Eine Traumhochzeit in Thailand – Unvergessliche Momente und unerwartete Wendungen

Sonnenuntergang, barfuß im weißen Sandstrand, inmitten eines hübsch geschmückten Gazebos, eine üppige Blumendekoration, die wichtigsten Menschen um einen versammelt, ein weißes Kleid und den tollsten Mann an der Seite - so habe ich mir meine Hochzeit immer erträumt. Und genau dieser Traum ging Anfang dieses Jahres in Erfüllung für uns! Mein Mann und ich würden uns an einem Strand in Thailand das JA-Wort geben! Our dream come true!

Eine traditionelle Hochzeitszeremonie in Thailand.

Die Suche nach der perfekten Location

Daher suchten wir bereits im Sommer 2017 nach einer passenden Location und Angeboten von Wedding-Planern, Hotels und Hochzeitsagenturen für dieses einmalige Ereignis. Das war alles andere als einfach, gibt es doch eine Fülle an Anbietern im Internet. Schlussendlich hatten wir dann nach eingehender Recherche doch unseren Traumstrand und unser passendes Hochzeitspaket gefunden: Eine Hochzeit am Strand des Luxusresorts Santhiya auf der schönen, beschaulichen Insel Koh Yao Yai. Was das Paket genau beinhaltet, war uns bis zu der Generalprobe vor Ort am Tag vor der Hochzeit eigentlich nicht ganz bewusst, es standen zwar ein paar Rahmendaten im Angebot, aber vorstellbar und bekannt war es uns nicht… daher hierzu später mehr! J

Organisatorische Herausforderungen und kulinarische Genüsse

Organisatorisch mussten wir natürlich nun noch klären, ob wir zu zweit diesen besonderen Tag erleben würden oder ob uns unsere Familien und Freunde begleiten wollten. Daher planten wir zunächst die Location, die Zeremonie und die Dekoration mit der Weddingplanerin, die aus dem Headquarter des Hotels von Bangkok aus alles für uns in die Wege leitete. Bald schon erhielten wir von unseren Familien und engsten Freunden das Feedback und tatsächlich wollten 11 Personen uns an diesem besonderen Tag begleiten!

Ein Stück weit musst du einfach vertrauen, du weißt ja aus der Ferne nicht, wie das Essen dort ist - allerdings waren wir durch unsere vorherigen Reisen nach Thailand und der guten Hotelbewertung da eigentlich tiefenentspannt. Bisher waren wir in Thailand noch nie essenstechnisch angegangen und entschieden uns daher auch für ein Dinner im Thaistyle, also landestypische Küche. Auch auf die Gefahr hin, das dem ein oder anderen Gast vielleicht kein Thaifood schmeckt - wobei dies die bekömmlichste und frischeste Küche ist, die ich auf meinen Reisen bisher kennenlernen durfte. Glücklicherweise hat jeder an diesen Tag geschlemmt und geschwärmt, soviel kann ich an dieser Stelle schon mal verraten (genaue Menüauflistung kommt später J)

Die Vorfreude steigt

Die Vorfreude stieg dann mit jedem Step mehr und mehr, der Countdown auf dem Handy war eingestellt, mein Strand-Hochzeitskleid war bald gefunden und auch die weiteren Planungen mit Rose, der Weddingplanerin, verliefen unkompliziert und sehr freundlich. Und endlich war es dann soweit: am Neujahrstag ging unser Flieger nach Phuket.

Zwischenstopp in Singapur

Zwischenstopp sollte dieses Mal Singapore Airport sein. Auch das ist ein absolutes Must-seen auf Reisen. Singapore Airport ist so ziemlich der sauberste und komfortabelste Flughafen aktuell, wenn ihr mich fragt. Und auch so ziemlich das meiste Entertainment-Angebot, das ich jemals an einem Flughafen gesehen habe.

Leider hatten wir nur etwa 2 Stunden Aufenthalt, konnten aber doch einiges sehen, was der Flughafen zu bieten hat, u.a. der Orchideen- und Sonnenblumengarten, überall Liege-und Sitzflächen, ein Entertainmentdeck mit Kino und „Zockerraum“ und so ziemlich die sauberste Toilette, die ich je auch einem Flughafen gesehen habe. (auch solche Infos zu unseren Grundbedürfnissen finde ich wichtig J)

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Falls ihr also mal die Möglichkeit habt, euch diesen Flughafen anzuschauen, tut es. Natürlich ist auch Singapore Airlines eine Top-Fluggesellschaft - sehr nette Stewardessen, tolles Essen und etwas mehr Beinfreiheit als bei anderen Fluglinien.

Ankunft in Phuket und erste Eindrücke

Jedenfalls erreichten wir Phuket nach etwa 12 Stunden Flugzeit problemlos und bereits mit einigen Eindrücken mhr im Gepäck. Dieses Jahr war die Immigration mega anstrengend, das hatte ich wirklich in den Einreisen zuvor noch nie so erlebt - nichts ging voran und die Schlangen wurden länger und länger. Gerade für unsere Eltern, die das erste Mal nach Thailand einreisten war das sehr anstrengend und unbegreiflich, warum solch eine Bürokratie an den Tag gelegt wird. Aber es ist einfach so… dem muss man sich stellen,wenn man nach Thailand einreisen möchte, normalerweise ist dieses Procedere allerdings in knapp 30 Minuten erledigt, dieses Mal warteten wir leider etwa 1,5 Stunden. (!!!)

Natürlich war dann unser Gepäch schon 10 Mal am Gepäckband routiert, so dass es schlussendlich vom Flughafenpersonal einfach auf die Seite gestellt wurde. so ging es aber auch 70% der anderen Fluggäste. In Deutschland undenkbar, in Thailand nimmt man es einfach so hin, was soll man auch anderes machen. Muss man froh sein, wenn der Koffer einfach noch da steht und kein anderer diesen mitgenommen hat J Wir hatten dann schlussendlich alle unser Gepäck und wackelten dann etwas genervt zum Ausgang, um noch ein paar Baht zu wechseln und unseren Shuttle, der hoffentlich die 1,5 Stunden gewartet hatte. Das hat wirklich reibungslos geklappt und so stiegen wir erschöpft in das Shuttle Richtung Khao Lak ein, wo wir die erste Woche verbringen würden. Schnell pennten wir alle im Auto weg, zu heftig waren wohl doch die Klimaänderung und die Anreisestrapazen. Pünktlich beim Ortsschild Khao Lak wachte ich dann auf und genoß das Gefühl endlich angekommen zu sein!

Khao Lak - Ein beschauliches Paradies

Da wir schon 3 Mal in Khao Lak waren, ist es immer wieder spannend zu sehen, was sich seit dem letzten Mal verändert hat und welche neuen Restaurants, Hotels und Shoppingmöglichkeiten dazu gekommen sind. Khao Lak ist im Vergleich zu Phuket ein sehr beschauliches Örtchen mit Traumstränden und gutem Essen. Wer also abseits der Touri-Meilen von Phuket die optimale Mischung aus Unterhaltung, Entspannung und schönen Stränden sucht, ist hier sehr gut aufgehoben. Auch interessante Sehenswürdigkeiten, z.B. der Khao Sok Nationalpark, lassen sich gut über Touren oder eigene Faust in kurzer Distanz erkunden. Dieses Mal checkten wir in einem modernen Hotel in Khao Lak ein. „The Waters by Kathatany“ ist ein sehr schönes, ebenfalls ruhiges Hotel mit gutem Preis-Leistungsverhältnis und unglaublich nettem Personal. Einfach mal auf den einschlägigen Hotel-Bewertungsseiten anschauen, oder hier noch ein paar Bilder im Anschluss anschauen J

The Waters by Kathathani in Khao Lak.

Somit verbrachten wir die erste Woche unseres insgesamt 3-wöchigen Aufenthalts in Khao Lak, um erst einmal etwas anzukommen, Sonne zu tanken und zu relaxen. Natürlich mussten die ersten Abende erst einmal die guten, vom Hotel umliegenden Restaurants getestet werden. Tom-Kha-Gai, Pad Thai, Papaya Salat und weitere gute Thaigerichte - es ist einfach ein immer wieder ein Genuss. Am Besten sind immer die Restaurants, die etwas nach hinten versetzt und nicht auf der Touri- Straße liegen, hier schmeckt es am thai-typischsten!

Einblicke in das authentische Thailand

Natürlich vereinbarten wir mit unserem thailändischen Freund Pond auch wieder einen Ausflug. Pond lebt in Khao Lak und ihn haben wir vor 2 Jahren kennengelernt. Er bietet Touren an für Touristen, die etwas abseits des Massentourismus Thailand kennenlernen möchten. Da unsere Eltern bisher noch nicht in Thailand waren, wollten wir Ihnen natürlich das Land etwas zeigen und was wir daran so lieben. Somit planten wir mit Pond eine individuelle Tagestour mit Besuch eines einheimischen Cafés, wo wir ein typisch thailändisches Frühstück (Dim Sum genannt) zu uns nahmen; ein Besuch einer thailändischen Gesamtschule und eines einheimischen Wochenmarktes, Elefantenbaden und ein Tempelbesuch. Das volle Programm also J

Los ging es um 7 Uhr mit einer 20-min- Autofahrt zum Thai-Frühstück. Als die einzigsten Touris in diesem Café wurden wir natürlich nicht schlecht begutachtet, aber schnell kamen wir ins Gespräch und die Herren tauschten untereinander Zigaretten und einige lustige Worte miteinander aus. Wir Frauen fokussierten uns erst einmal auf die unzähligen Leckereien, die sich vor uns auf dem Tisch türmten. Sticky Rice, eingewickelt in Bananenblätter mit Mangomousse, Palmzucker und sogar deftig mit Wildscheinfüllung. Geschmackserlebnis pur! Und der dazu gereichte Thai-Kaffee mit gezuckerter Milch war zwar eine Kalorienbombe, aber sehr lecker und weckte die letzten müden Hirnwindungen.

Weiter ging es dann unter großer Verabschiedung der einheimischen Gäste auf den gegenüberliegenden Wochenmarkt, auf dem eigentlich auch nur Thais einkaufen gehen. Auf nüchternen Magen wären die Eindrücke und teilweise die Gerüche vielleicht nicht so gut gewesen, daher war die Grundlage mit dem Frühstück perfekt. Unmengen an frischem Obst und Gemüse türmten sich auf den Verkaufsständen, neben frischem Fisch und Fleisch und Klamotten. Ein Sammelsurium und ein Gewusel, wie es für einen Europäer nicht vorstellbar ist. Aber mega nette Menschen, einer schenkte mir sogar sein gerade gekauftes Päckchen mit Schweinekrusten, die ich dann natürlich probieren musste unter seiner Aufsicht J

Schmeckt super, hängt aber dann stundenlang in den Zähnen - das war mein Fazit. Aber trotzdem, die Geste war super - einfach mal einem wildfremden Menschen was schenken und keine Gegenleistung, außer einem Lächeln vielleicht, erwarten! Das ist genau die Thai-Mentalität, die ich so schätze. Weiter ging es danach an einen Stausee, an dem wir ganz kitschig Tretboot fuhren. Wie lange hab ich das in Deutschland schon nicht mehr gemacht, und das, obwohl wir direkt am schönen Bodensee wohnen. War somit sehr lustig und man fühlte sich in die Kindheit zurück versetzt. Auch hier wieder waren wir die einzigen Touris, die sich anschließend in der Sonne fläzten.

Kulinarisches Highlight: Pad Thai selber kochen

Bald schon war es dann Mittagszeit und hier hatte Pond dann für uns ein weiteres Highlight auf dem Programm: wir würden nun eine typische Thai-Mahlzeit selbst zubereiten. Das Ganze mit Hilfe einer älteren Thai, die uns das thailändische Nudelgericht (Pad Thai) nun erst einmal vorkochen würde. Neben dem Stausee hatte sie am Straßenrand ihren Stand mit Wok und frischen Zutaten aufgebaut. 30 Baht kostet das Pad Thai für die Einheimischen, wir zahlen im Restaurant das 3-fache, was mit umgerechnet 2,50 EUR immer noch günstig ist. Staunend verfolgten nun also meine Mama und ich jeden Schritt des Kochvorgangs… Anschließend war es dann soweit: wir durften beide ran an den Wok und unter Argusaugen und Kichern der Thai dann das erste Mal Pad Thai selbst zubereiten.

Thailändisches Rezept für ein gutes Pad Thai (1 Portion)

  1. Eine Kelle Öl im Wok heiß werden lassen.
  2. Frühlingszwiebeln in den Wok geben und glasig dünsten.
  3. Ein Ei aufschlagen und in den Wok geben, eine Art Rührei zubereiten.
  4. Eine Prise Zucker und ein Schuss Fischsoße dazu.
  5. Soßenmischung aus Chillipulver und passierten Tomaten zugeben.
  6. Kurz aufkochen lassen und alles miteinander unter Rühren vermengen.
  7. Anschließend eine Handvoll breite Reisnudeln zugeben (im Vorfeld schon in Wasser eingeweicht).
  8. Wieder Rühren und alle Zutaten miteinander vermengen und nach 3-4 Minuten alles im Wok zur Seite schieben.
  9. Sojasprossen in Wok geben und kurz braten lassen, anschließend die weiteren Zutaten wieder einrühren.
  10. Zum Garnieren noch ein paar Frühlingszwiebeln drauf, Limette dazu servieren.
  11. GUTEN APPETIT!

Unser Ergebnis konnte sich tatsächlich auch sehen lassen und es für uns sensationell gut. Im Asia Laden bekommt man alle Zutaten für Pad Thai, zur Not einfach nachfragen. Jedenfalls gingen wir danach gestärkt zu unserem nächsten Programmpunkt über: den Besuch einer thailändischen Grund-und Hauptschule.

Besuch einer thailändischen Schule

Schon als wir mit Ponds Auto auf den Hof fuhren, wurden die kleineren Kinder, die momentan gerade für den Kindertag einen Tanz einstudierten auf uns aufmerksam und winkten fleißig. Einige vergaßen sogar zu tanzen, was die Lehrerin natürlich nicht so toll fand, trotzdem aber lächelte J Pond erklärte uns das thailändische Schulsystem etwas und auch dass Kinder täglich von 8 bis etwa 16:30 Uhr in der Schule waren.

Als wir dann die einzelnen Klassenzimmer kurz besichtigen konnten, war ich etwas geschockt, unter welchen Umständen die Kinder hier den ganzen Tag verweilten. Mit unserer Schule nicht zu vergleichen, unsere Schulkinder können sich wirklich glücklich schätzen, in solchen modernen und gut ausgestatteten Schulen unterrichtet werden zu dürfen. Hier sitzen die Kinder auf kleinen Plastikstühlchen, die zum Teil auch schon bessere Zeiten gesehen haben, stell ich mir nicht sehr bequem vor. Auch die anderen Lehrmaterialien sind schon etwas in die Jahre gekommen. Pond erzählte uns, dass immer wieder Spenden gesammelt werden, um neue Sportgeräte und/oder Lehrmittel zu kaufen. Definitiv werden wir hier beim nächsten Mal der Schule auch etwas zukommen lassen…

Und trotzdem sind die Thai-Kinder sehr wissbegierig, aufmerksam im Unterricht und haben Spaß am Schulalltag - was wir dann in der nächsten halben Stunde live erlebten: Sportunterricht der 5. Klasse mit Volley-und Fußball, da spielten wir doch gleich mal noch ein kleine Runde mit, was die Kinder natürlich sehr freute. Anschließend wollten die Kinder unbedingt noch ein Gruppenfoto machen, das habe ich bei den Fotos auch beigefügt. War ein sehr schöner Mittag, mit lächelnden und zufriedenen Kindern. Da geht einem das Herz auf!

Elefantenbaden im Regen

Unser letzter Programmpunkt wartete noch auf uns, leider auch das schlechte Wetter… unsere Elefantentour im Elefantencamp war sehr verregnet, aber auch das war mal eine lustige Erfahrung. Im Regen auf einem Elefantenrücken sitzen und anschließend den Elefanten noch putzen und mit ihm baden - das hat schon was! J

Müde, glücklich und voller Eindrücke kamen wir dann anschließend am Hotel an, wo wir uns erst einmal eine heiße Dusche und später dann ein leckeres Essen gönnten. Toller Tag mit tollen Menschen und schönen Eindrücken, wie das Leben in Thailand auch abseits des Tourismus sein kann. Danke POND für diese schöne Tour, wir kommen wieder.

Die Hochzeitsgäste treffen ein

In den nächsten Tagen trudelten nach und nach dann auch unsere Hochzeitsgäste ein, was wir abends dann immer mit einem Essen zelebrierten. Tagsüber war jeder für sich und erlebte Thailand auf eigene Faust, abends kam man dann zum Essen zusammen und berichtete über die Erlebnisse… Und schon bald brach dann auch die 2. Urlaubswoche an, in der dann auch die Hochzeit stattfand, genauer gesagt am 13.01.2018 auf Kho Yao Yai, einer kleinen Insel ca. 30 Minuten mit dem Speedboot entfernt von Phuket. Hier gönnten wir uns 4 Nächte im Luxusresort in einer Private Pool Villa - wer kann der kann J Ich denke, zu so einem besonderen Ereignis durften wir uns das schon gönnen, immerhin arbeiten wir beide hart für unser Geld…

Anreise nach Koh Yao Yai

Mit einem vereinbarten Shuttle-Taxi fuhren wir somit am 11.01.18 an der Phuket Marina Bay, wo wir in einem, eigens vom Hotel angemieteten, Wartebereich auf die Speedboote warteten. Etwas verspätet ging es dann los Richtung Insel. Eine holprige Fahrt lag vor uns, die Gischt schlug uns ins Gesicht - ich liebe Speedboot fahren J Nach ca. 30 Minuten erreichten wir dann aber auch schon die Insel, imposant erkannte man bereits von weitem die schönen Bungalows und Villen, die im Berg eingelassen s...

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