Viele Frauen wünschen sich lange, dichte und geschwungene Wimpern, um einen verführerischen Augenaufschlag zu erzielen. Wimpernverlängerungen sind ein beliebter Beauty-Trend, der diesen Wunsch schnell erfüllen kann. Doch sind Wimpernextensions wirklich schädlich und gefährlich? Welche Vor- und Nachteile gibt es, und worauf sollte man achten, um Risiken zu minimieren? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick.
Die Vorteile einer Wimpernverlängerung liegen klar auf der Hand:
Der Hype um Wimpernverlängerungen nimmt auch weiterhin zu, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand: Lange, geschwungene und tiefschwarze Wimpern, die selbst die teuerste Mascara nicht zaubern könnten.
Ja, auch Wimpernverlängerungen haben ihre Nachteile. Zu den größten Nachteilen zählen:
Eine Wimpernverlängerung ist schädlich, wenn man sie über einen langen Zeitraum (1 Jahr und länger) trägt, ohne den Naturwimpern eine Regenerations-Pause (mind. 1 Monat) zu geben. Aber auch billiger Wimpernkleber kann die Schleimhaut reizen, strapazieren und austrocknen.
Künstliche Wimpern können dem Auge massiv schaden. Lange, dichte Wimpern gelten als attraktiv und sexy - vor allem bei Frauen. Doch Expertinnen und Experten warnen: Kunstwimpern bergen gesundheitliche Risiken.
In erster Linie dienen Wimpern nicht dem Aussehen, sondern erfüllen wichtige Funktionen. Das Auge ist stets Umwelteinflüssen ausgesetzt und damit eine Eintrittspforte für Bakterien und Viren. Wimpern, auch Zilien genannt, sind daher eine Art Schutzmauer. Sie verhindern, dass Erreger, Staubpartikel und andere Fremdkörper ins Auge gelangen, indem sie die Luft von der Oberfläche des Augapfels ableiten.
Wimpernverlängerungen können aus verschiedenen Materialien bestehen. So werden beispielsweise synthetische Fasern wie Nylon oder Kunststoff verwendet. Es gibt aber auch künstliche Wimpern aus natürlichen Fasern, wie etwa Seide oder Nerz. Problematisch wird es erst beim Anbringen, da hierfür in der Regel Klebstoff verwendet wird.
Kleber könnten allergische Reaktionen auslösen. Aber auch wenn keine Allergie vorliegt, können die Chemikalien die empfindliche Augenpartie reizen - vor allem, wenn der Wimpernkleber in die Augen kommt. Winzige Mengen reichten dabei schon aus. Gerade bei selbst angebrachten Kunstwimpern sei somit größte Vorsicht geboten.
Einer Studie zufolge berichteten mehr als 60 Prozent der Frauen über Keratokonjunktivitis, nachdem sie Wimpernkleber in die Augen bekommen hatten. Keratokonjunktivitis ist eine Augenerkrankung, bei der sich sowohl die Hornhaut als auch die Bindehaut entzünden. In derselben Studie gaben zudem 40 Prozent der Frauen an, eine allergische Reaktion auf den Kleber beobachtet zu haben.
Ein weiteres Gesundheitsrisiko sind die Inhaltsstoffe des Wimpernklebers. So werden verschiedene Konservierungsmittel verwendet, um das Produkt haltbar zu machen und das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu verhindern. Eins davon ist Formaldehyd - eine giftige Substanz, die bei Hautkontakt Verätzungen auslösen und vermutlich genetische Defekte erzeugen kann.
Forschende der University of Minnesota haben 2022 in einer Studie 37 Wimpernkleber für Verbraucher und professionelle Anwender auf Formaldehyd getestet. Dabei kam heraus, dass 75 Prozent der 20 getesteten professionellen Kleber die gefährliche Chemikalie freisetzen und auch 4 der 17 Verbraucherkleber. Auf einigen Produkten, die Formaldehyd enthielten, war es demnach nicht einmal als Inhaltsstoff gelistet.
Die häufigste Komplikation bei Wimpernverlängerungen ist dem Experten zufolge jedoch die Blepharitis - eine Entzündung des Lidrandes. Dort befinden sich Talgdrüsen, die ein schützendes, fettiges Sekret absondern, welches das Auge vor der Ansammlung von Bakterien schützt. Verstopfen diese Meibom-Drüsen, zum Beispiel durch Wimpernkleber, werden die Augenlider rot, fangen an zu brennen und schwellen an. Zudem bilden sich Schuppen und die Wimpern können an der entzündeten Stelle ausfallen.
Blepharitis: Entzündung des Lidrandes
Der Grund für eine Blepharitis ist meist die Besiedelung der Lidränder und der Wimpernwurzeln mit Demodex-Milben. Laut des Augenzentrums München fand man bei mehr als 80 Prozent der Patienten mit chronischer Blepharitis und trockenen Augen einen Befall mit diesen Milben.
Zu einem Befall mit Demodex-Milben können unter anderem schlechte hygienische Bedingungen in Kosmetikstudios führen. Wenn beispielsweise die Wimpernzange nicht richtig gereinigt wurde, wandern die Parasiten von Wimper zu Wimper. "Dort breiten sie sich dann aus, insbesondere wenn die natürliche Wimpernfunktion - etwa durch Kleber - beeinträchtigt ist."
Wenn das Auge brennt, juckt oder die Wimpernverlängerung einfach nicht so aussieht, wie es abgesprochen war, steht fest: Dieses Wimpernstudio war ein Reinfall. Doch ist es für den Kunden nicht immer so offensichtlich, dass etwas schiefgelaufen ist. Um eure Augen und Gesundheit zu schützen, haben wir heute drei Indizien zusammengetragen, die für einen Laien nicht direkt sichtbar sind, die aber auf eine schlechte Behandlung hinweisen.
Dieser kann dadurch entstehen, dass die Lashextensions beim Blinzeln am Auge pikst und sticht. Und so sollte es keinesfalls sein, denn die Wimpernextensions sollten mit den Naturwimpern verschmelzen und sich nicht wie Fremdkörper anfühlen. Beim ersten Indiz von einem unangenehmen Tragegefühl durch Schmerzen am Auge sollte man sich bei diesem Wimpernstudio verabschieden und eins aufsuchen, das die Behandlung professionell durchführt. Denn wenn es am Auge pikst und sticht, wurde vermutlich der Abstand zwischen Wimpernextension und dem Augenlid nicht vernünftig eingehalten.
Wer schon mal Lashextensions vom Profi hatte, weiß, wie befriedigend das Gefühl des Durchkämmens mit dem Wimpernbürstchen sein kann. Anders verhält es sich allerdings, wenn mit dem Wimpernbürstchen kein Durchkommen möglich ist. Dann sind die Wimpernextensions entweder verklebt oder das Bürstchen bleibt an Kleberresten hängen. In dem Moment, in dem keine fachgerechte Reinigung der Wimpern mehr möglich ist, riskiert die Kundin Entzündungen durch Verunreinigungen. Zusätzlich können verklebte Lashextensions junge Naturwimpern herausreißen, die sich noch im Wachstum befinden. Im schlimmsten Fall entstehen dadurch auch unangenehme Lücken im Wimpernkranz, die eine ganze Weile benötigen, um sich wieder zu schließen.
Was erstmal nach dem Traum vieler Kunden klingt, ist in Wahrheit reiner Pfusch durch den Einsatz von zu viel Kleber bei der Wimpernverlängerung. Und tatsächlich wird man ebendiesen Kleber auch erkennen und sehen können. Das ist nicht nur unästhetisch, sondern birgt ebenfalls Gefahren für das Auge und die Wimpern. Denn wie wir wissen, lassen sich verklebte Wimpern nicht anständig reinigen (siehe oben), was zu Infektionen und Entzündungen führen kann.
Wer sich also die Wimpern verlängern möchte, sollte sich möglichst an ein erfahrenes Kosmetikstudio mit hohen Hygienestandards wenden, rät der Experte.
Wenn du eine Wimpernverlängerung mit der schonenden 1 zu 1 Technik wählst, keine extremen Volumenwimpern trägst, regelmäßige Regenerations-Pausen machst, deine Wimpernextensions richtig pflegst und die eigenen Wimpern evtl. noch mit einem Wimperserum stärkst, ist eine Wimpernverlängerung nicht schädlich und ein tolles Erlebnis.
Spar dir Fake Lashes für besondere Anlässe auf. Und wenn du die langzeitige Wimpernverlängerung einfach nicht sein lassen kannst, solltest du dir einen ordentlichen Salon suchen, in dem erfahrene Spezialist*innen arbeiten, die deine Wimpern korrekt platzieren. Achte außerdem darauf, dass in deinem Salon strengste Hygienevorschriften eingehalten werden. Immer, wenn ein Fremdkörper im höchstempfindlichen Augenbereich aufgetragen wird, steigt das Risiko für eine Infektion oder ein Gerstenkorn. Deswegen ist es so wichtig, dass sowohl der Kleber als auch die künstlichen Wimpern steril und geeignet sind, am Auge aufgetragen zu werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Du ein paar Dinge beachtest, spricht trotz der Nachteile nichts gegen eine Wimpernverlängerung.
| Vorteile | Nachteile | Risiken |
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tags: #wimpern #von #unten #kleben #gefährlich
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