Jeder wünscht sich gesundes und kraftvolles Haar. Zink spielt dabei eine wesentliche Rolle. Zink ist ein essentielles Spurenelement, das für viele Körperfunktionen unerlässlich ist, einschließlich des Haarwachstums. In diesem Artikel werden die Ursachen und Auswirkungen von Zinkmangel auf die Haare sowie mögliche Lösungen zur Behandlung von Haarausfall untersucht.
Zink ist an der Bildung von Keratin und Kollagen beteiligt - den Hauptbestandteilen von Haut, Haaren und Nägeln. Es aktiviert den Energiestoffwechsel und steigert die Nährstoffversorgung der Haut- und Haarwurzelzellen. Daher kann ein Zinkmangel Haare und deren Struktur verändern.
Zink hat vielfältige Aufgaben im Körper und ist an unzähligen Stoffwechselprozessen beteiligt. Zink ist essenziell für eine gesunde Kopfhaut und kräftiges Haar.
Ist dies nicht oder nicht in ausreichender Menge der Fall, kann das Haar nicht mehr gesund nachwachsen. Die Zellteilung für das Wachstum der Haare und Fingernägel kann nämlich nur dann stattfinden, wenn dem Körper genügend Zink zur Verfügung steht.
Verschiedenste Einflüsse können dazu führen, dass sich die Wachstumsphase der Haare aneinander annähert. Eine Unterversorgung mit Zink ist vermutlich am diffusen Haarausfall beteiligt. Wer sich einseitig ernährt, extreme Diäten absolviert, lange fastet oder längere Hungerkuren einlegt, muss mit einem weitreichenden Nährstoffmangel rechnen, auch mit einem Zinkmangel.
Mögliche Ursachen für Zinkmangel sind:
Laut Untersuchungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) nimmt fast die Hälfte der Menschen zu wenig Zink zu sich. Ursache ist die moderne Ernährung, die oft sehr stark verarbeitet ist und somit zu wenig Spurenelemente bereitstellt.
Zinkmangel wird an den Haaren schmerzhaft sichtbar. Durch eine Zinkunterversorgung wird das Haar dünn. Haare sind besonders stark von einem Zinkmangel betroffen. Zinkmangel zerstört die Haarstruktur.
Die Symptome eines Zinkmangels können vielfältig sein:
Bei einem noch nicht fortgeschrittenen Stadium an Zinkmangel sind die Haare zunächst brüchig und verlieren ihren Glanz.
Um Haarschäden, die aus einem Zinkmangel resultieren, langfristig zu behandeln, ist eine Ernährungsumstellung somit die beste Wahl. Es gibt inzwischen Mittel, die von außen helfen können. Erster Trost, aber oft folgt die Enttäuschung: Sie wirken nicht bei jedem - und wenn, immer nur so lange, wie man sie anwendet.
Daher ist es wichtig, die Ursache für den Haarausfall zu finden. Ob falsche Ernährung, stressige Lebenslage, Kraft zehrende Schwangerschaft oder hormonelle Störungen, ob genetische Veranlagung, eine Krankheit, Umweltgifte oder Medikamente: Nur wer Bescheid weiß, kann ihn gezielt - mit ärztlicher Hilfe - stoppen.
Indem Sie Ihre Ferritin-, Schilddrüsen-, Zink- und Biotinwerte überprüfen lassen, erhalten Sie wertvolle Hinweise darauf, welche Nährstoffe Ihrem Körper fehlen. Denn Haarausfall kann viele Ursachen haben, doch mit gezielten Bluttests und der richtigen Therapie lässt sich das Haarwachstum unterstützen und der Haarausfall reduzieren.
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann jedoch auch jeder dafür sorgen, dass der Körper täglich ausreichend mit Zink versorgt wird. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass der Betroffene seine Ernährung dahingehend umstellt, dass er über zinkreiche Lebensmittel seinen Haushalt reguliert. Das bedeutet, dass er seinen Speiseplan mit Mischkost versieht.
Gute Zinklieferanten sind unter anderem:
Stellt der Betroffene seine Ernährung um, verschwindet oftmals auch der starke Haarausfall. Das bedeutet, dass der Körper wieder genügend Zink aufweist. Jedoch ist eine Blutuntersuchung dennoch empfehlenswert. Diese gibt dem Betroffenen die Gewissheit, dass er keinen Zinkmangel mehr hat.
Sofern die Zinkmangelzuständen dadurch nicht behoben werden können, eignen sich Zink-Präparate wie bspw. Sollte der Zinkmangel trotz aller Anstrengungen bleiben, können Zink-Präparate aus der Apotheke oder von Drogeriemärkten helfen. Diese Präparate sorgen dafür, dass der Zinkmangel gedeckt wird.
Bei der Wahl eines geeigneten Zinkpräparats gegen Haarverlust und Schuppen ist jedoch Vorsicht geboten. Zink ist nicht gleich Zink. Es kommt in vielen verschiedenen Verbindungen vor. Zinkpräparate aus den Regalen der Supermärkte sind nicht zu empfehlen. Die darin enthaltenen Zinkverbindungen sind für unseren Körper kaum verwertbar.
In hochwertigen Zinkpräparaten wird Zink an eine Aminosäure gebunden, um die Bioverfügbarkeit zu erhöhen. Dabei hat sich gezeigt, dass Zink-Methionin (OptiZink) im Vergleich zu Zink mit Histidin gegen Haarausfall wesentlich besser wirkt.
Um Haarausfall zu stoppen und mit Zink das Haarwachstum zu fördern, wird eine Dosierung von täglich 15 mg über mindestens 3 Monate empfohlen. Doch hier ist Geduld gefragt! Haare brauchen schließlich Zeit, um gesund nachzuwachsen. Außerdem wachsen Haare nicht ständig. Viele von ihnen befinden sich in einer Ruhephase und setzen ihr Wachstum erst später fort.
Neben einer ausgewogenen Ernährung und der Einnahme von Zinkpräparaten können auch folgende Maßnahmen helfen:
Da Zink so vielseitig ist, kann es für eine ganze Reihe verschiedener Hautanliegen eingesetzt werden.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der empfohlene Tagesbedarf bei etwa 7-10 Milligramm Zink pro Tag, abhängig von Alter, Geschlecht und Lebensumständen. Für einen gesunden Erwachsenen sollte als mittlerer Wert 15 mg täglich ausreichend sein.
Ja, zu viel Zink kann Haarausfall begünstigen. Eine dauerhafte Überdosierung über 40 mg pro Tag kann den Kupferstoffwechsel stören und sich negativ auf das Immunsystem auswirken - beides kann wiederum zu Haarausfall führen. Liegt bereits ein Zinkmangel vor, kann eine Regulierung die Haarstruktur verbessern. Bei ausreichender Zinkzufuhr glänzt das Haar wieder und wächst stärker nach.
Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Bei Verdacht auf Haarausfall oder Zinkmangel sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
| Lebensmittel | Zinkgehalt (mg/100g) |
|---|---|
| Austern | ca. 78 |
| Rindfleisch | ca. 4-8 |
| Schweinefleisch | ca. 3-5 |
| Geflügel | ca. 2-3 |
| Käse | ca. 3-4 |
| Nüsse | ca. 2-5 |
| Hülsenfrüchte | ca. 1-3 |
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