Haarausfall beim Waschen: Ursachen und Lösungen

Gesunde, dichte Haare - wer träumt nicht davon? Schönes Haar wird in fast allen Gesellschaften und Kulturen mit Gesundheit, Jugendlichkeit, Schönheit, Stärke und höherem sozialen Status in Verbindung gebracht.

Außerdem schützt Kopfhaar vor UV-Strahlung und vor Kälte. Darum ängstigt ein sichtbarer Verlust von Haaren die meisten Menschen. Wer kennt das nicht: Nach der Haarwäsche findet man ein kleines Haarknäuel im Waschbecken, Dusche oder Badewanne.

Bis zu 100 Haare täglich in Bürste, Kamm oder Abfluss sind normal. Zwischen 75.000 und 150.000 Haare hat jeder Mensch normalerweise auf dem Kopf. Ein Haarausfall von bis zu 100 Haaren täglich ist ganz normal. Zählen muss man aber nicht.

Wenn man aber feststellt, dass das Haar an bestimmten Stellen (etwa Scheitel, Oberkopf, Hinterkopf) dünner nachwächst oder gar nicht mehr wächst, sollte eine Untersuchung beim Arzt stattfinden.

Jedes Haar hat eine mehrjährige Wachstumsphase. Sie dauert durchschnittlich 6 Jahre. Dann endet die Lebensdauer eines Haares. Der Haarfollikel, aus dem das einzelne Haar wächst, wird umgebaut (Katagenphase, 1 bis 2 Wochen). Anschließend bildet der Haarfollikel in der Tiefe ein neues Haar. Es wächst und schiebt das alte Haar aus dem Follikel und damit aus der Kopfhaut (Telogenphase).

Die Haare befinden jeweils in verschiedenen Phasen, deshalb fallen nicht alle auf einmal aus. Zu einem unnatürlich starken Haarverlust kommt es, wenn durch innere oder äußere Einflüsse viele Haare gleichzeitig und zu früh aufhören zu wachsen. Dadurch kommt es nach 2 bis 4 Monaten zu vermehrtem Haarausfall.

Vieles kann Auslöser sein: körperliche Belastungen wie Operationen, schwere Krankheiten wie Krebs, seelischer Stress, Medikamente (Heparinspritzen, Chemotherapie etc.), Hormonschwankungen, schwerer Eisenmangel und vieles mehr. Verstärkter allgemeiner Haarausfall kann akut oder chronisch sein.

Wer also vermehrten Haarausfall bei sich bemerkt, sollte sich Rat bei einem Arzt suchen. Wann fing der Haarausfall an? Welche Medikamente wurden eingenommen oder gespritzt? Hormonelle Schwankungen? Seien Sie nicht schockiert, wenn Ihr Arzt Sie fragt, ob Sie an Syphilis erkrankt sind.

Diagnostik von Haarausfall

Zunächst wird häufig das Blut untersucht; das kann der Hausarzt veranlassen. Weitere Diagnosemethoden sind:

  • Ansehen der Kopfhaut: Es wird die allgemeine Haardichte beurteilt und nach bestimmten Haarausfall-Mustern gesucht, die schon wegweisend für die Diagnose sein können, wie kreisrunder Haarausfall, vermehrter Haarausfall im Scheitelbereich etc. Auch nach Entzündungen, Schuppungen, Vernarbungen oder Infektionen im Bereich der Kopfhaut wird geschaut.
  • Zugtest: Dabei fast der Arzt ein kleines Büschel von 20 bis 30 Haaren und zieht daran. Normalerweise lösen sich dabei weniger als 20 % der Haare.
  • Trichogramm: Der Arzt zupft ca. 50 Haare aus, meist aus dem betroffenen Kopfhautbereich und aus einem Bereich mit normaler Haardichte. Anschließend analysiert der Arzt oder eine Mitarbeiterin die Haarwurzeln mikroskopisch. Sie schauen dabei wird besonders danach, in welcher Phase sich die Haare befinden. Normalerweise sind durchschnittlich 85 % der Haare in der Wachstumsphase, 10 bis 15 % in der Ausfallphase. Außerdem wird begutachtet, wie gesund die einzelnen Haare samt Haarwurzeln aussehen.
  • Digitales Trichogramm: Seit einiger Zeit gibt es das computergestützte Trichogramm. Bei dieser Methode rasiert der Arzt, die Ärztin oder eine Mitarbeiterin die Kopfhaare auf einem etwa 2 cm kleinen, unauffälligen Areal ab. Dieses Areal wird gleich gefärbt und fotografiert - oder nach drei Tagen; das hängt von der Fragestellung ab. Je nach Phase wachsen die Haare dann nach. Wenn zu viele Haare in der Ruhe- oder Ausfallphase sind, ist das unnatürlich.

Ursachen für Haarausfall

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können:

  • Androgenetische Alopezie (AGA): Bei diesem erblich bedingtem Haarausfall reagieren die Haarfollikel empfindlich auf Androgene (männliche Hormone). Typisch bei betroffenen Männern ist die Bildung von Stirn- bis Vollglatzen. Auch Frauen bilden Androgene im Körper, aber in viel geringerer Konzentration. Etwa jede vierte Frau ist mehr oder weniger von erblichem Haarausfall betroffen. Bei ihnen ist typischerweise der Bereich um den Mittelscheitel ausgedünnt.
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata): Typisch sind nahezu kreisrunde, völlig haarfreie Areale. Diese Bereiche können einzeln sein oder miteinander verschmelzen. In schweren Fällen ist der gesamte Kopf betroffen (Alopecia totalis). Fallen alle Körperhaare aus, einschließlich der Augenbrauen und Wimpern, spricht man von Alopecia universalis. Kreisrunder Haarausfall ist eine Autoimmunkrankheit, bei der allerdings die Haarfollikel nicht zerstört werden. Oft heilt die Krankheit innerhalb von 6 bis 12 Monaten spontan wieder aus, und die Haare wachsen wieder normal nach. Aber viele Betroffene bekommen danach auch immer wieder Episoden mit kreisrundem Haarausfall. Weder sind Krankheitsauslöser bekannt noch gibt es Therapien, die sicher bei allen Betroffenen wirken. Bekannt und bewährt ist unter anderen die Therapie mit dem Immunstimulanz Diphencypron (DCP) oder mit dem Immun-dämpfenden Kortisonen.

Haarausfall stoppen | Fit & gesund Interview

Haarausfall ist keine Diagnose, sondern ein Symptom. Grundsätzlich lässt sich der Haarausfall bzw. Royeck: Die Ursachen von Haarausfall sind äußert vielfältig.

  • Vernarbend bedeutet, dass es zu einer irreversiblen Zerstörung der Haarfollikel kommt, meistens durch länger bestehende Entzündungsreaktionen verursacht. Ein neues Haarwachstum ist bei fortgeschrittenem Befall der Haarfollikel dann nicht mehr möglich. Beispiele wären hier z. B.
  • Nicht vernarbend bedeutet, dass es zu keiner irreversiblen Zerstörung der Haarfollikel kommt und neues Haarwachstum prinzipiell wieder möglich ist. Ursachen wären beispielweise Telogenes Effluvium (Diffuser Haarausfall) oder auch alopecia Areata (Kreisrunder Haarausfall).

Telogenes Effluvium kann dabei durch zahlreiche Ursachen bedingt sein, z. B. Royeck: Bei fortbestehenden Entzündungsreaktionen der Kopfhaut (Rötungen, Schmerzen, Schwellungen) sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Weiterhin gilt die Faustregel, dass bei Ausfall von mehr als 100 Haaren pro Tag eine Abklärung erfolgen kann. Wichtig und oft missverstanden ist aber folgender Punkt: Die 100 Haare, welche pro Tag ausfallen dürfen, fallen nicht zwingend aus, sondern verbleiben zunächst über Tage auch einfach nur sehr locker im Haarfollikel.

Haarausfall kann als eines der Symptome von Long Covid sein. Royeck: Die Virusinfektion bzw. die dadurch bedingten internistischen Erkrankungen wie eine Lungenentzündung stellen eine starke Belastung für den Körper da. Eine solche Belastung kann zur Entwicklung eines sog. Dies bedeutet, dass das Haar aus seiner Wachstumsphase in die Ausfallphase (Telogene Phase) wechselt. Das Haar löst sich dabei von der Blutversorgung und seiner Verankerung ab. Das Haar fällt dabei aber nicht direkt aus, sondern erst nachdem es sich langsam aus eben dieser Verankerung gelöst hat. Die Symptomatik des Haarausfalls beginnt daher in der Regel erst Monate nach der eigentlichen Covid-Erkrankung.

Telogene Effluvium kann auch durch zahlreiche andere Erkrankungen bedingt sein, z. B. Royeck: Das Telogene Efflvium verursacht einen reversiblen Haarausfall. Das heißt, dass die Haarfollikel erhalten bleiben und nach dem ausgefallenen Haar ein neues Haar nachwächst. Haare, die zum Zeitpunkt der Infektion in ihre Ausfallphase gewechselt sind, werden in bis zu sechs Monaten ausfallen. Parallel sollte aber untersucht werden, ob die neu nachwachsenden Haare auch optimale Bedingungen für ihr Wachstum haben. Es sollte so beispielweise nach Mikornährstoffstörungen gescreent werden (z. B. Zink, Eisen, Vit D3 usw.) und ggf.

Royeck: Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass auch der covidbedingte Haarausfall, so wie jedes andere Telogene Effluvium, reversibel ist. Um dies zu beweisen, fehlen aber schlichtweg noch ausreichend Studiendaten. Royeck: Da der Haarausfall in der Regel reversibel ist, positiv bleiben, Ruhe bewahren und nicht in ein Gedankenkreisen rund ums Haar geraten. Bitte keine wilde Anwendung von Antihaarausfall-Lotion oder -shampoos etc. Diese können wie bereits beschrieben keinen Wechsel zurück in die Wachstumsphase bewirken. Stattdessen optimale Bedingungen für die neuen Haare schaffen, d. h. z. B.

Erblich bedingter HaarausfallDer Wirkstoff Minoxidil fördert die Durchblutung der Haarwurzel und kann so die Nährstoffversorgung der Haare reaktivieren. In Ihrer Apotheke erhalten Sie spezielle Präparate in Form von Schaum oder Lösungen, die sich in der Dosierung für Frauen und Männer unterscheiden. Wichtig zu wissen: Ein paar Wochen nach der Anwendung kann sich der Haarausfall zunächst verstärken. Nach etwa einem Vierteljahr machen sich erste Effekte bemerkbar. Eine langfristige Anwendung sollte eingeplant werden, denn die Therapie wirkt nur so lange, wie die Mittel verwendet werden. Sobald man die Behandlung absetzt, wird die Stimulierung des Haarwuchses unterbrochen.

Für Frauen und Männer ist eine Haartinktur mit Alfatradiol zugelassen. Sie wird einmal täglich mit einem Applikator aufgetragen, der die Anwendung erleichtert. Bei Männern kann zudem der ärztlich verordnete, verschreibungspflichtige Wirkstoff Finasterid helfen, der als Tablette eingenommen wird. Er wirkt, indem er in den Testosteronhaushalt eingreift.

Behandlung von diffusem Haarausfall

Ist der Auslöser gefunden, lässt sich der diffuse Haarausfall in der Regel gut stoppen und die Haare wachsen normal nach. Shampoos, Ampullen oder Tinkturen mit Vitaminen und Mineralstoffen wie Biotin, Folsäure und Zink oder dem durchblutungsfördernden Koffein können das Haarwachstum unterstützen und zur Nährstoffversorgung beitragen. Der patentierte Wirkstoff Aminexil verankert das Haar wieder auf der Kopfhaut und verbessert das Wachstum der Haare.

Behandlung von kreisrundem Haarausfall

Da es sich beim kreisrunden Haarausfall wahrscheinlich um eine Autoimmunreaktion handelt, wird der Hautarzt eventuell Immunsupressiva wie Kortison verschreiben. Je eher man mit der Behandlung beginnt, desto besser die Aussichten, dass sich die kahlen Stellen zurückbilden.

Auch Veränderungen im weiblichen Hormonhaushalt, zum Beispiel während der Schwangerschaft und nach der Geburt, beim Absetzen der Antibabypille oder in den Wechseljahren, können Haarausfall begünstigen. Oft normalisiert sich der Haarverlust nach einigen Monaten, wenn sich die Hormone wieder eingependelt haben. Sicherheitshalber sollte vermehrter Haarausfall in einer haut- oder frauenärztlichen Praxis abgeklärt werden.

In vielen Fällen hält sich Haarausfall in Grenzen oder reguliert sich wieder. Es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel, deren Wirkung zum Teil in Studien belegt ist. Sie enthalten Biotin (Vitamin H), verschiedene Aminosäuren wie Methionin oder Cystin, Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen oder pflanzliche Wirkstoffe wie Hirseextrakt. Egal für welches Präparat Sie sich entscheiden, um Haarausfall zu bekämpfen, sind mehrere Wochen Geduld gefragt.

Kräftiges Haar erhalten

Damit Ihre Haare gesund und kräftig wachsen und nicht abbrechen, brauchen sie vor allem Nährstoffe. Generell lässt sich wenig Einfluss auf die Schnelligkeit des Haarwachstums nehmen, es gibt aber Möglichkeiten, die Haare möglichst lange gesund zu erhalten. Eine ausgewogene Ernährung mit genügend Mineralien und Vitaminen wie Zink, Eisen und Biotin trägt zu einem gesunden Haarwachstum bei und sorgt dafür, dass das Haarprotein Keratin gebildet wird.

Wenn Sie unter Haarausfall leiden, ist es wichtig, die Haare auch bei der Pflegeroutine zu schonen, um sie nicht zusätzlich zu strapazieren.

Sanft waschen

Das Haarewaschen ist die Basis der Haarpflege, sollte jedoch nicht öfter als alle zwei bis drei Tage erfolgen. Kämmen Sie das Haar durch, bevor es unter die Dusche geht, um verknoteten Haaren entgegenzuwirken.

Bei Haarausfall ist ein mildes Shampoo empfehlenswert, das keine Konservierungsstoffe und vor allem keine Parabene enthält. Kräftigend wirken Hirseextrakt, Glykoproteine oder Provitamin B5. Massieren Sie das Shampoo vorsichtig ein und achten Sie darauf, auch der Kopfhaut eine kleine Massage zu gönnen.

Vorsichtig trocknen

Im nassen Zustand brechen die Haare schnell ab und es kommt zu Spliss. Drücken Sie deshalb die Haare nur sanft in einem Handtuch trocken. Danach können sie mit einer speziellen Entwirrbürste ganz leicht gekämmt werden.

Tipp: An der Luft trocknen lassen, anstatt zu föhnen, da die Hitze die Haare austrocknet und sie leicht schädigen kann.

Schonend stylen

Aufwendiges Styling, Blondierungen und Dauerwellen sind Stressfaktoren für das Haar. Tragen Sie es so oft wie möglich offen und verzichten Sie auf Haarspangen mit Metallklammern, denn diese können zu Haarbruch führen. Nährstoffmangel ausgleichen

Ein Mangel an Nährstoffen wie Vitamin B, Eisen, Zink oder Vitamin C kann Haarausfall begünstigen.

Waschen Sie Ihre Haare zu selten?

Trotzdem hält sich der Mythos hartnäckig, dass Haare so selten wie möglich gewaschen werden sollten, um sie "zu schonen". Doch: das Gegenteil ist der Fall. Wer die Haarwäsche zu sehr hinauszögert, riskiert Kopfhautprobleme, die bis hin zu Haarausfall führen können.

Woran erkenne ich, dass ich meine Haare zu selten wasche?

Das ist schwer zu pauschalisieren. Denn es hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ist Ihre Kopfhaut trocken und nutzen Sie kaum bis keine Stylingprodukte, mag es reichen, die Haare nur einmal in der Woche zu waschen. So wie es auch Stars wie Julia Roberts angeblich tun. Sie haben bestimmt schon häufiger gehört, dass das gut für die Haare wäre. Allerdings ist das keine allgemeingültige Regel.

Stylen Sie viel? Nutzen Sie viel Trockenshampoo? Haben Sie sowieso schon Schuppen? Ist ihre Kopfhaut fettig? All das sind Faktoren, die dafür sprechen, das Haar öfter, sprich alle zwei bis drei Tage zu waschen. Denn während zu häufiges Waschen Ihrem Haar schaden kann, kann auch zu seltenes Waschen negative Folgen haben.

Als Faustregeln gelten:

  • Fettige Kopfhaut: Alle 1-2 Tage. Und nein, Sie können Ihre Kopfhaut nicht trainieren, weniger Fett zu produzieren, Wenn Sie Ihre Haare seltener waschen. Das ist ein Mythos. → alle 1-2 Tage waschen.
  • Trockene, empfindliche Kopfhaut: 2 Mal pro Woche reicht oft.
  • Lockiges oder dickes Haar: können Sie ruhig weniger oft waschen, dafür reichhaltig pflegen. Einmal die Woche reicht meist.
  • Feines Haar: Sollten Sie eher öfter waschen, weil es schneller strähnig wirkt. Dabei aber unbedingt ein mildes Shampoo nutzen, damit die empfindlichen Haare nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Schuppen: Können, müssen aber nicht, ein Zeichen dafür sein, dass ihre Kopfhaut vom zu seltenen (oder aber zu häufigem) Waschen irritiert ist. Eine Kopfhaut mit fettigen Schuppen sollten etwa alle 1-2 Tage gewaschen werden. Bei trockenen Schuppen reichen meist alle 2-3 Tage.

Fünf Anzeichen, dass Sie Ihre Haare zu selten waschen

Von offensichtlichen Zeichen wie fettigen Haaren, können auch diverse Kopfhautprobleme und sogar Haarausfall darauf hinweisen, dass Sie Ihre Haare öfter waschen sollten. Im Folgenden finden Sie fünf Anzeichen dafür, dass Sie Ihre Haare möglicherweise zu selten waschen:

  1. Fettige Haare
    Das offensichtlichste Zeichen dafür, dass Sie Ihre Haare zu selten waschen, ist ein fettiger Ansatz und fehlendes Volumen. Wenn Sie den überschüssigen Talg nicht regelmäßig von der Kopfhaut waschen, werden die Haare strähnig und schwer. Bei manchen Menschen ist es schon zwei oder sogar nur einen Tag nach der Wäsche so weit. Bei anderen dauert es länger. Übrigens: Fettige Haare sind nicht nur sichtbar, sondern auch "riechbar"; tatsächlich bildet der Mix aus abgestorbenen Hautschüppchen und Talg auf der Kopfhaut nämlich einen optimalen Nährboden für Bakterien, was zu einem unangenehmen "Kopfgeruch" führen kann.
  2. Schuppenbildung
    Schuppen sind nicht (!) zwingend ein Zeichen für zu seltenes Haarewaschen, aber: Unsere Kopfhaut produziert kontinuierlich Talg (Sebum), ein öliges Sekret, das die Haut und das Haar schützt und mit Feuchtigkeit versorgt. Wenn das Haar selten gewaschen wird, kann sich Talg auf der Kopfhaut ansammeln. Gleichzeitig sterben Hautzellen ab und erneuern sich ständig. Bei seltener Haarwäsche bleiben diese abgestorbenen Zellen länger auf der Kopfhaut, was in Folge - logisch - zu einer Ansammlung von Schmutz, Öl und abgestorbenen Hautpartikeln führt. Diese Ansammlung bildet eine ideale Umgebung für die Vermehrung von Mikroorganismen, wie z.B. dem Hefepilz Malassezia, der natürlicherweise auf der Kopfhaut lebt. Bei einer erhöhten Talgproduktion und mangelnder Reinigung kann sich dieser Pilz stärker vermehren. Denn Malassezia ernährt sich von den Fetten im Talg, und bei seiner Vermehrung werden Nebenprodukte freigesetzt, die die Kopfhaut reizen können. Diese Reizung führt dann zu einer verstärkten Zellproduktion und einer beschleunigten Abschuppung der Haut, was als Schuppen sichtbar wird.
  3. Juckende Kopfhaut
    Eine juckende Kopfhaut kann nicht nur ein Anzeichen für eine ausgetrocknete Kopfhaut durch zu häufiges Waschen sein, sondern auch ein Hinweis dafür, dass Sie zu selten waschen. Pflege und Stylingprodukte, Schmutz, Schweiß sowie abgestorbene Hautzellen können sich auf der Kopfhaut ansammeln. Diese Ansammlungen bieten einen idealen Nährboden für Mikroorganismen wie den bereits erwähnten Hefepilz Malassezia, der nicht nur Schuppen begünstigen kann, sondern dessen Nebenprodukte die Kopfhaut reizen und Juckreiz verursachen können. Die mangelnde Reinigung der Kopfhaut begünstigt außerdem Hauterkrankungen wie seborrhoische Dermatitis, die mit Juckreiz einhergehen.
  4. Glanzlose Haare
    Ihre Haare sind glanzlos? Das könnte an Ablagerungen von Styling- und Pflegeprodukten liegen, die dazu führen, dass die Haaroberfläche weniger glatt ist und dadurch das Licht schlechter reflektieren kann. Vor allem wenn Sie zwischen den Haarwäschen viel Trockenshampoo verwenden. Denn die darin enthaltenen Puderpartikel lassen das Haar stumpf wirken. Ein Tiefenreinigungsshampoo sorgt für einen sauberen Neustart. Vor allem in Kombi mit einem glanzgebenden Conditioner.
  5. Haarausfall
    Auch verstärkter Haarausfall könnte ein Zeichen dafür sein, dass Sie zu selten waschen. Denn eine der häufigsten Ursachen für Haarausfall, die indirekt mit seltener Haarwäsche in Verbindung gebracht wird, ist auch eine seborrhoische Dermatitis. Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch eine Überproduktion von Talg (Sebum) und das Wachstum von den bereits erwähnten Malassezia-Hefepilzen auf der Kopfhaut. Bei unzureichender Reinigung der Kopfhaut kann sich diese Talgproduktion verstärken und die Vermehrung von Malassezia begünstigen, was zu Entzündungen und Reizungen führt, das wissen Sie bereits. Chronische Entzündungen der Kopfhaut können dann zu Haarausfall führen, so die Annahme. Allerdings, und das muss an dieser Stelle erwähnt werden, ist die Studienlage hierzu noch nicht eindeutig.

Regelmäßiges Waschen hilft, diese Probleme zu vermeiden. So bleibt die Kopfhaut gesund und frei von Reizungen, und die Haare behalten ihren natürlichen Glanz. Wie oft Sie am Ende allerdings wirklich Ihre Haare waschen sollten, ist wie bereits erwähnt schwer zu pauschalisieren.

Die Rolle der Pflegeprodukte

Dünner werdendes Haar kann viele Gründe haben und liegt manchmal nicht in deiner Macht. Es sind Dinge wie das Altern und Stress die hier eine Rolle spielen. Oft ist dünnes Haar auch einfach genetisch bedingt. Du bist dir unsicher, welche Struktur dein Haar eigentlich hat oder in welchem Zustand es sich befindet?

Zu häufiges Haare waschen führt zum Beispiel dazu, dass deiner Kopfhaut ihre natürlichen Öle entzogen werden, was zu Trockenheit führt und die Ölproduktion deiner Kopfhaut aus dem Gleichgewicht bringt. Die natürliche Reaktion deiner Kopfhaut auf häufiges Haare waschen, ist die vermehrte Produktion von Talk, um das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das Resultat ist ein schnell fettender Haaransatz.

Eine mangelnde Pflege der Kopfhaut, kann ebenfalls dünnes Haar begünstigen. Auf unserer Kopfhaut lagern sich innerhalb weniger Tage Staub, Hautschuppen und Rückstände von Styling- und Pflegeprodukten ab. Diese Ablagerungen lassen nicht nur dein Haar platt wirken, sondern können auf Dauer das Wachstum der Haare beeinflussen. Achte also bei deiner Haarwäsche darauf, deine Kopfhaut sanft mit dem Shampoo von den beschwerenden Substanzen zu befreien - denn gesunde Kopfhaut lässt gesundes Haar wachsen. Am besten massierst du eine kleine Menge Shampoo vorsichtig mit deinen Fingerspitzen, mit leicht(!) kreisenden Bewegungen in deine Kopfhaut ein und wiederholst den Vorgang ein zweites mal.

Bei Verwendung von zu vielen Stylingprodukten, z. B. Haar-Seren, Leave-in-Kuren usw., riskierst du Produktablagerungen auf deinem Haar und unter Umständen das Verstopfen der Poren deiner Kopfhaut. Die Ablagerungen auf dem Haar, lassen es noch schneller schlaff und leblos aussehen. Das Prinzip greift auch beim Conditioner.

TIPP: Verwende ein hochwertiges Volumen Shampoo, z.B. das Organic Volume Shampoo. Es bringt sofort mehr Volumen und Fülle in feines Haar indem es unerwünschte Ablagerungen sanft entfernt. Für mehr Volumen und Frische kannst du unser Dry Foam Shampoo verwenden. Das zauberst du nicht nur sofortiges Volumen in Dein Haar, sondern neutralisierst auch effektiv einen fettigen Haaransatz. Bei dünnem Haar sollte es lauten: Weniger ist mehr!

Dr. Ihr Tipp: Bei der Suche nach den optimalen Pflegeprodukten solltest du nach Inhaltsstoffen Ausschau halten, die das Haarwachstum stimulieren und für Volumen sorgen, wie z.B. Keratin, Biotin oder Ginseng.

Neben der regulären Pflege-Routine mit Shampoo, Kur und Conditioner, z.B. dem Pflege Set für feines & kraftloses Haar, kannst du deinem Haar mit ausgewählten Stylingprodukten zu mehr Volumen verhelfen. Aber denk daran: Weniger ist mehr! Das Organic matte powder ist ein parabenfreies Puder für perfektes Volumen mit starkem Halt. Eine kleine Menge genügt bereits, um dem Haar spürbar mehr Volumen mit einem extra matten Styling zu verleihen. Es hinterlässt dabei keine sichtbare Rückstände.

Das Volumizing Mousse ist ein aerosolfreies Stylingmousse mit mittleren Halt. Es sorgt mit seinen Wirkstoffen für bis zu 40% mehr Dichte und verleiht Ihrem Haar intensive Fülle und langanhaltendes Volumen. Locken werden definiert und bleiben dabei geschmeidig. Das Dry Foam Shampoo ist ein auf Schaum basierendes Trockenshampoo, welches dem Haar Volumen verleiht und effektiv fettige Ansätze entfernt und das Haar reinigt. Mit seinem neutralisierendem Duft, wirkt das Haar wie frisch gewaschen.

Der richtige Haarschnitt

Der richtige Haarschnitt kann bei dünnem Haar Wunder bewirken, denn dünne Haare fallen oft gerade nach unten und verlieren durch Länge an Fülle. Mit Kurzhaarschnitten kannst du deinem feinen Haar Volumen und Schwung verleihen. Generell fallen kurz geschnittene Haare schwungvoller und wirken optisch fülliger.

Die stufige Kurzhaarfrisur, der kinn- oder schulterlang geschnitten wird, verleiht deiner Frisur sofort mehr Volumen und Schwung. Noch effektvoller wirkt der Bob mit ein paar Locken. Bei sehr feinen Haaren kann ein Volumenschnitt mit Pony genau das Richtige sein. Der Pony lenkt die Aufmerksamkeit von der Haarstruktur ab und umrahmt gekonnt das Gesicht und lässt es im Mittelpunkt stehen. Der Pixie Cut lässt sich super schnell stylen und wirkt lässig und modern. Er eignet sich gut für feine Haare und sorgt garantiert für mehr Volumen.

HaartypEmpfohlene Waschhäufigkeit
Fettige KopfhautAlle 1-2 Tage
Trockene, empfindliche Kopfhaut2 Mal pro Woche
Lockiges oder dickes Haar1 Mal pro Woche
Feines HaarÖfter, mit mildem Shampoo
Schuppen (fettig)Alle 1-2 Tage
Schuppen (trocken)Alle 2-3 Tage

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