Auf der Packung sah das doch ganz anders aus! Nichts verändert den Look schneller als eine neue Haarfarbe - im Guten, wie im Schlechten. Zum Glück gibt es zum Haare entfärben diverse Möglichkeiten, wenn wirklich mal was schiefgegangen ist. Ob Coloration oder Haartönung: Nicht immer entspricht das erzielte Farbresultat den eigenen Erwartungen oder man hat nach einiger Zeit einfach genug von der Haarfarbe.
Dieser Artikel erklärt, wie man unerwünschte Haarfarben loswerden, den Übergang zur Naturhaarfarbe kaschieren und die Haare schonend umfärben kann.
Ist die Farbe erstmal auf dem Kopf, lässt Sie sich leider nicht einfach herauswaschen. Bei dauerhaften Färbungen ist die Farbe jedoch tiefer im Haar eingelagert und bleibt von Wasser und Shampoo unberührt.
Bei gefärbten Haaren gibt es oft zwei Herausforderungen: ein sichtbarer Ansatz sowie trockene Längen und Spitzen. Letzteren können Sie sich durch einen frischen Haarschnitt entledigen.
Welche Methode zum Haare entfärben man wählt, hängt auch von der missratenen Farbe und von der Haarstruktur ab.
Es gibt viele Tricks und Methoden, den Übergang zwischen gefärbten Strähnen und der Naturhaarfarbe zu kaschieren.
Wer zurück zur Naturhaarfarbe möchte, kann sich die Haare natürlich auch beim Friseur umfärben lassen und so einen sichtbaren Ansatz umgehen.
Bei Blondierungen ist es z.B. immer ratsam, sich professionelle Hilfe zu holen. Hier wurde die Haarstruktur angegriffen und weitere Versuche könnten worst Case mit Haarbruch oder sogar Haarausfall enden. Der Friseur wird die Farbe mit einer Blondierung (wenn die Haare nicht zu geschädigt sind) oder einer Blondwäsche aus den Haaren ziehen und danach wieder die gewünschte Farbe darüber färben. Leider beides Methoden zum Haare entfärben, die sehr aggressiv sind und bei denen die Haare danach viel Pflege benötigen.
Wer die Haare dunkel koloriert hat und zurück zur hellen Naturhaarfarbe möchte, lässt sich im ersten Schritt am besten die Haarfarbe rausziehen - am besten beim Friseur. Es gibt aber auch speziell Entfärber für den Hausgebrauch.
Mit speziellen Entfärbe-Produkten lassen sich künstliche Pigmente aus den Haaren ziehen. Danach sind die Haare wieder heller und nähern sich dem Naturton an. Allerdings weisen die Strähnen nach der Anwendung auch häufig einen rötlichen Schimmer auf, weil sich rote Pigmente besonders tief einlagern.
Wichtig: Haarfarben-Entferner erhöhen den Pflegebedarf der Haare. Nach der Anwendung sind sie sehr strapaziert und fühlen sich spröde an. Gönnen Sie Ihren Haaren im Anschluss in jedem Fall reichhaltige Spülungen und Kuren, um die Oberfläche zu glätten.
Für wen sind Haarfarben-Entferner geeignet? Das Entfärben von dunklen Colorationen funktioniert mit den Mitteln meist ganz gut. Bei einem Haarfarben-Notfall können chemische Entfärber mitunter also eine schnelle Hilfe sein.
Gut zu wissen: Blondierungen lassen sich nicht entfärben, weil blondierte Haare keine Pigmente mehr enthalten.
In der Drogerie sowie beim Friseurbedarf gibt es verschiedene Produkte, mit denen sich Farbe aus den Haaren ziehen lässt. Diese Beauty-Helfer können dich näher an deine Wunschhaarfarbe bringen:
Tipp: Auch Cleansing- und Tiefenreinigungs-Shampoos sowie Haar-Peelings eignen sich, um Haarfarbe zu ziehen.
Wer seine Haare nicht mit der Chemiekeule entfärben will, kann auf einige Hausmittel zurückgreifen: Natron, Zitronensaft, Backpulver, Spülmittel oder Kokosöl sind einige davon. Aber Achtung: Haare natürlich entfärben funktioniert nicht mit nur einer einzigen Anwendung und auch hier gilt - wessen Haarstruktur bereits kaputt ist, der soll bitte den Profi helfen lassen!
Am effektivsten unter den Hausmitteln zum Haare entfärben soll ein Mix aus Natron und Anti-Schuppen-Shampoo sein. Einfach beides zu gleichen Teilen mischen und damit die Haare waschen. Anti-Schuppen-Shampoo ist auch ein Tipp für alle, die sich ihre roten Haare mit Hausmitteln entfärben wollen - es raut die Haarstruktur auf und die Farbe „fällt“ wieder etwas heraus.
Zwei Päckchen Backpulver oder der Saft von vier Zitronen können mit Wasser vermischt und in die trockenen Haare einmassiert werden.
Tipp: Frischer Zitronensaft ist besser als der konzentrierte aus dem Supermarkt, der enthält viel Säure.
Haare mit Hausmitteln wie Kamille natürlich aufhellen: Wenn die Farbe etwas zu dunkel ausgefallen ist, können Sie versuchen, die Haare mit Kamillentee etwas aufzuhellen. Ca. einen halben Liter Wasser aufkochen, 5 Teebeutel dazugeben, abkühlen lassen. Die Haare mit der Tinktur waschen. Ausspülen ist nicht nötig. Für schönen Glanz und bessere Kämmbarkeit können Sie im Anschluss eine Sprühkur auftragen.
Auch Kokosöl kann einen leicht entfärbenden Effekt haben. Dazu massieren Sie eine wallnussgroße Menge Kokosöl in die Haare.
Wenn Sie die Haare etwas zu dunkel getönt oder gefärbt haben, können Anti-Schuppen-Shampoos helfen. Sie rauen die Haaroberfläche etwas auf, wodurch sich Pigmente auswaschen lassen.
Weitere Hausmittel und ihre Anwendung:
Haarfarben lassen sich auch mit Shampoos entziehen. Das kann mit den sogenannten Farb- oder Silbershampoos sogar ganz gut funktionieren, wenn sich die Haare jetzt nicht um Nuancen aufhellen oder verdunkeln sollen.
Insbesondere das Blondieren der Haare bringt mitunter Verfärbungen mit sich. Was tun bei einem Gelbstich in blondem Haar? Silbershampoo oder Silber-Haarkuren können ungewollte Farbveränderungen kaschieren. Denn die violetten Farbpigmente gleichen den Gelbton der Haare optisch aus.
Was tun bei einem Grünstich in blondem oder dunklem Haar? Auch bei einem leicht grünlichen Schimmer kann simple Farbtheorie helfen. Die Komplementärfarbe Rot kann grünliche Nuancen neutralisieren. In der Praxis heißt das: Greifen Sie z. B. Wird eine falsche Farbe gewählt oder die Einwirkzeit unterschritten, kann das Blond gelblich aussehen.
Als Richtlinie kann man sich die Komplementärfarben in Erinnerung rufen: Ein Silbershampoo hat viele violette Farbpigmente, die ziehen einen Gelbstich aus den Haaren. Rote Shampoos können gegen einen Grünstich helfen, blaue Shampoos wiederum können einen Rotstich ausgleichen.
Farbshampoos werden wie normale Shampoos verwendet, man lässt sie aber ein paar Minuten einwirken und je nachdem, wie viele Farbpigmente sie enthalten, ist es ratsam, Handschuhe zum Shampoonieren zu verwenden, damit die Haut auf den Händen nicht verfärbt wird.
Nicht immer braucht es dazu Chemie. Wir erklären, worin sich Tönung, Coloration und Co. unterscheiden:
Um sich Ihrer Naturhaarfarbe wieder anzunähern, braucht es nicht unbedingt chemische Färbemethoden. Sollen die Haare dunkler werden, dann genügt meist eine schonende Tönung.
Einfach wachsen lassen - das klingt leichter, als es ist. Aber wer zurück zur Naturhaarfarbe möchte, kommt um einen Ansatz nicht herum.
Um den Übergang zu kaschieren, können Sie auf Farbsprays oder Trockenshampoos in Ihrer Haarfarbe zurückgreifen. Beides lässt sich bei der nächsten Haarwäsche wieder rauswaschen.
Nach ein paar Zentimetern Ansatz können Sie sich beim Friseur Strähnchen setzen lassen, um harte Farbübergänge zu kaschieren. Idealerweise liegen diese farblich zwischen dem Naturton und der Färbung. Für ein besonders natürliches Ergebnis empfiehlt sich das Färben im Balayage-Stil.
Unkompliziert und natürlich - dafür steht der Undone-Look. Heißt auch: Haben Sie keine Scheu vor dem Übergang und dem Herauswachsen! Denn die Strähnen wirken sehr modern und lässig, z. B. Ein Ansatz fällt bei lockeren Hochsteckfrisuren weniger auf als z. B. bei einem strengen Zopf.
Ob tief im Nacken oder hoch oben auf dem Kopf: Messy Buns sind ideale Übergangsfrisuren. So geht‘s: lockeren Pferdeschwanz binden, Zopf herumwickeln und feststecken.
Bei ganz glatten Haaren fällt ein Ansatz stärker auf, bei sanften Wellen weniger. Lust, das auszuprobieren?
Hellere Längen und ein dunkler Ansatz - dieser Farbverlauf ist typisch für Trendstylings wie Ombré-Haare und Balayage-Strähnen.
Haarfarben lassen sich auch mit Shampoos entziehen. Das kann mit den sogenannten Farb- oder Silbershampoos sogar ganz gut funktionieren, wenn sich die Haare jetzt nicht um Nuancen aufhellen oder verdunkeln sollen.
Bitte mal alle die Hände heben, die sich schon mal eine teure Haarfarbe haben verpassen lassen - und wo sich die Coloration dann schon nach wenigen Haarwäschen wieder verabschiedet hat. Okay, danke! Dieses Szenario hat wohl so gut wie jede Frau mit gefärbten Haaren schon mal erlebt. Meistens haben wir dann unseren Friseur im Verdacht. Oder: Wir haben selbst gefärbt und vermuten, die Tönung hat nichts getaugt. Coloration: Haarstruktur und Pflege sind entscheidend Doch nicht immer ist die Farbe an sich Schuld.
Eine Sache ist jedoch entscheidend: Wer länger etwas von der Haarfarbe haben möchte, sollte darauf achten, dass das Shampoo kein Natriumlaurylethersulfat (engl. Sodium Laureth Sulfate, deshalb auch kurz als SLES bezeichnet) enthält.
Das klingt erst mal kompliziert - doch SLES steckt in vielen Shampoos, denn es wirkt schaumbildend. Wir lieben natürlich das Gefühl auf dem Kopf, wenn es richtig schön schäumt, weil wir denken, die Haare werden dadurch sauberer. Sulfate ziehen Farbe aus den Haaren Doch dies ist nicht der Fall. Auch ohne viel Schaum lösen sich Styling-Rückstände und Talg. Zudem hat das SLES einen negativen Effekt: Es zieht die Farbe regelrecht aus den Haaren. (Besonders viel davon steckt übrigens in Antischuppen-Shampoos.)
Der Friseur sollte aus diesem Grund nach der Coloration unbedingt auch eine richtige Pflege empfehlen - dies ist nicht immer unbedingt Verkaufsstrategie, sondern für die Kundin am Ende oft günstiger.
Tabelle: Übersicht über Haarfärbemethoden
| Methode | Wirkung | Haltbarkeit | Schädigung des Haares |
|---|---|---|---|
| Tönung | Legt sich von außen auf das Haar | 10-15 Haarwäschen | Gering |
| Intensivtönung | Dringt in die Haaroberfläche ein | Länger als Tönung | Mittel |
| Dauerhafte Coloration | Lagert sich tief im Haar ein | Dauerhaft | Hoch |
| Blondierung | Entzieht dem Haar Pigmente | Dauerhaft | Sehr Hoch |
tags: #zieht #Anti-Schuppen #Shampoo #Haarfarbe
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