Amla-Öl ist hierzulande noch relativ unbekannt, obwohl es in der ayurvedischen Medizin schon seit Jahrtausenden insbesondere für die Haarpflege eingesetzt wird.
Amla-Öl wird aus der indischen Stachelbeere (oder indische Gansbeere), der Frucht des Amla-Baumes, gewonnen. Diese werden vor allem in Süd- und Südostasien und einigen Teilen Ostafrikas angebaut. Der Amlabaum hat seinen Ursprung in Indien und Südostasien und wird hauptsächlich immer noch dort angebaut. Dort gedeiht er in trockenem und tropischem Klima und ist widerstandsfähig auch bei niedriger Wasserzufuhr und Trockenheit. Kommerziell findet sich der Amlabaum heutzutage aber auch häufig im Mittleren Osten.
Was viele nicht wissen: Amla ist eine der wichtigsten und am meisten genutzten Heilpflanzen in der ayurvedischen Medizin, da die kleine grüne Frucht viele verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen hat. Die ayurvedische Medizin verwendet Amla-Öl nicht nur für die Haare. So soll es gegen Krankheiten wie Diabetes helfen und sogar den Alterungsprozess verlangsamen. Amlabeeren befinden sich auch in der traditionellen ayurvedischen Trockenbeerenmischung „Triphala“, die dein Immunsystem stärken und deine Darmtätigkeit anregen soll.
Das bereits seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin verwendete Amla-Öl besitzt zahlreiche wertvolle Nährstoffe. Hier sind einige wichtige Fakten:
Haarausfall ist oft eine Folge hormoneller Prozesse im Körper. Es gibt ein Enzym (5-Alpha-Reduktase), das Testosteron, ein männliches Hormon, das sowohl bei Männern als auch bei Frauen vorkommt, in Dihydrotestosteron (kurz DHT) umwandelt. DHT kann sich an die Haarwurzeln heften und das Wachstum der Haare hemmen. In der Folge kann es zu Haarausfall kommen. Amla und damit auch Amla-Öl blockieren das Enzym, das für diesen Prozess verantwortlich ist. Das Haarwachstum gewinnt wieder an Geschwindigkeit und die Haare werden nach und nach wieder voller.
Es gibt eine Reihe von verschreibungspflichtigen Haarausfall-Medikamenten, die auf dieselbe Weise wirken - der Hemmung von 5-Alpha-Reduktase. Allerdings kann es bei der Einnahme dieser Mittel zu unschönen Nebenwirkungen wie Schlafstörungen und depressiven Verstimmungen kommen. Amla-Öl dagegen hat so gut wie keine Nebenwirkungen und ist daher eine geeignete Alternative.
In der ayurvedischen Medizin wird Amla-Öl auch eingesetzt, um das Ergrauen der Haare zu verlangsamen. So soll das Öl die Produktion eines Enzyms (Katalase) anregen, das wichtig ist, damit das Haar seine Farbe behält. Auch wenn noch nicht gänzlich ergründet ist, warum wir im Alter ergrauen, so hat man herausgefunden, dass dies mit der Abnahme von Katalase zusammenhängen könnte.
Viele Shampoo-Hersteller bieten bereits Haarwaschmittel mit Amlaöl an. Diese enthalten allerdings oft auch noch andere Inhaltsstoffe, die nicht so gut für Ihr Haar sein können. Deshalb ist es besser, ein reines Öl zu verwenden. Amla können Sie zur reinen Pflege oder auch als Haarmaske verwenden. Gerade bei fettigem Haar bietet sich eine Haarmaske an. So geht’s: Massieren Sie nach dem Waschen ca. 6 Tropfen in die Kopfhaut und Spitzen ein. Anschließend lassen Sie das Öl mindestens eine Stunde oder den Tag über einwirken und waschen es anschließend mit Wasser oder Shampoo aus.
Amla-Öl sollte ca. 2-3 mal pro Woche angewendet werden. Hierfür das Öl sorgfältig auf das trockene oder angefeuchtete Haar sowie die Kopfhaut geben und einmassieren. Hier sollte es für mindestens 1-2 Stunden einwirken. Danach mit Shampoo auswaschen. Das Amla-Öl kann jedoch auch gut am Abend aufgetragen werden und über Nacht einwirken.
Anwendung bei trockenem Haar: Haben Sie trockenes Haar? In diesem Fall müssen Sie das Amla Öl nicht auswaschen, sondern können es einfach weiter einwirken lassen. Hinweis: Shampoo mit Silikon sollten sie vermeiden. Silikon umschließt nämlich die äußere Haarschicht, sodass Nährstoffe nicht mehr aufgenommen werden können. Das Öl legt sich dann ebenfalls nur um die Silikonschicht.
Das Amla-Öl kann auch als Kur in trockene Längen und/oder Spitzen gegeben werden. Hier sollte es ebenfalls 1 bis 2 Stunden einziehen, bevor du es wieder auswäschst.
Das aus den Amla-Beeren gewonnene Öl muss weite Transportwege zurücklegen. Achte beim Kauf am besten darauf, dass das Amla-Öl ein zertifiziertes Naturkosmetik-Produkt ist. Am besten ist es, wenn Sie auf zertifizierte Naturkosmetik setzen. So können Sie sich sicher sein, dass die Produkte nachhaltig angebaut wurden. Viele herkömmliche Betriebe benutzen leider häufig noch schädliche Pestizide und Düngemittel - und das schadet nicht nur der Natur, sondern kann sich auch negativ auf die Qualität des Amla Öls auswirken.
Bisher sind keine nennenswerten Nebenwirkungen bei der Verwendung von Amla-Öl bekannt. Allerdings sollte man das Öl nicht zu häufig einsetzen. Das in Amla in hohen Mengen enthaltene Vitamin C kann bei übermäßigem Einsatz Rötungen und Juckreiz auslösen. Durch den hohen Vitamin C Gehalt kann es nämlich bei zu häufiger Anwendung zu Rötungen und Juckreiz kommen.
Und noch eine Info vorab: Amla-Öl kann einen sehr eigentümlichen, mitunter auch strengeren Geruch haben. Daher sollte man das Öl in jedem Fall wieder gründlich auswaschen. Aber keine Sorge: Nach der Haarwäsche ist von dem Geruch nichts mehr wahrzunehmen.
Trotzdem: Wie immer bei der Verwendung von natürlichen Ölen auf der Haut, solltest du bei der ersten Verwendung ausprobieren, wie du auf das Produkt reagierst. Verteile zum Beispiel einen Tropfen des Öls auf der Innenseite deines Unterarms und beobachte, ob deine Haut reagiert.
Amla Öl Verwendung kann nicht nur für Ihre Haare sinnvoll sein, sondern auch Ihrer Haut gut tun. Warum? Amla Öl besitzt einen sehr hohen Vitamin C Gehalt. Die frische Frucht enthält rund 12-18 mal so viel Milligramm Vitamin C wie eine Zitrone. Vitamin C gilt als Kollagen-Booster, welches die Haut strafft und elastisch hält. Antioxidantien schützen die Haut vor Umwelteinflüssen und verlangsamen die Hautalterung.
Die Amla-Frucht kann oxidativen Stress reduzieren und den allgemeinen Alterungsprozess verlangsamen. Weiterhin senkt die Frucht erhöhte Entzündungswerte und einen hohen Blutzuckerspiegel. Generell wird Ihr Immunsystem durch die enthaltenen Antioxidantien und das Vitamin C gestärkt. Sogar bei einer Schilddrüsenunterfunktion kann es helfen.
Amla regt den Stoffwechsel an und erhöht die Proteinzufuhr. Dadurch kann die Frucht auch beim Abnehmen behilflich sein. Außerdem reguliert sie den gesamten Stoffwechsel. Die Wirkstoffe der Amla bekämpfen Bakterien und können bei Verdauungsbeschwerden sowie Magengeschwüren helfen. Sogar die Magensäure und Leber werden mit den Wirkstoffen der Amla gestärkt. Dadurch wird wiederum die Entgiftung sowie Fettverbrennung des Körpers angeregt. Auch bei Reiz- und Krampfhusten kann die Amla-Frucht guttun.
Darüber hinaus verhilft Ihnen das Vitamin C in der Frucht nicht nur zu einer strafferen und elastischeren Haut, sondern verbessert auch die Aufnahme von Eisen. Eisen ist vor allem für eine ausreichende Sauerstoffzufuhr im gesamten Körper wichtig.
Durch die wertvollen Antioxidantien wird Ihr Körper und insbesondere das Gehirn vor freien Radikalen geschützt. Somit kann Amla sogar Krankheiten wie zum Beispiel Alzheimer oder Demenz vorbeugen.
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