Es gibt inzwischen diverse Mittel und Möglichkeiten, die lästigen Härchen an Beinen und Armen, unter den Achseln und auch in der Bikinizone loszuwerden. Dennoch greifen viele Frauen in alter Manier und um auf Nummer sicher zu gehen, zum altbewährten Rasierer bzw. Nassrasierer. Dieser erledigt in so gut wie allen Fällen gewissenhaft seine Arbeit. Wenn die Rasierklinge scharf genug ist, entfernt sie problemlos die Körperhärchen.
Doch gewöhnliche Rasierer gelten nicht zwingend als umweltfreundlichste Methode. Es kann bei der Anwendung zudem sehr schnell zu jeder Menge kleiner Schnitte kommen, wenn man zu stark aufdrückt, sich zu sehr beeilt oder sich nicht richtig auf die Rasur konzentriert.
Sogenannte Rasierhobel gelten aktuell als die Sicherheitsrasierer schlechthin. Das Besondere an diesen - zugegeben - gefährlich klingenden Geräten ist dabei, dass sie bei der Bart- sowie der Körperrasur die Verletzungsgefahr minimieren sollen, ohne dabei etwas an ihrer Effektivität einzubüßen. Doch gibt es so etwas wie einen Sicherheitsrasierer überhaupt?
Um das herauszufinden, haben wir 33 Rasierhobel speziell für Frauen in unserem Test auf Herz und Nieren geprüft.
Wenn man den Begriff »Rasierhobel« zum ersten Mal hört, hat man eher ein Folterinstrument im Kopf als einen Sicherheitsrasierer. Dabei ist der Begriff irreführend und das Gerät dahinter sehr viel älter, als man vermuten würde. Tatsächlich orientierte man sich bei der Erfindung des Rasierhobels Mitte des 19. Jahrhunderts am Design eines Schreinerhobels. Anfang des 20. Jahrhunderts orientierte sich der Rasierhobelaufbau am ursprünglichen Gillettedesign: Rasierkopf und Griff, wobei letzterer im direkten Vergleich zu herkömmlichen Systemrasierern und Nassrasierern recht kurz ausfällt.
Die in den Hobelkopf eingespannte Rasierklinge ragt dabei etwa einen Millimeter zu beiden Seiten aus einem Spalt heraus, der sich zwischen Ober- und Unterkante des Kopfes befindet. Bei vielen Varianten besteht der Rasierhobel aus drei Teilen: Griff, Kopfoberteil sowie Kopfunterteil. Die Klinge wird hier in den Hobelkopf gespannt, der wiederum zusammengesetzt und anschließend auf den Griff geschraubt wird.
Rasierhobel gibt es in verschiedenen Variationen auf dem Markt, die beim Schließmechanismus, Hobelkopf, Materialzusammensetzung, Griffform sowie -länge voneinander abweichen. Zudem bestehen viele Rasierhobel heute aus zwei oder gar nur einem Teil. Einteilige Rasierhobel verfügen über einen sogenannten Butterfly-Verschluss. Dabei wird die Klingenhalterung mittels Drehen oder Klappen wie Schmetterlingsflügel geöffnet, wovon sich auch der Name ableiten lässt. Auf diese Weise lässt sich die Klinge spielerisch leicht austauschen. Beim Schraubverschluss hingegen wird die Klinge, wie der Name bereits verrät, festgeschraubt. Dabei wird die Klinge ins Oberteil gelegt, das wiederum mithilfe einer oder mehrerer Schrauben mit dem Griff verbunden wird.
Auch beim Hobelkopf fallen bei genauerer Betrachtung mehrere Unterschiede auf. Grundsätzlich besteht der Kopf aus Kamm, Klingenspalt, Klingenbefestigung sowie natürlich der Rasierklinge. Der Kamm kann wiederum offen oder geschlossen sein. Bei einem offenen Kamm liegen vertikale Rillen vor, die eine gründlichere Rasur ermöglichen. Zugleich besteht aber eine erhöhte Verletzungsgefahr. Deshalb wird eher Fortgeschrittenen deren Anwendung empfohlen. Einsetzen lassen sich Rasierhobel mit offenem Kamm außerdem sehr gut bei der Gesichtsrasur. Beim geschlossenen Kamm hingegen liegen keine vertikalen Rillen vor. Das schont die Haut und macht den Rasierhobel attraktiv für Anfänger.
Legt man Systemrasierer bzw. den Nassrasierer und Rasierhobel nebeneinander, fallen schon auf den ersten Blick optische Unterschiede auf. Beispielsweise sind die Griffe der Rasierhobel deutlich kürzer und sie bestehen nicht aus Kunststoff. In so gut wie allen Fällen greifen die Hersteller von Rasierhobeln auf Materialien wie Edelstahl oder Holz zurück. Das hat einen einfachen Grund: Es ist nachhaltiger. Denn was alle Hersteller unserer getesteten Rasierhobel gemein hatten, war ihr Umweltkonzept.
Die Anschaffungskosten von Rasierhobeln fallen deutlich höher aus als die der Systemrasierer, doch auf lange Sicht kommt man trotzdem günstiger weg. Während man den ganzen Systemrasierer nach kompletter Abnutzung vollständig ersetzen muss, muss man beim Rasierhobel lediglich die Rasierklinge austauschen - und Rasierklingen sind günstiger als Systemrasierer. Mit Rasierhobeln hat man also kein Plastik und kein verschwendetes Material. Oft wird bei der Verarbeitung auch klimaneutrales und recyceltes Material verwendet, was noch umweltfreundlicher ist.
Damit die Rasierhobel möglichst lange halten, gilt es, sie gut und regelmäßig zu reinigen. Während und nach der Rasur reicht es, Hobel und Klinge unter laufendem, heißem Wasser abzuspülen. Bei den Rasierklingen setzen einige Hersteller auf ihre Eigenproduktion, doch die meisten greifen auf die Astra-Rasierklingen zurück, die sauber, scharf und hochwertig sind. Dadurch wird das Risiko von Rasurbrand und Hautirritationen, das mit Nassrasierern in Verbindung gebracht wird, vermindert und man muss sich nicht über die nervigen roten Pünktchen auf der Haut ärgern. Dank der Konstruktion des Klingenhalters ist es zudem praktisch unmöglich, die Klinge mit abrasierten Haaren zu verstopfen - ganz anders als beim Systemrasierer.
Da Männerhaut anders und robuster beschaffen ist sowie 0,2 mm dicker ausfällt und über mehr Kollagen verfügt, brauchen Frauen eigene Hautprodukte. Das schließt auch die Rasur per Rasierer ein. Grundsätzlich lässt sich jede Körperstelle mit einem Rasierhobel rasieren. Allerdings tendiert man, wenn man ungeübt ist, schnell dazu, sich zu schneiden. Vor allem wenn man direkt von einem Systemrasierer bzw. Nassrasierer auf einen Rasierhobel umsteigt. Rasierhobel sind starr. Das richtige Maß an Schwung, Druck und Neigung muss man erst lernen. Da kann es schnell einmal zu kleinen Verletzungen kommen. Da der Kopf nicht beweglich ist, muss man besonders behutsam und langsam rasieren. Vor allem bei empfindlichen Stellen wie Kinn, Knie und Intimbereich darf man nicht zu viel Druck auf den Rasierhobel ausüben.
Winkel: Der richtige Winkel (ca. 30 Grad) zwischen der Klinge und der Haut ist entscheidend.
Druck: Ein Rasierhobel sollte ohne Druck verwendet werden. Das Eigengewicht des Hobels reicht aus, um eine gründliche Rasur zu erzielen.
Klinge: Apropos - eine scharfe und saubere Klinge ist wichtig. Stumpfe Klingen können Hautirritationen verursachen und erhöhen das Risiko von Schnitten.
Wenn Sie sich trotz allem dennoch beim Rasieren mit dem Hobel verletzen, können Sie Ihre Haut abschließend beruhigend behandeln. Ein milder Aftershave-Balsam oder eine feuchtigkeitsspendende Lotion schaffen erste Linderung. Leichte Schnitte können außerdem mit einem Alaunstein gestoppt werden.
Merkur ist vor allem bekannt für seine qualitativ hochwertigen Nassrasierer für Männer. Mit seinem Rasierhobel 24G bietet der Hersteller nun auch Frauen einen Rasierhobel von unvergleichlicher Qualität, dank dem die Rasur zum Kinderspiel wird. Das edle und durchdachte Design sowie die einfache Handhabung minimieren das Verletzungsrisiko. Wie alle Rasierhobel von Merkur Stahlwaren im Test kommt auch der 24G in einer stabilen, umweltfreundlichen und plastikfreien Karton-Verpackung bei uns an.
Bereits beim Auspacken sind wir beeindruckt von der Robustheit und Qualität des Rasierhobels. Leider kommt mit dem Produkt nur noch eine einzelne Rasierklinge aus der Merkur-Eigenproduktion. Diese ist allerdings so scharf, dass man schnell Gefahr läuft, sich beim Einsetzen in den Hobelkopf sowie beim Klingenwechsel zu schneiden.
Der geriffelte Griff des Rasierhobels fällt ungewöhnlich lang aus und lässt sich dementsprechend wunderbar greifen, ohne in der Hand zu rutschen - so, wie es der Hersteller versprochen hat. Während der Rasur gleitet der 24G nur so über die Haut und muss kaum geführt werden. Besonderen Druck auf die Haut muss man auch nicht ausüben, da die Rasierklinge so scharf ist, dass sie problemlos schneidet. Das durchdachte Design sorgt für ein reduziertes Verletzungsrisiko während der Rasur, was den gesamten Vorgang erleichtert. Auch der Verschluss lässt sich leicht und fließend öffnen sowie schließen.
Da wir den Umgang mit Rasierhobeln bereits in der letzten Testrunde gelernt und ein Händchen für sie entwickelt haben, dauert es nicht lange, bis wir uns mit dem hochwertig und sauber verarbeiteten 24G angefreundet haben. Natürlich fordern wir den Rasierhobel ein wenig heraus und rasieren mit etwas mehr Druck, doch wir werden überrascht: Da, wo andere Rasierhobel uns geschnitten haben, verschont uns der Merkur 24G. Das Ergebnis sind samtweiche, glatte Beine. Keine Rötungen, keine Stoppeln und keine Schnittstellen. Wir sind wunschlos glücklich.
Die Reinigung läuft absolut reibungslos ab. Nach der Anwendung lässt sich der Rasierhobel ganz einfach unter einem Wasserstrahl abspülen oder mit einem feuchten Tuch von hängengebliebenen Haaren befreien. Sobald die Rasierklinge abgenutzt ist, schraubt man einfach den Kopf ab, tauscht sie gegen eine neue aus und dreht den Verschluss wieder zu - fertig! Ein einfaches und nachhaltiges Konzept, das alle Rasierhobel gemeinsam haben.
Der Preis mag auf den ersten Blick happig erscheinen, doch für sein Geld bekommt man wirklich was geboten. Der Merkur Stahlwaren Rasierhobel 24G übertrifft zudem die Konkurrenz in Sachen Qualität und Sicherheit bei Weitem. Auch die Haptik, Handhabung und das Ergebnis können sich durchaus sehen lassen und machen die Rasur zum Kinderspiel. Außerdem sind wir uns sicher, dass der Rasierhobel quasi unzerstörbar und so langlebig ist wie sonst kein anderer Rasierhobel (von anderen Herstellern als Merkur) im Test.
Bisher gibt es noch keine seriösen Testberichte anderer Redaktionen zu unserem Testsieger.
Der Erbe punktet mit sehr guter Verarbeitung, praktischem Schmetterlingsverschluss und gutem Rasierergebnis. Ist es nicht herrlich, wenn ein Test viele gute Ergebnisse liefert? So sind wir froh, auch den Lady Rasierhobel von Erbe voll und ganz empfehlen zu können. Zunächst einmal die Optik: Sie ist plakativ feminin. Ein verchromter und damit silberfarbener Griff mit einem pinken Zwischenteil. Dieses Zwischenteil ist strukturiert und sorgt so für guten Halt.
Auffallend beim Erbe Lady Rasierhobel ist aber allen voran der Schmetterlingsverschluss. Um die Klinge einzusetzen, muss am hinteren Ende des Griffs gedreht werden - schon dreht sich der Klingeneinsatz auf und die Klinge kann einfach so hereingelegt werden. Natürlich gilt es, immer achtsam zu sein im Umgang mit Klingen, aber in jedem Fall führt diese Art des Einsetzens deutlich seltener zu Verletzungen. Doch auch in puncto Reinigung müssen wir wieder auf den Schmetterlingsverschluss eingehen, denn hier gibt es viele kleine Ritzen und Kanten, in denen sich Härchen festsetzen. Man braucht hier also etwas mehr Geduld und Zeit.
Nun zum wohl wichtigsten Aspekt: das Rasierergebnis. Und damit sind wir zufrieden, mit minimalen Einschränkungen. Zunächst einmal klappt die Rasur sehr gut und es braucht nahezu keinen Druck, um auch feine Härchen zu erwischen. Doch nimmt man nicht ausreichend Wasser oder entsprechendes Rasierzubehör, kratzt der Hobel leicht auf der Haut, doch ohne dabei zu wirklichen Verletzungen zu führen.
Dem R 94 Rocca von Mühle gelingt es, von Anfang an zu punkten. Verpackt wurde er sorgfältig in eine edle graue Box, und das ganz ohne Plastik. Was uns gleich auffällt: Der Hersteller liefert bloß eine einzelne Rasierklinge aus Eigenproduktion mit. Ist diese abgenutzt, muss man selbst einen 10er-Pack für ein paar Euros nachkaufen. Dieser kleine Minuspunkt trübt unsere Laune aber keineswegs.
Bei einem genaueren Blick auf den Rasierhobel staunen wir, wie top die Verarbeitung ist. Mühle verwendet rostfreien Edelstahl und hat Rillen eingraviert, die einen sicheren und stabilen Halt garantieren. Ob das Gewicht von 90 Gramm ansprechend oder als Kritikpunkt angesehen wird, ist wohl Geschmacksache. Insgesamt lässt sich der Rocca gut greifen und über die Haut führen. Wir müssen während der Rasur überhaupt keinen Druck auf den Rasierhobel ausüben, denn er gleitet selbstständig über die Haut und hinterlässt gleich beim ersten Mal ganz glatte Haut. Da ist eine Korrektur nicht notwendig.
Um an verstecktere Stellen heranzukommen, muss man etwas herumprobieren und für sich selbst den besten Winkel herausfinden. Übt man Druck aus oder rasiert zu schnell, kann man sich an der scharfen Rasierklinge schnell schneiden. Mühle setzt beim Rocca auf einen Schraubverschluss, der sich sogar mit nur einer Hand einfach und flüssig auf- und zudrehen lässt. Sobald der Kopf fest aufgeschraubt ist, kann man ohne Bedenken loslegen. Denn auch beim Schraubverschluss hat Mühle viel Mühe investiert und ihn so sicher konstruiert, dass ein gewisser Kraftaufwand nötig ist, um den fest sitzenden Verschluss zu lösen.
Die Rasierklingen aus Eigenproduktion sind so scharf, dass man beim Klingenwechsel besonders vorsichtig mit ihnen umgehen sollte. Wie ausnahmslos jeder Hersteller im Test nimmt auch Mühle den Umweltaspekt sehr ernst und setzt mit seinem umweltfreundlichen Rasierhobel auf Nachhaltigkeit. Man kann sich also sicher sein, dass man der Umwelt etwas Gutes tut, wenn man sich den langlebigen Mühle R 94 Rocca zulegt. Auch wenn der stolze Preis zum Zögern verleitet, können wir den Rasierhobel empfehlen.
Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schafft hier den wohl größten Pluspunkt. Preiswerter wird es nicht! Zumindest gibt es nur wenige Modelle auf dem Markt, die mit den knapp 6 Euro Kosten für den Balea Purity Rasierhobel mithalten können. Auch schön ist, dass der Rasierer von Balea verhältnismäßig gut verarbeitet ist.
Hier ist ein Vergleich einiger Wilkinson Damenrasierer, um Ihnen bei der Auswahl des richtigen Produkts zu helfen:
| Modell | Klingenanzahl | Besonderheiten | Vorteile |
|---|---|---|---|
| Wilkinson Sword Intuition Sensitive Care | 4 | Gleitstreifen, rutschfester Griff | Passt sich an Körperkonturen an, Rasierschaum nicht notwendig |
| Wilkinson Sword Intuition Complete Bikini | 5 | Gleitstreifen, rutschfester Griff, für Intimbereich geeignet | Passt sich an Körperkonturen an, Rasierschaum nicht notwendig |
| Wilkinson Sword Hydro Silk | 5 | Hautschutzgel mit Hyaluronsäure | Geeignet für die Rasur unter der Dusche |
| Wilkinson Sword Quattro for Women | 4 | Gleitstreifen, rutschfester Griff | Optimale Kontrolle |
tags: #Wilkinson #Rasierer #Damen #Test
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.