Welche Haarfarbe passt zu mir? Ein umfassender Ratgeber

Sich für eine neue Haarfarbe zu entscheiden, kann aufregend und beängstigend zugleich sein. Nicht nur eine neue Frisur stellt eine große Veränderung dar, auch eine neue Haarfarbe kann einen gewaltigen Unterschied machen. Vor allem mit zunehmendem Alter kann die falsche Haarfarbe schnell dazu führen, dass wir älter aussehen. Mit einer passend gewählten Haarfarbe können Sie sich hingegen optisch sogar verjüngen. Doch wie findet man heraus, welche Haarfarbe dem eigenen Typen schmeichelt? Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung und geben Tipps, wie Sie den passenden Farbton finden.

Sei es der Wunsch nach einer radikalen Typveränderung oder einfach nur nach etwas Abwechslung: Irgendwann verspürt jede*r den Wunsch nach einer neuen Haarfarbe. Manchmal ist es auch die Frisur einer Freundin oder der neue Look eines Stars, der uns zu einer neuen Haarfarbe inspiriert. Doch nur weil es bei jemand anderem gut aussieht, heißt das noch lange nicht, dass der Blondton auch einem selbst steht. Der beste Anhaltspunkt für eine neue Haarfarbe ist immer der eigene Hautton. Farbtöne, die auf diesen abgestimmt sind, wirken am natürlichsten und schönsten.

Analyse des Hauttons

Der erste Schritt ist die Analyse des Hauttons. Man unterscheidet zwischen warmen und kalten Hauttypen. Ein weiteres Indiz: Steht Ihnen Silberschmuck besonders gut, sind Sie wahrscheinlich ein kühler Typ.

Um den Unterton Ihrer Haut zu bestimmen, gibt es verschiedene DIY-Tests:

  1. Der T-Shirt-Test: Ziehen Sie ein weißes T-Shirt an. Wenn Ihre Haut einen leichten Gelbstich aufweist, sind Sie mit warmen Farben besser beraten. Wenn Ihre Haut eher blau/rosa ist, stehen Ihnen kühlere Farben besser.
  2. Der Venentest: Wenn Sie blaue Adern haben, dann sind Sie ein kühler Typ. Wenn Sie grüne Adern haben, dann sind Sie ein warmer Typ.
  3. Der Schmucktest: Tauschen Sie eine goldene und eine silberne Halskette aus. Gold und Roségold sehen bei warmen Untertönen am besten aus, Silber bei kühlen Untertönen.

Berücksichtigen Sie bei der Wahl einer Farbe auch Ihre Haarbeschaffenheit. Mit Färbetechniken wie Balayage können Sie bereits große Effekte erzielen, ohne den gesamten Farbton Ihrer Haare zu verändern. Dabei werden einzelne helle oder dunkle Strähnen in Ihr Haar gesetzt.

Ein frischeres Aussehen erreicht man vor allem mit warmen Nuancen. Vorsicht gilt bei extremen Tönen, wie sehr dunkles Schwarz oder helles Blond. Entscheiden Sie sich immer zuerst für eine Tönung.

Welche HAARFARBE steht mir? So findet ihr es heraus

Die passende Haarfarbe für verschiedene Typen

Es gibt einige Möglichkeiten, die typgerechte Haarfarbe zu finden. Wenn sie trotz aller Tipps und Ratschläge unsicher sind und sich beispielsweise fragen „Stehen mir dunkle Haare wirklich?“, gibt es vor dem Färben verschiedene Optionen. Wenn Sie schon bereit zum Ausprobieren sind, greifen Sie zu einer Tönung oder Haarkreide.

Um ein möglichst natürliches Ergebnis zu erzielen, gibt es zwei wichtige Dinge zu beachten. Berücksichtigen Sie zum einen Ihre Naturhaarfarbe - eine Veränderung um 2 bis 3 Nuancen wirkt oft am natürlichsten. Achten Sie außerdem darauf, dass die neue Haarfarbe mit der Farbe Ihrer Augenbrauen harmoniert.

Unser Tipp: Machen Sie sich nicht allzu verrückt mit der Frage „Steht mir die Haarfarbe?“. Bei kleineren Farbveränderungen probieren Sie ganz einfach mit einer auswaschbaren Tönung einen neuen Farbton.

Blond

Viele Frauen verbinden Blond mit Jugendlichkeit. Doch wer es mit dem Blond übertreibt, kann schnell älter und blass aussehen. Ein zu heller Blondton lässt die Gesichtszüge härter wirken, Fältchen und Krähenfüße werden in den Vordergrund gerückt. Außerdem sollten nur Naturblonde oder leicht Brünette ihre Haare in diesem Ton färben, da er bei einem dunkleren Teint typbedingt schnell aufgesetzt wirkt.

Besonders geeignet sind natürliche, warme Highlights oder aschige Blondtöne, die nicht nur die ersten grauen Haare überdecken, sondern auch unschöne Rötungen im Gesicht verschwinden lassen.

Braun

Braun ist eine Farbe, die viel zu oft unterschätzt wird. Dabei ist die Nuancenbreite so vielfältig wie bei keinem anderen Haarton: vom satten Kastanienbraun bis hin zu zarten Karamelltönen und roten sowie goldenen Reflexen - die warmen Töne schmeicheln fast jedem Typen.

Wie bei blonden Haartönen ist aber auch hier zu beachten, dass das Haar nicht zu hell gefärbt wird, denn auch hier kann das schnell zu künstlich wirken. Experimentierfreudig dürfen Sie aber dennoch sein: Techniken wie Ombré oder Balayage vertragen sich gut mit den ersten grauen Haaren und sind nicht nur in Hollywood gefragte Trendfrisuren. Wer von Natur aus ein dunkleres Braun hat, nicht auf seine ursprüngliche Farbe verzichten, aber etwas Pep in die Frisur bringen will, färbt einfach nur die Spitzen etwas heller.

Schwarz

Es ist kein Geheimnis, dass bei schwarzem - und sehr dunkelbraunem - Haar graue Haare besonders ins Auge fallen. Gefärbte Schwarztöne wirken oft aufgesetzt, deswegen sollte beim Kolorieren unbedingt ein Friseur aufgesucht werden, der die passende Haarfarbe ermitteln kann.

Einige Frauen sollten jedoch unbedingt von einer schwarzen Haarfarbe absehen: Frauen mit sehr hellem Teint, die von Natur aus hellere Haare haben. Der offensichtlich aufgesetzte Look ist das komplette Gegenteil von Natürlichkeit und lässt sie schnell wesentlich älter und blass aussehen.

Rot

Kupfergoldblond ist die perfekte Mischung aus Blond und Rot, die Frauen einen besonders frischen Teint verleiht. Außerdem wirkt der Ton wie ein Weichzeichner auf dem Gesicht und verringert optisch die Fältchen. Doch nicht jede Frau kann diese Farbe tragen.

Zu kräftige Rottöne können jedoch leider das Gegenteil von einer Verjüngungskur sein: Unnatürliche und starke Nuancen von rotem Haar lassen die Trägerin blass erscheinen, Hautrötungen werden betont. Viele Nuancen beleben das Erscheinungsbild, graue Härchen fallen dabei fast nicht auf.

Bronde

Das Zauberwort aus der Friseurwelt lautet „Bronde“. Dabei handelt es sich um verschiedene Töne, die von Blond bis Hellbraun reichen und mit goldenen Reflexen akzentuiert werden. Da das Haar durch den Strähnchen-Look dicker wirkt, ist er vor allem für Frauen über 40 und mit feinem Haar geeignet.

Die Rolle der Augenfarbe

Wie bereits erwähnt, hat deine Augenfarbe einen großen Einfluss darauf, welche Haarfarbe wir dir empfehlen können. Wählst du nämlich den richtigen Ton, kann das deine Augen zum Strahlen bringen und optisch hervorheben.

  • Grüne Augen: warme Blond-Töne sowie zu roter, brauner oder schwarzer Haarfarbe greifen.
  • Blaue Augen: Rot, Blond und Braun. Besonders schön wirken zudem pinke, lilafarbene oder blaue Untertöne in deinen Haaren.
  • Graue Augen: dunkle Haarfarben wie Schwarz oder Dunkelbraun deine Augen besonders schön in Szene.
  • Braune Augen: goldbraune, mittelbraune, dunkelbraune und schokoladenbraune Töne in den Haaren am besten.
  • Haselnussfarbene Augen: Zwischenfarben wie Rostbraun oder Rotbraun gut in Kombination mit haselnussfarbenen Augen.

Die Bedeutung des Teints

Ein weiterer Faktor, den du bei der Suche nach der perfekten Haarfarbe für dich nicht missachten solltest, ist dein Teint. Die Haarfarbe hat nämlich großen Einfluss darauf, wie deine Haut wirkt. Passen Haarfarbe und Teint nicht zueinander, kann es passieren, dass du blass und müde aussiehst.

  • Sehr heller Teint: eher helle Haarfarben wie Aschblond oder Platinblond. Wichtig ist jedoch, dass deine Haare keinen Gelbstich haben, denn das kann bei deiner Haut ungesund aussehen.
  • Heller Teint: aschige Braun-Nuancen, Hellbraun oder Töne mit rötlichem Schimmer wie beispielsweise Kupferfarben. Von dunklen Farbtönen wie Dunkelbraun oder Schwarz solltest du hingegen besser die Finger lassen.
  • Mittlerer Teint: sandige Töne oder Karamell-Nuancen setzen.
  • Dunkler Teint: Rotbraun, Dunkelrot, Mahagoni oder sogar Schwarz mit einem blauen Schimmer.

Eine allgemeine Faustregel ist hier: Je heller der Teint ist, desto heller sollte auch die Haarfarbe sein.

Die Jahreszeitentypen

Nachdem Sie nun wissen, ob Sie einen warmen oder kühlen Unterton haben, können Sie sich anschauen, zu welchem Jahreszeitentyp Sie gehören. Wir unterscheiden zwischen vier Jahreszeitentypen: Sommer, Frühling, Herbst und Winter. Herbst und Frühling sind warme Typen. Sommer und Winter sind kühle Typen.

Hier ist eine Übersicht, welche Haarfarben zu den jeweiligen Jahreszeitentypen passen:

Jahreszeitentyp Hautfarbe Augenfarbe Haarfarbe Empfohlene Haarfarben
Frühlingstyp Gold, hellbraun, Sommersprossen Grün, hellblau Hell- und dunkelblond, hell- bis mittelbraun, rötlich Goldblond, Honigblond, kupferfarbenes Hellbraun
Sommertyp Helle, rosige Haut Hellblau, blaugrau, grüngrau Blond, dunkelblond Aschblond, Eisblond, Silberblond
Herbsttyp Beige, goldbraun Dunkelbraun, grün, blau Mittel- bis dunkelbraun oder rot Karamellbraun, Kastanienbraun, Haselnussbraun, dunkles Orangerot
Wintertyp Elfenbeinfarben, braun Dunkelbraun, dunkelblau Schwarz, dunkelbraun Kühles Brünett, dunkles Rot, Pilzbraun

Virtuelle Farbberatung

Sie haben Lust auf eine neue Nuance, sind aber unsicher, ob sie Ihnen steht? Wie wäre es, wenn Sie eine neue Haarfarbe zunächst ausprobieren könnten, bevor Sie eine langfristige Entscheidung treffen? Das geht!

Um die Frage „Welche Haarfarbe passt zu mir?“ zu beantworten und virtuell Haarfarben auszuprobieren, müssen Sie einfach nur ein Online-Farbberater-Tool öffnen und ein Foto von sich hochladen. Mit manchen Tools können Sie auch „live“ per Kamera interagieren, um verschiedene Haarfarben an sich auszuprobieren.

Tipp: In der Schwarzkopf Color Lounge steht Ihnen ein virtueller Haarfarben-Berater zur Verfügung. In nur drei Schritten lassen sich - basierend auf einem Foto oder per Kamera - verschiedene Schwarzkopf-Haarfarben ausprobieren.

Weitere Tipps

  • Strähnen: Mit Strähnen können Sie sich langsam an Ihre Wunschfarbe herantasten. Ob blonde Strähnen im braunen Haar oder hellbraune Strähnen im dunkelbraunen Haar - Sie bekommen einen ersten Eindruck, ob Ihnen die neue Nuance zusagt und mit Ihrer Haut, Ihrem Make-up und Ihrem sonstigen Styling harmoniert.
  • Haartönung: Der Klassiker unter den Haarfarben-Test-Methoden ist natürlich die auswaschbare Haartönung.
  • Perücke: Sie können Ihre Wunschfarbe „theoretisch“ mit einem Farbberater-Tool auf einem Foto austesten. Oder: Sie kaufen eine Perücke, um die Haarfarbe an sich in echt zu sehen.

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