Jeder Mensch verliert täglich Haare, das ist ein natürlicher Prozess. Erst wenn täglich mehr als 100 Haare über mehrere Wochen ausfallen oder haarfreie Stellen entstehen, spricht man von Haarausfall oder Alopezie. Wie so oft im Leben gibt es nicht die eine Ursache. Auch beim diffusen Haarausfall können vielfältige Gründe für vermehrten Haarverlust sorgen: Hormonstörungen, ein möglicher Nährstoffmangel sowie Krankheiten (z.B. fieberhafte Infektionen) und Stress.
Es gibt verschiedene Arten von Haarausfall, die unterschiedliche Ursachen haben können. Die Medizin unterscheidet hauptsächlich zwischen drei Hauptformen:
Bei diffusem Haarausfall sind nicht einzeln begrenzte Regionen betroffen, wie es bei erblich bedingtem Haarausfall der Fall ist, sondern die gesamte Kopfpartie. Das Haar lichtet sich am ganzen Kopf ohne ein ersichtliches Muster. Alopecia diffusa zeigt sich symptomatisch allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich, daher sollte vor dem Beginn der Therapie zunächst eine umfassende Beratung durch einen Arzt erfolgen, um die Ursache für den Haarausfall zu klären.
In der Regel ist diffuser Haarausfall reversibel und damit heilbar.
Die Ursachen für den diffusen Haarausfall können vielfältig sein:
Eine der Haupt-Ursachen für die diffuse Alopezie sind Hormonstörungen bzw. -schwankungen. Wenn Sie also einen vermehrten Ausfall Ihrer Haare bemerken, können die folgenden hormonellen Veränderungen mögliche Ursachen sein:
Eine hormonelle Umstellung im weiblichen Körper kann zu unterschiedlichen Haarproblemen führen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Frauen nach der Schwangerschaft oder während der Stillzeit vermehrt Haare verlieren. Dies liegt daran, dass in diesen Phasen der Hormonspiegel im Körper schwankt und das Haarwachstum dadurch beeinflusst werden kann. In der Regel normalisiert sich der Hormonspiegel einige Zeit später wieder und der Haarausfall geht zurück.
In den Wechseljahren kann der sinkende Östrogenspiegel zu Haarausfall führen. Auch die Einnahme bestimmter hormoneller Verhütungsmittel kann sich auf den Haarzyklus auswirken und zu diffusem Haarausfall führen. Sprechen Sie hier bei Fragen oder Unsicherheiten mit Ihrem Arzt.
Die Schilddrüse ist ein bedeutendes Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers. Eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) kann sich u. a. Auch Hashimoto-Thyreoiditis, eine autoimmune Schilddrüsenfunktionsstörung, kann sich in einem diffusen Haarausfall äußern.
Ob eine Schilddrüsen-Störung vorliegt, kann durch eine Laboruntersuchung des Bluts ermittelt werden. Dabei werden die Schilddrüsenwerte Thyreotropin (TSH), T3 (Triiodthyronin) und T4 (Thyroxin) gemessen, um festzustellen, ob die Funktion des Stoffwechselorgans gestört ist.
Ein Nährstoffmangel kann ebenfalls oftmals die Ursache für diffusen Haarausfall sein. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um dem Körper die benötigten Nährstoffe für ein gesundes Haarwachstum zu liefern. Fehlen dem Körper diese wichtigen Bausteine, kann dies das Haarwachstum negativ beeinflussen und zu Haarausfall führen.
Besonders wichtig für eine normale Funktion der Haarwurzeln ist eine Versorgung mit Nährstoffen wie Eiweißen (Aminosäuren), B-Vitaminen und Mineralstoffen.
Auch ein Eisenmangel kann sich auf das Haarwachstum auswirken, da Eisen für die Bildung von Hämoglobin - ein Bestandteil der roten Blutkörperchen - notwendig ist.
Zink und Biotin sind ebenfalls wichtige Nährstoffe für das Haarwachstum. Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Keratin, dem Hauptbestandteil der Haare. Biotin unterstützt die Bildung von gesunden Hautzellen und Haaren.
Eine gesonderter Fokus beim Thema Mangelernährung liegt auf Essstörungen wie beispielsweise Magersucht oder Bulimie. Bei diesen Störungen wird der Körper nicht ausreichend mit den essenziellen Nährstoffen versorgt, die für das Haarwachstum wichtig sind. Es kommt zu einem Mangel an Eiweiß, B-Vitaminen, Eisen, Zink und anderen wichtigen Nährstoffen, die für das Haarwachstum benötigt werden. Dieser Mangel kann dazu führen, dass die Haarfollikel geschwächt werden und die Haare ausfallen.
Diverse Krankheiten sorgen ebenfalls häufig für diffusen Haarausfall. Hier ist der Haarausfall eine Begleiterscheinung und für die Betroffenen in vielen Fällen eine zusätzliche Belastung. Wird die Erkrankung behandelt, kann in vielen Fällen auch der Haarausfall zurückgehen bzw. sogar ganz verschwinden.
Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei welcher der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht ist. In einigen Fällen kann dieser Diabetes auch zu einer Veränderung der Haarfollikel führen, die eine Ausdünnung und einen verstärkten Haarausfall zur Folge haben kann.
Zusätzlich kann Diabetes mellitus auch zu einer Schädigung der Blutgefäße führen, die das Haarwachstum beeinträchtigen kann. Durch die schlechtere Durchblutung können die Haarfollikel nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden und sterben ab. Dies kann zu einem verstärkten Ausfallen der Haare führen.
Infektionen können ebenfalls eine Ursache für diffusen Haarverlust sein. Besonders bei Infektionskrankheiten, die mit Fieber einhergehen, kann es zu einem vorübergehend vermehrten Haarausfall kommen. Hier sind vor allem fiebrige Erkältungen, Grippe-Erkrankungen und auch Covid-19-Infektionen zu nennen.
Grund dafür ist eine temporäre Unterbrechung des Haarzyklus, da der Körper aufgrund des Fiebers und der Infektion in eine Art Alarmzustand versetzt wird: Die Wachstumsphase der Haarfollikel wird unterbrochen. Diese befinden sich nun vermehrt in der Ruhe- bzw. Ausfallphase. Somit kommt es zu vermehrtem Haarausfall. In der Regel wachsen die Haare nach der Infektion jedoch wieder nach.
Hauterkrankungen können eine Vielzahl von Ursachen haben und können daher auch eine Ursache für diffusen Haarausfall sein. Bei bestimmten Hauterkrankungen wie der Psoriasis oder dem atopischen Ekzem kann es zu einer Entzündung der Kopfhaut kommen, die den Haarfollikel schwächt und zum Haarausfall führt. Auch Pilzinfektionen auf der Kopfhaut können dazu führen, dass die Haare ausfallen und durchscheinende bzw. kahle Stellen auf der Kopfhaut entstehen.
Auch Stress kann eine mögliche Ursache für den diffusen Haarverlust sein, da der Körper aufgrund der Belastung vermehrt Hormone ausschüttet. Diese Hormone können den normalen Haarzyklus stören und zu einem vermehrten Haarausfall führen bzw. dafür sorgen, dass Haare brüchiger und dünner werden.
Wenn Sie vermehrten Haarausfall bemerken und Stress als Ursache vermuten, können Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training helfen, die Stressbelastung zu reduzieren. Auch regelmäßiger Sport und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, den Körper zu entspannen und das Haarwachstum zu fördern.
Oftmals liegt der diffuse Haarausfall auch an der Einnahme von bestimmten Medikamenten. Insbesondere Chemotherapeutika, die bei der Behandlung von Krebs eingesetzt werden, können zu Haarausfall führen. Aber auch andere Medikamente, wie beispielsweise Antidepressiva, Blutdrucksenker oder Hormonpräparate können den Haarzyklus beeinflussen und Haarausfall verursachen.
Bei Verdacht auf eine medikamentöse Ursache für den diffusen Haarausfall ist es wichtig, Ihren behandelnden Arzt zu konsultieren. Gegebenenfalls kann die Medikation angepasst oder ein alternatives Medikament verschrieben werden, um den Haarausfall zu reduzieren.
Eine tendenziell leicht zu behebende Ursache für Haarausfall oder brüchiges Haar kann in der allgemeinen Pflege der Haare gefunden werden: Eine falsche Pflege, wie beispielsweise zu häufiges oder zu aggressives Waschen oder Bürsten der Haare, kann zu einer Überbeanspruchung der Haare führen. Auch das Stylen mit zu großer Hitze kann die Haare schädigen und zu Haarbruch führen.
Besonders wichtig ist es, bei der Pflege der Haare auf die richtige Dosierung und Anwendung der Produkte zu achten. Eine Überdosierung von Shampoo oder Conditioner kann die Kopfhaut reizen. Auch das dauerhafte Tragen von Haargummis oder Haarspangen, die zu eng sitzen, kann die Haare schädigen und Haarausfall oder Haarbruch begünstigen. Achten Sie hier also auf einen liebevollen Umgang mit Ihren Haaren - sie werden es Ihnen in den meisten Fällen danken.
Alopecia diffusa zeigt sich symptomatisch allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich, daher sollte vor dem Beginn der Therapie zunächst eine umfassende Beratung durch einen Arzt erfolgen, um die Ursache für den Haarausfall zu klären.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Behandlung des kreisrunden Haarausfalls. Wenn Sie betroffen sein könnten, kontaktieren Sie einen Dermatologen in Ihrer Nähe.
Je früher die Erkrankung und ihre Ursache festgestellt werden, umso höher sind die Chancen, sie durch eine passende Behandlung in den Griff zu bekommen. Oft kann die vernarbende Alopezie mit entzündungshemmenden Mitteln, Kortikosteroiden oder Antibiotika bekämpft werden.
Es gibt eine Vielzahl an Behandlungsansätzen gegen Haarausfall. Aber nicht alle sind wirksam und empfehlenswert. Wir empfehlen eine Einschätzung durch unsere Experten und eine zielgerichtete Analyse.
Hier sind einige der bekanntesten Wirkstoffe, die Männern bei der Behandlung von Haarausfall helfen können:
Der Wirkstoff Minoxidil, wie er beispielsweise in Regaine® Männer Lösung enthalten ist, kann das Fortschreitenden von erblich bedingtem Haarausfall stoppen. Minoxidil wirkt direkt an der inaktiven und verkleinerten Haarwurzel und hat sich als Wirkstoff gegen erblich bedingten Haarausfall bewährt.
Überblick über wichtige Nährstoffe für gesundes Haar:
| Nährstoff | Funktion | Lebensmittelquellen |
|---|---|---|
| Zink | Produktion von Keratin | Vollkornprodukte, Milchprodukte, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch |
| Kupfer | - | Nüsse, Hülsenfrüchte, Innereien oder Getreide |
| Selen | - | Fisch und Fleisch, Pilze und Nüsse |
| Biotin | Bildung von gesunden Hautzellen und Haaren | Innereien, Sojabohnen, Milchprodukten oder Haferflocken |
| Eisen | Bildung von Hämoglobin | Fleisch, Obst- und Gemüsesorten, Getreide und Hülsenfrüchten |
Bei uns finden Sie hier auch Tipps für die richtige Haarpflege.
tags: #Ursachen #Haarausfall
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