Neonpinke Haare färben: Tipps und Tricks für den perfekten Barbiecore-Look

Der Barbie-Film hat einen regelrechten Hype um pinke Haarfarben ausgelöst. Durch den Hype um den Barbie-Film (#barbiecore) trendet nicht nur Blond, sondern auch Barbiepink auf den Köpfen. Aber wie färbt man seine Haare neonpink und wie sorgt man dafür, dass die Farbe lange hält? Hier sind einige Tipps und Tricks, um den perfekten neonpinken Look zu erzielen.

Welche bunten Haarfarben sind Trend?

Rosa, blau, grün oder alles auf einmal: Noch nie gab es so häufig bunte Haare auf der Straße zu sehen. "Neu ist das nicht. Der Trend besteht eher darin, dass es salonfähig geworden ist, eine knallige Haarfarbe zu tragen. Die Leute trauen sich mehr. Früher war, wer bunte Haare hatte, ein Punk, heute ist es ganz normal", sagt Shadi Shoaei im Interview und ergänzt: "Angefangen hat alles mit der Chanel Resort-Kollektion 2013. Nachdem Karl Lagerfeld seine Models mit bunten Haaren über den Laufsteg geschickt hat, waren plötzlich auch Pastellcolorationen in Modemagazinen zu sehen. Mittlerweile sind bunte Haarfarben überall: auf Covern, Werbeplakaten und vor allem auf Instagram. Durch das soziale Netzwerk verbreiten sich Trends viel schneller als früher, wodurch immer mehr Frauen mit dem Wunsch nach einer ausgefallenen Haarfarbe in den Salon kommen."

Diese Farben sind gerade besonders gefragt:

  • Softe Pastell-Töne: Nach wie vor besonders hoch im Kurs stehen Pastellfarben. Wenn Sie Ihre Haare in ein aquarelliges Rosa, Babyblau oder Hellgelb tauchen möchten, müssen Sie allerdings bedenken, dass der Untergrund dafür so blond wie möglich sein sollte. "Pastelltöne sind wie Aquarell-Farbe. So soft, dass eine weißblonde Basis nötig ist, damit sie überhaupt sichtbar sind."
  • Knallige Regenbogenhaare: Wer bei Instagram oder Pinterest nach Trendhaarfarben sucht, wird defintiv auf #rainbowhair stoßen. Dabei handelt es sich um viele bunte Strähnen in Regenbogenfarben. "Ein Trend, der auf einem Foto wirklich toll aussieht. Für den Alltag ist das leider nichts", sagt Shadi Shoaei und erklärt: "Instagram-Friseure machen viel für den Moment. Was wir online nicht sehen ist, wie die Farbe sich herauswäscht - nämlich unterschiedlich schnell. Das Rosa spült sich zuerst heraus, danach das Gelb. Blau bleibt am längsten im Haar."
  • Zartes Rosa für softe Effekte: "Wenn es um bunte Farbe geht, wünschen sich die meisten meiner Kundinnen rosa Haare", sagt die Farbexpertin. "Ich denke, es liegt daran, dass Rosa am softesten und tragbarsten ist - und einen echt schönen Abgang hat: Auch wenn sich die Farbe auswäscht, sieht sie noch toll aus, denn der Ton wird einfach immer blasser und pudriger, ehe er sich schließlich ganz auswäscht" Wichtig: Damit die Haare wirklich blassrosa werden und nicht korall- oder auch pfirsichfarben, sollte die Ausgangsfarbe möglichst weißblond sein.
  • Leuchtende Korall-Nuancen: Die perfekte Variante für alle, die bunte Haare möchten, den Schopf aber vorab nicht weißblond bleichen wollen, ist ein Korall- oder Peachblond. "Das funktioniert nämlich auch mit einem gold- oder honigblonden Untergrund, weil die Farbe ohnehin einen Gelbanteil hat."
  • Peek-a-boos für Hingucker-Effekte: Um sich alle Haare bunt zu färben, braucht es Mut. Und selbst wenn es nur die Spitzen oder ein paar Strähnen sind, passt das in manchen Jobs einfach nicht zum Dresscode. Ganz auf bunte Haare verzichten müssen Sie dann aber auch nicht. "Möglich machen das sogenannte Peek-a-boos. Dabei wird nur eine breite Strähne - beispielsweise am Hinterkopf - bunt eingefärbt, die im Alltag mit offenen Haaren und Pferdeschwanz verdeckt werden kann", erklärt die Coloristin. Sichtbar wird der bunte Part dann mit einem Half-Bun.

Die richtige Vorbereitung

Bevor Sie mit dem Färben beginnen, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen:

  • Haarzustand prüfen: Sind Ihre Haarspitzen brüchig? Falls ja, empfiehlt es sich, vor dem Färben einen Haarschnitt oder eine intensive Pflegekur durchzuführen. Beschädigte Spitzen nehmen die Farbe oft ungleichmäßig auf.
  • Haarfarbe auswählen: Möchten Sie natürliche Akzente setzen oder mit bunten Farben experimentieren? Bedenken Sie, dass dunkle Haare oft vorab blondiert werden müssen, um leuchtende Farben zu erzielen.
  • Hautunterton bestimmen: Bei der Farbauswahl geht es oft darum, welche Haarfarbe am besten zu deinem Hautunterton passt. Dieser kann warm, neutral oder kühl sein. Betrachte die Innenseite deiner Handgelenke. Erscheinen hier deine Venen grün, dann hast du einen warmen Hautunterton. Sind die Venen bläulich, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit einen eher kühlen Unterton. Schimmern beide Farben durch oder sind die Äderchen lila, dann ist dein Unterton neutral. Wenn du deinen Hautunterton bestimmt hast, kannst du die Farbe deiner Haare an diesen Ton anpassen, damit es harmonisch wirkt.

Welche bunte Haarfarbe steht wem?

Darüber entscheidet vor allem Ihr Teint. "Passt die Coloration nicht zur Hautfarbe, lässt Sie das schnell müde und blass aussehen. Ein Granny-Grau kann zudem auch älter machen. Altrosa, Pink oder Peachtöne hingegen wirken wie ein Wachmacher und stehen fast allen", sagt Shadi Shoaei. Die Expertin weiß aber auch, dass die Farbe nicht nur zur Haut, sondern auch zur Persönlichkeit passen muss. Pauschal-Aussagen sind deshalb schwer zu treffen. "Meerblau, Türkis, Neongelb, Knall-Orange, Lila oder Grün sind zum Beispiel eher Extrem-Nuancen, bei denen es weniger um Natürlichkeit, sondern eher um einen Look geht. Gepaart mit einem tollen Haarschnitt und dem richtigen Make-up, sind das echte Hingucker-Farben." Die Frage ist also, ob sie einen schmeichelnden Pastell-Tön oder eine Eyecatcher-Nuance tragen wollen.

Neonpinke Haare selber färben: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wer seine Haare selbst färben möchte, sollte folgende Schritte beachten:

  1. Haare waschen: Falls vom Hersteller empfohlen, waschen Sie zur Vorbereitung Ihr Haar. Verzichten Sie jedoch auf Conditioner, da die Farbe so besser haftet.
  2. Vorbereitung: Ziehen Sie alte Kleidung an und legen Sie ein Handtuch über die Schultern, um Flecken zu vermeiden. Teilen Sie nun Ihr Haar in mehrere gleichmäßige Partien.
  3. Farbe vorbereiten: Bereiten Sie die Farbe gemäß den Anweisungen des Herstellers vor. Rühren oder schütteln Sie die Mischung gut durch, bis sie eine homogene Konsistenz annimmt.
  4. Farbe auftragen: Tragen Sie stets Handschuhe, um unnötigen Hautkontakt und Verfärbungen zu vermeiden. Nutzen Sie einen Pinsel oder Ihre Hände, um die Farbe auf die Haarspitzen aufzutragen.
  5. Einwirkzeit beachten: Lassen Sie die Haarfarbe nach den Herstellerangaben auf der Verpackung einwirken. Kontrollieren Sie zwischendurch den Fortschritt, besonders bei hellen oder pastelligen Farben. Achten Sie jedoch in jedem Fall darauf, die empfohlene Einwirkzeit nicht zu überschreiten.
  6. Ausspülen und pflegen: Spülen Sie die Farbe sorgfältig mit lauwarmem Wasser aus, bis es klar bleibt. Danach sollten Sie Ihr Haar mit einem farbschützenden Shampoo waschen und einen Conditioner verwenden, um die Farbpigmente zu versiegeln.

DIY-Haarfärbe-Anleitungen für bunte Haare

Die Expertin empfiehlt, bunte Haare besser beim Profi zu färben. Selbstversuche können nämlich ganz schön in die Hose gehen. Wenn Sie dennoch einen teuren Friseurbesuch umgehen wollen, können wir das aber natürlich verstehen. Deshalb haben wir für Sie ein paar Tipps recherchiert und hier zusammengestellt:

Anleitung: Buntes Dip-Dye selbst färben

Farbverläufe sehen immer easy aus, sind aber leider relativ tricky. Wir raten deshalb: Stattdessen ein Dip Dye färben. Dabei werden nur die Spitzen in Farbe getaucht. Das ist wirklich easy. Der lässige Look lebt nämlich davon, dass alles nicht allzu perfekt aufgetragen wird. So geht’s:

  1. Zunächst die Ansätze toupieren. Weil einzelne Strähnen so weiter nach oben geschoben werden, entstehen später keine harten Kanten.
  2. Anschließend die bunte Tönung mit den Fingern oder einem Pinsel nur in den Haarspitzen verteilen.
  3. Die Übergänge von den ungefärbten zu den bunten Haaren mit den Fingern verwischen, indem Sie die Farbe leicht nach oben streichen.

Anleitung: Bunte Strähnen selbst färben

Bunte Strähnen sind nach wie vor ein Mega-Trend. Wer das mit Haar-Make-up selber machen möchte, braucht in der Regel blonde Haare. Wer dunkle Haare hat, lässt die Haare vorab aufhellen. Das sollten Sie aber auf keinen Fall selbst versuchen. Besonders cool wirkt es, wenn die Strähnen von unten durchscheinen und nicht direkt im Deckhaar platziert werden. So geht’s:

  1. Die Haare am Oberkopf abteilen und zum Half-Bun binden
  2. Nun mit den Fingern einzelne etwa 1cm breite Strähnen herausnehmen
  3. Etwa ab halber Länge beginnen, die Farbe nach unten hin aufzutragen. Klappt am besten indem Sie die Farbcreme auf die Finger geben und die Strähne zwischen den Fingern durchziehen.
  4. Abschließend - ohne neue Coloration nachzunehmen - die Farbe auch nach oben verwischen, damit keine harten Kanten entstehen.

So viele Strähnen färben wie gewollt. Keine Sorge: Wenn nicht alle Strähnen gleich lang und dick sind, wirkt die Farbe nur noch cooler.

Haare selber färben. Ansätze färben. DIY Anleitung

Die richtige Pflege für neonpinke Haare

Bunte Haare sind ein Hobby. Sie gehen nicht aus dem Salon und sehen wochenlang toll aus. Sie müssen regelmäßig wiederkommen und die Hausaufgaben machen", sagt Coloristin Shadi Shoaei. "Ich empfehle bei jeder Wäsche einen Conditioner mit abgestimmten Pigmenten zu verwenden. So fügen Sie die Farbe, die Sie durchs Shampoo herausgewaschen haben, wieder hinzu." Wer das so macht, kann sich bis zu 4 Wochen über strahlend bunte Haare freuen, dann wird es Zeit zum Nachfärben. Denn nach einem Monat hat sich meist so viel Farbe ausgespült, dass die Spülung nicht mehr genug Power hat, um das aufzufangen. Apropos: Der größte Feind bunter Haare ist ständiges Waschen. Denn die Pigmente waschen sich mit der Zeit heraus. Darum möglichst die Haarwäsche etwas hinauszögern und zwischendurch mit Trockenshampoo tricksen.

Damit die neonpinke Haarfarbe lange schön bleibt, ist die richtige Pflege entscheidend. Hier sind einige Tipps:

  • Spezielle Produkte verwenden: Achten Sie auf Produkte, die speziell für farbbehandeltes Haar entwickelt wurden.
  • Weniger waschen: Häufiges Waschen kann dazu führen, dass die Farbe schneller verblasst. Versuchen Sie, die Zeit zwischen den Haarwäschen zu verlängern, um die Lebendigkeit der Haarfarbe zu erhalten.
  • Kaltes Wasser: Spülen Sie das Haar nach dem Shampoonieren und der Haarspülung mit kaltem Wasser aus.
  • Hitzeschutz: Übermäßige Hitze kann die Haarfarbe ausbleichen, daher sollten Sie den Gebrauch von Hitzestylinggeräten wie Glätteisen, Lockenstäben und Föhns auf ein Minimum reduzieren.
  • Sonnenschutz: Längerer Aufenthalt in der Sonne kann die Haarfarbe verblassen lassen.
  • Farbauffrischung: Bewahren Sie die Farbbrillanz, indem Sie farbauffrischende Produkte (Direktzieher) wie Shampoos, Spülungen oder Haarmasken verwenden, die speziell für die Pflege von gefärbtem Haar entwickelt wurden.
  • Chlor vermeiden: Chlor in Schwimmbädern kann dazu führen, dass die Farbe verblasst oder sich sogar verändert. Um das (rosa) Haar zu schützen, sollten Sie es vor dem Schwimmen mit klarem Wasser anfeuchten und eine Badekappe tragen.
  • Regelmäßige Pflege: Coloriertes Haar braucht Pflege, damit es immer frisch aussieht. Machen Sie Ihren Kund*innen klar, dass die Langlebigkeit ihrer (rosa) Haarfarbe von verschiedenen Faktoren abhängt, u.a.

Was genau sind Farbconditioner?

Das sind Spülungen, mit direktziehenden Farbpigmenten. Die Conditioner gibt es fertig zu kaufen, allerdings nur in Standardfarben von Blond bis Braun. "Für bunte Haare können wir sie im Salon anmischen und genau auf die Farbe abstimmen. Für Altrosa mixe ich Beige und Rosa. Peach bekommt man mit Rosa und Gelb", verrät die Expertin.

Der Unterschied zwischen Direktziehern und Colorationen

Herkömmliche Colorationen enthalten Wasserstoffperoxid. Der Stoff quellt das Haar auf, wodurch die Coloration ins Haarinnere eindringt. Die finale Farbe entwickelt sich erst durch einen chemischen Prozess während der Einwirkzeit. Die Expertin erklärt: "Direktzieher hingegen sind fertige Farbstoffe. Das heißt: Sie besitzen bereits ihre finale Farbe und müssen sie nicht wie oxidativen Haarfarben durch eine chemische Reaktion ins Haar eindringen und sich im Inneren entwickeln. Stattdessen funktionieren sie rein physikalisch. Weil Direktzieher positiv geladen sind, fühlen sie sich von unseren negativ geladenen Haaren angezogen und haften außen an der Schuppenschicht."

Neonpinke Haarfarbe wieder loswerden

Satt gesehen an der bunten Farbe? Oder Lust auf einen neuen Ton, aber die Farbe will sich einfach nicht herauswaschen? "Dann können Sie mit einem Tiefenreinigungsshampoo zu Hause nachhelfen. Wenn das nicht hilft, würde ich einen Friseurbesuch empfehlen. Im Salon haben wir ein paar Geheim-Tricks, die allerdings in Profi-Hand gehören - weil sie bei falscher Anwendung die Haare ruinieren können. Von Hausmitteln aus dem Netz würde ich aus genau diesem Grund übrigens abraten", sagt die Expertin. Wenn alle Stricke reißen, kann der Friseur eine Blondier-Wäsche durchführen. Das strapaziert das Haar nicht so stark wie eine richtige Blondierung, reicht aber meist, um die Farbe restlos zu lösen.

Häufige Fehler beim Haarefärben vermeiden

Wie bei jeder Haarfärbetechnik gibt es auch beim Spitzen färben einige Fallstricke, die das Ergebnis beeinträchtigen können:

  • Haarfarbe gleichmäßig auftragen: Allen voran sorgt eine ungleichmäßige Farbverteilung für Flecken oder ungewollte Farbverläufe.
  • Passende Haarfarbe wählen: Wählen Sie zudem Farbtöne, die gut mit Ihrer natürlichen Haarfarbe harmonieren.
  • Einwirkzeit beachten: Ein weiterer häufiger Fehler: die Farbe zu früh auswaschen. Dies kann zu blassen oder ungleichmäßigen Ergebnissen führen.

Ob Sie Ihre Haarspitzen selbst färben oder beim Friseur färben lassen sollten, hängt von Ihrer persönlichen Präferenz ab.

  • Vorteile des Selbstfärbens: Haare zu Hause färben ist kostengünstig und bietet viel Flexibilität.
  • Vorteile des Friseurs: Ein Friseur kann ein professionelles Ergebnis garantieren, insbesondere bei aufwändigeren Looks, wie sanften Farbverläufen oder Blondierungen.

Tipp: Falls Sie unsicher sind oder zum ersten Mal eine komplexere Technik ausprobieren möchten, lohnt sich der Gang zum Profi.

Fazit

Das Färben der Haarspitzen ist eine vielseitige und kreative Methode, den eigenen Stil zu verändern. Mit der richtigen Vorbereitung, einer durchdachten Farbwahl und einer angepassten Haarpflege können Sie beeindruckende Ergebnisse erzielen.

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