Ein glattes Hautgefühl im Intimbereich ist für viele Menschen ein Zeichen für Pflege, Hygiene und ein positives Körpergefühl. Doch wer regelmäßig rasiert, epiliert oder waxt, kennt auch die Schattenseite: eingewachsene Haare im Intimbereich. Diese kleinen Störenfriede können nicht nur unschön aussehen, sondern auch schmerzhaft werden, sich entzünden und das Wohlbefinden empfindlich stören.
Wenn ein Haar unterhalb der Hautoberfläche wächst, spricht man von einem eingewachsenen Haar. Eingewachsene Barthaare sind bei Männern häufig zu finden. Doch auch Frauen entwickeln eingewachsene Haare. Beine und Achseln sind bevorzugte Stellen für eingewachsene Haare. Intimbereich und Bikinizone stellen ebenfalls Problembereiche dar, kurz alle Körperpartien, die regelmäßig rasiert oder epiliert werden.
Wächst das Haar unter der Haut weiter, entstehen dabei leicht Entzündungen, die sich an der Hautoberfläche in Form von eitrigen Pickeln zeigen. Wer kratzt oder versucht, die Pusteln auszudrücken, riskiert Narben und Farbveränderungen der Haut - gerade bei Menschen mit dunklerer Haut bleiben die entzündeten Stellen nach dem Abheilen oft als dunkler pigmentierte Flecken zurück. Wenden Sie sich in diesem Fall am besten an einen Dermatologen.
Vorbeugen lässt sich zum Beispiel durch regelmäßiges Peelen der Haut. Damit können Sie verstopfte Poren öffnen und so den Weg frei machen für die nachwachsenden Haare.
Sie haben unangenehme, eitrige Bläschen auf der Kopfhaut, im Bartbereich oder an den Armen? Dann leiden Sie eventuell an Follikulitis.
Bei Follikulitis handelt es sich um eine sehr häufige Hauterkrankung, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Dabei entzünden sich einzelne oder mehrere Haarwurzeln. Männer sind häufiger davon betroffen als Frauen.
Im Verlauf einer Follikulitis bilden sich stecknadelkopfgroße, meist mit Eiter gefüllte Bläschen auf der Haut, die von einem Haar durchbohrt sind. Sie entwickeln sich unter anderem auf der Kopfhaut oder im Gesicht. Begleitend kann es zu drückenden Schmerzen, Juckreiz und Rötungen kommen.
Eine Follikulitis entsteht in der Regel durch eine Infektion mit Bakterien, aber auch Pilze und Viren kommen als Erreger infrage. Feuchte und warme Haut, die Rasur sowie bestimmte Vorerkrankungen wie Diabetes oder Neurodermitis können das Risiko für die Entzündung erhöhen.
Eine leichte Follikulitis klingt häufig nach wenigen Tagen von alleine wieder ab. Wenn das nicht passiert, verordnet der Arzt unter Umständen desinfizierende Cremes. Eine Therapie mit Antibiotika ist eher selten erforderlich.
Verschiedene Faktoren können dazu beitragen, dass sich eine Follikulitis entwickelt. Dazu gehören:
Verursacht wird die Entzündung durch unterschiedliche Keime. Am häufigsten steckt das Bakterium Staphylococcus aureus dahinter. Dieser Erreger ist weit verbreitet und kann neben einer Follikulitis noch andere Krankheiten herbeiführen.
Eine Follikulitis verläuft oft harmlos und die Symptome gehen von alleine zurück. Es ist trotzdem grundsätzlich sinnvoll, eine Follikulitis von einem Arzt abklären zu lassen. So vermeiden Sie die Ausbreitung der Infektion auf andere Körperregionen und können möglichen Komplikationen wie der Furunkel- oder Karbunkelbildung vorbeugen.
Hast du schon einmal bemerkt, dass bei dir aus einem Follikel zwei Haare wachsen, und dich gefragt, ob das normal ist? Der offizielle medizinische Begriff dafür ist pili multigemini und ist tatsächlich gar nicht mal so selten, aber die wenigsten Menschen bemerken es.
Pili multigemini tritt auf, wenn sich die Spitze des Haars so teilt, dass zwei Schäfte entstehen. Bei Frauen tritt das üblicherweise unter den Armen und an den Beinen auf, während es bei den Männern meist im Gesicht zu sehen ist. Im Grunde wächst ein Haar Follikel ganz normal, so wie es sollte, und an der Basis entsteht eine weitere Haarzwiebel. Die Haar Knospe spaltet sich dann, während sie wächst. Das Ergebnis: Zwei Haare aus einem Follikel.
Wenn du so etwas bei dir bemerkst und es dich nicht stört, dann ignoriere es einfach. Manche Leute sind so genervt von den “Zwei-Haar-Follikeln”, dass sie sie mit einer Pinzette raus ziehen. Die beiden Haare, die aus dem einzelnen Follikel kommen, sitzen aber leider meist tiefer als normale Haare. Wie auch das Auszupfen hilft das Rasieren kein bisschen. Es ist sogar so, dass du durch das kontinuierliche Rasieren von zwei Haaren in einem Follikel die Chancen erhöhst, dass sich daraus eine Entzündung entwickelt.
Elektrolyse ist etwas, was tatsächlich dafür sorgen kann, dass die Haar Follikel “einschlafen”. Der Haken: Wenn dieses Problem überall an deinem Körper auftritt, kann Elektrolyse schnell ganz schön teuer werden. Dann gibt es noch die sogenannte Kryotherapie, bei der die Haut so eingefroren wird, dass dem Follikel entfernt werden kann.
Wenn untypisch viele Haare wachsen, nennt man das Hypertrichose. Der übermäßige Haarwuchs kann am ganzen Körper oder nur an bestimmten Stellen vorkommen, er kann vererbt oder erworben sein.
Mit Hypertrichose bezeichnet man einen übermäßigen Haarwuchs, der an einzelnen Stellen oder am gesamten Körper auftreten kann. Er kann angeboren sein oder erst im Lauf des Lebens entstehen.
Für eine Hypertrichose gibt es - je nach Art des übermäßigen Haarwuchses - verschiedene Ursachen.
Eine Hypertrichose bedarf - rein medizinisch gesehen - keiner Behandlung. Wer sich aber unwohl damit fühlt, kann die unerwünschte Behaarung mit verschiedenen Methoden entfernen. Eine fachärztliche Laserbehandlung ist am effektivsten, um die Haare dauerhaft zu entfernen.
Akne Inversa ist eine Hautkrankheit, bei der sich Haarfollikel immer wieder entzünden, schmerzende Knoten und Abszesse bilden. Meist sind Achseln und Intimbereich betroffen.
Die genauen Ursachen von Akne inversa sind bisher nicht vollständig geklärt. Die Trigger für Akne inversa stehen in Wechselwirkung zu anderen Krankheiten und Gesundheitsfaktoren. Die vielleicht wichtigste Ursache dafür, dass Hidradenitis suppurativa (Akne inversa) immer wieder aufflammt und zu Entzündungen führt, liegt im Immunsystem der Betroffenen begründet.
Akne inversa gehört bisher zu den chronischen Hautkrankheiten, die nicht heilbar sind. Allerdings kann die Lebensqualität durch eine zielgerichtete und vor allem frühe Behandlung stark gesteigert werden.
Wenn du ständig mit eingewachsenen Haaren im Intimbereich zu kämpfen hast, lohnt sich der Blick auf eine dauerhafte Haarentfernung mit Laser. Diese Laser arbeiten gezielt und effektiv: Sie zerstören die Haarfollikel in der Wachstumsphase, ohne die umliegende Haut zu schädigen. Der Vorteil: Die Haare wachsen nicht mehr nach - und können entsprechend auch nicht mehr einwachsen.
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