Die Ausgaben für das äußere Erscheinungsbild von Politikern sind immer wieder ein Thema öffentlicher Diskussion. Besonders im Fokus steht dabei Außenministerin Annalena Baerbock, deren Styling-Kosten regelmäßig für Kritik sorgen. Im Folgenden werden die Hintergründe und Reaktionen auf die hohen Ausgaben für Friseure und Visagisten beleuchtet.
Wie die "Bild" berichtet, kostete Baerbocks Styling die Steuerzahler im November 2023 insgesamt 11.900 Euro. Baerbocks Ausgaben übersteigen damit deutlich die anderer Kabinettsmitglieder.
Zum Vergleich:
Im Jahr 2022 beliefen sich die Kosten der Begleitung von Baerbock durch eine Maskenbildnerin zu Bild- und Fernsehterminen im In- und Ausland auf rund 136.500 Euro, wie die Medien berichteten.
| Politiker | Ausgaben | Zeitraum |
|---|---|---|
| Annalena Baerbock | 11.900 Euro | November 2023 |
| Olaf Scholz | 3.141,60 Euro | Dezember 2023 |
| Lisa Paus | 2.677,50 Euro | Monat nicht angegeben |
| Nancy Faeser | 541,45 Euro | Monat nicht angegeben |
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Ploß kritisiert die Ausgaben und spricht sich für eine Friseurkosten-Obergrenze aus. Zu "Bild" sagte Ploß: "Wenn hart arbeitende Steuerzahler jeden Monat fünfstellige Summen für die Frisur von Annalena Baerbock ausgeben sollen, hört der Spaß auf."
Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat nun scharfe Kritik daran geäußert, dass die Ausgaben im ersten Regierungsjahr der Ampel-Koalition deutlich über dem der Vorjahre lagen. Rund 1,5 Millionen Euro gaben die Politiker von SPD, FDP und Grüne 2022 demnach für Fotografen, Friseure und Visagisten aus.
Das sind nach Angaben des BdSt fast 80 Prozent mehr als im Vergleich zu 2021, wo überwiegend noch die Große Koalition unter Angela Merkel regierte.
Außenministerin Baerbock kontert Kritik an Ausgaben für eine Maskenbildnerin: "Sonst sieht man aus wie ein Totengräber." Das kostete die Steuerzahler 2022 wohl ganze 136.500 Euro.
Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat die Ausgaben ihres Ministeriums für eine Maskenbildnerin gegen Kritik verteidigt. Wenn man im Fernsehen auftrete, müsse man wegen des starken Scheinwerferlichts geschminkt werden.
"Ansonsten sieht man aus wie ein Totengräber, weil man total grau ist", sagte Baerbock bei einem Talk von Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), NDR und "Hannoverscher Allgemeinen Zeitung".
Bei ihren vielen Reisen gebe es nicht die Zeit, jedes Mal vor Ort eine Maskenbildnerin zu suchen, ganz besonders gelte das im Ausland. Deswegen ist es gang und gäbe - im Übrigen nicht nur bei mir, aber bei Frauen wird es dann immer gerne thematisiert, und auch im Kanzleramt und auch bei den anderen Herren - dass man entsprechend dann Maskenbildner hat.
Da sie "sehr, sehr viel reise und sehr viel unterwegs" sei zu Tag- und Nachtzeiten, "werden die Leute natürlich dann auch so bezahlt", erklärt die Grünen-Politikerin. Das Auswärtige Amt halte sich dabei an die gesetzlichen Vorschriften.
Die Freitaler Friseurin und Stylistin Claudia Mihaly-Anastasio (49) hätte ein paar Tipps für die Politikerin. Sie äußert sich kritisch zu den hohen Ausgaben und gibt zu bedenken, dass viele Menschen in ihrem Beruf nicht einmal annähernd solche Umsätze erzielen.
Zudem schlägt sie vor, dass Baerbock ein Seminar besuchen könnte, um sich selbst zu stylen, oder die Stylistin in ein Angestelltenverhältnis übernehmen könnte, um Kosten zu sparen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir als seiner Präsidentin Kontakt aufzunehmen.
tags: #baerbock #friseur #kosten
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