Zink bei Haarausfall: Dosierung und Empfehlungen

Zink bei Haarausfall ist ein Thema, das immer mehr Aufmerksamkeit erhält - und das zurecht. Denn das Spurenelement Zink spielt eine entscheidende Rolle für den menschlichen Körper und insbesondere für die Gesundheit von Haut und Haar. Zahlreiche Studien und Erfahrungsberichte belegen: Wer unter diffusem Haarausfall leidet, hat oft einen Zinkmangel.

Warum ist Zink wichtig für die Haare?

Zink ist ein essentielles Spurenelement, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss also über die Nahrung aufgenommen werden. Zink ist essenziell für eine gesunde Kopfhaut und kräftiges Haar.

Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Proteinen und DNA, die für das Haarwachstum von fundamentaler Bedeutung sind. Als wichtiger Baustein unterstützt es den regulären Ablauf der Zellteilung im Haarfollikel, was wiederum ein gesundes und kräftiges Haarwachstum begünstigt. Zink ist an der Bildung von Kreatin und Kollagenen, den Bestandteilen von Haaren, beteiligt. Kollagen bildet das Bindegewebe, welches die Haare in der Haut verankert. Auch ist es bedeutsam für die gesamte Haarstruktur.

Ein Mangel an Zink kann zu Haarproblemen wie Haarausfall führen. Es kann auch die Struktur der Haare verändern, sie schwächen und spröde machen.

Ohne Zink kein Haarwachstum. Die Zellteilung für das Wachstum der Haare funktioniert nicht, wenn kein oder deutlich zu wenig Zink vorhanden ist. Haare haben faktisch einen erheblichen Bedarf an dem Mineralstoff Zink.

Zinkmangel zerstört die Haarstruktur. Normalerweise sind die Haarwurzeln mit Zink angereichert, als Bestandteil von Struktureiweiß hilft Zink die Haare aufzubauen.

Durch eine Zinkunterversorgung wird das Haar dünn. Werden sie glanzlos und brüchig, so ist das zunächst ein Indiz für einen leichten Mangel. Ist es bereits so weit, muss dringend etwas gegen den Zinkmangel unternommen werden.

Symptome eines Zinkmangels

Ein Zinkmangel kann sich in vielfältiger Weise bemerkbar machen - unter anderem durch brüchige Nägel, trockene Haut oder eben Haarausfall. Da Zink im Körper viele Funktionen hat, äußert sich Zinkmangel auch durch eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome.

Bei einem noch nicht fortgeschrittenen Stadium an Zinkmangel sind die Haare zunächst brüchig und verlieren ihren Glanz.

Symptome eines Zinkmangels sind:

  • Hautekzeme
  • Haarausfall
  • Durchfälle
  • Wundheilungsstörungen
  • Höhere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten

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Ursachen für Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben und ist oft ein Anzeichen dafür, dass dem Körper bestimmte Nährstoffe fehlen oder die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind. Um dem Haarverlust erfolgreich entgegenzuwirken, ist es wichtig, gezielt die Ursachen zu erforschen.

Verschiedenste Einflüsse können dazu führen, dass sich die Wachstumsphase der Haare aneinander annähert. Mediziner sprechen in diesem Fall von einer „Synchronisation der Wachstumsphasen der Haarfollikel“. Vereinfacht gesagt gehen deutlich mehr Haare als gewöhnlich zur fast gleichen Zeit in die Übergangsphase über und fallen dementsprechend zwei bis drei Monate später gehäuft aus - das ist nichts anderes als ein Haarausfall.

Wenn über mehrere Monate (in der Medizin spricht man von ca. 6 Monaten) ein verstärkter Haarausfall auftritt, ist keine der aufgezählten punktuellen Ursachen der Grund. Dann ist es ein chronischer Haarausfall. Ihr Arzt stellt dann mit größter Wahrscheinlichkeit die Diagnose „chronische Alopezie“. Er ist auch der erste Ansprechpartner zur weiteren Behandlung.

Denn jede Ursache sollte von einem Fachmann identifiziert werden und erfordert schließlich auch eine individuelle Behandlung.

Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, darunter erblich bedingter Haarausfall, kreisrunder Haarausfall und diffuse Alopezie. Zink kann bei einigen Formen von Haarausfall hilfreich sein, indem es den Mangel ausgleicht und das normale Haarwachstum fördert.

Anlagebedingter Haarausfall

Sowohl bei Männern, als auch bei Frauen, ist der anlagebedingte Haarausfall (Fachausdruck: „Androgenetische Alopezie“) am häufigsten. Insgesamt sind es ca. 95% aller Fälle von Haarausfall dieser Natur. „Androgenetische Alopezie“ bedeutet so viel wie „Haarausfall durch männliche Hormone“.

Zugrunde liegt eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit gegen „Dihydrotestosteron“, ein Zwischenprodukt des Stoffwechselvorgangs mit Testosteron.

Die ersten Anzeichen dafür gibt es schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Es beginnt bei Männern meist mit Geheimratsecken.

Formen bei Frauen

  • Die frontale Haarlinie bleibt erhalten und dahinter kommt es zur diffusen Auslichtung der Haare.
  • Es entsteht ein sogenanntes „Tannenbaummuster“. Die Haardichte über der Stirn ist verringert, zieht sich entlang des Scheitels und läuft zum Hinterkopf spitz zu.
  • Der (frontale) Haaransatz verschiebt sich ähnlich wie beim Mann nach hinten.

Für alle Formen gilt: Bei ausbleibender Behandlung schreitet der Haarverlust kontinuierlich fort. Bis zum Erreichen eines Lebensalters von 70 Jahren sind 80 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen betroffen.

Wie man einen Zinkmangel feststellt

Wer einen Haarausfall durch Zinkmangel vermutet, sollte seinen Zinkstatus durch einen Bluttest überprüfen lassen.

Indem Sie Ihre Ferritin-, Schilddrüsen-, Zink- und Biotinwerte überprüfen lassen, erhalten Sie wertvolle Hinweise darauf, welche Nährstoffe Ihrem Körper fehlen.

Zinkreiche Ernährung

Wer seinen Zinkbedarf auf natürliche Weise decken möchte, sollte regelmäßig zinkreiche Lebensmittel in den Speiseplan integrieren.

Gute Zinklieferanten sind Rindfleisch oder Geflügelleber, Fisch, insbesondere Innereien, Austern und Garnelen, Milch, Käse und Eigelb, Hülsenfrüchte, Mais, Haferflocken und Nüsse.

Aus diesem Grund ist es ratsam, dass der Betroffene seine Ernährung dahingehend umstellt, dass er über zinkreiche Lebensmittel seinen Haushalt reguliert. Das bedeutet, dass er seinen Speiseplan mit Mischkost versieht. Personen, die unter Haarausfall leiden und weder Wurst noch Fleisch zu sich nehmen, sollten auf tierische Produkte zurückgreifen.

Lebensmittel, mit sehr viel Zink, sind unter anderem Leber, Garnelen sowie Austern sowie auch Putenfleisch und Schnittkäse. Auch Milchprodukte enthalten einen relativ hohen Zinkanteil.

Empfohlene Lebensmittel sind auch Sonnenblumenkerne, Hasel- sowie Paranüsse oder auch Mais sowie Vollkornbrot. Stellt der Betroffene seine Ernährung um, verschwindet oftmals auch der starke Haarausfall. Das bedeutet, dass der Körper wieder genügend Zink aufweist.

Jedoch ist eine Blutuntersuchung dennoch empfehlenswert. Diese gibt dem Betroffenen die Gewissheit, dass er keinen Zinkmangel mehr hat.

Gute Zinklieferanten sind:

  • Fleisch
  • Eier
  • Milch(-produkte)
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • Nüsse

Zinkpräparate bei Haarausfall

Zink gegen Haarausfall zeigt insbesondere dann Wirkung, wenn ein tatsächlicher Mangel besteht. In diesen Fällen berichten viele Betroffene, dass die Haare wieder wachsen und die Ausdünnung nach einigen Wochen gestoppt wird. In der Regel dauert es mehrere Wochen, bis erste positive Veränderungen sichtbar werden. Das Haarwachstum ist ein langsamer Prozess, und die Follikel benötigen Zeit, um sich zu regenerieren.

Bei nachgewiesenem Mangel oder erhöhtem Bedarf kann die Einnahme von Zinkpräparaten hilfreich sein. Diese sind in verschiedenen Formen erhältlich, z. B. als Tabletten, Kapseln oder Kombipräparate mit weiteren Vitaminen und Nährstoffen (z. B. Eine Tagesdosis von ca.

Sollte der Zinkmangel trotz aller Anstrengungen bleiben, können Zink-Präparate aus der Apotheke oder von Drogeriemärkten helfen. Diese Präparate sorgen dafür, dass der Zinkmangel gedeckt wird. Die Dosis von 10 bis 15 Milligramm Zink - pro Tag - sollte jedoch nicht überschritten werden.

Zink ist aber auch als Arznei zur Nahrungsergänzung erhältlich.

Manchmal lässt sich der Zinkmangel aber nicht allein durch die Ernährung beheben. Dann sind Zinkpräparate eventuell eine Möglichkeit, zum Beispiel in Form von Zinktabletten. Besonders beim kreisrunden Haarausfall scheint sich Zink günstig auszuwirken.

Wissenschaftler konnten folgenden Zusammenhang feststellen: Je ausgeprägter der Zinkmangel ist, umso zahlreicher und großflächiger sind auch die kahlen Stellen auf dem Kopf. Außerdem schlugen bei Menschen, die einen besonders ausgeprägten Zinkmangel hatten, übliche Behandlungsmethoden oftmals nicht an.

Dosierung von Zink

Die optimale Dosierung von Zink bei Haarausfall variiert abhängig von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht und dem spezifischen Zinkbedarf einer Person. Eine allgemeine Empfehlung für die Dosierung von Zink bei Haarausfall existiert nicht.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der empfohlene Tagesbedarf bei etwa 7-10 Milligramm Zink pro Tag, abhängig von Alter, Geschlecht und Lebensumständen.

Die empfohlene tägliche Zufuhr von Zink beträgt für Frauen durchschnittlich 8 mg und für Männer etwa 14 mg.

Für einen gesunden Erwachsenen sollte als mittlerer Wert 15 mg täglich ausreichend sein.

Die Dosis von 10 bis 15 Milligramm Zink - pro Tag - sollte jedoch nicht überschritten werden.

Empfohlene Zinkzufuhr

Die Absorption von Zink wird bei Erwachsenen durch den Phytatgehalt der Nahrung beeinflusst. Daher wird die empfohlene Zufuhr für Zink in Abhängigkeit von der Phytatzufuhr angegeben.

Alter Zink (mg/Tag) niedrige Phytatzufuhr Zink (mg/Tag) mittlere Phytatzufuhr Zink (mg/Tag) hohe Phytatzufuhr
Säuglinge 0 bis unter 4 Monate 1,5
Säuglinge 4 bis unter 12 Monate 2,5
Kinder und Jugendliche 1 bis unter 4 Jahre 3
Kinder und Jugendliche 4 bis unter 7 Jahre 4
Kinder und Jugendliche 7 bis unter 10 Jahre 6
Kinder und Jugendliche 10 bis unter 13 Jahre 9 8
Kinder und Jugendliche 13 bis unter 15 Jahre 12 10
Kinder und Jugendliche 15 bis unter 19 Jahre 14 11
Erwachsene 19 bis unter 25 Jahre 11 14 16
Erwachsene 25 bis unter 51 Jahre 11 14 16
Erwachsene 51 bis unter 65 Jahre 11 14 16
Erwachsene 65 Jahre und älter 11 14 16
Schwangere 1. Trimester 7 9 11
Schwangere 2. und 3. Trimester 9 11 13
Stillende 11 13 14

Es ist ratsam, im Zweifel den Rat von Dritten einzuholen.

Fragen Sie aber bitte nicht Verwandte oder gar den Partner. Was soll der sagen?

Beantworten Sie folgende zwei Fragen:

  1. Habe ich Haarverlust?
  2. Habe ich einen Haarwechsel?
  • Nimmt die sichtbare Haardichte (Fachausdruck „Effluvium“) ab? Dann sprechen Fachleute von einem sichtbaren Haarverlust, im Fachlatein ein „Alopezie“, eine Haarlosigkeit.
  • Haarverlust wird anhand der reinen Anzahl der Haare bemerkt, die Haardichte aber nicht sichtbar abnimmt? Dann handelt es sich wahrscheinlich um einen verstärkten Haarwechsel.

Die Wachstumsphase des Haares ist kürzer. Das Haar fällt schneller aus.

Überdosierung von Zink

Ja, zu viel Zink kann Haarausfall begünstigen. Eine dauerhafte Überdosierung über 40 mg pro Tag kann den Kupferstoffwechsel stören und sich negativ auf das Immunsystem auswirken - beides kann wiederum zu Haarausfall führen.

Kritisch wird es bei einer Zufuhr von 25 mg Zink pro Tag - einschließlich des Zinks, das aus der Nahrung aufgenommen wird. Bei Überdosierungen drohen Beschwerden wie Metallgeschmack auf der Zunge, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Durchfall und Erbrechen.

Auch das Risiko eines Kupfermangels als Folge ist dann besonders groß. Die Obergrenze von 25 mg Zink pro Tag sollten Sie keinesfalls überschreiten!

Deshalb: Die Dosis nicht auf eigene Faust erhöhen. Auch dann nicht, wenn Sie mal 1 oder 2 Tabletten vergessen haben. Fahren Sie einfach mit der ganz normalen Menge im gewohnten Einnahmerhythmus fort.

Was tun bei Haarausfall?

Zink für Haarausfall ist ein vielversprechender Ansatz - insbesondere, wenn dem Haarausfall ein Zinkmangel zugrunde liegt. Mit einer ausgewogenen, zinkreichen Ernährung und gegebenenfalls einer gezielten Supplementierung lassen sich viele Ursachen für Haarausfall erfolgreich behandeln.

Haarausfall kann viele Ursachen haben, doch mit gezielten Bluttests und der richtigen Therapie lässt sich das Haarwachstum unterstützen und der Haarausfall reduzieren.

Indem Sie Ihre Ferritin-, Schilddrüsen-, Zink- und Biotinwerte überprüfen lassen, erhalten Sie wertvolle Hinweise darauf, welche Nährstoffe Ihrem Körper fehlen.

Da die Mikronährstoffe bei einer Infusion direkt in den Blutkreislauf gelangen, umgehen sie den Verdauungstrakt und stehen dem Körper sofort zur Verfügung. So können hohe Dosen an Eisen und anderen wichtigen Vitaminen und Spurenelementen zugeführt werden, die das Haarwachstum unterstützen.

Manche Menschen haben Schwierigkeiten, Nährstoffe über die Nahrung oder Supplemente aufzunehmen.

Zink spielt zweifellos eine bedeutende Rolle für gesunde Haare und kann bei bestimmten Arten von Haarausfall hilfreich sein.

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