Immer mehr berühmte Persönlichkeiten zeigen sich auf Events und auf dem roten Teppich mit grauen Haaren. Viele Frauen wollen das erste graue Haar schnell wieder loswerden. Dabei gehören graue Haare genauso zum Alterungsprozess dazu wie die ersten kleinen Fältchen, und kein Mensch kann diesem Meilenstein entkommen. Statt sich also für die eigenen grauen Haare zu schämen, solltest du mit Stolz zu deiner Haarfarbe stehen.
Viele Frauen im Showbusiness setzen alles daran, so lange wie möglich so jung wie möglich auszusehen. Doch es gibt auch prominente Frauen, die ohne Probleme zu ihrem Alter stehen und auf Beauty-OPs und Filter verzichten. Weitere Promi-Damen mit grauen Haaren haben wir hier für dich.
Hier sind einige bekannte Persönlichkeiten, die graue Haare mit Würde und Stil tragen:
Auch andere bekannte Persönlichkeiten wie George Clooney und Schauspieler Michael Degen tragen graue Haare mit Selbstverständlichkeit.
Bekannte deutsche Schauspieler mit grauen Haaren
Nachlassende Sehkraft, dafür mehr und mehr graue Haare? Ja, der 53-Jährige braucht eine Brille. Dass er damit nun wieder alles gestochen scharf erkennen kann, hat aber auch seine Nachteile. "Man sieht leider nicht nur die eigenen Makel, sondern auch - zum Beispiel in der Sekunde vor dem Kuss - die des Partners", schreibt der Schauspieler.
Ob Bettina Zimmermann (44) wirklich einen Makel hat? Mit ihr ist Wiesinger seit 2014 liiert. Auch am Aussehen nagt der Zahn der Zeit. Der Waschbrettbauch lässt sich immer schwerer halten, die Haare werden zunehmend grauer. Wiesingers Tipp: tönen oder färben. Natürlich sei dabei jeder seines eigenen Glückes Schmied und könne "frei entscheiden, ob er der Natur einfach so ihren Lauf lässt".
Und dann wäre da ja auch noch die Sache mit der Vergesslichkeit. Wusste man früher als Kind sofort, wo dieser oder jener Gegenstand abgeblieben ist, sieht es mittlerweile ganz anders aus. "Die Brille finde ich fast nie. Das Auto parke ich mit einer Park-App oder fotografiere das nächste Straßenschild, um irgendeinen Anhaltspunkt zu haben", veranschaulicht Wiesinger seine charmante Altersschwäche.
"Ja, der Lack ist ab", gesteht sich Wiesinger selbstkritisch ein, schiebt aber zugleich die Frage des "Na und?" hinterher.
Kai Wiesinger mit grauen Haaren
Viele weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zeigen sich selbstbewusst mit grauen Haaren:
Diese Beispiele zeigen, dass graue Haare nicht nur natürlich sind, sondern auch stilvoll und attraktiv sein können.
Raphael Smarzoch sprach mit Filmkritiker Hartwig Tegeler über Max von Sydow:
Hartwig Tegeler: Ich bin sicher nicht sehr originell, wenn ich sage, das ist der Kreuzritter im "Siebenten Siegel" von Ingmar Bergman. Also wenn der am Strand anlandet und dort in die Kamera schaut und auf einmal der Tod erscheint, mit dem er dann gleich ein Schachspiel spielen wird, da ist eigentlich alles so, was wir von Max Sydow in den nächsten Jahrzehnten auch sehen werden, das ist so drin. Groß, hager; das ist eine archaische Kraft, die er ausstrahlt. Gerade in dieser Geschichte, die im Spätmittelalter spielt, dann die kurzen Haare, die grau sind - die sind natürlich nicht wirklich schon grau da, weil es ein Schwarzweißfilm ist; vermutlich hat er blonde Haare - aber ich habe so immer den Eindruck: die grauhaarige Eminenz im Hintergrund. Und ob sie dann böse oder gut ist, das zeigt sich dann in den unterschiedlichen Filmen.
Max von Sydow im Film "Das siebente Siegel"
Smarzoch: Von Sydow, er war ja auch eine ziemlich markante Erscheinung.
Tegeler: Ja, unbedingt. Er hat ja, bevor er nach Hollywood ging - das war im Jahr 1965 - für die Rolle, die Sie eben schon erwähnten, eben Jesus Christus in "Die größte Geschichte der Welt" ["Die größte Geschichte aller Zeiten", Anm. d. Red.] von George Stevens hatte er bis dahin sechs Filme mit Ingmar Bergman gedreht. Eben unter anderem "Wilde Erdbeeren" oder eben "Das siebente Siegel". Und da ist dieses Charisma sofort spürbar. Man kann natürlich sagen, dass er dann irgendwann auch in eine Schublade geriet. Also der deutsche Offizier in einem Hollywoodfilm - das war Max von Sydow meistens, dann General, der KGB-Offizier, der alle bösen Strippen im Hintergrund zieht, im Hollywoodfilm zum Beispiel bei John Huston. Das ist dann im Film "Der Brief an den Kreml", das ist dann natürlich auch Max von Sydow. Also in gewisser Weise Klischee. Aber das Interessante - und das macht das Besondere eben aus von diesem Schauspieler -, dass er sogar in diesen Nebenrollen immer noch eine Aura, immer noch eine große Ausstrahlung hat. Und Sie haben ja zum Beispiel eben auch erwähnt, er hat sogar in "Game of Thrones" mitgespielt. Das ist eine kleine Rolle, die er spielt - im Endeffekt, für den großen Verlauf dieses Epos, hat es keine große Bedeutung, aber letztendlich ist auch da immer noch dieses Max-von-Sydow-Strahlen da, was teilweise ja kein helles Lichtstrahlen ist, sondern auch ein sehr düsteres Strahlen.
Smarzoch: Wenn ich an Max von Sydow denke, dann, dann blicke ich zurück auf sieben Jahrzehnte Arbeit im Kino. Aber es gibt keine Oscar, keine Golden Globes, dafür nur jede Menge Nominierungen. War er in seinem Spiel vielleicht zu europäisch. Oder lag es an den Rollen?
Tegeler: Ich denke, es lag an den Rollen, denn was ist eigentlich "zu europäisch"? Also das übrigens noch als Ergänzung zu dem, was ich eben versuchte, zu vermitteln. Max von Sydow hatte ja das, was viele männliche Schauspieler in den Fünfziger und Sechzigerjahren hatten, aber auch weibliche Schauspielerinnen: so eine Präsenz vor der Kamera. Und diese Präsenz hat sich bei ihm in gewisser Weise von einem Bergmann'schen, Europäischen dann schon abgelöst. Und wenn er dann diese dunklen Typen im Hintergrund spielte - also meistens wichtige, aber dann doch Nebenrollen -, dann braucht es ganz wenig und die Präsenz war da. Und das ist eigentlich nichts Europäisches. Also zu der Ausstrahlung - stellen wir uns einfach mal vor: "Star Wars", der erste Teil, der in den Siebzigern im Kino war. Was wäre Obi-Wan Kenobi ohne Sir Alec Guinness? - Gar nichts gewesen! Das ist eine Liga von Präsenz, von Ausstrahlung, von Aura. Das ist auch die Präsenz von Max von Sydow.
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