Der Bau eines WPC-Schuppens: Eine detaillierte Anleitung

Viele Gartenbesitzer träumen von einem praktischen Lagerschuppen, der nicht nur funktional ist, sondern auch optisch ansprechend und pflegeleicht. Eine innovative Lösung hierfür sind WPC-Schuppen. WPC steht für "Wood Plastic Composite", ein Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, der die Vorteile beider Materialien vereint. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über den Bau eines WPC-Schuppens wissen müssen.

Ein WPC Gartenhaus ist eine innovative Alternative zu herkömmlichen Gartenhäusern aus Holz. Es steht für Langlebigkeit, Wetterbeständigkeit und bietet eine moderne Optik im Trend aktueller Gartenhaus-Architektur.

Was ist WPC?

Die Abkürzung WPC steht für „Wood-Plastic-Composites“, also für Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe, die aus Anteilen von Holz bzw. Holzmehl, sowie Kunst- und Hilfsstoffen bestehen. Die innovative Komposition ermöglicht eine ganz neue Dimension der Pflegeleichtigkeit bei Gartenhäusern, ohne dass man deshalb auf die schöne Holzoptik verzichten müsste. Die strukturierte Oberfläche bleibt beim WPC Gartenhaus erhalten, jedoch ohne an den Witterungseinflüssen so zu leiden wie reines Holz.

Vorteile von WPC

Kurz zusammengefasst punktet ein Gartenhaus aus WPC mit folgenden Vorteilen:

  • Nie wieder streichen, lasieren oder ölen! Gartenhäuser aus WPC gelten als nahezu wartungsfrei.
  • Keine Risse, kein Splittern: WPC Gartenhäuser dehnen sich bei Temperaturschwankungen kaum aus.
  • Feuchtigkeitsresistent und UV-beständig: Gartenhäuser aus WPC widerstehen den Einflüssen von Regen und Sonne besser als Gartenhäuser aus Holz.
  • Resistent gegen Schimmel und Schädlinge: Dank der glatten Oberflächen und der Kunststoffkomponente finden Schädlinge und Schimmelpilze beim Gartenhaus WPC keine Angriffsfläche vor.
  • Leicht zu reinigen: Ein WPC Gartenhaus ist bereits schmutzabweisend.
  • Leichter Transport und Aufbau: WPC-Wandbohlen aus Hohlkammer-Profilen sind spürbar leichter als Bohlen aus Holz.

Mit einem Gartenhaus aus WPC erwerben Sie ein langlebiges Premium-Produkt, schön wie ein Holzhaus und dennoch extrem pflegeleicht.

Planung und Vorbereitung

Vor dem Bauen kommt das Messen und das Planen: Messen Sie die Grundfläche genau aus, ermitteln Sie den Materialbedarf und zeichnen Sie sich die Position der Lagerhölzer an.

Einige Hersteller bieten auch Online-Konfiguratoren für den Materialbedarf an.

Benötige ich eine Baugenehmigung?

Ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, hängt einerseits von der Größe des gewünschten Modells ab, insbesondere des umbauten Raums. Andererseits ist das zu bebauende Grundstück mitentscheidend, ob Sie eine Baugenehmigung zum Bau eines Gartenhauses benötigen.

Sowohl jedes Bundesland als auch jedes Bauamt dürfen hier Ihre eigenen Vorgaben machen, weshalb eine einheitliche Beantwortung dieser Frage nicht möglich ist.

Sollten Sie unsicher sein, ob Sie ein Gartenhaus aufstellen dürfen, empfehlen wir für eine rechtssichere Antwort direkt bei Ihrem zuständigen Bauamt nachzufragen, ob es hier Vorgaben gibt. Idealerweise reichen Sie hierfür die Zeichnungen des von Ihnen ausgewählten Modells direkt mit ein.

Fundament

Eine der Fragen, die sich vor dem Gartenhaus-Kauf am häufigsten stellt, ist, ob ein Fundament benötigt wird und wie dieses aussehen muss.

Sie benötigen ein festes, ebenes sowie tragfähiges Fundament, welches frostfrei angelegt ist. Dieses kann beispielsweise eine Betonplatte, Streifenfundamente, Plattenfundament oder Punktfundament sein.

Das ideale Fundament hängt auch von den Möglichkeiten vor Ort ab, welche Sie am Aufstellort vorfinden. Für die Bemaßung des Fundaments erhalten Sie von uns Detailzeichnungen des Hauses. Als Fundamentmaß ist das Wandaußenmaß anzunehmen.

Unterkonstruktion vorbereiten

Wie immer, wenn draußen gebaut wird, tragen Sie als erstes das Material zur Baustelle. Das kann gerade bei den massiven WPC-Dielen schon recht anstrengend sein.

Holen Sie sich also möglichst ein zweites Paar Hände dazu; ein Helfer ist hier einfach Gold wert. Wenn alles Material an der Baustelle ist und die Kapp- und Gehrungssäge angeschlossen ist, kann es losgehen.

Die Schienen der Unterkonstruktion legen Sie auf die kleinen, quadratischen Kunststoff-Pads, die Unebenheiten im Boden ausgleichen und Knirsch-Geräusche später beim Begehen der Terrasse vermeiden.

Befestigung

Schiene und Pad werden nach dem Anzeichnen direkt vor Ort mit dem Metallbohrer angebohrt.

Das Loch für den Dübel folgt gleich darunter, diesmal mit der Schlagbohrmaschine und dem Steinbohrer. Loch auspusten, den Dübel mit leichten Hammerschlägen setzen.

Dann kann die erste Schraube der Unterkonstruktion mit dem Akkuschrauber gesetzt werden. Bevor Sie die Schraube in den nächsten Pad setzen und so einen Anschluss an die Schiene schaffen, unbedingt auf eine Bewegungsfuge von ca. 1 cm achten.

Serienfertigung

Wenn die erste Schiene der Unterkonstruktion liegt, empfiehlt es sich, sich aus einem Stück Restholz, mit der Kapp- und Gehrungssäge zwei Abstandshalter zu schneiden.

Diese „Schablonen“ erlauben Ihnen einen zügigen Arbeitsfortschritt, indem sie den Abstand zwischen zwei Schienen vorgeben, ohne dass man jedes Mal die Position neu ausmessen müsste.

Der Abstand der Unterkonstruktionsprofile liegt, je nach System, zwischen 30 und 45 cm.

Schienen anpassen und montieren

Wenn Sie die Schienen der Unterkonstruktion kürzen müssen, sollten Sie das auf einer kleinen transportablen Werkbank oder einem Tisch mit Zwingen machen.

Die Leisten gut festspannen, dann mit der Eisensäge sauber abschneiden.

Wer es eilig hat, kann hier auch einen Winkelschleifer mit schmaler Trennscheibe einsetzen. Schnittkanten entgraten.

Dabei Handschuhe tragen, damit Sie sich keine scharfen Späne in die Finger drückt.

In jedem Fall gilt: Wenn Sie bei der Montage der Unterkonstruktion einmal Ihren Rhythmus gefunden haben, geht das schnell von der Hand.

WPC Dielen zuschneiden und vorbereiten

Auch wenn der Aufbau der Unterkonstruktion einige Zeit in Anspruch genommen hat, das eigentliche Verlegen der Dielen geht im Handumdrehen: Die Dielen werden mit einfachen Clips auf der Schiene gehalten.

Doch zunächst müssen die Dielen selber zugeschnitten werden. Dafür nehmen Sie die Kapp- und Gehrungssäge.

Clips setzen

Der erste und der letzte Clip in der langen Kette werden mit je zwei Schrauben auf der Schiene gesichert.

Alle anderen Clips werden bei unserem System (Kovalex) nur aufgeschoben und festgedrückt, nicht verschraubt oder gar verklebt.

Achtung: Es sind aber auch Befestigungssysteme im Handel, bei denen jeder Clip verschraubt wird. Lassen Sie sich im Zweifel beraten!

Beim Montieren der Dielen ggf. darauf achten, dass diese eine einheitliche Verlegerichtung haben. Diese würde man an einem Aufkleber in der Nut der Diele erkennen.

Stabilität und Statik

Ein wichtiger Aspekt beim Bau eines WPC-Schuppens ist die Statik. Während WPC selbst sehr formstabil ist, benötigt die Konstruktion dennoch eine solide Unterkonstruktion, insbesondere bei größeren Schuppen. Hier kommt massives Holz zum Einsatz.

Holzkonstruktion

Eine vernünftige Holzkonstruktion ist essentiell. Verkleiden Sie diese außen mit z.B. Faserzementplatten im Großformat oder anderen wasserfesten Großformatplatten. Bei gewünschter Haltbarkeit von Jahrzehnten ist dies eine gute Lösung.

WPC und seine Grenzen

Es ist wichtig zu verstehen, dass WPC nicht unbegrenzt belastbar ist. Reine Plastikbretter sind keine gute Wahl. Hinsichtlich WPC gibt es noch nicht viel Erfahrung, aber es ist witterungsbeständig. Für tragende Teile sollte man sich jedoch auf bewährte Materialien verlassen.

Alternativen zu WPC

Nach den ganzen Resonanzen ist es verständlich, von der Idee ein bisschen abzurücken. Schade eigentlich - aber "hätte, wenn und aber" gibt´s nicht. Das Ding soll in erster Linie halten und insbesondere die pics von "wasweissich" zeigen ja deutlich, dass die Idee verbesserungswürdig ist / war :-(.

Verkleidungstechnisch ist noch nicht so ganz klar, was es werden wird. Die Unterkonstruktion wird jetzt jedoch in jedem Fall massives Holz.

Lärche, Douglasie und Co.

Lärche, Douglasie und Co hatte ich zuerst auch schon im Hinterkopf, aber da bin ich auch nicht viel weiter mit - die sehen nach einigen Jahren auch nicht mehr wirklich schön aus, wenn sie nicht geölt werden.

Faserzementplatten

Eine gute Alternative sind Faserzementplatten im Großformat. Diese sind wasserfest und bieten eine lange Haltbarkeit.

Pflege und Wartung

Ein Gartenhaus aus Holz reinigen ist nicht schwer. Befreien Sie die Fassade Ihres Gartenhauses mit einem Handfeger von Spinnweben, Staub und feinem Dreck. Danach können Sie mit der gründlichen Reinigung fortfahren.

Beginnen Sie damit, Ihr Dach mit einem Gartenschlauch gründlich abzuspülen. Anschließend reinigen Sie die Fassade ebenfalls mit dem Wasserschlauch.

Türen und Fenster sind ganz wichtige Teile der Holzhäuser und müssen auf unkorrektes Absetzen überprüft werden. Wenn Fenster und Türen nicht richtig schließen, müssen sie nachgearbeitet oder nochmals eingestellt oder ersetzt werden, einschließlich der Pfosten.

Die regelmäßige Belüftung Ihres Gartenhauses hat hohe Priorität und sollte nicht vernachlässigt werden - perfekt dafür eignen sich unsere Lüftungsgitter, die Sie in unseren Zubehörartikel finden können.

02 Terrassenbau mit WPC von NATURinFORM

Mit etwas handwerklichem Geschick und der richtigen Planung können Sie Ihren Traum vom WPC-Schuppen verwirklichen. Achten Sie auf eine solide Konstruktion und genießen Sie die Vorteile dieses modernen Materials!

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