Aveda Haarfarbe im Test: Was Sie vor der Anwendung wissen sollten

Die Wahl der richtigen Haarfarbe kann eine Herausforderung sein, besonders angesichts der vielen Optionen auf dem Markt. Aveda ist eine Marke, die oft mit natürlichen Inhaltsstoffen und schonender Haarbehandlung in Verbindung gebracht wird. Doch halten die Produkte, was sie versprechen? Dieser Artikel beleuchtet die Aveda Haarfarben genauer und vergleicht sie mit anderen Alternativen.

Viele Verbraucher suchen nach Haarfarben, die nicht nur effektiv färben, sondern auch die Haare schonen und möglichst natürliche Inhaltsstoffe enthalten. In diesem Kontext ist es wichtig, die verschiedenen Arten von Haarfarben zu verstehen und zu wissen, worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Der Markt für Haarfarben im Wandel

Der Markt für Haarfarben hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Während der Corona-Pandemie experimentierten viele Menschen zum ersten Mal mit dem Selber-Färben zu Hause. Dies führte zu einer dynamischen Entwicklung des Marktes. Große Kosmetikkonzerne bieten inzwischen echte Pflanzenhaarfarben in Drogeriemärkten an, während Reformhäuser vermehrt chemische Oxidationsfarben neben Naturkosmetik stellen. Für Verbraucher ist es daher schwierig, den Überblick zu behalten und zu erkennen, welche Produkte tatsächlich natürlich sind.

Pflanzenhaarfarben setzen auf Farbstoffe aus zermahlenen Blättern, Blüten oder Wurzeln. Im Gegensatz dazu dringen chemische Oxidationshaarfarben tief ins Haarinnere ein, wo Wasserstoffperoxid die natürlichen Melanin-Pigmente zerstört.

Aveda-Color Conserve

Was macht eine natürliche Haarfarbe aus?

Natürliche Haarfarben sind für Verbraucher nicht immer leicht zu erkennen. Einige Produkte enthalten neben natürlichen Inhaltsstoffen auch potenziell allergieauslösende und hautreizende Problemstoffe. Es gibt Haarfarben im Handel, die aufgrund ihrer Aufmachung rein pflanzlich wirken, es aber nicht sind. Aromatische Amine gehören zu synthetischen Farbstoffvorstufen, von denen einige als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene eingestuft werden. Eine durch solche Stoffe ausgelöste Kontaktallergie kann ein Leben lang bestehen bleiben.

Ein Test von 17 alternativen Haarfarben zeigte, dass einige Produkte trotz natürlicher Inhaltsstoffe auch bedenkliche Stoffe enthalten. Eine Haarfarbe im Test enthielt sogar sechs verschiedene aromatische Amine, darunter p-Aminophenol.

Synthetische Polymere, die ebenfalls in einigen Haarfarben enthalten sind, können über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Es ist daher wichtig, die Inhaltsstoffe genau zu prüfen und auf potenziell schädliche Substanzen zu achten.

Pflanzenhaarfarben: Vorbereitung und Anwendung

Das Farbspektrum für Pflanzenfarben ist inzwischen riesig und bietet zahlreiche Nuancen zwischen Blond, Rot, Braun und Schwarz. Wichtig zu wissen ist, dass Pflanzenhaarfarben die ursprüngliche Haarfarbe wie eine Lasur überziehen und daher keine hundertprozentige Abdeckung leisten. Pflanzenpigmente haben jedoch aufgeholt, was ihre Dauerhaftigkeit angeht, und einige zählen sich inzwischen zu den permanenten Haarfarben.

Eine gute Vorbereitung ist entscheidend für ein optimales Ergebnis. Vor dem Färben sollten Reste von silikonhaltigen Shampoos oder Spülungen mit einer Tiefenreinigung ausgewaschen werden. Die richtige und konstante Temperatur des Färbebreis ist ebenfalls wichtig. Während des Auftragens sollte die Farbe konstant auf Temperatur gehalten werden, am besten in einem Wasserbad. Während der Einwirkzeit die Haare mit Folie oder Handtuch warm und feucht halten.

Im Laufe der ersten beiden Tage können sich die Farben noch entwickeln oder nachdunkeln und sollten deshalb nicht mit Shampoo gewaschen werden.

Tipps und Tricks für die Anwendung von Pflanzenhaarfarben

  • Reinigung: Vor dem Färben silikonhaltige Produkte entfernen.
  • Temperatur: Färbebrei konstant warm halten.
  • Einwirkzeit: Haare warm und feucht halten.
  • Nachbehandlung: Haare in den ersten zwei Tagen nicht waschen.

Testergebnisse und Inhaltsstoffe im Fokus

Bei der Bewertung von Haarfarben spielen die Inhaltsstoffe eine entscheidende Rolle. Im Fokus stehen dabei bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe wie aromatische Amine, allergieauslösendes Resorcin und bedenkliche Duftstoffe wie polyzyklische Moschus-Verbindungen. Auch halogenorganische Verbindungen und Diethylphthalat (DEP) werden untersucht. Aromatische Amine, die nach CLP-Verordnung als CMR-Stoff eingestuft sind (z.B. p-Aminophenol), führen zu einer Abwertung.

Weitere Abwertungen erfolgen für:

  • Aromatische Amine mit starkem Sensibilisierungspotenzial
  • PEG/PEG-Derivate in Produkten, die länger als 20 Minuten auf der Kopfhaut verbleiben
  • Halogenorganische Verbindungen
  • Mehr als 10 mg/kg polyzyklische Moschus-Verbindungen
  • Deklarationspflichtige Duftstoffe, die Allergien auslösen können

Das Gesamturteil basiert auf dem Testergebnis der Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis "befriedigend" kann das Gesamturteil um eine Note verschlechtern.

Die Testmethoden umfassen unter anderem die Bestimmung von Aminen in Haarfärbemitteln, die Analyse auf halogenorganische Verbindungen, Formaldehyd/-abspalter, deklarationspflichtige Duftstoffe, Moschus-Verbindungen und Diethylphthalat.

Kundenmeinungen und Erfahrungen mit Aveda Haarfarben

Einige Kunden berichten, dass Aveda Friseure zwar einen naturverbundenen Eindruck machen, die Inhaltsstoffe jedoch oft konventionelle Kosmetik sind. Die Farbe war bei einigen Kunden rotstichig, obwohl ein aschiger Ton gewünscht war. Andere Kunden sind mit Biosthetique Salons zufriedener, sowohl mit der Beratung als auch mit Schnitt und Farbe.

Es gibt auch Berichte, dass Aveda Farben schlecht halten und nicht richtig sichtbar sind. Einige Kunden bevorzugen Essensity von Schwarzkopf, da diese Farben besser halten, aber nicht an Koleston heranreichen.

Alternativen zu Aveda: Intensivtönung und Pflanzenhaarfarbe

Wenn nur wenige weiße Haare vorhanden sind, kann eine Intensivtönung eine gute Alternative sein, da sie weniger Oxidant enthält und die Haare nicht so stark schädigt. Bei einem größeren Grauanteil ist Färben jedoch oft die bessere Wahl. Für Pflanzenhaarfarbe gibt es auch Möglichkeiten, einen kühleren Ton zu erzielen, einschließlich Aschtönen, wobei die Grauabdeckung möglicherweise nicht so gut ist.

Es ist ratsam, sich vor derColoration beraten zu lassen, um die passende Farbe zu finden. Dabei sollte man auch berücksichtigen, welche Farben einem bei der Bekleidung stehen. Kühle Töne wie Schwarz, Weiß, Mint, Meergrün und dunkles Marineblau passen oft gut zu Menschen mit kühlem Farbtyp.

Zusammenfassung der Testergebnisse

Im Oktober vergab Öko-Test in seinem Haarfarben-Test nur zwei Noten: „sehr gut“ oder „ungenügend“. Unter den neun echten pflanzlichen Haarfarben im Test, die tatsächlich mit Blättern, Wurzeln & Co. färben, war beispielsweise die Garnier Color Herbalia Pflanzenhaarfarbe Naturbraun, die ein „sehr gut“ erhielt. Ebenfalls „sehr gut“ war das Henné Pulver Color Braun. Die Logona Pflanzenhaarfarbe Creme, 230 Maronenbraun, erhielt ebenfalls ein „sehr gut“ und trägt ein Naturkosmetik-Siegel.

Die Oxidationsfarbe Korres Dauerhafte Haarfarbe Arganöl 5.0 und das Naturtint Permanente Farbgel 5N Kastanienbraun Hell fielen hingegen mit „ungenügend“ durch, da sie extrem sensibilisierende Kontaktallergene sowie weitere umstrittene Stoffe enthielten.

Öko-Test vergab in seinem Haarfarben-Test nur zwei Noten: „sehr gut“ oder „ungenügend“

Der Hautschutzengel als Ratgeber

Der Hautschutzengel hilft seit rund 10 Jahren Usern, sich im Kosmetikdschungel besser zurecht zu finden und ihre Hautprobleme zu besiegen. Er bewertet und empfiehlt Produkte, wobei die Inhaltsstoffe nachprüfbar sein müssen. Auch Produkte mit nicht ausschließlich unbedenklichen Inhaltsstoffen werden empfohlen, wenn der Nutzen dem Risiko überwiegt und es keine wirkliche Alternative gibt. In der Hautschutzengel Datenbank kann jeder durch das gezielte Filtern selbst entscheiden, welche Faktoren ihm bei der Wahl seiner Kosmetikprodukte besonders wichtig sind.

Bei der Wahl der richtigen Haarfarbe sollte man sich daher umfassend informieren und die Inhaltsstoffe genau prüfen. Kundenmeinungen und Testergebnisse können ebenfalls hilfreich sein, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

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