Zink bei Haarausfall ist ein Thema, das immer mehr Aufmerksamkeit erhält - und das zurecht. Denn das Spurenelement Zink spielt eine entscheidende Rolle für den menschlichen Körper und insbesondere für die Gesundheit von Haut und Haar. Zink ist ein essentielles Spurenelement, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss also über die Nahrung aufgenommen werden.
Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung von Zink für die Haargesundheit, die Symptome eines Zinkmangels, mögliche Nebenwirkungen einer Überdosierung und wie man Zink richtig zuführt, um Haarausfall vorzubeugen oder zu behandeln.
Zink ist essenziell für eine gesunde Kopfhaut und kräftiges Haar. Es beeinflusst die ganze Haarstruktur und ist beispielsweise für die Teilung der Zellen mitverantwortlich. Dies ermöglicht das Haarwachstum. Ferner ist es für die Kollagenbildung wichtig und an der Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare, beteiligt. Das Spurenelement unterstützt die Bildung von Keratin, einem wichtigen „Baustoff“ für die Haare.
Zink und die Haare hängen auf verschiedene Weise zusammen. Das Spurenelement:
Zink ist ein vielseitiges Element, das eine Vielzahl von Funktionen im Körper erfüllt. Es ist an hunderten von biochemischen Reaktionen beteiligt, die geradezu grundlegend für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind.
Ein Zinkmangel kann eine unterschätzte Ursache für verstärkten Haarverlust sein - insbesondere bei Männern. Ein Zinkmangel kann sich in vielfältiger Weise bemerkbar machen - unter anderem durch brüchige Nägel, trockene Haut oder eben Haarausfall. Ist der Körper nicht genügend mit dem Spurenelement Zink versorgt, können die Haare trocken, spröde, dünn und brüchig werden. Ein Zinkmangel kann sich sogar in Haarausfall niederschlagen.
Symptome eines Zinkmangels sind:
Risikogruppen für einen Zinkmangel sind vor allem Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, aber auch Alkoholkranke, da Alkohol die Aufnahme von Zink hemmen kann. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, nimmt mitunter mehr Phytat über die Ernährung auf, was das Risiko für einen Zinkmangel erhöht.
Fallbeispiel: Manuela P. aus Filderstadt hat seit einigen Wochen verstärkten Haarausfall. Auch ihre Haut ist sehr empfindlich geworden. „Und bei der Enkeltochter stecke ich mich mit jeder Erkältung an“, berichtet sie der VdK-Patientenberaterin Greta Schuler. Schließlich war in ihrer Lieblingszeitschrift ein Artikel über Zinkmangel, dessen Beschreibung mit vielem auf sie zutrifft. Außerdem ernährt sich Manuela P. vegetarisch und da - so hat sie gelesen - könne es sein, dass sie zu wenig Zink mit der Nahrung aufnehme.
Wer einen Haarausfall durch Zinkmangel vermutet, sollte seinen Zinkstatus durch einen Bluttest überprüfen lassen. Falls Frau P. noch weitere Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnimmt, können die Ärztin und die Apotheke abklären, ob es Wechselwirkungen mit anderen verordneten Medikamenten geben kann. Eine Überdosierung von Zink kann nämlich zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfen führen und so weitere Störungen des Immunsystems verursachen.
Greta Schuler stellt darauf hin diese Informationen für das Mitglied zusammen: „Zink beeinflusst die ganze Haarstruktur, es ist beispielsweise für die Teilung der Zellen mitverantwortlich. Dies ermöglicht das Haarwachstum. Ferner ist es für die Kollagenbildung wichtig und an der Bildung von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare, beteiligt. Bei Zinkmangel können tatsächlich Immunsystem, Haut und Haare betroffen sein. Deshalb sei, so Schuler, ein Erforschen der Ursachen wichtig. Schließlich könne eine Zinkeinnahme, wenn kein Mangel vorliegt, mit Nebenwirkungen einhergehen, gibt die langjährige VdK-Patientenberaterin zu bedenken.
Ein Zinkmangel kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden:
Zink gegen Haarausfall zeigt insbesondere dann Wirkung, wenn ein tatsächlicher Mangel besteht. In diesen Fällen berichten viele Betroffene, dass die Haare wieder wachsen und die Ausdünnung nach einigen Wochen gestoppt wird. In der Regel dauert es mehrere Wochen, bis erste positive Veränderungen sichtbar werden. Das Haarwachstum ist ein langsamer Prozess, und die Follikel benötigen Zeit, um sich zu regenerieren.
Wenn aufgrund einer erblichen Störung, einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung oder einer Alkoholkrankheit die Zinkaufnahme nachweislich gehemmt ist, können Zinkpräparate diesem Mangel entgegenwirken.
Zinkpräparate sind in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. als Tabletten, Kapseln oder Kombipräparate mit weiteren Vitaminen und Nährstoffen (z. B. Biotin). Bei einem Zinkgehalt von mehr als 25 Milligramm pro Tagesdosis sind Arzneimittel mit Zink verschreibungspflichtig, da es zu Nebenwirkungen (Magen-Darm-Beschwerden, Geschmacksstörungen, Kupfermangel bei längerer Einnahme) kommen kann.
Am besten ist die Wirkung von Zinkpräparaten, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen werden.
Wichtiger Hinweis: Bevor Sie sich ein Zinkpräparat kaufen, besprechen sie Ihre Sorgen und Beschwerden zuerst einmal mit der Hausärztin. Wenn sie Ihren Verdacht teilt, dann kann sie folgende Blutuntersuchung veranlassen - eine Analyse im Vollblut, die besser als in der Untersuchung des Serums die Erythrozyten, sprich die roten Blutkörperchen berücksichtigt.
„Der überwiegende Teil des Zinks im menschlichen Körper sei an die Erythrozyten gebunden.
Wer seinen Zinkbedarf auf natürliche Weise decken möchte, sollte regelmäßig zinkreiche Lebensmittel in den Speiseplan integrieren. Besonders reich an Zink sind tierische Nahrungsmittel zum Beispiel Fleisch (v.a. Innereien), Milchprodukte wie Käse oder auch Eier. Der Zink-Gehalt in den meisten pflanzlichen Nahrungsmitteln ist deutlich geringer. Eine Ausnahme stellt Getreide dar.
Lebensmittel mit hohem Zinkgehalt:
Geeignete Zinkquellen sind Milchprodukte, Käse, Eier decken in den meisten Fällen den täglichen Bedarf an Zink. Aber auch Gemüse und Getreide und Weizen- oder Roggenkeimlinge enthalten das Spurenelement.
Vegetarier und Veganer sollten zinkreiches Vollkorn und Hülsenfrüchte daher einweichen, säuern, fermentieren oder keimen lassen. Das senkt den Phytatgehalt. Zudem ist es ratsam, Ölsamen und Nüsse (Cashew- und Pekannüsse) sowie bei einer ovo-lacto-vegetarischen Ernährung Eier und Milchprodukte in den Speiseplan einzubauen.
Gut zu wissen: In Vollkornprodukten ist immer noch so viel Zink enthalten, dass sie einen guten Beitrag zur Deckung des Bedarfs leisten. Zum Beispiel enthalten 100 Gramm Vollkornbrot 1,5 Milligramm Zink, die gleiche Menge Weißbrot hingegen nur 0,7 Milligramm.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der empfohlene Tagesbedarf bei etwa 7-10 Milligramm Zink pro Tag, abhängig von Alter, Geschlecht und Lebensumständen. Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Die angemessene Menge an Zink, die täglich einzunehmen ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich Alter, Geschlecht und gesundheitlichem Zustand. Nach Angaben der World Health Organization beträgt die empfohlene Zinkzufuhr für gesunde Männer über 19 Jahre etwa 11mg pro Tag. Für Frauen über 19 Jahre wird eine tägliche Zinkzufuhr von etwa 8mg empfohlen.
Die Zinkzufuhr aus allen Quellen, einschließlich Nahrung und Nahrungsergänzungsmitteln, sollte immer berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte eine übermäßige Zinkzufuhr vermieden werden.
Empfehlungen für den Tagesbedarf an Zink:
Für Vegetarier, Leistungssportler oder ältere Menschen kann die Einnahme von Zink als Nahrungsergänzungsmittel (NEM) sinnvoll sein. Allerdings sollte vorher per Bluttest beim Arzt geklärt werden, ob wirklich ein Zinkmangel vorliegt.
Ja, zu viel Zink kann Haarausfall begünstigen. Eine dauerhafte Überdosierung über 40 mg pro Tag kann den Kupferstoffwechsel stören und sich negativ auf das Immunsystem auswirken - beides kann wiederum zu Haarausfall führen.
Durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln kann jedoch leicht die Maximaldosis von 25 Milligramm pro Tag (Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und eventuell NEM/Arzneimitteln) überschritten werden. Dann kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.
| Symptome einer Zink-Überdosierung | Mögliche Folgen |
|---|---|
| Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfe | Störungen des Immunsystems |
| Beeinträchtigung der Kupfer- und Eisenaufnahme | Blutarmut |
Nebenwirkungen von übermäßiger Zinkaufnahme können Übelkeit, Erbrechen, Appetitverlust, Magenkrämpfe und Durchfall umfassen. Bei langanhaltender hoher Zinkaufnahme kann es zudem zu Kupfermangel durch den antagonisierenden Effekt von Zink auf die Kupferabsorption kommen. Zudem kann eine übermäßige Zinkaufnahme das Risiko für Prostatakrebs bei Männern erhöhen und hat Einfluss auf das Verhältnis von HDL ("gutes" Cholesterin) zu LDL ("schlechtem" Cholesterin).
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen und metallischem Geschmack kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Um Zink-Nebenwirkungen zu vermeiden, beachten Sie bitte die geltenden Regeln in Zusammenhang mit der Nutzung von Zink. Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
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