Millionen Männer können anscheinend nicht irren: Sie rasieren sich täglich mit Systemrasierern. Sie sind die logische Weiterentwicklung des Sicherheitsrasierers, sowohl was die Sicherheit der Handhabung angeht, als auch aus Marketingsicht.
Doch muss es wirklich das Modell mit den meisten Klingen sein?
Die von den Herstellern so gerne als Kaufargument angeführte Anzahl der Klingen sagt wenig über die Qualität der Rasur aus. Im Test der Stiftung Warentest gab es kaum Unterschiede zwischen den Modellen. Alle 20 Rasierer haben das Qualitätsurteil «gut» erhalten.
Es spielt auch keine Rolle, ob eine oder mehrere Klingen parallel zum Einsatz kommen. So hat im Test etwa der Vier-Klingen-Rasierer von Aldi besser abgeschnitten als die Version mit sechs Klingen.
Mehr Klingen bedeuten auch nicht unbedingt längere Haltbarkeit: Mit vier Klingen konnten die Tester im Schnitt zwölfmal das Gesicht gründlich rasieren, bei sechs Klingen waren es nur acht Durchgänge, bis die Klingen stumpf wurden. Maximal waren mit Systemrasierern fünfzehn Rasuren möglich, bei den Hobeln schwanken die Resultate von sieben bis elf Durchgängen.
Am saubersten schneidet ausgerechnet der Gillette Skinguard - der einzige Rasierer im Testfeld mit nur zwei Klingen. Er macht auch seinem Namen alle Ehre und schont als einziges Modell "sehr gut" die Haut.
Allerdings ist der Skinguard auf Dauer recht teuer: Weil man die Klingen öfter wechseln muss und eine im Schnitt 3,70 Euro kostet, rechnet Warentest mit einem Preis von 25 Cent pro Rasur. Der ebenfalls von Gillette stammende Fusion5 Proglide rasiert mit seinen fünf Klingen nur minimal schlechter, ist auch etwas weniger hautschonend als der Skinguard.
Dafür hält die Klinge aber deutlich länger durch. Weil der Nachschub mit 4,13 Euro pro Klinge aber recht teuer ist, hält sich die Ersparnis in Grenzen. Erst auf Platz drei wird es etwas günstiger: Obwohl der Mach3 ebenfalls aus dem Hause Gillette stammt, zahlt man hier nur 14 Cent pro Rasur.
Der Dreiklingenrasierer schneidet dabei fast so gut wie die beiden teuren Geschwister, ohne sich echte Schwächen zu leisten.
Um die richtige Wahl zu treffen, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile beider Varianten zu kennen:
Unabhängig von der Anzahl der Klingen ist die richtige Hautpflege entscheidend für eine schonende Rasur. Verwenden Sie immer Rasiercreme oder -gel, um die Haut vorzubereiten und die Klinge besser gleiten zu lassen.
Nach der Rasur sollten Sie eine beruhigende Aftershave-Lotion oder einen Balsam auftragen, um die Haut zu pflegen und Reizungen zu vermeiden. Verzichten Sie bitte nicht auf Dosenschaum, sondern verwende eine gute Rasiercreme oder Rasierseife und daraus selbstgemachten Schaum mit Hilfe eines Rasierpinsels.
So wird das Haar weicher und die Rasur wird schonender und die Klingen werden auch langsamer stumpf und "schartig".
Neben Systemrasierern erleben Rasierhobel gerade ein Comeback. Sie sind eine nachhaltige und kostengünstige Alternative.
Zwei grosse Vorteile haben Rasierhobel: Die Klingen sind standardisiert, sodass du jeden Hobel mit Klingen aller Marken kombinieren kannst. Ausserdem sind die Klingen deutlich günstiger, wodurch sich die relativ teuren Hobel schnell amortisieren.
Die Klinge ist sehr scharf, das Ergebnis glatt. Einmal über die Haut reicht - ganz ohne Ziepen. Und weil keine Haut mit abgetragen wird, entstehen weniger Reizungen.
Wer sich beispielsweise mit den Klingen von Mühle täglich rasiert, zahlt nur knapp über 10 Euro pro Jahr - nochmals deutlich weniger als mit dem Aldi-Rasierer.
Die Wahl zwischen 3-Klingen- und 5-Klingen-Rasierern hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Berücksichtigen Sie Ihre Hautempfindlichkeit, Ihr Budget und Ihre Ansprüche an eine gründliche Rasur. Die wichtigste Erkenntnis vorweg: Wer sich regelmäßig rasiert, sollte in einen Systemrasierer mit wechselbaren Klingen investieren.
Die Einwegrasierer schnitten im Test durchweg schlechter ab. Zwar konnten auch sie durchaus sauber rasieren, weil sie dabei aber schlechter über die Haut gleiten und zudem schneller abstumpfen, schaffte kein einziges der acht getesteten Modelle eine "gute" Gesamtnote. Bei den Systemrasierern war es genau umgekehrt: Alle sind "gut".
Die Stiftung Warentest hat Nassrasierer getestet. Das Fazit ist klar: Die Qualitätsunterschiede sind gering, die Preisunterschiede aber gross.
tags: #3-Klingen-Rasierer #vs #5-Klingen-Rasierer
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