Das Gefühl frisch gefärbter Haare ist herrlich. Doch dafür jedes Mal zum Friseur gehen zu müssen, ist nicht nur zeit-, sondern auch kostenintensiv. Die gute Nachricht ist, dass du deine Haare ganz einfach selber färben kannst. Hier findest du eine detaillierte Anleitung, um deine Haare schonend zu färben und ein optimales Farbergebnis zu erzielen.
Vorbereitung ist alles und vermeidet Tränchen. Bevor du mit dem Haarefärben zu Hause beginnst, solltest du noch ein paar Vorbereitungen treffen und alle notwendigen Utensilien bereitlegen.
1. Farbauswahl: Der erste Schritt ist, dir zu überlegen, welche Haarfarbe du haben möchtest. Ob kühles Blond, elegantes Braun, mystisches Schwarz oder lieber sinnliches Rot, die Auswahl an Farben ist groß. Deine Zielhaarfarbe sollte zu deinem Typ passen. Beachte dafür auch die Farbe deiner Augen und Augenbrauen. Wenn du deine Haare selber färben möchtest, ist es außerdem wichtig, keine zu große Veränderung anzustreben.
Aus dem Zusammenspiel von Teint, Augen- und Haarfarbe ergeben sich unterschiedliche Farbtypen. So gibt es Haarfarben, die Ihren Typ besonders gut unterstreichen, und welche, die weniger gut damit harmonieren. Möchten Sie Ihre natürliche Haarfarbe nur ein wenig auffrischen oder wollen Sie Ihre Haare um mehrere Nuancen heller oder dunkler färben? Je nach Antwort kommen unterschiedliche Produkte infrage: Wünschen Sie sich dunklere Haare, ist eine schonende Tönung ausreichend.
2. Allergietest: Beachte, dass du nach Möglichkeit einen Allergietest machen solltest, bevor du deine Haare färbst. Wie ein solcher Test funktioniert, wird meist in der Packungsbeilage beschrieben und sollte 48 Stunden vor dem Färben durchgeführt werden.
3. Haare waschen: Waschen Sie Ihre Haare vor dem Färben nach Möglichkeit etwa ein bis zwei Tage nicht. So kann die natürliche Talgschicht Ihre Kopfhaut vor großflächigen Farbflecken schützen. Ob du deine Haare vor dem Färben waschen sollst oder nicht, steht in der Packungsbeilage. Manche Farben werden auf trockenem, andere auf nassem Haar angewendet. Die Anwendung von Haarfarbe auf ungewaschenem Haar ist zwar schonender, bietet sich aber nur an, wenn dein Haar keine Rückstände von Styling-Produkten wie Haargel aufweist. Andernfalls kann es sinnvoll sein, die Haare vor dem Färben zu reinigen, um sie von allen Resten zu befreien.
4. Utensilien bereitlegen: Lege dir alles zurecht, was du zum Haare färben benötigen wirst. Meist sind Pinsel oder Applikator, Handschuhe und Mischschale in der Packung enthalten. Lediglich einen Kamm, mit dem du die Haarpartien abtrennen kannst und ein altes Handtuch, um deine Kleidung zu schützen, musst du selbst zu Hause haben. Legen Sie sich ein Handtuch, das ruhig Flecken bekommen darf, um die Schultern.
5. Haut schützen: Damit bei der Haarfärbung keine unschönen Verfärbungen im Gesicht und an den Ohren entstehen, solltest du auf diese Flächen eine fetthaltige Creme wie Vaseline auftragen. Damit Ihre Hände und Ihr Gesicht keine Farbflecken bekommen, nutzen Sie die der Verpackung beiliegenden Handschuhe.
6. Farbe anmischen: Mische nun die Farbe an. Halte dich dabei unbedingt an die Vorgaben in der Packungsbeilage. Bereits geöffnete Färbemittel können nicht aufbewahrt werden.
Einer der wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Haare Färben ist das Auftragen der Haarfarbe. Nimm dir Zeit und trage die Haarfarbe Strähne für Strähne auf. Ein Stielkamm hilft dir beim Teilen der einzelnen Partien. Beim Haare selber Färben ist der Hinterkopf oft ein Problem. Verwende einen kleinen Handspiegel, um dich selbst von hinten sehen zu können. Teilen Sie Ihre Haare mit einem Stielkamm in vier Partien. Gehen Sie dabei zügig, Strähne für Strähne vor. Beim Blondieren starten Sie am besten mit der Nackenpartie, da diese gewöhnlich dunkler ist als das Deckhaar.
Wenn Ihr Haar bereits gefärbt ist und der Ansatz wesentlich heller oder dunkler ist, tragen Sie die Farbe zunächst nur am Ansatz auf und lassen sie einwirken. Gegen Ende der Einwirkzeit tragen Sie die Farbe auch auf den Längen Ihres Haares auf.
Wenn Sie etwa den Ombré- oder Dip-Dye-Stil ausprobieren wollen, bei dem nur die Spitzen in eine Kontrastfarbe getaucht sind, können Sie die Farbe frei Hand in den unteren Längen verteilen - so macht das auch der Profi im Friseursalon. Für die angesagten Crownlights hingegen, bei denen nur der Ansatz in einer kontrastreichen Nuance erstrahlt, tragen Sie die Farbe mit dem beigefügten Applikator auf.
Die Farbe muss nun einwirken. Halte dich auch bei der Einwirkzeit unbedingt an die Angaben in der Packungsanleitung. Genaue Angaben zur jeweiligen Einwirkzeit entnehmen Sie der Packungsbeilage. Halten Sie sich unbedingt an die in der Anleitung vorgegebene Einwirkzeit, da die Coloration sonst unnötig die Kopfhaut strapazieren und nicht zum gewünschten Ergebnis führen kann. Am besten stellen Sie sich dazu einen Timer.
Nun kannst du die Haarfarbe ausspülen. Das machst du mit lauwarmem Wasser so lange, bis keine Farbreste mehr aus dem Haar kommen. Waschen Sie nach Ablauf der Zeit die Haare so lange aus, bis das Wasser klar ist. Gönnen Sie Ihrem Haar anschließend einen reichhaltigen Conditioner. Meist liegt die Pflege der Packung bei.
Gefärbtes Haar ist immer pflegebedürftiger als natürliches. Auch wenn du darauf achtest, deine Haare schonend zu färben, solltest du danach spezielle Color-Haarpflegeprodukte verwenden. Unabhängig davon, ob Sie Ihre Haare zu Hause oder beim Friseur färben: Die Farbänderung strapaziert Ihre Haare. Deshalb brauchen Sie danach eine Extra-Portion Pflege.
Um möglichst lange etwas von Ihrer neuen Haarfarbe zu haben, greifen Sie zu speziellen Pflegeserien für coloriertes Haar. Falls Ihre neue Haarfarbe zu aschig-gräulich ausfällt, können Sie das mit einer Tönung in einer rötlichen oder goldenen Nuance oder mit einem Farbshampoo ausgleichen. Sollten Ihre frisch blondierten Haare einen Gelbstich haben, keine Panik: Mit einem regelmäßig angewandten Anti-Gelbstich-Shampoo lässt sich dieser einfach neutralisieren.
Für die nachgewachsenen Haare muss man nicht zwingend zum Stylisten. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie man einfach den Ansatz selber färben kann!
Haare wachsen im Durchschnitt ungefähr einen Zentimeter pro Monat. Wer gefärbtes, gesträhntes oder getöntes Haar hat, der weiß, dass nach 3 bis 6 Wochen schon Ansätze zu sehen sind.
Das Timing: Stylisten empfehlen eine regelmäßige Coloration nach ca. 4-6 Wochen, je nachdem, wie schnell die natürliche Haarfarbe sichtbar wird. Dabei sollte man darauf achten, nicht zu früh nachzufärben: insbesondere dann, wenn Blondierungsmittel ins Spiel kommen, ist es ratsam, so viel Zeit wie möglich zwischen den Behandlungen zu lassen.
Vorbereitung: Um die Ansätze selber färben zu können, ohne dabei Chaos anzurichten, sollte man eine alte Hose und ein altes T-Shirt anziehen (falls die Farbe kleckert) und einen Kamm, ein altes Handtuch sowie eine Uhr zur Hand haben, um die Farbe im Haar timen zu können.
Auftragen: Der schwierigste Teil beim Ansatz färben ist es, diesen erstmal freizulegen. Dafür nimmt man einen Stielkamm, mit dem man Strähne für Strähne neue Scheitel zieht und dort die nachwachsenden Stellen behutsam mit einem Pinsel behandelt. Um für ein gleichmäßiges Ergebnis zu sorgen, sollte man oben anfangen, über die Seiten weitermachen und schließlich zum Kopfende gelangen. Den Ansatz selber färben kann anfangs etwas schwierig sein.
Einwirkzeit: Sobald die Farbe auf den entsprechenden Stellen ist, stellt man seine Uhr auf die angewiesene Zeit und wartet, bis die Pigmente eingezogen sind. Wenn der Timer klingelt, sollte man vorsichtig die Farbe nochmals in die Kopfhaut einmassieren und maximal fünf weitere Minuten warten.
Ausspülen und pflegen: Vorsichtig sollte man unter lauwarmen Wasser die Farbe nun aus den Haaren auswaschen und dabei seine Kopfhaut massieren. Wer seinen Ansatz selber färben möchte, sollte unbedingt auf die passenden Pflegeprodukte achten. Diese können bei jeder Waschung helfen, die Farbintensität und -dauer zu bewahren.
Dank dieser Anleitung kannst du deine Haare nun färben - doch wie oft eigentlich? Diese Frage ist pauschal schwierig zu beantworten. Die Haarstruktur und der Allgemeinzustand deiner Haare spielen dafür genauso eine große Rolle wie die verwendeten Produkte. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Haare beim Färben strapaziert werden und es daher so selten wie möglich passieren sollte. So können Sie kräftiges Haar oft bereits nach etwa vier Wochen erneut färben, feinem Haar tut dagegen eine längere Erholungspause von etwa acht Wochen gut.
Wenn Ihnen eine Haarfarbe gut gefallen hat, schreiben Sie sich die Nuance für das nächste Mal unbedingt auf. Das erspart Rätsel-Raten am Haarfarben-Regal.
Je nachdem, ob Sie eine vorübergehende oder dauerhafte Farbveränderung möchten, stehen verschiedene Färbemittel zur Wahl. Schaumtönung sind ideal, wenn Sie die neue Farbe erst einmal für einige Haarwäschen ausprobieren möchten. Intensivtönungen halten etwa 6-8 Wochen und waschen sich aus, ohne, dass ein Ansatz sichtbar wird. Wenn Sie sich mit einer Coloration selbst die Haare färben, bleibt die Farbe dauerhaft im Haar. Expert:innen empfehlen bei Farbveränderungen, die mehr als zwei bis drei Nuancen von der Naturhaarfarbe abweichen, sich Schritt für Schritt an die neue Farbe heranzutasten.
Sie möchten Ihre neue Haarfarbe vorab virtuell testen? Bei Schwarzkopf haben Sie in der Color-Lounge die Möglichkeit dazu.
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