Schnell fettendes Haar, empfindliche Kopfhaut oder Schuppen - die richtige Pflege für das eigene Haar ist nicht immer einfach. Zudem geht bei der Reizüberflutung an Angeboten in Drogeriemärkten schnell der Überblick verloren. Oftmals greift man aus Zeitgründen unüberlegt zu irgendeinem beliebigen Shampoo, welches nicht unbedingt auf die eigenen Haarbedürfnisse angepasst ist.
Wer sich hingegen bei der Shampoo-Auswahl mehr Zeit nimmt und ein auf die eigene Haarstruktur angepasstes Shampoo kauft, tut seinem Haar etwas Gutes. Mittlerweile gibt es neben dem flüssigen Shampoo auch festes Shampoo und Haarseifen.
Festes Shampoo zeichnet sich dadurch aus, dass ihm Wasser entzogen und es anschließend in Form gepresst wird. Wenn es mit Wasser in Berührung kommt, funktioniert es demnach wie flüssiges Shampoo. Die Konsistenz erweist sich jedoch als etwas bröckelig.
Festes Shampoo schäumt man in den Händen auf oder reibt es direkt auf die Haare. Haarseife funktioniert ähnlich wie festes Shampoo. Hier schneiden Nutzerinnen und Nutzer im Vorhinein ein kleines Stück der Seife ab, um nicht die ganze Seife auf einmal zu verwenden. Den Rest der Seife bewahrt man in einem Seifensäckchen oder einem Kunststoffgefäß auf. Haarseife zeichnet sich vor allem durch ihre schonende Reinigung aus.
Wer feines oder dünnes Haar hat, sollte beim Waschen nur eine kleine Menge an Shampoo verwenden, um das Haar nicht zusätzlich zu beschweren. Um den feinen Strukturen ein wenig mehr Volumen und Schwung zu verleihen, eignen sich Volumen-Shampoos wie das Batiste Heavenly am besten. Zusätzliche Pflegeprodukte wie Kuren und Spülungen sollten Nutzerinnen und Nutzer nur in Maßen verwenden, da diese die Haare noch dünner und platter wirken lassen.
Dickes Haar lässt sich oft schwer bändigen und wirkt strohig. Aus diesem Grund greift man zu einem Feuchtigkeitsshampoo wie dem Kérastase Nutritive Bain Satin 2, welches dem Haar ausreichend Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit verleiht.
Gefärbtes Haar wäscht man grundsätzlich eher selten, um die Haare nicht zusätzlich zu strapazieren. Färben schädigt und strapaziert die Haare. Aus diesem Grund braucht es besonders viel Pflege. Zunächst greifen Nutzerinnen und Nutzer zu einem Color-Shampoo wie dem L'Oréal Serie Expert Vitamino Color Shampoo, welches speziell für gefärbtes Haar geeignet ist.
Nicht jeder ist von Natur aus mit schönem, glänzendem Haar gesegnet. Wer trockenes Haar hat, muss seine Haare mit viel Feuchtigkeit versorgen. Aus diesem Grund sind Haarkuren- und Öle, die pflegende Stoffe wie Mandel- oder Arganöl enthalten, empfehlenswert.
Nutzerinnen und Nutzer, die mit einem schnell fettenden Haaransatz zu kämpfen haben, können zu Produkten wie dem Head & Shoulders Citrus greifen. Um eine schuppige Kopfhaut zu verhindern, können Nutzerinnen und Nutzer feuchtigkeitsspendende Produkte verwenden. Hier eignen sich beispielsweise Shampoos mit Kokosöl. Das Sante Naturkosmetik Haarpflege Shampoo Kraft & glanz schneidet hier unter den Kundenbewertungen sehr gut ab.
Wer unter Haarausfall leidet, sollte zu Produkten aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Arganöl oder Aloe Vera greifen. Bei Haarbruch helfen Produkte mit Keratin. Keratin repariert die Haare und baut sie von innen auf. Ein gutes Shampoo mit Keratin ist laut Kundenbewertungen das Syoss Haarpflege Keratin Shampoo. Zudem ist die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln möglich, welche gegen Haarbruch wirken.
Die Auswahl an Shampoos auf dem Markt ist vielfältig und reicht von teuren Spezialshampoos bis hin zu preisgünstigeren Drogerieprodukten. Zu den teureren Marken gehören Olaplex und Kerastase Paris. Olaplex zeichnet sich vor allem durch seine einzigartige Olaplex-Technologie aus, die Disulfidbindungen aufbaut, sodass gesunde und glänzende Haare das Ergebnis sind. Die Preise liegen hier bei ungefähr 24 Euro. Kerastase Paris ist die weltweit berühmteste Luxus-Haarpflege Marke und bietet eine breite Produktpalette für jeden Haartyp an. Sie ist eine Tochtergesellschaft der preisgünstigeren französischen Marke L’Oreal und zeichnet sich durch ihre Qualität und Vielfalt aus.
Neben diesen Produkten gibt es auch günstigere Marken aus der Drogerie, welche ebenfalls empfehlenswert sind. Zu ihnen gehören Nivea, Schauma, Pantene Pro-V, Guhl, Plantur, Sante, Garnier, Dove, Fanola, Schwarzkopf, Alpecin, Sebamed und Lavera. Auch hier gibt es eine umfangreiche Produktpalette, welche sich im preislichen Rahmen von 2 bis 15 Euro befindet.
In der Juni 2020-Ausgabe von Stiftung Warentest werden zahlreiche Shampoos auf Wirkung und Umweltfreundlichkeit getestet. Neben flüssigen und festen Shampoos gibt es auch Haarseifen. In der Juni 2020-Ausgabe von Stiftung Warentest werden vier Haarseifen verglichen. Feste Shampoos sollen besser für die Umwelt sein, denn sie sparen viel Verpackungsmüll. In der Juni 2020-Ausgabe stellt Stiftung Warentest diverse feste Shampoos auf die Probe.
Zahlreiche Hersteller bieten Shampoos an, die gegen Schuppen helfen sollen. Öko-Test hat 27 Anti-Schuppen-Shampoos getestet. Bekannte Marke fällt im Testbericht mit Note „ungenügend“ durch.
Im Laufe des Lebens leidet fast jeder Zweite unter Schuppen, doch die Gründe dafür sind unterschiedlich. Während trockene Schuppen durch eine überstrapazierte Kopfhaut entstehen, werden fettige Schuppen meist durch Hefepilze verursacht.
27 Anti-Schuppen-Shampoos aus Supermärkten, Drogerien und dem Onlinehandel wurden von Öko-Test auf ihre Inhaltsstoffe überprüft. Sieben Shampoos sind mit einem Naturkosmetik-Zertifikat versehen. Mithilfe der Inhaltsstoffliste überprüfte Öko-Test die Produkte auf problematische Anti-Schuppen-Wirkstoffe, umweltbelastende Stoffe und Mikroplastik. Darunter auch waschaktive Substanzen, die zwar für den typischen Schaum sorgen, aber die Haut anfälliger für Fremd- und Schadstoffe machen.
Zusätzlich verlangte Öko-Test von den Herstellern die Nennung der Anti-Schuppen-Wirkstoffe und dazugehörige Studien oder Quellen, die die tatsächliche Wirksamkeit belegen. Sieben der getesteten Shampoos erhielten im Testbericht die Note „sehr gut“, darunter sechs Produkte mit Naturkosmetik-Zertifikat. Öko-Test stellt fest, dass diese die Kopfhaut durch pflanzliche Wirkstoffe schonender und milder pflegen.
18 der 20 konventionellen Produkte enthalten milde Wirkstoffe wie Piroctonolamin, das Bakterien, Hefen und Pilze verhindern soll. Öko-Test fasst allerdings zusammen: „Für manche Typen von Schuppen bräuchte es gar kein Schuppen-Shampoo mit fungizidem Wirkstoff.
Drei der Shampoos erhalten die Note „ungenügend“ und werden von Öko-Test insbesondere für Inhaltsstoffe kritisiert, die die Kopfhaut zusätzlich reizen können. Im Fokus der Kritik steht dabei, dass die Hersteller auf ihren Shampoos zusätzlich damit werben, dass ihre Produkte für trockene Kopfhaut geeignet seien. Unter den Verlierern des Testberichts befindet sich auch ein bekanntes Produkt, das laut Öko-Test weitere problematische Stoffe aufweist. Das Versprechen bei trockener Kopfhaut zu helfen, bezeichnet Öko-Test als „frech“, da die Inhaltsstoffe für Kopfhaut und Umwelt schlecht seien.
Für Personen mit fettigen Schuppen können sich Anti-Schuppen-Shampoos durchaus eignen, da sie der erhöhten Talgproduktion entgegenwirken. Durch diese entstehen Hefepilze, die Juckreiz und Entzündungen verursachen können. Wer unter trockener Kopfhaut kann die Ursachen nicht mit Anti-Schuppen-Shampoos kaum bekämpfen. Laut Öko-Test helfen hier mildere Shampoos, um Spannungsgefühle und Juckreiz zu lindern. Zu heißes oder häufiges Waschen trocknet die Kopfhaut weiter aus und sollte daher vermieden werden.
Seit März 2022 ist Zinkpyrithion - jahrelang wichtigster Wirkstoff zur Schuppenbekämpfung - in der EU verboten. Die EU hat den Stoff als "vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen" eingestuft. Zinkpyrithion musste in unseren Augen auch deshalb aus Kosmetik verschwinden, weil es hautreizend ist und giftig für Wasserorganismen. Für Schuppen-Shampoos hat damit eine neue Zeitrechnung begonnen.
Tatsächlich ist in diesem Test nur noch ein einziges Produkt übrig, das wir wegen seines Wirkstoffes kritisieren. Auch dieser Stoff wirkt gegen Pilzbefall auf der Kopfhaut und gehört zur Gruppe der umstrittenen halogenorganischen Verbindungen, die sich in Gewässern und Sedimenten anreichern können.
Erfreulich: Alle anderen Shampoos im Test arbeiten mit Antischuppen-Mitteln, die wir für unbedenklich halten. Allerdings gibt es auch andere Ursachen für Kopfschuppen: Bei trockener Kopfhaut sorgen nicht Pilze für das Abschuppen, sondern fehlende Feuchtigkeit. Die Begründung der Hersteller: Verbraucher wüssten meist nicht, welche Art von Schuppen sie haben, deshalb sollen die Formulierungen für alle Hautzustände und Schuppenarten helfen.
Uns erscheint das wenig sinnvoll, wir raten bei trockener Kopfhaut: Lieber zunächst bei den Ursachen ansetzen und versuchen, die Kopfhaut wieder ins Lot zu bringen. Zum Beispiel ein ganz normales, milderes Shampoo ausprobieren oder eines der Naturkosmetik-Shampoos im Test. Vermutlich wird auch ein Shampoo mit einem Antipilz-Mittel als Wirkstoff eine leichte Linderung der Beschwerden bringen, denn trockene Haut ist wehrloser gegen die Ausscheidungen der in jeder Hautflora vorkommenden Hefepilze.
Leider sind längst nicht alle problematischen Inhaltsstoffe aus Anti-Schuppen-Shampoos verschwunden, vier Produkte fallen sogar mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Haupttensid in 19 von 20 konventionellen Shampoos ist Sodium Laureth Sulfate. Das Tensid schäumt zwar super, dringt aber auch in die äußerste Schutzschicht der Haut, die Hornschicht, ein.
Komplett unverständlich finden wir es, wenn ein Shampoo mit dieser Tensid-Kombi auch noch explizit für trockene Kopfhaut ausgelobt ist. Das ist im Test einmal der Fall. Das finden wir frech, zumal das Labor noch mehr problematische Stoffe in dem Shampoo vorgefunden hat: ein Rückstand an halogenorganischen Verbindungen, unter denen sich hautreizende Stoffe befinden können, plus den synthetischen Moschusduft Galaxolid.
Zu guter Letzt kritisieren wir auch die in dem Shampoo enthaltenen Silikonöle. Anti-Schuppen-Shampoos gründlich einmassieren und eventuell kurz einwirken lassen.
Der Umwelt wegen, für mehr Nachhaltigkeit im Badezimmer und auch im Sinne deines Körpers bietet ein Shampoo ohne Mikroplastik eine gute Alternative zum herkömmlichen Produkt.
Ob in deiner Haarpflege Mikroplastik enthalten ist, kannst du der INCI-Liste auf der Rückseite der Verpackung entnehmen - hierbei kannst du auf Nennung "poly" achten. Mittlerweile finden sich auf vielen Verpackungen sogar gut sichtbare Vermerke dank denen du direkt siehst, ob im Produkt Mikroplastik enthalten ist oder nicht - aber natürlich auch nicht immer.
Alternativ oder als Ergänzung empfehle ich die beiden Apps CodeCheck oder ToxFox. Mit diesen kannst du den Barcode des jeweiligen Produkts scannen, woraufhin die Inhaltsstoffe in einem Ampelsystem kategorisiert werden. So erkennst du schnell, auf welches Produkt es sich setzen oder verzichten lässt.
Im Folgenden stellen wir dir die besten Produkte für deine Haarpflege vor - darunter Shampoo ohne Mikroplastik aus der Naturkosmetik, Clean Beauty und solche, die eine solide Alternative zur Formulierung mit Kunststoff darstellen.
Neben der Wahl des richtigen Shampoos gibt es noch weitere Faktoren, die die Gesundheit und das Aussehen Ihrer Haare beeinflussen können:
Mit der richtigen Pflege können Sie Ihre Haare gesund und schön erhalten.
Überblick über die getesteten Shampoos:
| Produktmodell | Preis ca. | Für empfindliche Kopfhaut geeignet | Positiv | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|---|
| Antischuppen Shampoo von Vichy | ca. 19 € | Ja | Verbessert die Kopfhautgesundheit | Gleich lieferbar |
| Ketozolin 2% Shampoo von Dermapharm AG Arzneimittel | ca. 17 € | Nein | Reinigt die Kopfhaut tief | Gleich lieferbar |
| Brennnessel Shampoo von Urtekram | ca. 10 € | Ja | Shampoo mit natürlichen Inhaltsstoffen | Gleich lieferbar |
| SP Clear Scalp Shampoo von Wella | ca. 9 € | Nein | Tägliche Anwendung möglich | Gleich lieferbar |
| Schuppen-Killer Shampoo von Alpecin | ca. 14 € | Nein | Tägliche Anwendung möglich | Gleich lieferbar |
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