Sich zu rasieren, kann zur echten Herausforderung werden. Übrig gebliebene Stoppeln, Rasurbrand, Schnittwunden oder Pickel - irgendwas ist immer. Doch damit ist jetzt Schluss! Hier ist dein Leitfaden zur perfekten Nassrasur - schonend und gründlich - für jeden Mann und jede Frau, auch die unter euch mit besonders empfindlicher Haut. Dieser Artikel bietet dir die besten Tipps und Tricks, um deine erste Rasur so angenehm und effektiv wie möglich zu gestalten.
Bevor du dich das erste Mal rasierst, solltest du dich fragen, warum du dich rasieren möchtest. Wichtig ist, dass du dich mit dem Gedanken wohlfühlst und der Wunsch aus dir selbst herauskommt. Ob, wie oft und wo du dich zukünftig rasierst, entscheidest natürlich auch ganz allein du. Denk daran, dass es keine Notwendigkeit gibt, dich zu rasieren, wenn du es nicht möchtest, und trotz der gängigen Irrmeinung ist Körperbehaarung weder unhygienisch noch unnatürlich.
Die richtige Vorbereitung ist entscheidend für eine gelungene Rasur. Hier sind die wichtigsten Schritte:
Bevor du mit der eigentlichen Rasur startest, solltest du deine Haut erstmal reinigen. Benutze hierfür am besten einen hautschonenden Reiniger. So werden abgestorbene Hautzellen entfernt, die die Poren und den Rasierer verstopfen können. Über die gereinigte Haut kann der Rasierer besser gleiten, wodurch du automatisch weniger Druck ausübst und so Verletzungen vorbeugst.
Dann solltest du die zu rasierende Stelle mit reichlich warmem Wasser anfeuchten. So quellen die Haare auf, werden weicher und können viel leichter von der Rasierklinge abgeschnitten werden.
"Ob man lieber Rasiercreme, oder Rasiergel benutzt, ist letztendlich eine Frage des persönlichen Geschmacks", weiß Kristina Vanoosthuyze, wissenschaftliche Expertin im "Global Shave Care"-Team von Gillette. Rasierschaum oder Rasiergel kannst du direkt auf die Fingerspitzen geben und großzügig im angefeuchteten Gesicht verteilen. Rasierseife oder Rasiercreme hingegen musst du erst mit einem Pinsel und reichlich Wasser aufschäumen.
Aber um deine Haut zu schonen, solltest du jedes Pre-Shave-Produkt mindestens zwei Minuten einwirken lassen. "Denn ein trockenes Barthaar ist fast so hart wie Kupferdraht. Die Kombination aus warmem Wasser und Einseifmittel macht die Barthaare weich", weiß die Expertin. Übrigens: Damit wird auch die Lebensdauer der Klinge erhöht. Denn harte Barthaare belasten die Klinge stärker als weiche.
Die Wahl des richtigen Rasierers und der passenden Pflegeprodukte ist entscheidend für das Ergebnis. Hier eine Übersicht:
Gerade wenn du sensible Haut hast, gilt: Finger weg von billigen Einweg-Rasierern. Die sind praktisch für einen Wochenendtrip, wenn du vergessen hast, einen richtigen Rasierer einzustecken, aber nichts für jeden Tag. Dank 5 extra scharfer Klingen brauchst du beim Rasierer keinen Druck ausüben, was die Verletzungsgefahr reduziert.
Wir empfehlen dir selbst geschlagenen Rasierschaum, den du mit einem Rasierpinsel aufträgst. Mache deinen Einstieg in die Nassrasur von Beginn an zu einem Aufstieg auf den Gipfel. Mit einem effizienten Rasierpinsel. Pinselköpfe gibt es mit Schweineborsten, Rosshaar, Dachshaar oder synthetischen Fasern. Veganer und Vegetarier können heute getrost Letztere wählen. Allen anderen empfehlen wir Dachshaar.
Wir empfehlen dir einen Einstieg mit einem klassischen Rasierhobel. Dieser heißt nicht zu Unrecht auch Sicherheitsrasierer. Rasierhobel gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Als Neueinsteiger nimmst du am besten einen mit geschlossenem Kamm, schmalem Klingenspalt und längerem Griff.
Was für den Sportwagen Motoröl und Benzin, sind für deine Werkzeuge, Barthaare und Haut das Rasieröl und der Rasierschaum. Für eine vollständige Rasur legen wir dir Rasierschaum ans Herz. Mit Seife geht es geringfügig schwerer am Anfang als mit Rasiercreme. Sie wirkt basisch, so dass sie deine Barthaare innerhalb drei Minuten weich macht, aufstellt sowie einen Schutzfilm auf deine Haut legt, so dass der Hobel über sie gleiten und die Barthaare widerstandslos schneiden wird.
Die richtige Technik ist entscheidend, um Hautirritationen und Schnitte zu vermeiden:
Die Haut sollte bei der Rasur stets gespannt sein. "Das ist das Geheimnis für eine Rasur ohne Blessuren. Auf der gespannten Haut kann die Klinge gut gleiten, die Verletzungsgefahr verringert sich. Die Spannung macht die Rasur zudem gründlich. Die Barthaare werden aufgerichtet und angehoben, sodass sie sich tief kappen lassen", erklärt Vanoosthuyze.
Damit die Haut aber nicht nur optimal geschont, sondern auch wirklich so glatt wie möglich wird, gilt es bei der Rasur auf die richtige Reihenfolge zu achten. Heißt im Klartext: Die Wangen solltest du stets zuerst rasieren, danach Hals und zuletzt Oberlippe und Kinn. Dort sind die Stoppeln nämlich am härtesten und brauchen deshalb eine längere Einweichzeit.
Ob du besser mit oder gegen den Strich rasierst, ist abhängig von der Empfindlichkeit deiner Haut und der Stärke deines Bartwuchses. Gründlicher ist die Rasur in jedem Fall gegen den Strich. Aber eben auch reizender. Weshalb die meisten Männer sich besser konsequent in Wuchsrichtung, also mit dem Strich, rasieren sollten, um die Haut zu schonen. Seife die Problemstellen nochmal ein und rasiere erst beim zweiten Mal gegen den Strich. Weil die Stoppeln jetzt schon ultrakurz sind, kann das nicht mehr ziepen.
Während der Rasur die Klinge mehrmals mit warmem Wasser gründlich ausspülen, damit sie nicht verstopft. "Einfach mit dem Kopf nach unten unter fließendes Wasser halten. Und bitte nie mechanische Hilfsmittel benutzen (zum Beispiel eine Nagelbürste). Dadurch stumpfen die Klingen ab", so die Expertin. Solange der Nassrasierer noch ein wenig feucht ist, niemals luftdicht aufbewahren, er könnte zur Brutstätte für Bakterien werden.
Die richtige Nachpflege ist genauso wichtig wie die Rasur selbst:
Viele Rasierer haben mittlerweile farbige Gleitstreifen mit Pflegestoffen. An denen erkennst du, wann die Klingen ihre besten Zeiten hinter sich haben. Geht die Farbe flöten, wird es Zeit für neue.
Kaltes Wasser schließt die Poren und erfrischt.
Wasche zunächst Schaumreste mit möglichst kaltem Wasser ab. Alaun, das Wundersalz. Trage es auf rote, blutende Stellen auf - solltest du dich doch mal geschnitten haben. Alaun wirkt adstringierend, stoppt so Blutungen und fördert die Heilung. Rasierwasser, Balsam, Lotion, Moisturizer und Tonic kühlen, schließen Poren, neutralisieren den pH Wert deiner Haut, desinfizieren und sind rückfettend.
Nach dem After Shave ist es Zeit, der Haut etwas Feuchtigkeit zu gönnen: Trage eine leichte Gesichtscreme für Männer auf. Ganz zum Schluss gönnst du deiner Haut noch feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme und deinem Bart Bartöl.
Es gibt verschiedene Methoden zur Rasur, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen:
Viele schwören auf die Nassrasur, da sie gründlicher ist und die Haut erfrischt. Allerdings kann sie bei falscher Anwendung zu Hautirritationen führen.
Andere genießen die Bequemlichkeit der Trockenrasur. Wenn deine Haut leicht gereizt ist und du unter Rötungen oder Irritationen in deinem Gesicht und unter deinem Bart leidest, empfiehlt sich die Trockenrasur. Sie ist sanfter zur Haut und schneller durchzuführen.
| Merkmal | Nassrasur | Trockenrasur |
|---|---|---|
| Gründlichkeit | Sehr gründlich | Weniger gründlich |
| Hautirritation | Höher | Geringer |
| Zeitaufwand | Höher | Geringer |
| Vorbereitung | Erforderlich (Einweichen, Rasierschaum) | Weniger erforderlich |
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