Zum ersten Mal Epilieren: Tipps für glatte Haut

Jeder wünscht sich das Gefühl glatter, zarter Haut ohne störende Härchen. Viele haben schon einiges ausprobiert, um dieses Ziel möglichst dauerhaft zu erreichen. Die Epilation ist eine effektive Methode, um dieses Ziel zu erreichen. Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks wird die Epilation zum Kinderspiel, und Sie können das ganze Jahr über wunderbar gepflegte Haut genießen, die nach und nach immer schöner wird.

Hier erfahren Sie, wie Sie das Epilieren sanfter gestalten, Ihre Haut länger glatt bleibt und wie Sie eingewachsenen Härchen vorbeugen können.

Was ist Epilieren?

Das Epilieren bietet einen entscheidenden Vorteil gegenüber der herkömmlichen Rasur: Es entfernt die Haare direkt an der Wurzel. Im Epiliergerät befinden sich dafür kleine Pinzetten, welche an einer rotierenden Walze montiert sind. Diese zupfen die Härchen einzeln aus der Haut und es kommt somit zu einem länger anhaltenden Ergebnis.

Vorteile der Epilation

  • Lange glatte Haut: Eine richtige Epilation sichert lange glatte Haut. Für bis zu vier Wochen genießen Sie das Gefühl glatter, seidenweicher Haut.
  • Keine Stoppeln: Durch das Entfernen an der Wurzel wachsen die Haare mit feinen, dünnen Spitzen nach. Borstige Stoppeln, wie sie beim Rasieren entstehen, gehören der Vergangenheit an.
  • Ganzkörperanwendung: Mit ihren unterschiedlichen Aufsätzen eignen sich Epilationsgeräte für den Einsatz am gesamten Körper.
  • Hautschonend: Im Gegensatz zu herkömmlichen Rasierern entfernen Epilierer die Haare, ohne die oberste Hautschicht anzugreifen. Schon der erste Epilierer-Test zeigt, dass die Haut nicht gereizt oder gerötet ist und die Urlaubsbräune länger hält.
  • Immer und überall: Einmal erworben haben Sie mit einem Epilationsgerät die Möglichkeit, zu jeder Zeit und genau da, wo Sie sich gerade befinden, Ihre Körperhaare bequem zu entfernen.

Da Haare unterschiedlich schnell nachwachsen und sich der Körper an die Behandlung gewöhnt, wird die Epilation mit jeder Anwendung sanfter und schneller.

Epilieren vs. Rasur und Waxing

Epilieren ist schonender als eine Rasur, da unangenehme Rasierpickel ausbleiben, weil die obere Hautschicht nicht angegriffen wird. Beim Waxing hingegen klebt das Wachs zu sehr an der Haut, wodurch sie gereizt wird. Besser als Waxing wäre Sugaring. Das ist allerdings entweder teuer, wenn du es im Studio machen lässt, oder kann in der Home-Anwendung eine ziemliche Sauerei werden. Die Zuckerpaste kann sich nämlich ziemlich schnell an den Händen festkleben, oder, noch schlimmer: an den zu epilierenden Stellen. Außerdem tut ein Ruck, bei dem viele Haare auf einmal entfernt werden, mehr weh als die Entfernung einzelner Haare beim Epilieren, wo du die Geschwindigkeit selbst bestimmen kannst.

MEIN ERSTES MAL EPILIEREN | schmerzfreie Tipps und Tricks für Anfänger

Welche Hautstellen kann ich epilieren?

Theoretisch können Sie sich an allen Körperstellen epilieren: an den Beinen, Armen, unter den Achseln, im Intimbereich sowie im Gesicht. Praktisch gesehen gibt es jedoch schmerzliche Unterschiede bei den verschiedenen Hautstellen. So sind einige Areale, wie der Intimbereich und unter den Achseln, empfindlicher, da die Haut dort dünner ist. Die Folge: mehr Schmerzen beim Epilieren. Hierfür sollten Sie stets einen kleineren Aufsatz für empfindliche Bereiche verwenden. Mit der Zeit sitzen die Haare quasi "lockerer" und Sie gewöhnen sich an das Gefühl, sodass es immer weniger weh tut. Dranbleiben lohnt sich also.

Worauf muss ich bei einem Epilierer achten?

Beim Kauf eines Epiliergerätes lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Hier eine Checkliste, die Ihnen dabei hilft:

  • Am besten sind Geräte mit unterschiedlichen Aufsätzen für verschiedene Körperbereiche.
  • Frauen, die nicht nur die Beine, sondern auch die Achseln und die Oberlippe epilieren wollen, sollten unbedingt ein Gerät mit den entsprechenden Aufsätzen wählen.
  • Wichtig: Das Gerät sollte wasserfest sein. Dann können Sie es auch in der Wanne nutzen und außerdem viel besser reinigen.
  • Äußerst sinnvoll, um eingewachsene Haare zu verhindern, sind Peeling-Aufsätze.
  • Massage-Aufsätze stimulieren die Haut, verringern so das Schmerzempfinden und helfen zudem vorbeugend gegen Hautirritationen.
  • Achten Sie auf eine lange Akkulauf- und Lebenszeit.
  • Manche Geräte bieten obendrein noch tolle weitere Aufsätze zum Rasieren und Trimmen.
  • Ist am Epilierer ein Lämpchen integriert, kann man selbst die feinsten Härchen erkennen und bekommt so noch besser Ergebnisse.

Empfohlene Epilierer

Epilierer unterscheiden sich vor allem in der Größe und Beschaffenheit des Epilierkopfes, der Wasserfestigkeit und des Zubehörs. Modelle mit großem Kopf und vielen Pinzetten entfernen die Haare schneller und gründlicher, sind dafür aber deutlich teurer.

Hier sind zwei empfohlene Modelle:

  • Braun Silk-épil 9 Flex: Bietet einen flexiblen Kopf, Micro-Grip-Pinzetten und SensoSmart Andruckkontrolle. Ist Wet & Dry anwendbar und beinhaltet verschiedene Aufsätze.
  • Philips BRE740/90: Verfügt über Keramikpinzetten für sanfteres Epilieren, ist Wet & Dry anwendbar und wird mit umfangreichem Zubehör geliefert.

Wie bereite ich meine Haut aufs Epilieren vor?

Regelmäßige Peelings helfen, die Haare leichter zugänglich zu machen. So kann das Gerät sie besser zupfen. "Nach dem letzten Peeling sollte aber unbedingt ein Tag verstreichen, bevor man den Epilierer ansetzt, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren und mögliche Irritationen zu vermeiden", erklärt Dr. Melanie Hartmann, dermatologische Beraterin für Braun.

Wie tut Epilieren weniger weh?

Ganz einfach: Locker bleiben! Wenn Sie sich verkrampfen und schon in Erwartung des Schmerzes leiden, wird es beim Epilieren umso mehr "ziepen". Viel besser: Machen Sie einen Wellness-Moment daraus! Gönnen Sie sich eine entspannende Dusche oder noch besser ein schönes Bad. Die Poren öffnen und die Haut entspannt sich.

Abgesehen von Beruhigung und Entspannung der Haut verbessert die Wärme auch die Durchblutung und stimuliert so die Produktion von körpereigenen Substanzen, die unsere Haut unempfindlicher machen. Dadurch ist das Zupfempfinden sehr viel geringer", weiß Dr. Melanie Hartmann. Dazu entspannende Musik, vielleicht eine Tasse Ihres Lieblings-Tees … und alles wird halb so wild. Zudem wird der Schmerz mit jedem Mal weniger, weil die Haare durchs Epilieren immer feiner nachwachsen und Sie sich ans Zupfen gewöhnen.

Wie epiliert man richtig?

Wenn Sie sich beim Epilieren an diese Tipps halten, erwischen Sie alle Haare und die Haut bleibt länger glatt:

  1. Abends ist die beste Zeit zum Epilieren. Eventuelle kleine Hautirritationen sind am nächsten Morgen verschwunden.
  2. Die richtige Länge fürs Epilieren liegt zwischen 0,5 bis 5 Millimetern. Vor dem ersten Epilieren einmal rasieren und dann nach 3 bis 7 Tagen epilieren - je nachdem, wie schnell Ihre Haare wachsen.
  3. Epilieren Sie gegen die Wuchsrichtung.
  4. Nehmen Sie sich vom Knöchel bis zum Knie mindestens 15 Sekunden Zeit.
  5. Bitte keinen Druck machen!
  6. Bewegen Sie den Epilierer aufwärts gegen die Wuchsrichtung der Haare.
  7. Spannen Sie Ihre Haut während der Epilation.
  8. Zu Beginn sollten Sie einen Monat lang einmal pro Woche epilieren. Danach genügt es, etwa alle 2 bis 4 Wochen zu epilieren.

Wie verhindere ich eingewachsene Haare nach dem Epilieren?

Ein regelmäßiges Peeling einmal pro Woche ist nicht nur sinnvoll, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch, um eingewachsenen Härchen vorzubeugen. Anschließend können Sie eine Feuchtigkeitscreme auftragen, so bleibt die Haut schön weich und die Haare finden leichter den Weg an die Oberfläche, statt darunter kehrt zu machen und einzuwachsen.

Wie pflege ich meine Haut nach der Epilation?

Dr. Melanie Hartmann erklärt: "Die Körperhaut - gerade im Beinbereich - ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion."

Wie lange bleibt man nach dem Epilieren haarfrei?

Da die Haarwurzel beim Epilieren mit entfernt wird, dauert es länger als bei einer Rasur, bis das Haar nachgewachsen ist. Das dauert zirka 2 Wochen, ist aber vom Typ abhängig. Zudem sind die Härchen weicher als bei einer Rasur. Gehen Sie beim Epilieren zu ungeduldig vor, brechen einige Härchen vielleicht ab und wachsen wieder schneller nach.

Zusätzliche Tipps für eine angenehme Epilation

  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt: Wenn Sie zum ersten Mal richtig epilieren, wählen Sie am besten einen Tag aus, an dem Sie sich in Ihrer Haut besonders wohl fühlen. Da Frauen in der Frühe nachweislich weniger schmerzempfindlich sind, epilieren Sie lieber morgens statt abends.
  • Nass-Epilation: Der beste Epilierer verfügt über eine Nass/Trocken-Technologie, da nasses Epilieren besonders sanft und hautschonend ist. Speziell für Anfängerinnen empfiehlt sich deshalb die Epilation in der Badewanne oder unter der Dusche.
  • Haut straffen: Wenn Sie die Haut mit der anderen Hand leicht straffen, vereinfacht dies die Epilation.
  • Regelmäßiges Peelen: Ein wöchentliches Peeling zur Vor- und Nachbereitung der Epilation ist unerlässlich, damit die Haare nicht einwachsen.
  • Hautreizungen vermeiden: Richtig Epilieren bedeutet auch, Hautreizungen zu vermeiden.

Mit diesen Tipps und den richtigen Geräten steht dem Traum von langanhaltend glatter Haut nichts mehr im Weg!

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