Ursachen und Lösungen für den Ausfall von Wimpernverlängerungen

Wer sich schon einmal Wimpern-Extensions gegönnt hat, bleibt oft dabei. Denn man spart sich nicht nur Zeit und Nerven am Morgen, man sieht auch einfach fabelhaft aus. Und zwar ganz egal, ob man gerade aufgestanden ist oder eine Stunde Joggen war: Der Augenaufschlag sitzt! Problem dabei: Viele Frauen verlieren ihre XXL-Wimpern wieder schneller als erwartet - bei guter Pflege können sie nämlich eigentlich bis zu sechs Wochen halten. Schuld sind wir aber meist selbst: Denn diese Fehler lassen laut Beautyexperte Tommy Toro aus München deine Fake-Wimpern schneller ausfallen!

Viele Faktoren können dazu führen, dass Wimpernverlängerungen vorzeitig ausfallen. Es ist wichtig, die Ursachen zu kennen, um die Lebensdauer der Extensions zu maximieren und die Gesundheit der natürlichen Wimpern zu erhalten.

Der natürliche Wimpernzyklus

Dass Wimpern früher oder später ausfallen, ist an und für sich ein ganz natürliches Prozedere: Schließlich erneuert sich unser Wimpernkranz ungefähr alle drei Monate komplett. Eine Wimper wächst bis zu 6 Wochen lang zu ihrer vollen Länge, verharrt dann in der sogenannten Ruhephase und fällt erst dann aus, wenn ihre Zeit rum ist. Da bei einer Wimpernverlängerung je eine künstliche Wimper auf eine natürliche Wimper gesetzt wird (keine Sorge, der Kleber ist hautfreundlich und speziell dafür entwickelt), sollte die Fake-Wimper die natürliche Lebensdauer der Wimper lang halten und gemeinsam mit ihr ausfallen.

Wie unser Kopfhaar wachsen auch die Wimpern nach Zyklen. Der gesamte Wimpernzyklus dauert ungefähr 100-150 Tage:

  • Wachstumsphase (Anagen): Hier wächst die Wimper bis zu ihrer vollen Länge.
  • Übergangsphase (Katagen): Hier endet das Wachstum, die Zellproduktion wird gestoppt.
  • Abstoßungsphase (Telogen): Dauer: 2-3 Monate. Jetzt werden die Wimpern allmählich abgestoßen, damit die Wurzel sich wieder regenerieren kann. Wimpern die beispielsweise beim Kämmen ausfallen, sind meist in der telogenen Phase.

Natürlicher Wimpernausfall ist also völlig normal und harmlos. Nach dem Telogen folgt automatisch ein erneutes Anagen. Anders sieht es aus, wenn die Wimpern vermehrt verloren gehen.

Häufige Fehler, die zum Ausfallen von Wimpernverlängerungen führen

Laut Beautyexperte Tommy Toro gibt es mehrere Gründe, warum Wimpern-Extensions früher ausfallen können:

  1. Ölhaltige Abschminklotions: Finger weg davon, denn die Inhaltsstoffe lösen die Klebeverbindung zwischen der Naturwimper und der Extension. Besser: Speziell entwickelte Pflegeprodukte für Extensions verwenden.
  2. Häufiges Weinen: Tränen sind säurehaltig und lösen ebenfalls den Kleber.
  3. Verwendung von Mascara: Vorsicht, denn die meisten Mascaras haben ölhaltige Inhaltsstoffe. Selbst wenn du dir damit nur die unteren Wimpern tuschst (auf denen keine Extensions angebracht werden), so kommt der obere Wimpernrand durch Blinzeln mit der Mascara in Berührung und schwupp, schon löst sich der Kleber. Besonders zu vermeiden: wasserfeste Wimperntusche!
  4. Verwendung einer Wimpernzange: Lieber nicht! Denn der Druck auf die Wimpern kann dazu führen, dass diese brechen und sich ablösen.
  5. Verklumpte Wimpern: Dann wurden sie nicht sorgfältig aufgeklebt. Der Grund für die „Wimpern-Päcken“: Wenn eine Extension-Wimper mit zwei Naturwimpern zusammengeklebt wird, dann kann es sein, dass die eine Wimper früher ausfällt - und die andere dadurch an der Wurzel mit ausreißt. Vorsicht: Dadurch entstehen Lücken im Wimpernkranz! Laut Tommy bemerkt man das nach etwa 2 Wochen, wenn es beim über's Lid streichen piekst wie kleine Nadelstiche. Sollte das der Fall sein, kann es sogar zu einer Lidentzündung kommen. Sofortiges Ablösen in einem professionellen Studio ist die einzige Lösung.
  6. Häufiges Augenreiben: Versuche das lieber zu vermeiden. Mit dem Gesicht im Kissen vergraben zu schlafen ist zum Beispiel kein Problem - doch zu dolles Reiben um die Augen kann die Wimpern unnötig strapazieren und zum Ausfallen führen.
  7. Mangelnde Reinigung vor dem Kleben: Wenn nicht, dann ist die Wimper von Mascararesten & Co. noch ummantelt - was verhindert, dass der Kleber direkt am Naturhaar angebracht wird. Fazit: Die Extension hält nicht so gut!

Weitere Ursachen für Wimpernausfall

Neben den oben genannten Faktoren gibt es auch andere Ursachen für Wimpernausfall, die nicht direkt mit Wimpernverlängerungen zusammenhängen:

  • Narbenbildung: Nach einem Unfall oder einer Operation kann es im Augenbereich zu Narbenbildung kommen, die zu partiellem oder komplettem Verlust der Wimpern führt.
  • Verbrennungen: Ebenso werden die Wimpernwurzeln durch starke Hitze bzw. Verbrennungen geschädigt. Das Wimpernwachstum kann je nach Stärke der Beschädigung gänzlich ausfallen.
  • Stress: Tatsächlich kann Stress zu Wimpernausfall bzw. Haarausfall führen.
  • Medikamente: Die chronische Einnahme von Medikamenten kann als Nebenwirkung zu Haarausfall am Kopf, Körper, den Augenbrauen und Wimpern führen.
  • Chemotherapie: Insbesondere Im Verlauf einer Strahlen- und Chemotherapie kommt es bei den meisten Patienten zu Haarausfall am Kopf und am Körper.
  • Lidfehlstellungen: Hierbei handelt es sich um eine zumeist angeborene Fehlstellung der Augenlider, die mit einem partiellen Fehlen der Wimpernreihen verbunden ist.
  • Mangelernährung: Auch Vitaminmangel, Eisenmangel oder einseitige Ernährung können Wimpernausfall fördern.

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Diagnose und Behandlung von Wimpernausfall

Um den Wimpernausfall zu verstehen, ist es unerlässlich, einen medizinischen Experten zu konsultieren. Die Anamnese ist ein wichtiges Instrument bei der Ursachenforschung. Dabei werden detaillierte Informationen über die Familiengeschichte des Patienten gesammelt, da bestimmte Erbkrankheiten zu Wimpernausfall führen können. Auch Fragen zur aktuellen Lebenssituation und zu kürzlich eingetretenen Veränderungen können Aufschluss geben.

Labortests, einschließlich Blut- und Urinuntersuchungen, können ebenfalls durchgeführt werden, um Mangelzustände festzustellen, die den Wimpernausfall verursachen können. Die Beurteilung hormoneller Veränderungen ist ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Suche nach den Ursachen. Ärzte schließen auch Krankheiten aus, die Haarausfall verursachen können. Diese können von Hautkrankheiten wie Blepharitis oder Rosazea bis hin zu allgemeineren Gesundheitsproblemen wie Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen reichen. Schließlich werden auch offensichtliche körperliche Ursachen berücksichtigt.

Die Behandlung des Wimpernausfalls hängt stark von der zugrunde liegenden Ursache ab und kann daher von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein:

  • Mangelzustände beheben: Ist die Ursache des Wimpernausfalls auf einen Mangel zurückzuführen, wie z.B.
  • Änderung der Pflege: In einigen Fällen kann der Wimpernausfall auf die Verwendung von Kosmetika oder Pflegeprodukten zurückzuführen sein.
  • Medikamentöse Behandlung: Liegt z. B.
  • Therapie der Grunderkrankung: Bei Wimpernausfall, der durch eine Grunderkrankung verursacht wird, steht die Behandlung dieser Erkrankung im Vordergrund.
  • Regenerative Therapien: Zusätzlich zu den oben genannten Behandlungsmöglichkeiten können auch regenerative Therapien zur Unterstützung des Wimpernwachstums eingesetzt werden. Eine solche Behandlung ist die PRP-Therapie, auch bekannt als plättchenreiches Plasma.

Jede Behandlung sollte immer in Absprache mit einem medizinischen Experten erfolgen, damit die spezifischen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen berücksichtigt werden können.

Wimperntransplantation als letzte Option

Wenn keine Wimpern mehr wachsen und sich die Haarwurzeln nicht mehr erholen können, ist eine Wimperntransplantation eine gute Option. Bei einer Wimperntransplantation werden Haarfollikel entnommen und an den Lidrand transplantiert, um das Wachstum neuer Wimpern zu ermöglichen.

Die Wimpern-Transplantation ist ein präzises und sorgfältiges Verfahren, das in mehreren Schritten durchgeführt wird:

  1. Entnahme der Haarfollikel: Zunächst entnimmt der Haarchirurg einzelne follikuläre Einheiten mit den Haarwurzeln vom Kopf des Patienten.
  2. Vorbereitung der Grafts: Nach der Entnahme werden die Haarfollikel in Nährstoff- oder Kochsalzlösung aufbewahrt, um sie vor Austrocknung und Beschädigung zu schützen.
  3. Vorbereitung des Empfängers: Der Bereich, in den die Wimperntransplantate eingesetzt werden sollen, wird nun vorbereitet. Nach einer örtlichen Betäubung werden sehr feine Empfangskanäle angelegt.
  4. Einsetzen der Grafts: Nun beginnt der anspruchsvollste Teil der Operation - das Einsetzen der Grafts. Mit einer feinen Pinzette werden die entnommenen Grafts einzeln in die zuvor angelegten Empfängerkanäle eingesetzt.

Vorbeugende Maßnahmen für gesunde Wimpern

Um Wimpernausfall vorzubeugen und die Gesundheit der Wimpern zu fördern, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Sanfte Pflege: Die Wimpern sollten vorsichtig behandelt werden. Sanfte Reinigung und die Verwendung von feuchtigkeitsspendenden Ölen können helfen, die Wimpern zu nähren und zu stärken.
  • Vermeiden Sie aggressives und mechanisches Styling: Das ständige Tragen von künstlichen Wimpern oder die häufige Verwendung von Wimpernzangen kann zu Wimpernausfall führen.
  • Vermeiden Sie Giftstoffe: Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum können das Haarwachstum beeinträchtigen und zu Wimpernausfall führen.
  • Überprüfung der Lebensumstände: Stress und andere Lebensstilfaktoren können Wimpernausfall verursachen.

Generell sollte bei anhaltendem, auffälligem Wimpernausfall ein Facharzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und einen entsprechenden Behandlungsplan zu erstellen.

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