Muttermale und Leberflecke sind meist kleine Stellen auf der Haut, die sich farblich von der restlichen Haut unterscheiden. Sie können angeboren sein, erst später im Leben auftauchen und auch wieder verschwinden. Manche sind flach, andere leicht erhaben.
Sorgen braucht man sich wegen Muttermalen und Leberflecken aber nicht zu machen. Sie gelten zwar bei Fachleuten als Fehlbildungen in der Haut, sind aber in der Regel harmlos. Allerdings kann ein schwarzer Hautkrebs aussehen wie ein Leberfleck oder in einem Muttermal entstehen. Deshalb ist es ratsam, seine Haut im Blick zu behalten, um auffällige Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Ein Muttermal oder Leberfleck entsteht, wenn sich in der Haut bestimmte Zellen angehäuft haben. Oft sind das Zellen, die das dunkle Farbpigment Melanin enthalten oder an ihre Umgebung abgeben können. Dadurch fallen diese Pigmentmale vor allem auf heller Haut als dunkelbraune Flecken auf.
Fachleute gehen davon aus, dass jeder hellhäutige Mensch etwa 20 solcher Muttermale hat. Auch bis zu 40 solcher Male am Körper gelten noch als normal. Bei Menschen mit dunklerer Haut sind Pigmentmale hingegen seltener.
Ein Muttermal kann von Geburt an zu sehen sein oder erst im Laufe des Lebens erscheinen. Wer wissen möchte, um welche Art es sich genau handelt, kann ärztlichen Rat einholen. Hautmale werden ohnehin kontrolliert, wenn man die Hautkrebs-Früherkennung (Hautkrebs-Screening) in Anspruch nimmt.
Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Muttermal verletzt werden kann, beispielsweise beim Rasieren. Hier sind einige wichtige Informationen und Ratschläge, was zu tun ist, wenn Sie sich beim Rasieren versehentlich in ein Muttermal geschnitten haben.
Ist ein Muttermal ganz oder teilweise erhaben, kann es versehentlich aufgekratzt, abgescheuert oder sogar abgerissen werden - besonders, wenn es in einer Hautfalte sitzt. Oder man verletzt es beim Rasieren.
Hier sind einige Schritte, die Sie unternehmen können, wenn Sie sich beim Rasieren ein Muttermal verletzt haben:
Ein verletztes Muttermal heilt - genau wie Haut an anderen Stellen - meist von allein wieder ab. Die Wunde kann aber schmerzen, Schorf bilden oder sich entzünden. Je nach Tiefe und Größe der Verletzung können Narben zurückbleiben, die das Muttermal nach dem Abheilen anders aussehen lassen.
Wichtig: Man sollte ein Muttermal aber niemals selbst entfernen.
Ein Muttermal oder Leberfleck fällt beim Betrachten der Haut auf. Auch Muttermale, die sich nicht verändern, aber zum Beispiel durch eine ungleichmäßige Form, einen ausgefransten Rand oder erhabene Stellen auffallen, sollte man rasch ärztlich abklären lassen.
Einen Hausarzt aufsuchen solltest du auch auf jeden Fall, wenn dein Muttermal plötzlich häufig juckt und du deshalb daran kratzt oder wenn es ohne ersichtlichen Grund anfängt zu bluten. Denn, ein Juckreiz kann ein Zeichen dafür sein, dass gerade Zellen im Muttermal aktiv sind und dieses sich verändert.
Die Ärztin oder der Arzt schaut sich die Hautstelle genau an und tastet sie ab. Auch die benachbarten Körperregionen werden manchmal abgetastet. Meist wird im Rahmen der Untersuchung die gesamte Haut gründlich angeschaut. Um die Oberfläche eines Muttermals genau betrachten zu können, wird eine spezielle Lupe (Dermatoskop) verwendet.
Wurde ein Muttermal wegen Krebsverdacht entfernt, wird das entnommene Gewebe unter dem Mikroskop genau untersucht.
Um Verletzungen von Muttermalen beim Rasieren vorzubeugen, können folgende Maßnahmen helfen:
Muttermale sind in der Regel harmlos, können sich aber mit der Zeit verändern und zu Hautkrebs führen. Vorbeugen kann man aber sogenannten erworbenen Muttermalen, die vor allem entstehen, wenn man häufig ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Je mehr solcher Muttermale man hat, desto höher ist auch das Risiko, schwarzen Hautkrebs zu bekommen. Auch das Risiko für weißen Hautkrebs ist durch zu viel UV-Strahlung erhöht.
Im Folgenden finden Sie allgemeine Tipps zur Vorbeugung von Hautkrebs:
Die 5-Jahres-Überlebensrate für Melanome im sehr frühen Stadium, die sich nicht ausgebreitet haben, beträgt 99 Prozent. Dies bedeutet, dass fast alle Menschen mit dieser Art von Hautkrebs 5 Jahre nach der Diagnose noch am Leben sind.
Die meisten blutenden Muttermale resultieren aus oberflächlichen Schnitten oder Haken. Wenn ein Muttermal ohne ersichtlichen Grund blutet oder wie eine offene Wunde aussieht, wenden Sie sich zur Beurteilung an einen Arzt.
| Symptom | Mögliche Ursache | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|---|
| Blutendes Muttermal nach Rasur | Oberflächlicher Schnitt | Wunde reinigen, desinfizieren, Druck ausüben, Pflaster verwenden |
| Juckendes Muttermal | Trockene Haut, Reizung, Veränderung des Muttermals | Arzt konsultieren, besonders bei zusätzlichen Symptomen wie Brennen oder Nässen |
| Blutendes Muttermal ohne ersichtlichen Grund | Mögliches Anzeichen für Hautkrebs | Sofortige ärztliche Untersuchung |
| Verändertes Muttermal (Form, Farbe, Größe) | Mögliches Anzeichen für Hautkrebs | Arzt konsultieren und Muttermal untersuchen lassen |
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