Ein gesunder und voller Schweif ist nicht nur ein Schönheitsmerkmal, sondern auch ein wichtiger Schutz für das Pferd. Doch was tun, wenn der Schweif plötzlich Haare verliert? In diesem Artikel werden die möglichen Ursachen für einen Pferde Schweif ohne Haare erläutert und Lösungsansätze aufgezeigt.
Zwei Mal im Jahr wechselt das Pferd sein Fell: im Herbst von Sommer- auf Winterfell und im Frühjahr von Winter- auf Sommerfell.
Der Fellwechsel ist für das Pferd eine Höchstleistung auf Stoffwechselebene. Während manche Pferde den Wechsel mühelos meistern, kommen andere nicht gut durch den Fellwechsel.
Ältere Pferde haben häufiger Probleme, den dicken Winterpelz zügig zu verlieren. Eine Fellwechsel-Kur, Mash oder Kräuter können zur Unterstützung hilfreich sein.
Der Fellwechsel beginnt, bevor wir ihn sehen können, mit der Bildung der neuen Haare. Jedoch erst wenn die neuen Haare vorhanden sind, beginnen die alten Haare auszufallen.
Der Fellwechsel beim Pferd dauert unterschiedlich lange, je nach Rasse, Haltungsbedingungen, Wetter und Alter des Pferdes. Von wenigen Wochen bis zu einigen Monaten kann es dauern, bis das Pferd komplett mit dem Fellwechsel durch ist.
Kommt das Pferd schlecht durch den Fellwechsel, ist es hilfreich, die Ursache zu ergründen, um das Pferd optimal unterstützen zu können.
Ein Problem im Fellwechsel kann Müdigkeit sein, das Pferd ist schlapp und lustlos. Müde Pferde haben nicht selten Probleme mit der Leber.
Ein weiteres Problem im Fellwechsel ist, dass einige Pferde abnehmen und zu dünn werden. Ältere Pferde leiden häufig unter Gewichtsverlust oder bauen während des Fellwechsels ab.
Leidet das Pferd bei dem Wechsel des Fells unter Infektionen und hustet, ist das Immunsystem an seiner Grenze angekommen. Pferde mit chronischen Krankheiten wie Cushing oder Sommerekzem sind im Fellwechsel besonders anfällig.
Die Haut des Pferdes ist während des Fellwechsels empfindlich, es kann zu Schuppen, Pilzbefall oder anderen Hautproblemen kommen. Manche Pferde brauchen auch sehr lange für den Fellwechsel und haben im Sommer noch Winterfell übrig.
Die Ursache liegt häufig in einer Belastung des Stoffwechsels oder einer unzureichende Versorgung mit Energie oder Nährstoffen. Denn mit dem ausfallenden Fell gehen auch eine Menge Nährstoffe wie Aminosäuren und Spurenelemente verloren.
Die Bildung der neuen Haare erfordert wiederum eine beachtliche Menge an Nährstoffen. Je dicker das Winterfell, je mehr Nährstoffe benötigt das Pferd.
Stehen die Pferde im Sommer auf der Weide, nehmen sie viele Nährstoffe mit dem Gras auf. Es fehlen dann jedoch häufig noch die Spurenelemente in ausreichender Menge.
Versorgungsengpässe mit Nährstoffen im Frühling sind zu erwarten, wenn das Pferd im Winter vorrangig überständiges oder älteres Heu und Stroh bekommen hat.
Magere Winterfütterung mit einem Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und essentiellen Aminosäuren kann daher zu Problemen mit dem Fellwechsel im Frühling führen.
Im Fellwechsel benötigt das Pferd vermehrt Nährstoffe. Um die Haut, die Haare und den Stoffwechsel zu unterstützen, werden hochwertige Nährstoffe benötigt.
Die Haut und auch die Leber benötigen ausreichend Zink, um ihre Aufgaben im Fellwechsel zu erfüllen. Zink verhindert brüchiges Fell, fördert die Wundheilung und ist für das Immunsystem von Bedeutung. Pferde mit Sommerekzem oder anderen Hautkrankheiten haben zudem einen erhöhten Bedarf an Zink.
Die Vitamine C und A schützen als Antioxidantien die Zellen und sorgen somit für eine ungestörte Zellteilung, was für die Haarbildung in den Follikeln entscheidend ist.
Die B-Vitamine sind am Eiweiß- und Energiestoffwechsel beteiligt, ein Mangel an B12 kann sich beispielsweise an struppigem Fell zeigen.
Ein weiteres wichtiges Vitamin, was entscheidend für die Bildung neuer Haare ist, ist Biotin. Es ist für die nachwachsenden Haare erforderlich, damit sie nicht brüchig und stumpf, sondern glänzend und schön werden. Auch Mähne und Schweif werden mit einer ausreichenden Versorgung mit Biotin voller, die Haut elastischer.
Pferde können Biotin zwar selber im Darm synthetisieren, jedoch sind Mängel bei erhöhtem Bedarf durchaus möglich. Für eine ausreichende Pigmentierung der neuen Haare ist wiederum Kupfer nötig. Haare bestehen aus Keratin, welches aus Aminosäuren, also Eiweiß, besteht.
Essentielle Aminosäuren kann das Pferd nicht selbst herstellen, es muss sie mit dem Futter aufnehmen, um ausreichend Keratin bilden zu können. Hier ist vor allem das Methionin zu nennen.
Für elastische und strapazierfähige Haut sind wertvolle Omega-3-Fettsäuren wichtig. Diese sind entzündungshemmend und verbessern die Durchblutung der Haut.
Pferde im Fellwechsel profitieren sehr von den Wirkstoffen der Kräuter. Sie lassen sich gezielt einsetzen, um das Pferd bei Problemen im Fellwechsel optimal zu unterstützen.
Kräuter für die Haut, für die Leber oder eine Kräuterkur speziell für den Fellwechsel - ein unterstützter Stoffwechsel ist im Fellwechsel die halbe Miete.
Wesentlicher Bestandteil dieses komplexen Zusammenspiels ist die Leber mit ihrer Aufgabe als zentrales Entgiftungsorgan. Pferde neigen häufig zu Leberproblemen. Wenn das Pferd im Fellwechsel schlapp und angeschlagen ist, sollte an Leberprobleme gedacht werden.
Mariendistel, Artischocke und Löwenzahn sind die Kräuter, die in einer Leberkur zu finden sind. Mit ihren Bitterstoffen unterstützen sie wirksam die Leber.
Bei Pferden mit Sommerekzem ist die Haut ohnehin angeschlagen. Verletzt durch intensives Schubbern oder geschwollen durch die Reaktion auf den Mückenspeichel. Diese gereizte Haut benötigt besondere Unterstützung, um ein schönes, funktionsfähiges Haar zu bilden.
Damit auch ein Ekzemer gut durch dem Fellwechsel kommt, können ebenfalls Kräuter zur Unterstützung eingesetzt werden. Bewährt haben sich Brennnessel, Klebkraut und Schachtelhalm.
Seealgen sind zwar keine klassischen Kräuter, sind jedoch ebenfalls bewährt bei Hautproblemen. Sie versorgen das Pferd auf natürliche Weise mit einer Vielzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen.
Alle Pferde haben schon Sommerfell, nur die Rentner haben noch Plüsch über. Damit auch die alten Pferde gut durch den Fellwechsel kommen, kann man ihnen helfen.
Wichtig ist, sie rechtzeitig vor dem Beginn des Fellwechsels mit ausreichend Energie, essentiellen Aminosäuren und Spurenelementen zu versorgen. Mash mit reichlich Leinsaat ist da eine gute Wahl für die Senioren.
Als Kur empfiehlt es sich zudem, das alte Pferd mit zusätzlichen Spurenelementen zu versorgen. Wird es im Frühjahr sehr warm und es ist noch Winterfell vorhanden, kann man alte Pferde natürlich auch scheren.
Dann ist auf jeden Fall auf Witterungsschutz zu achten, da Nässe auf geschorenem Fell nicht abläuft, sondern das Pferd bis auf die Haut durchnässt.
Um das Pferd im Frühjahr, wenn das dicke Winterfell ausfällt, zu unterstützen, kann man es mit geeigneten Bürsten putzen. Ob Gummistriegel oder spezielle Striegel für dickes Fell, Hauptsache das Pferd wird vom Winterfell befreit.
Die Massage tut obendrein der Haut gut und fördert die Durchblutung. Der Fellwechsel des Pferdes wird durch kräftiges Bürsten angeregt.
Wird das Winterfell nicht regelmäßig herausgebürstet, droht eine Verfilzungen des Fells. Kommt dann noch Schweiß hinzu, juckt die Haut und das Pferd beginnt sich zu schubbern oder zu scheuern.
Auch bei Schabracken, Decken, Gurten oder Gamaschen ist darauf zu achten, dass sich das lose Winterfell hier nicht zu sehr festsetzt und scheuert.
Bei manchen Pferden, die sich sehr schwer tun ihr Winterfell zu verlieren, kann es nötig sein, diese zu scheren. Der Wechsel zum Winterfell ist meist weniger pflegeaufwändig. Die feinen, kurzen Sommerhaare fallen problemloser heraus.
Haarausfall beim Pferd tritt auf, wenn weniger Haare gebildet werden oder das Pferd mehr Haare verliert. In der Tiermedizin wird Haarausfall als Alopezie oder Effluvium bezeichnet. Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig, zum Beispiel Infektionskrankheiten, Vergiftungen und Hormonstörungen.
Mögliche Ursachen für Haarausfall beim Pferd:
Ein Haarausfall beim Pferd äußert sich durch den Verlust des Fells. Diese auch als Alopezie bezeichnete Erkrankung kann sich auf einige Stellen des Haarkleids beschränken oder auf weite Teile ausgedehnt sein. Die Haut unterhalb der haarlosen Stellen ist unverändert.
Die Diagnose „Haarausfall“ stellt die Tierärztin oder der Tierarzt durch eine Untersuchung des Pferdes. So fragt er zunächst, wie das Pferd gehalten und gefüttert wird. Dann untersucht der Tierarzt die Haut des Pferdes gründlich (dermatologische Untersuchung). Hierbei achtet er darauf, ob Anzeichen einer Entzündung vorliegen, beispielsweise eine gerötete oder geschwollene Haut.
Um mögliche Ursachen auszuschließen, nimmt er Hautproben, zum Beispiel ein Hautgeschabsel durch, um einen Befall mit Parasiten auszuschließen. Bei einer Vergiftung muss die Aufnahme des Gifts gestoppt werden.
Einem Haarausfall beim Pferd lässt sich nur bedingt vorbeugen. Es ist ratsam, ein Pferd mit Haarausfall einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorzustellen, da der Haarausfall ein Zeichen für eine ernste Erkrankung, beispielsweise eine Vergiftung oder eine Hormonstörung, sein kann.
Haarausfall, der auf Stress beim Pferd zurückzuführen ist, bessert sich meist nach einiger Zeit und das Fell wächst wieder normal nach.
Die Haut des Pferdes ist das größte Organ und erfüllt zahlreiche wichtige Aufgaben. Neben der Bildung der Haare ist die Haut für die Immunabwehr von Bedeutung. Krankheitserreger werden daran gehindert, in den Körper einzudringen. Gemeinsam mit dem Fell ist die Haut für die Thermoregulation zuständig.
Ist es kalt, stellen die Haarbalgmuskeln das Fell zu einem isolierenden Polster auf. Ist es warm, sorgt der Schweiß für Abkühlung und die Körpertemperatur bleibt auf ihrem Niveau. Außerdem wird in der Haut Vitamin D gebildet, sie leitet Reize aus der Umgebung weiter und ist Teil der Entgiftung.
Pferde mit Hautproblemen, wie etwa Sommerekzem, kommen daher schlechter durch den Fellwechsel.
Das Fell deines Pferdes ist das Spiegelbild seiner Gesundheit: ist das Fell glänzend schön und glatt, geht es auch deinem Pferd gut. Hat dein Pferd ein stumpfes, struppiges oder sogar lockiges Fell, ist dies oft ein Hinweis auf eine Störung im Organismus.
Die Haarfollikel, aus denen die Haare und somit das gesamte Fell gebildet wird, liegen in der Oberhaut. Jeder Haarfollikel enthält nur ein Haar und befindet sich schräg in der Oberhaut. Der Follikel hat eine eigene Schweißdrüse und ist außerdem mit einem kleinen Muskel verbunden, der sich zusammenziehen kann, wodurch sich das Fell aufstellt.
Die Haut des Pferdes ist mit zahlreichen Nerven und Drüsen ausgestattet. Im Idealfall ist das Fell deines gesunden Pferdes glatt und glänzend. Je nachdem wie das Pferd gehalten wird, kann das Fell auch durch Dreck verkrustet, verklebt oder staubig sein. Dies ist bei Offenstallhaltung normal. Während des Fellwechsels kommt es natürlich zu vermehrtem Haarverlust. Hier kannst du dein Pferd mit einer guten Fellpflege unterstützen.
Faktoren, die Fellprobleme beeinflussen können:
Vor allem wenn die Fellprobleme durch Bakterien, Viren oder Parasiten ausgelöst wurden, ist es wichtig, frühzeitig die Ursache zu finden. Nur dann kann rechtzeitig gegengesteuert und verhindert werden, dass sich auch andere Pferde mit dieser Hautkrankheit anstecken. Die meisten Fellprobleme haben ein typisches Erscheinungsbild und können leicht zugeordnet werden. Solltest du dir unsicher sein, dann nimm mit deinem Tierarzt oder einem Spezialisten Kontakt auf.
Die Ernährung spielt natürlich auch beim Erscheinungsbild des Pferdefells eine wichtige Rolle. Für den optimalen Fellwechsel sind Energie, Baustoffe für die Haare und zusätzliche Vitamine, vor allem Vitamin E und A, erforderlich.
Vitamin A wird meist über das Grundfutter abgedeckt. Aber das fettlösliche Vitamin E kommt hauptsächlich in ölhaltigen Früchten wie Leinsamen, Sonnenblumenkernen und kaltgepressten Ölen vor. Auch die Spurenelemente Zink, Kupfer und Selen werden für den Fellwechsel benötigt.
Vermeide Übergewicht bei deinem Pferd - dies kann nicht nur die Ursache von diversen Wohlstandskrankheiten sein, sondern belastet vor allem auch den Stoffwechsel deines Pferdes.
Für ein gutes Immunsystem und einen optimalen Abbau von Abfallstoffen ist es wichtig, bei deinem Pferd für eine vollwertige Vitamin- und Mineralstoffzufuhr zu sorgen. Die Vitamine E und C helfen, die Abfallstoffe abzubauen. Unterstütze dein Pferd bei Fell- und Hautproblemen zusätzlich über die Fütterung mit sogenannten „Hautkräutern“. Besonders erwähnenswert sind hier Schwarzkümmelsamen, Mariendistel, Löwenzahn, Salbei und Brennnesselkraut.
Als Stichelhaare werden weiße Haare bezeichnet, die ihre ursprüngliche Farbe verloren haben. Stichelhaare sind normal gefärbte Haare, die durch Veränderung der Haarwurzel nicht mehr mit Pigmenten versorgt werden können. Sie entfärben und zeigen sich als weiße Haaransammlung oder als verstreute einzelne Haare im normal gefärbten Fell oder aber sie werden erst gar nicht gefärbt.
Um einen möglichen Zusammenhang von Stichelhaaren und einer schleichenden Lebererkrankung herzustellen, müssen die Stoffwechselvorgänge und deren Störungen genauer betrachtet werden.
Mögliche Ursachen für Stichelhaare:
In einigen Berichten von Alternativ-Medizinern werden Stichelhaare neben Hafertalern und Streifenbildung im Fell als ein Indikator für Lebererkrankungen herangezogen. Allerdings wurde bei unseren Recherchen zu diesen Berichten nie beschrieben, wie es durch Lebererkrankungen zu Haarveränderungen wie Stichelhaarbildung kommen kann.
Weitere Symptome, die auf eine Lebererkrankung hinweisen können:
Wenn die bereits erklärten Ursachen einer Stichelhaarbildung bei deinem Pferd ausgeschlossen werden konnten, geben diese nicht zuordenbaren Haare vielleicht einen Hinweis auf eine Überlastung der Leber.
Neben einer Optimierung der Haltungsbedingungen (angepasstes Futter- und Bewegungsmanagement) ist eine weitere notwendige Maßnahme die Unterstützung der Leber! Hierzu empfehlen wir eine schonende Entgiftung mit Gesteinsmehlen aus der Familie der Bentonite und Zeolithe (z.B. Montmorillonit, Klinoptilolith) durchgeführt werden.
Weitere Tipps für einen gesunden Pferde Schweif:
Mit der richtigen Pflege, Ernährung und Aufmerksamkeit können Sie Ihrem Pferd helfen, einen gesunden und vollen Schweif zu bewahren.
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