Schuppen sind ein weit verbreitetes Problem, das viele Menschen betrifft. Obwohl sie meist harmlos sind, können sie lästig und unangenehm sein. Neben den üblichen Anti-Schuppen-Shampoos gibt es zahlreiche Hausmittel, von denen jedoch einige sogar schaden können. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von Schuppen, stellt wirksame Behandlungen vor und gibt Tipps zur Pflege einer gesunden Kopfhaut.
Schuppen sind ein unschönes Problem, das oft auf die Kleidung rieselt.
Die Bildung von Schuppen ist ein natürlicher Prozess, da sich die Haut ständig erneuert, auch die Kopfhaut. Dabei wandern neue Hautzellen innerhalb eines Monats aus tieferen Hautschichten an die Hautoberfläche. Dort verhornen sie und werden - für das bloße Auge nicht wahrnehmbar - abgestoßen. Sichtbare Schuppen entstehen, wenn dieser Prozess gestört ist.
Es ist wichtig zu wissen, dass Schuppen nicht gleich Schuppen sind. Man unterscheidet zwischen trockenen und fettigen Schuppen:
Das kann man selbst unterscheiden, indem man ein paar Schuppen nimmt und diese zwischen den Fingern reibt. Wenn sich das ölig anfühlt, dann ist das eine fettige Kopfschuppung.
Juckende Kopfhaut kann ein Zeichen für Schuppen sein.
Hinzu kommt, dass sich ein bestimmter Hefepilz (Malassezia furfur) übermäßig vermehren kann. Der Pilz gehört zur natürlichen Hautflora. Fettige Kopfhaut bereitet ihm einen guten Nährboden. Dadurch kann er sich ungehindert ausbreiten, was zu starkem Juckreiz führt. Die Neigung zu fettiger Kopfhaut ist genetisch bedingt.
Es gibt einige Hausmittel, die insbesondere bei trockener Kopfhaut die Schuppenbildung verringern sollen. Die Anwendung ist aber oft umständlich oder aufwändig. Zudem gibt es keine Nachweise, dass sie dauerhaft wirken. Es existieren meist nur Erfahrungswerte. Beliebt sind vor allem:
Hautärzte raten von Hausmitteln eher ab, da die Dosierung nicht standardisiert ist und die Kopfhaut je nach Menge und Anwendung weiter austrocknen oder die Schutzbarriere der Haut schädigen kann. Das wiederum kann die Schuppenbildung verstärken.
Viele greifen schnell zum Klassiker, dem Anti-Schuppen-Shampoo. Ob teuer oder billig: Die meisten wirken gut und pflegen das Haar. Je nach Produkt variieren die Inhaltsstoffe. Manche Hersteller setzen auf natürliche Wirkstoffe wie Weizenkeimöl. Andere verwenden chemische Wirkstoffe wie Pirocton-Olamin und Zink-Pyrithion. Sie bekämpfen bestimmte Mikroorganismen auf der Kopfhaut, etwa den Hefepilz Malassezia furfur. Hat sich dieser stark ausgebreitet, hilft ein Anti-Schuppen-Shampoo aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Ketoconazol. Das Shampoo sollte über vier Wochen angewandt werden.
Bei Produkten aus der Apotheke reichen bis zu zwei Anwendungen pro Woche. Kommt es zu einer Besserung, kann es hin und wieder verwendet werden. Eine dauerhafte Anwendung zur Vorbeugung braucht man aber nicht.
Anti-Schuppen-Wirkstoffe werden in Haarpflege- und Haarwaschmitteln eingesetzt, um eine übermäßige Bildung von Schuppen auf der Kopfhaut zu kontrollieren. In Shampoo-Grundlagen werden beispielsweise Clotrimazol oder Pirocton-Olamin verwendet. Diese Wirkstoffe zeigen eine wachstumshemmende Wirkung gegen Pilze und Bakterien. Diese fungistatische Wirkung spielt als Ursache der Antischuppenwirkung eine wesentliche Rolle.
Einige häufig verwendete Anti-Schuppen-Wirkstoffe sind:
Piroctone Olamine, auch bekannt als Octopirox, ist ein Ethanolaminsalz aus der Klasse der Pyridone. Der Wirkstoff hat eine fungizide (man nennt es auch antimyzetische) und antibakterielle Wirkung. Dabei trägt es zur Schuppenreduzierung und Reinigung der Kopfhaut bei und ist daher häufig ein Bestandteil von Haarprodukten wie bspw. Das Wachstum von Bakterien, Hefen und Pilzen wird durch Piroctone Olamine gehemmt, Hautfett und Schuppen werden von der Kopfhaut gelöst sowie die Zellteilungsaktivitäten verringert. Der Wirkstoff ist im pH-Bereich 6-7 optimal wirksam und hilft auch gegen Juckreiz bedingt durch Schuppen. Es wirkt außerdem beruhigend auf die Kopfhaut. Insgesamt sorgt der Wirkstoff bei regelmäßiger Anwendung dafür, dass einem erneuten Schuppenbefall vorgebeugt werden kann und das natürliche Gleichgewicht der Kopfhaut wiederhergestellt wird. Da Piroctone Olamine ein gut hautverträglicher Wirkstoff ist, ist es für alle Haartypen geeignet. Auch eine langfristige Verwendung von Produkten mit Piroctone Olamine schädigt die Kopfhaut nicht.
Einige natürliche Wirkstoffe bieten sich als Anti-Schuppen-Wirkstoffe an. Sie sind, vor allem in Kombinationen, bei Kopfschuppen-Befall in Erwägung zu ziehen.
Ein Arztbesuch ist ratsam, wenn Juckreiz, Brennen oder Nässen auftreten. Denn auch allergische Reaktionen, Infektionen, Ekzeme oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis können Ursache für Schuppen sein. In solchen Fällen sind spezielle Behandlungen erforderlich.
Viele Shampoos helfen gut gegen lästiges Rieseln, auch für wenig Geld. An der Tabellenspitze steht oft ein Anti-Schuppen-Shampoo vom Discounter, das als einziges im Test insgesamt sehr gut abschneidet. Im Vergleich mit einem Naturkosmetikprodukt schneidet es zwar ordentlich ab - immerhin wirkt es gegen Schuppen. Im Kampf gegen das Rieseln bietet es Anhängern natürlicher Kosmetika also durchaus eine Alternative.
| Shampoo | Anti-Schuppen-Wirkung | Pflegewirkung | Anwendung | Gesamturteil |
|---|---|---|---|---|
| Discounter-Shampoo | Sehr gut | Gut | Sehr gut | Sehr gut |
| Marktführer (Head & Shoulders) | Befriedigend | Gut | Gut | Ausreichend |
| Naturkosmetikprodukt | Befriedigend | Ausreichend | Ausreichend | Ausreichend |
tags: #Wirkstoffe #gegen #Schuppen
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