werden). Das Ergebnis riecht herb balsamisch mit einer guten Portion Sandelholz.

Zutaten:

  • 18 g DIY Espressomazerat in Basisöl deiner Wahl (s. Erklärung oben)
  • 4 g Wirkstofföl deiner Wahl
  • Ca. 2 Tropfen Benzoe Siam
  • Ca. 2 Tropfen Sandelholz
  • Ca. 2 Tropfen Ho-Blätter

Anleitung:

  1. Die Zutaten einfach direkt mit Hilfe eines Trichters o.ä. in eine Braunglasflasche geben.
  2. Verschließe die Flasche und schüttle das selbstgemachte Bartöl einmal kräftig durch.

Anwendung und Lagerung

Eine angemessene Menge (wird durch Fülle und Struktur bestimmt) gleichmäßig im Bart verteilen. Jedes Haar und auch die Haut darunter sollte was abbekommen. Um Sardinenauswüchse zu vermeiden, würde ich mit 2 Tropfen anfangen und bei Bedarf mehr nehmen. Lagere das selbesthergestellte Bartöl zudem möglichst im Kühlschrank. So bleibt es bis zu drei Monate haltbar.

Weitere Rezeptbeispiele

Rezept 1: Fruchtiger Duft

  • 5 ml Traubenkernöl
  • 5 ml Mandelöl
  • 5 ml Aprikosenkernöl
  • 5 ml Arganöl
  • 5 ml Kokosöl
  • 5 ml Jojobaöl
  • 2 Tropfen Orange süß
  • 3 Tropfen Grapefruit
  • 3 Tropfen Bergamotte

Rezept 2: Für den Abend

  • 5ml Arganöl
  • 5ml Traubenkernöl
  • 5ml Mandelöl
  • 5ml Kokosnuss
  • 5ml Castor
  • 5ml Jojoba
  • 3 Tropfen Ylang-Ylang
  • 3 Tropfen Zedernholzöl
  • 3 Tropfen Bergamotte
  • 2 Tropfen Patchuli

tags: #bartöl #selber #machen #anleitung

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