Risiken und Überlegungen beim Permanent Make-up der Augenbrauen

Immer und überall perfekt geschminkt dank Permanent Make-up. Eine solche Behandlung verspricht zwar dauerhafte Schönheit, birgt dafür aber auch gewisse Risiken. Permanent Make-up kann Schmerzen und gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Dieser Artikel beleuchtet, wann Schmerzen nach einer Permanent Make-up-Behandlung hinzunehmen sind und wann Kosmetik-Kunden welche Rechte wegen einer verpfuschten Behandlung geltend machen können.

Narben im Bereich der Augenbrauen Permanent Make Up

Was ist Permanent Make-up?

Beim Permanent Make-up werden winzige Farbpartikel in die Haut gestochen. Dass damit auch Stress und Belastungen für die Haut einhergehen, versteht sich von selbst. Kunden müssen sich daher nach dem Eingriff auf vorübergehende Hautrötungen und leichte Schwellungen einstellen.

Permament Make-up geht dauerhaft unter die Haut. Bei dieser Behandlung sticht ein Kosmetiker oder Arzt Farbpigmente in die oberste Hautschicht. Auf diese Weise kann z. B. die Kontur der Augenbrauen geformt und aufgefüllt oder ein Lidstrich gezogen werden.

Die dabei angewandte Technik ähnelt dem Tätowieren, nur dass die Stiche nicht ganz so tief in die Haut gehen.

Microblading: Ein Überblick

Anfang der 2000er Jahre überrollte uns der Trend Microblading. Jeder wollte seine Augenbrauen mit Microblading verschönern lassen. Doch damals sahen noch viele Augenbrauen aus, als wäre ein Balken mit einem dicken Edding aufgemalt.

Heute empfinden wir diese Methode unnatürlich, die Technik des Microbladings hat sich weiter entwickelt und ist immer noch im Trend. Und doch kommen inzwischen viele Zweifel auf, ob Microblading für die Augenbrauen wirklich das Beste ist.

Microblading ist eine der beliebtesten Methoden, um Augenbrauen zu verschönern. Beim Microblading handelt es sich um eine spezielle Technik des Permanent Make-ups, bei der mit feinen Nadeln Farbpigmente manuell in die Haut eingebracht werden.

Was ist eine Microblading Behandlung?

Wenn wir es ganz einfach ausdrücken, dann ist eine Microblading Behandlung das Einritzen der Haut mit feinen Klingen (engl.: blade). In diese Wunden werden Farbpigmente eingetragen, die viele Monate sichtbar bleiben.

Das klingt ziemlich schmerzhaft und ist es auch. Damit die Behandlung erträglich bleibt, wird mit Betäubungscreme gearbeitet. Diese Methode wird seit über 20 Jahren immer wieder angewendet, obwohl es inzwischen eine viel bessere Möglichkeit gibt: Augenbrauen, die mit Permanent Make-up verbessert wurden, wirken wesentlich natürlicher. Zudem ist die Behandlung vollkommen schmerzfrei.

Die neuere Microblading-Technik wird manuell durchgeführt und dringt weniger tief in die Haut ein.

Gesundheitliche Risiken und Komplikationen

Allerdings birgt dauerhaftes Make-up auch Risiken, die über diese kurzzeitigen Reizungen hinausgehen. So sollten z. B. Allergiker genau überlegen, ob sie wirklich ein dauerhaftes Make-up wollen.

Denn vor allem der rote Farbstoff für die Lippenverschönerung mittels Permanent Make-up kann Schmerzen aufgrund allergischer Reaktionen verursachen. Mitunter leiden Allergiker nach einer solchen kosmetischen Behandlung noch jahrelang unter Juckreiz, Entzündungen und Rötungen.

Allergische Reaktionen

Obwohl selten, können einige Personen auf bestimmte Pigmente allergisch reagieren. Eine allergische Reaktion auf die verwendeten Farben ist nie ausgeschlossen.

Infektionen und Hygiene

Mangelhafte Hygiene und eine unsaubere Arbeitsweise fördern das Risiko von Infektionen, das nicht zu unterschätzen ist.

Bei unsachgemäßen Nadelstichen ist die Entzündungs- und Verletzungsgefahr groß. Mangelnde Hygiene kann HIV-, Hepatitis- oder andere Infektionen auslösen.

Schmerzen und Körperverletzung

Ist das Aufbringen von Permanent Make-up eine Körperverletzung? Ja, denn die Behandlung beim Permanent Make-up bringt aufgrund der Nadelstiche körperliche Beeinträchtigungen mit sich.

Normalerweise ist diese Körperverletzung aufgrund der vorherigen Einwilligung des Kunden gerechtfertigt. Das gilt auch, wenn das nach allen Regeln der Kunst aufgetragene Permanent Make-up im Anschluss Schmerzen verursacht.

Allerdings birgt dauerhaftes Make-up auch Risiken, die über diese kurzzeitigen Reizungen hinausgehen.

Schmerzensgeld bei fehlerhafter Behandlung

Ein Anspruch auf Schmerzensgeld ist nur begründet, wenn der Kosmetiker nicht fachgerecht arbeitet und dadurch z. B. das Auge oder die Hornhaut verletzt. Auch eine Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungspflicht kann einen solchen Anspruch begründen.

Treten die Beschwerden jedoch trotz umfassender Aufklärung und sorgfältiger, fachgerechter Arbeit auf, so ist der Kosmetiker nicht schadensersatzpflichtig.

Die Rolle des Kosmetikers

Die gesundheitlichen Risiken des dauerhaften Make-ups lassen sich durch eine fachgerechte Behandlung minimieren. Kosmetik ist ein Handwerk und kostet wie jede gute Arbeit auch entsprechend viel Geld. Aus gutem Grund, denn gerade angesichts der bestehenden Gesundheitsrisiken spielen Fachkenntnisse, Erfahrung und die fachgerechte Durchführung der Behandlung eine wesentliche Rolle.

Wer hier am falschen Ende sparen will, läuft Gefahr, sich in die Hände unseriöser Anbieter zu begeben. Diese sind zwar deutlich günstiger, spielen dafür aber auch leichtfertig mit der Gesundheit ihrer Kunden.

Erfahrung und Fachkenntnisse

Vertrauen Sie nur einem erfahrenen Spezialisten. Ein mangelhaft aufgetragenes Permanent Make-up kann neben Schmerzen auch erhebliche Gesundheitsschäden mit sich bringen.

Im Kosmetikstudio Expert in Berlin legen wir größten Wert auf Sicherheit und Qualität. Vereinbaren Sie eine Beratung bei uns im Kosmetikstudio Expert in Berlin und überzeugen Sie sich selbst von der sicheren und professionellen Durchführung des Microbladings.

Hygienestandards im Studio

Vor einer Behandlung sollten Sie fragen, ob im Studio ein separater Raum mit abwischbaren Oberflächen und Liegen mit frischen Einwegtüchern vorhanden ist und ob der Tätowierer sterile Nadeln und Instrumente verwendet.

Mythos Krebsrisiko

Die Angst, dass Microblading krebserregend sein könnte, beruht häufig auf veralteten Informationen oder Missverständnissen. Früher wurden in einigen Pigmentfarben Schwermetalle und andere schädliche Stoffe verwendet, die potenziell gefährlich sein konnten.

Die Behauptung, dass Microblading krebserregend ist, ist ein Mythos.

Alternativen zum Microblading

Augenbrauen, die mit Permanent Make-up verbessert wurden, wirken wesentlich natürlicher. Zudem ist die Behandlung vollkommen schmerzfrei.

Mit Permanent Make Up Techniken kann schmerzarm (meist völlig schmerzfrei) ein wesentlich schöneres, natürliches Ergebnis erzielt werden, als mit Microblading.

Microblading MAJ Perfect Brows
nur gerades Einritzen möglich sehr wenig bis keine Schmerzen
manuelle Technik (Schnitttiefe variiert) feine Zeichung natürlichen Härchenverlaufs
Mikro-Narbenbildung möglich (dauerhaft) natürliche Härchen zeichenbar
problematisch bei fettiger Haut PMU Maschine (konstante Ergebnisse)
blau/graue Verfärbung möglich keine Narbenbildung (voreingestellte Tiefe)
Haut wird massiv beeinträchtigt (eingeschnitten) perfekte Ergebnisse bei allen Hauttypen
Kruste abkratzbar=Pigmentverlust schnelle Abheilung (sehr hautschonend)
Pigmente verbeliben in der obesten Hautschicht
Zeichnen wie mit feinstem Bleistift auf Papier
Endergebnis sehr fein justierbar
beste Ergebnisse auch bei dunkler Haut möglich

Wichtige Hinweise vor der Behandlung

Besonders bei bestehenden Erkrankungen kann eine ärztliche Beratung über eine Tätowierung und die Wundversorgung im Vorfeld sinnvoll sein. Denn künftige Tattoo-Träger müssen im Gegenzug die Folgekosten für auftretende Komplikationen oder für Tattoo-Entfernungen ganz oder größtenteils selbst zahlen. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel hierfür keine Kosten.

Risikogruppen

Für Schwangere oder Patienten, die Antibiotika oder immunschwächende Medikamente einnehmen, ist die Tattoo-Prozedur aufgrund des Infektionsrisikos ungeeignet. Bei Herzerkrankungen, Diabetes oder Blutgerinnungsstörungen sollten Sie sich ebenfalls nicht tätowieren lassen.

Dies gilt auch, wenn Sie zu Allergien, Ekzemen oder offenen Wunden neigen. Vorsicht gilt z.B. bei einer Nickel-Allergie, da Tattoo-Farben Nickelverunreinigungen enthalten können.

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