Schätzungen zufolge ist jede dritte Frau einmal in ihrem Leben von Haarausfall betroffen. Hormonelle Einflüsse spielen bei dem Haarverlust eine gewichtige Rolle. Nicht nur nach einer Schwangerschaft und in den Wechseljahren können verstärkt Haare ausfallen. Auch hormonelle Verhütungsmittel wie die Antibabypille können die Haarfülle beeinflussen.
Dichtes und gesundes Haar ist für viele Frauen ein Symbol von Attraktivität und Selbstbewusstsein. Doch manchmal können äußere Faktoren, wie die Einnahme oder das Absetzen der Antibabypille, zu diffusem Haarausfall führen. In diesem Beitrag unseres Haarmagazins betrachten wir genauer, wie die Pille mit dem Haarausfall in Verbindung steht und welche Maßnahmen ergriffen werden können.
Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Einnahme der Pille, also orale Kontrazeptiva, diffusen Haarausfall verursachen kann. Ein Grund dafür sind bestimmte Gestagene, die in der Pille enthalten sind. Diese künstlich hergestellten Hormone ähneln dem Schwangerschaftshormon Progesteron, kommen jedoch im natürlichen Hormonhaushalt des Körpers nicht vor. Einige Gestagene, die eine androgene Wirkung haben, können diffusen Haarausfall begünstigen. Zu diesen gehören beispielsweise Norethisteron, Levonorgestrel und Tibolon.
In den folgenden Abschnitten finden Sie nähere Informationen zu den verschiedenen möglichen Ursachen des Haarausfalls bei Frauen.
Hormonelle Verhütungsmittel wie die "Pille" greifen in den natürlichen Hormonhaushalt ein und verändern unter anderem den Anteil von Östrogen und Gestagen im Körper. Das wiederum beeinflusst das Zusammenspiel von weiblichen und männlichen Sexualhormonen.
Mit der „Antibabypille“ (orales Kontrazeptivum) wird der Eisprung künstlich durch Hormone (Östrogen und Gestagen) unterbunden. Dieser Eingriff in den Hormonhaushalt löst bei manchen Frauen, die genetisch bedingt anfällig für Haarausfall sind, Haarverlust aus - während der Einnahme oder beim Absetzen der Pille.
Die Pille hat bei Beginn der Einnahme meist zunächst einen positiven Effekt auf die Haare. Durch den erhöhten Spiegel an weiblichen Hormonen werden die Haare häufig kräftiger, glänzender sowie voller und das Haarwachstum wird stimuliert. Das ist vergleichbar mit der vollen Haarpracht von Schwangeren, deren Hormonspiegel ganz natürlich ansteigt.
Da die meisten Pillen jedoch auch Gestagene (künstliche Hormone, die nicht im Körper vorkommen) enthalten, können diese genau das Gegenteil bewirken. Denn manche Gestagene wirken wie männliche Hormone (androgene Wirkung) und können so bei Frauen, deren Haarwurzeln genetisch bedingt empfindlich auf männliche Sexualhormone (Dihydrotestosteron / DHT) reagieren, zu Haarausfall führen. Daher spricht man auch von androgenetischer Alopezie oder hormonell-erblichem Haarausfall.
Die Haare können dann dünner werden und vermehrt ausfallen. Auch wenn die Pille abgesetzt wird, kann es durch das Ausbleiben der künstlichen Sexualhormone zu Haarausfall kommen. Wenn der Hormonspiegel sinkt, muss sich der weibliche Körper wieder daran „gewöhnen“, das Östrogen in den Eierstöcken selbst zu produzieren und den natürlichen Zyklus (Eisprung) selbst zu steuern.
Wenn Sie während der Einnahme der Pille einen erhöhten Haarverlust feststellen, sollten Sie mit Ihrem Gynäkologen sprechen. Beim Absetzen der Pille reguliert sich das Problem meist von selbst. Sollte der Haarausfall jedoch anhalten, wenden Sie sich an einen Hautarzt. Unterstützend können Sie die geschwächten Haarwurzeln mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgen. Dies erhöht die Haardichte, steigert das Haarvolumen und verbessert die Haarqualität.
Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, den Haarausfall zu mildern. Ein Wechsel zu einer Pille mit geringerem Gestagengehalt kann eine mögliche Lösung sein. Gestagene wie Desogestrel, Gestoden oder Norgestimal, die eine geringere androgene Wirkung haben, können dabei helfen, den Haarausfall zu reduzieren. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich hierbei von Ihrem Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin beraten lassen, um die für Sie passende Option zu finden.
Zudem klagen viele Frauen über diffusen Haarausfall nach dem Absetzen der Pille. Der Grund hierfür liegt im starken Absinken der Östrogenspiegel im Körper. Dadurch wechseln die Haare im Wachstumsstadium (Anagenphase) plötzlich in das Ruhe- und Ausfallsstadium (Telogenphase). Durch den veränderten Haarzyklus bemerkt man den vermehrt einsetzenden Haarausfall oft erst einige Wochen nach Absetzen des Medikaments.
In der Regel normalisiert sich der Haarausfall im Laufe der Zeit von selbst, und die verlorenen Haare beginnen nachzuwachsen. Sollte der Haarausfall jedoch über mehrere Monate anhalten oder sehr stark ausgeprägt sein, ist es ratsam, einen Facharzt/eine Fachärztin zur Abklärung aufzusuchen. Eine professionelle medizinische Einschätzung kann dabei helfen, mögliche Therapieansätze zu identifizieren.
Während dieser Zeit können jedoch einige Maßnahmen ergriffen werden. Es gibt verschiedene Shampoos, Conditioner und Tonics auf dem Markt, die speziell für Frauen mit nicht krankheitsbedingtem Haarausfall entwickelt wurden, wie das Pantovigar® Shampoo und Pantovigar® Tonic für Frauen. Viele Frauen kennen es: vermehrter Haarausfall durch einen aus dem Gleichgewicht geratenen Hormonhaushalt.
Bei Frauen kann der Haarausfall viele Ursachen haben, wie z.B. eine Schwangerschaft, die Wechseljahre, die Einnahme bzw. das Absetzen der Antibabypille oder eine erbliche Veranlagung. Um eine passende Therapie zur Bekämpfung des Haarausfalls zu finden, ist eine fachärztliche Beratung beim Dermatologen oder ggf. Gynäkologen zur Klärung der eigentlichen Ursache des Haarausfalls sehr wichtig.
Haarausfall kann für viele Frauen ein sensibles Thema sein, da das Aussehen der Haare oft eng mit dem Selbstwertgefühl und dem persönlichen Erscheinungsbild verbunden ist. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Haarausfall nach dem Absetzen der Pille meist nur eine vorübergehende Phase ist und es Möglichkeiten gibt, damit umzugehen.
Während dieser Zeit ist es von großer Bedeutung, das Selbstvertrauen zu bewahren und sich selbst mit Freundlichkeit und Akzeptanz zu behandeln. Es kann hilfreich sein, sich daran zu erinnern, dass Haare ein natürlicher Teil des Körpers sind und dass ihre Gesundheit von vielen Faktoren abhängt, die manchmal außerhalb der eigenen Kontrolle liegen.
Es kann auch von Vorteil sein, mit anderen Frauen zu sprechen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Austausch von Erfahrungen, Sorgen und Tipps kann dazu beitragen, sich verstanden zu fühlen und neue Perspektiven zu gewinnen. Online-Foren, Support-Gruppen oder der Besuch von Veranstaltungen zum Thema Haargesundheit können Möglichkeiten bieten, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.
In der modernen Medizin haben sich verschiedene innovative, minimalinvasive Behandlungsmethoden als wirksam erwiesen, um dem durch die Einnahme der Pille verursachten Haarausfall entgegenzuwirken - allen voran die Mesotherapie, die PRP-Therapie und das NutriRoot-Verfahren.
Alle drei Behandlungen erfordern mehrere Sitzungen, um optimale Ergebnisse zu erzielen, und bieten eine wirksame Lösung für Frauen, die unter Haarausfall infolge der Einnahme der Pille leiden.
Haare brauchen zum gesunden Wachstum B-Vitamine, Zink, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin A, Vitamin E, Eisen, Magnesium, Selen als wichtigste Mikronährstoffe.
Sämtliche notwendigen Vitamine, Spurenelemente und Mineralien wurden supplementiert, nach 6 Wochen war der Haarausfall gestoppt und kleine Härchen wuchsen zur Begeisterung der Patientin, der Friseuse und von mir fleissig nach. Der Besuch beim Dermatologen 3 Monate später erbrachte bei Analyse der Haarwurzel keine neuen Erkenntnisse, er befürwortete den Einsatz der Mikronährstoffe. Nach insgesamt 6 Monaten war auch äusserlich von einem Haarausfall nichts mehr zu sehen.
Die vorrangige Aufgabe der Pille ist es, ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Um ihre kosmetischen Nebeneffekte jedoch ranken sich viele Mythen. So soll sie etwa das Gewicht beeinflussen, Akne bekämpfen und Haarausfall stoppen. Hormone spielen eine zentrale Rolle im menschlichen Körper und wirken sich unter anderem auf das äußere Erscheinungsbild aus.
Die Annahme, dass auch die Antibabypille das Aussehen beeinflussen kann, liegt daher nahe. Während sich manche Frauen von der Pille mehr als nur Empfängnisschutz erhoffen, befürchten andere ungewollte Veränderungen ihres Körpers. Die Wissenschaft zeigt, welche Nebeneffekte die Pille tatsächlich haben kann.
Einfluss auf das Körpergewicht: Das Gerücht, Frauen würden aufgrund der Pille zunehmen, wird durch Studien weitgehend entkräftet. Sowohl die Kombi- als auch die Minipille haben kaum Einfluss auf das Körpergewicht. Das in Kombi-Pillen enthaltene Hormon Östrogen kann lediglich bewirken, dass der Körper etwas mehr Wasser im Gewebe speichert. Bei manchen Frauen kann dies dazu führen, dass sie ein bis zwei Kilo zulegen. Einige Pillenpräparate enthalten allerdings auch Wirkstoffe, die diesem Effekt entgegenwirken. Wassereinlagerungen betreffen also nicht alle Frauen, die die Pille nutzen.
Einfluss auf die Haut: Das Hautbild vieler Frauen verbessert sich tatsächlich drastisch, sobald sie beginnen, die Pille zu nehmen. Unreine Haut wird oft durch Androgene verursacht. Dabei handelt es sich um männliche Sexualhormone, die die Talgproduktion ankurbeln. Das Östrogen der Kombi-Pille sorgt dafür, dass der Körper weniger Androgene bildet. Sinkt der Androgenspiegel, gehen auch Hautunreinheiten zurück. Bereits nach ein bis zwei Monaten können viele Frauen deutliche Veränderungen feststellen. Das gilt sowohl für entzündliche als auch für nichtentzündliche Akne.
Einfluss auf den Haarwuchs: Gegen Haarausfall wirkt die Pille häufig nur geringfügig. Allerdings kann sie sehr effektiv unerwünschtem Haarwachstum entgegenwirken: Etwa 15 Prozent aller Frauen entwickeln dichte Haare an Körperstellen, an denen sonst eher Männer behaart sind, etwa auf der Brust oder im Gesicht. In der Medizin wird dieses Phänomen als Hirsutismus bezeichnet.
Kein Allheilmittel: Obwohl die Antibabypille das Hautbild verbessern und Haarwuchs ausbremsen kann, wird davon abgeraten, sie für rein kosmetische Zwecke anzuwenden. In Deutschland wird das Medikament deshalb nur in Ausnahmefällen zur alleinigen Behandlung von Akne oder Hirsutismus verschrieben. Leiden Sie stark unter bestimmten Aspekten Ihres Aussehens, ist es ratsam, sich ärztlich beraten zu lassen.
Neben genetisch bedingtem Haarausfall gehört der diffuse Haarausfall zu den häufigsten Haarausfallformen bei Frauen. Kennzeichnend für diffusen Haarausfall ist, dass das Haar auf dem gesamten Kopf ausdünnt. Viele Frauen bemerken das, wenn sie sich einen Pferdeschwanz binden und der Durchmesser des Zopfes immer weniger wird. Mehr Haare auf dem Kissen und im Abflusssieb der Dusche bestätigen oft den Verdacht, dass die Haare verstärkt ausgehen.
Die Ursachen für diffusen Haarausfall sind vielfältig. Oftmals ist es ein Eisenmangel, welcher der Haarpracht zusetzt. Auch Erkrankungen, beispielsweise der Schilddrüse, ein Nährstoffmangel, die Einnahme bestimmter Medikamente, psychische Faktoren wie Stress oder hormonelle Einflüsse können den Haarverlust begünstigen. Meist zeigt sich der Haarausfall drei bis sechs Monate nach dem haarschädigenden Ereignis. Der Blick zurück in die Vergangenheit lohnt sich also, wenn man dem Auslöser auf die Spur kommen möchte.
Die gute Nachricht ist: "Diffuser Haarausfall lässt sich in der Regel stoppen, wenn sich der auslösende Faktor beheben lässt. Dann setzt das Haarwachstum meist innerhalb eines halben Jahres wieder ein", sagt der Hautarzt Dr. Uwe Schwichtenberg.
Hormonelle Veränderungen im Körper der Frau zählen zu häufigen Ursachen von diffusem Haarausfall. Dazu gehören die Pubertät, die Zeit während und nach einer Schwangerschaft sowie die Wechseljahre mit ihrem verringerten Östrogenspiegel. Meist fällt Frauen einige Monate nach einer Schwangerschaft auf, dass die Haare weniger werden. Laut dem Berufsverband der Frauenärzte e. V. (BVF) leidet jede zweite Frau in den Wechseljahren unter Haarausfall. Hormonelle Verhütungsmittel wirken ebenfalls auf den Hormonspiegel ein. Auch dann ist es möglich, dass diffuser Haarausfall auf das Verhütungsmittel zurückzuführen ist.
"Hier geht es oftmals nicht darum, dass die aktuelle Pille selbst den Haarausfall verursacht, sondern die 'Stresssituation' der Änderung der hormonellen Situation ist der Auslöser", erklärt Schwichtenberg. "Ein Wechsel der Pille muss deshalb gar nicht immer die richtige Reaktion sein, da dies die nächste Änderung des Hormonstatus wäre."
Kann unter der Einnahme Haarausfall auftreten, ist das in der Packungsbeilage des Medikaments unter "Nebenwirkungen" aufgezeigt. Auch wenn Frauen das Verhütungsmittel wechseln oder absetzen, kann unter Umständen Haarausfall auftreten. Doch warum verursacht die "Pille" oder ein anderes hormonelles Verhütungsmittel überhaupt Haarausfall?
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