Zu viel Shampoo benutzt: Was tun?

Wenn es eine Beauty-Regel gibt, die gefühlt immer zutrifft, dann diese: Viel hilft nicht viel. Das gilt auch fürs Haarewaschen. Es klingt vielleicht komisch, aber wenn Sie mehr Shampoo verwenden, wird Ihr Haar nicht unbedingt sauberer.

Wir neigen dazu, mehr darauf zu achten, welches Shampoo wir benutzen, statt wie viel wir verwenden. Klar, ein gutes Shampoo macht viel aus. Aber zu viel - oder auch zu wenig - davon zu benutzen, kann Auswirkungen auf die Gesundheit von Haar und Kopfhaut haben.

So findest du das passende Shampoo für deine Kopfhaut

Warum macht zu viel Shampoo die Haare kaputt?

Tatsächlich gibt es eine optimale Shampoo-Menge. Wenn Sie mehr benutzen, wird das die Reinigungskraft nicht steigern. Stattdessen spülen Sie - vor allem bei teuren Produkten - jede Menge Geld den Abfluss herunter. Und noch schlimmer: Es kann Ihr Haar sogar schädigen, zu viel oder zu wenig Shampoo zu benutzen.

Benutzen Sie zu wenig Shampoo, werden die Haare nicht richtig sauber. Das kann zu Schuppen und einer juckenden Kopfhaut führen. Wenn Sie hingegen zu viel Shampoo verwenden, kann das Ihre Haare massiv austrocknen. Das gilt insbesondere für Volumen- und Tiefenreinigungsshampoos, weil sie kaum bis keine rückfettenden Inhaltsstoffe enthalten.

Stattdessen entfernen die Produkte, wenn sie im Übermaß verwendet werden, zu viele natürliche Öle vom Haar. Diese natürlichen Öle sind aber wichtig, um das Haar gesund zu halten, und helfen, Feuchtigkeit im inneren des Haares zu speichern. Bei gefärbten Haaren kommt ein weiteres Problem hinzu: Wenn Sie zu viel Shampoo benutzen, kann die Farbe schneller verblassen, da übermäßig viele Pigmente aus dem Haar herausgespült werden.

Glanzloses Haar, kraftlose Strähnen oder schnell fettender Ansatz. All das können Folgen von Fehlern bei der Haarwäsche sein. Damit das in Zukunft nicht mehr bei Dir vorkommt, gibts nun ein kleines 1×1 des Haare Waschens. Lass uns mal eine erste Übersicht der Fehler aufstellen.

Die richtige Shampoo-Menge finden

Wie viel Shampoo Sie verwenden sollen, hängt nicht von der Haarlänge ab. Das mag überraschend klingen. Aber: Shampoo ist ein Reinigungsprodukt. Unsere Haare fetten vom Ansatz her. Und Shampoo ist darauf ausgerichtet, Talg genau hier zu entfernen. Um die Haarlängen zu reinigen, genügt die Shampoo-Wasser-Schorle, die beim Ausspülen hindurchfließt. Wer seine ganzen Haare shampooniert, verschwendet nicht nur jede Menge Produkt, sondern riskiert auch Haarbruch und Spliss, da die Haare übermäßig austrocknen.

Wenn also nicht die Haarlänge entscheidet, wie viel Shampoo Sie verwenden sollten, was dann? Die Haarmenge und -dichte. Bei dünnen (sprich wenigen) oder feinen (die einzelnen Haare haben einen geringen Durchmesser) genügt bei den meisten Shampoos eine etwa kirschgroße Menge. Das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel. Bei vielen oder sehr dicken Haaren brauchen Sie etwa eine walnussgroße Menge. Das wiederum entspricht einem gestrichenen Esslöffel.

Was hilft, wenn sich die Haare nicht richtig sauber anfühlen?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass diese Shampoo-Menge nicht ausreicht, um Ihre Haare ausreichend zu reinigen, sollten Sie lieber ein zweites oder sogar drittes Mal shampoonieren, statt beim ersten Waschgang die doppelte oder dreifache Menge Shampoo zu verwenden. Die Reinigungswirkung wird nämlich nicht durch die Menge pro Waschgang, sondern die Intensität verstärkt.

Und: Gründlich auswaschen nicht vergessen. Als Faustregel können Sie sich merken: Mindestens doppelt so lange ausspülen, wie Sie zum Einschäumen gebraucht haben. Shampoo-Reste können die Ansätze beschweren und zu einer juckenden und schuppenden Kopfhaut führen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Reste im Haar bleiben, ist umso höher, je mehr Shampoo Sie verwendet haben.

Viele denken bei der Pflege der Haare eher erst an die Längen der Haare, vergessen aber dabei die Basis und das ist eben die Kopfhaut! Dort entsteht das Haar und wenn es ihr gut geht, sie gesund ist und gut gepflegt wird, ist das die beste Basis für gesunde Haare.

Das Shampoo reinigt die Haare, das ist sicher für niemanden ein Geheimnis. Tenside (Waschaktivesubstanzen) sorgen dafür, dass das Shampoo schäumt, aber erst dann, wenn diese kein Fett mehr auf der Kopfhaut finden. Der erste Fehler, den sicher einige machen, ist zu viel Produkt zu benutzten. Achtet darauf, dass eure Haare beim Einseifen ordentlich nass sind. Benutzt eine kleinere Menge und nehmt euch Zeit, das Shampoo einzumassieren. Lasst eure Fingernägel weg, damit verletzt ihr eure Kopfhaut!

Um eure Haare nicht unnötig zu reizen, vermeidet es eure Längen mit einzuseifen. Diese werden beim Ausspülen der Haare automatisch gereinigt. Nun haben wir unser Shampoo genutzt, das Haar und die Kopfhaut sind gereinigt.

Die richtige Anwendung von Haarmaske und Conditioner

Die Haarmaske gibt eurem Haar die benötigten Pflegestoffe und füllt Lücken auf. Diese entstehen auch nach chemischen Behandlungen, wie beim Blondieren, Färben oder einer Dauerwelle. Mit einer Maske möchten wir Keratine und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wieder ins Haar einbringen. Benutzt auch hier lieber weniger als zu viel. Nehmt euch Zeit das Pflegeprodukt ordentlich Strähne für Strähne einzumassieren. Anschließend könnt ihr durch Drehen der Strähnen die Maske besser verteilen und einarbeiten. Sollten eure Haar nicht zu strapaziert sein, könnt ihr die Maske auch vorsichtig mit einer weichen Bürste einkämmen.

Wer eher natürliches und weniger behandeltes Haar hat, muss nicht unbedingt eine Haarmaske verwenden. Grundsätzlich, muss eine Haarmaske auch nicht bei jeder Haarwäsche angewendet werden. Je nach Schädigung des Haars genügt die Anwednung es ca. Mit der Haarmaske ist das Haar jetzt also wieder aufgefüllt. Jetzt ist es jetzt wichtig, die geöffnete Haarstruktur wieder zu schließen.

Ein Conditioner hat einen niedrigen pH-Wert und schließt somit die Haarstuktur wieder. Er macht das Haar außerdem gut kämmbar und geschmeidiger. Die meisten Conditioner legen zusätzlich noch Pflegestoffe um das Haar. Ein Conditioner muss unbedingt nach JEDER Haarwäsche benutzt werden. Verteilt den Conditioner in euren Handflächen, teilt die Haare in zwei Hälften und massiert das Produkt gründlich ab der Mitte der Haarlängen ein. Der Conditioner sollte jeder Stelle eurer Haare berühren. Das funktioniert am einfachsten, wenn ihr ihn vorsichtig einkämmt und somit gut verteilt. Benutzt auch hier wieder weiche Bürste wie z. B. unsere Zauberbürste.

Fangt am besten in den Spitzen an und arbeitet euch nach oben, somit verteilt sich der Conditioner im gesamten Längen. Noch ein Pro-Tipp für euch: Wenn ihr eure Haare gewaschen habt, dann drückt die Haare kurz mit einem Handtuch aus und arbeitet dann die Maske oder den Conditioner ein.

Um eure Haarpflege zu optimieren, könnt ihr jetzt noch ein Leave-In Produkt benutzen. Das kann ein Spray, Öl oder eine Creme sein. Es gibt unglaublich viele Möglichkeiten und auch hier wieder viel zu beachten.

Häufige Fehler beim Haarewaschen vermeiden

Auch wenn es noch so verführerisch ist, solltest Du Dein Shampoo nicht anhand des Duftes auswählen. Wichtig ist, dass Du ein Shampoo benutzt, das zu deinem Haarzustand passt. Fakt ist jedoch, dass ein kräftiges und hellergefärbtes Haar andere Wirkstoffe braucht, als ein feines und ungefärbtes Haar. Ein feines Haar könnte von einem Shampoo für geschädigtes Haar zum Beispiel zu sehr beschwert werden. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welchen Haarzustand Du aktuell hast, dann lass Dich vom Friseursalon deines Vertrauens beraten. Das bedeutet ja nicht, dass Du dein Shampoo auch deshalb dort kaufen musst. Wir Friseure wollen, dass unsere Kundinnen schöne Haare haben.

Viel hilft nicht immer viel. Ganz im Gegenteil. Bei der Anwendung von Haarpflege Produkten kann das sogar von großem Nachteil sein. Egal ob dein Shampoo aus der Drogerie oder Friseursalon ist, Du musst damit nicht deine komplette Handfläche ausfüllen. Eine kleine Menge (ca. Wenn Du damit das Gefühl hast, dass dein Haar zu wenig schäumt, dann lege lieber einen zweiten Waschgang ein. Obwohl die Schaumbildung tatsächlich keine wichtige Rolle für die Reinigung deiner Haare spielt. Achte außerdem darauf, dass dein Haar richtig nass ist, bevor Du Shampoo verwendest. Auch das ist ein Faktor, der dafür sorgt, dass Du weniger Produkt brauchst.

Du machst einen dicken Klecks Shampoo auf deine Hand und zack, direkt ab auf den Kopf damit. Dein Shampoo landet dadurch erstmal nur auf einer einzigen Stelle deines Kopfes und lässt sich nur noch schwer verteilen. Deshalb ist auf einer Stelle viel zu viel Produkt und auf dem restlichen Haar zu wenig. So geht’s richtig: Shampoo Klecks auf eine Hand, dann mit der anderen Hand schön in beiden Händen verteilen. Erst danach packst Du deine Hände auf den Kopf. Am besten jede auf eine andere Stelle.

Oft soll es im Alltag ja schnell gehen. Dadurch kommt meist das gründliche Ausspülen des Shampoos viel zu kurz. Bleiben deshalb noch Produktrückstände im Haar, dann beschwert und verklebt das dein Haar auf die Dauer. Du kannst zwischendurch ruhig mal das Wasser abstellen und mit beiden Händen nochmal kurz leicht über den ganzen Kopf massieren. Meistens spürst Du dabei ziemlich gut, ob noch irgendwo ein Rest Shampoo oder Pflege hängt. So lange, bis wirklich alles ausgespült ist.

Verwendest Du beim Haare Waschen immer besonders gerne sehr warmes, fast schon heißes Wasser? Dann kann das dazu führen, dass deine Haaransätze schneller nachfetten. Wasche dein Haar also lieber mit kühlem oder lauwarmem Wasser. Vor allem, wenn Du sowieso zu schnell fettendem Haar neigst. Außerdem sorgt kühles Wasser dafür, dass sich dein Haar zusammenzieht. Dadurch legt sich die äußerste Haarschicht (Schuppenschicht) schön an.

Ein Haar braucht immer zumindest ein kleines bisschen an Pflege, nach jeder Reinigung. Das muss definitiv nicht jedes Mal die Haarkur mit Einwirkzeit oder Conditioner zum wieder ausspülen sein. Du hast das Gefühl, dass durch die Pflege dein Haar zu schwer oder schnell fettig wird? Dann überprüfe mal, ob Du das passende Produkt für deinen Haarzustand hast. Gerne neigen wir dazu Pflege zu kaufen, die eigentlich viel zu reichhaltig für unser Haar ist. Klar, die versprechen ja auch das „Super-Flausch-Feeling“.

Verwende vor allem deine Pflegeprodukte eher sparsam bei jeder Anwendung. Denn auch hier hilft viel nicht immer viel. Wenn Du zu viel Pflege aufträgst, dann macht das dein Haar meistens eher matt, beschwert und irgendwie klebrig. Wenn Du Dir gleich den nächsten Fehler anschaust, wirst Du auch merken, warum Du oft das Gefühl hattest, mehr Produkt zu brauchen.

Vor allem, wenn Du eine Pflege verwendest, die wieder ausgespült wird, solltest Du auf ein paar Dinge achten. Als erstes darauf, dass dein Haar nicht noch tratsch nass ist. Denn wenn es komplett voller Wasser ist, kann es die tollen Wirkstoffe deiner Pflege gar nicht aufnehmen. Drücke dein Haar mit beiden Händen so gut es geht aus, bevor Du Deine Pflege aufträgst. Sie sollten nicht mehr stark tropfen, wenn Du deine Pflege anwendest. Der Teil deiner Haare, der wirklich Pflege benötigt, sind lediglich deine Längen und Spitzen. Fasse deine Haare zu einem hohen Zopf und trage auf den unteren Teil die Pflege auf. Das restliche Haar bekommt automatisch auch ein wenig davon ab. Weil sich Flüssigkeiten und ähnliches sowieso von alleine noch etwas auf dem Haar verteilen.

Bleiben nach dem Ausspülen noch Rückstände der Pflegeprodukte im Haar, so können diese schnell fetten, klebrig wirken und platt sein. Vor allem bei der Pflege ist es super wichtig, dass Du sie gründlich ausspülst. Siehe dazu auch nochmal bei Fehler Nr. Wenn Dir das zu viel Zeitaufwand bei jeder Haarwäsche ist, dann hol Dir lieber eine Leave-In-Pflege. Verwende Conditioner oder Haarkur dann eben nur alle paar Haarwäschen. Produkte nicht gründlich auszuspülen gehört definitiv zu den häufigsten Fehlern beim Haare waschen. Nimm Dir daher ganz besonders für das Ausspülen immer ausreichend Zeit.

Überpflegtes Haar erkennen und behandeln

Sie verwenden Shampoo, Spülung, Kur und diverse andere Pflegeprodukte und dennoch wirkt Ihr Haar strähnig und nicht schön? Dann kann es einfach zu viel des Guten sein. Denn auch Haare können zu viel gepflegt werden. Hier hilft nur, einen Gang runter zu schalten.

Es ist gar nicht so einfach, überpflegtes Haar zu erkennen und nicht selten entsteht daraus ein Teufelskreis. So mancher Betroffene denkt, er habe zu wenig gepflegt, wenn das Haar unschön und schlapp aussieht. Die Folge: Er greift zu weiteren Produkten, die jedoch nicht helfen, sondern alles verschlimmern. Ein deutliches Zeichen für zu viel Pflege ist strähniges Haar, das nach dem Waschen noch fettiger erscheint als zuvor. Andere Frisuren hängen einfach nur schlapp herab oder die Haare sind widerspenstig. Und das oft über mehrere Tage hinweg - egal welches neue Produkt Sie auch aus dem schier riesigen Regal im Markt auch auswählen?

Weder Volumenshampoo, Haarlack, Spülung oder Kur helfen? Dann sollte es besser gar kein Produkt mehr sein. Bad-Hair-Day über Wochen ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Diese Symptome weisen darauf hin, dass Ihr Haar zu viel Pflege bekommen hat.

Bleibt das Haar fettig trotz Wäsche? Dann können Silikone und Glycerin im Shampoo schuld sein. In kleinen Mengen sind sie wahre Elixiere und bewahren zuverlässig die Feuchtigkeit im Haar. Doch zu viel des Guten lässt es eher austrocknen. Aber auch nicht richtig ausgewaschene Spülungen oder Öle können das Haar leicht übersättigen - erst recht, wenn seit Monaten immer wieder das gleiche Öl verwendet wird. Dann werden kleinsten Mengen nicht mehr aufgenommen.

Spülungen haben einen hohen Säureanteil, die feine Risse und Unebenheiten in der Schuppenschicht des Haares ausgleichen. Zu viel Shampoo und zu heißes Wasser können ebenfalls zu einer Überpflege führen. Shampoo ist zum Reinigen da, nicht zum Pflegen. Daher reicht ein kleiner Klecks hier oft aus, sonst bleiben zu viele Rückstände im Haar. Lauwarmes Wasser zum gründlichen Ausspülen ist zudem meist schonender.

Es muss nicht immer das Shampoo und die Spülung, zweimal wöchentlich die Haarkur, Hitze-Schutz-Spray, Volumenmousse und Haarlack sein. Wer sein Haar dieser Produktpalette aussetzt, braucht sich nicht wundern, wenn das Styling nicht lange hält.

Wer seinem Haar zu viel zugemutet hat, sollte sogenannte Tiefenreinigungs- oder Peelingshampoos zur Abhilfe verwenden. Denn diese befreien das Haar von den zahlreichen Altlasten. Jedoch ist hier ratsam, einen Experten zurate zu ziehen. Denn zu häufiges Verwenden kann der Haarstruktur ebenso schaden. Zudem kann mit dem Fachmann das richtige Maß an Pflege gefunden werden. Nur auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Haare abgestimmte Produkte können eine Überpflegung dauerhaft vermeiden. Einfach wahllos zu Produkten greifen, kann nicht der richtige Weg sein. Wer unsicher ist, sollte sich beim Fachmann Unterstützung holen.

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